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Here we have a born and raised Western farmer boy from Colorado who wants
to be a rock & roll star like so many others in the late 50's. He goes
to Hollywood and records between 1959 and 1961 some 17 songs none of
which becomes a hit except for one that makes it # 96 on the Hot 100.
He goes back to the farm when suddenly he receives a phone call from
the record company (Capitol) telling him that one of the songs he
recorded (Our Summer Romance) hit the #1 spot in....Chile. Capitol
sends him to Santiago (Chile) to find out what's going on and when he
arrives by airplane for the first time, thousands of sreaming girls
are waiting for him as if he were the king of R&R instead of Elvis.
This overnight success makes him stay there and while he's learning
Spanish and recording songs sung in that language. he becomes so popu-
lar that indeed in all of South America he sells more than Elvis or
any other artist. However, at the same time, he strongly gets involved
politically: that means that after seeing the social problems in those
countries (only a few possess everything )he becomes a radical leftist.
After only a few years in Chile and Argentina, the authorities throw
him out of their countries. His next steps are Brasil, Mexico, Spain
and Italy where he becomes a third rated moviestar making typical
Spagetthi Westerns. Since he doesn't have any success he finally accepts
an invitation he received back in 1965 from a Russian communist
youth leader and tries his luck in Moscow. The communist party sees
it's opportunity: a North American radical leftist who plays Rock & Roll.
In those years Western music was forbidden especially Elvis Presley
and the Beatles. Now they could fulfill the needs of the youth for some
"other" kind of music. The Propaganda worked; Dean made covers of
Elvis, Little Richard, Chuck Berry, The Everly Brothers etc. and became
the most popular Western individual ever behind the Iron Curtain in all
socialist countries. His story is so exceptional that both Steven
Spielberg and Tom Hanks will make a movie about his story. This is just
a slight introduction: this man was jailed in in 7 different countries
including the USA but the Russian pression on president Carter was so
big that the Americans decided to free him. He married an East German
top movie star, made several anti-western propaganda films etc, etc.
It is believed that around 1986 he became "homesick" and wanted to go
back to the States. It seems that the East German secret police
wanted to avoid that and one evening he disappeared and was found
five days later in a lake nearby his home. He "officially" drowned himself.
This CD holds these 17 recordings from the late 50's and early 60's,
but the liner notes and the photographs included, make this CD and
above all the story behind this man a real 5 stars "jewel" The
incredible story is that this artist was absolutely unknown
both in the States and Western Europe until a few months back ACE
RECORDS included his only Hot 100 hit in the Teenager Crush Vol.5 CD.
called "The Search" and the liner notes about the song and the man
moved me to find out all about him. It was really worth "the search".
Ronald Van Scherpenzeel, amazon.com, September 9, 2007
Die Veröffentlichungen des amerikanischen Sängers Dean Reed bei den
Plattenfirmen Amiga oder Supraphon sind unter Kennern ostdeutscher Kultur wohlbekannt.
Seine frühen Aufnahmen, die Ende der 50er bis Anfang der 60er Jahre für
Capitol entstanden sind, können nun auf der CD "The Red Elvis" (Bear Family
Records) wieder entdeckt werden.
Biographie:
An einem Junitag des Jahres 1986 wird Dean Reeds Leiche im Zeuthener See nahe
Ost-Berlin gefunden. Seine Pulsadern sind aufgeschnitten, der Star ist ertrunken.
Ein 15seitiger Abschiedsbrief, der auf Geheiß der DDR-Regierung bis 1990 unter
Verschluss bleibt, erhärtet die Selbstmordvermutung. Dennoch dauert es nicht lange,
bis Verschwörungstheorien nach einer anderen Erklärung suchen. Die Stasi
soll ihn auf dem Gewissen haben, weil Reed möglicherweise wieder in die USA
zurückkehren wollte, was den Sozialismus diskreditiert hätte. Andere
wiederum behaupteten der CIA habe genau diese Rückkehr verhindern wollen. Jenseits
der Wahrheit, die vielleicht niemals mit hundertprozentiger Sicherheit feststehen wird,
zeigen die Spekulationen um Dean Reeds Tod, dass der seltsame "Grenzgänger" in
den Zeiten des kalten Krieges für die Blockinteressen genutzt wurde. Reed selbst
siedelte Anfang der 70er Jahre aus Liebe und beruflichen Gründen in die DDR
über, wo er wieder Filme drehen konnte. Seine sozialistische Überzeugung
passte der Führungsriege natürlich gut ins Konzept. Dabei ist sie nur Motor
seiner unendlichen Heimatsuche, die eine Welt ohne soziale Benachteiligung oder Kriege
finden wollte. Später wurde Reed klar, dass das auch in der DDR nicht gegeben war,
aber er sah Chancen, das System dahingehend fortzuentwickeln. Begonnen hat seine Reise
aber in Colorado, wo er auf einer Hühnerfarm aufwuchs. Nach Cowboykunststücken
und Countryballaden landete Reed 1958 in Hollywood, wo er bei Capitol Records einen
siebenjährigen Plattenvertrag unterzeichnete.
CD-Rezension:
Die 18 Stücke, welche auf der aktuellen Veröffentlichung "Der rote Elvis"
enthalten sind, decken einen großen Teil der Aufnahmen für Capitol ab.
Sie waren bislang bestenfalls als Einzelstücke auf Zusammenstellungen erhältlich
und galten weitgehend als verschollen. Bereits die ersten Takte der Musik erklären,
warum der Album-Titel den Vergleich mit Elvis Presley sucht. Wenn man bei
"Our Summer Romance"
(1959) nicht genau hinhört, könnte man glauben, ein unbekanntes Lied des King
of Rock'n'Roll entdeckt zu haben. Mit sanfter Stimme besingt ein junger Mann seine
Sommerliebe, die nicht vergehen soll. Intonation, Instrumentierung und die rhythmische
Umsetzung sind unverkennbar an Elvis Presley angelehnt. Das Stück, welches Dean
Reed selbst geschrieben hat, wurde 1960 ein Superhit in Südamerika, wo Reed bei
einer Wahl zum beliebtesten Popstar Elvis Presly, Paul Anka, Ray Charls und Neil Sedaka
hinter sich ließ. Die anschließende Tournee wurde ein gigantisches Ereignis,
das den Nordamerikaner endgültig zu einem Superstar in Südamerika machte.
Insofern ist es stimmig, gerade dieses Lied an den Anfang zu setzen, da es eng mit der
Kunstpersona Reed verbunden ist.
Sein Erfolg diente später dazu, die Legende vom amerikanischen Star zu entwickeln,
der aus Protest gegen den Vietnamkrieg den USA den Rücken gekehrt habe. In den
Vereinigten Staaten war Reed jedoch nie erfolgreich. Die Lebensgeschichte des Dean
Reed ist auch die Geschichte einer Biographianpassung. Der naiv-romantische Text wiederum
spiegelt Reeds träumerische Suche nach einer harmonischen Heimat wieder, die sich
nicht auf den konkreten Flecken Erde bezieht, der gerne mit dem Heimatbegriff assoziiert
wird, sondern Heimat im Zustand der Zufriedenheit findet. Die Sommeromanze eines
Schülers, von der er hier singt ("Although the summer's gone, I'll try to carry
on, although you won't be with me, and when school is through, I'll still be loving
you" - "Obwohl der Sommer vorbei ist, versuche ich, dich nicht zu vergessen, auch
wenn du nicht bei mir bist. Auch wenn die Schulzeit zu Ende ist, werde ich dich immer
noch lieben."), erfährt im Laufe des Textes eine Wandlung zur universellen Liebe
als Lebensglück ("I love no one but you, my love belongs to you, someday I hope
to marry you" - "Ich liebe nur dich allein, meine Liebe gehört dir, eines Tages
heirate ich dich hoffentlich."). Als Reed das Stück geschrieben hat, dürfte
es für ihn kaum mehr als ein romantisches Liebeslied gewesen sein. Es bringt
aber seine träumerische Ader zum Ausdruck, die bei ihm später angesichts
sozialer Missstände in Südamerika die Sehnsucht nach einer utopischen Welt
der Harmonie hervorbrachte und ihn für die Sache des Sozialismus kämpfen
ließ. Dabei unterstützte er
Salavdor Allende in
Chile,
schrieb Protestsongs oder wusch vor dem US-Konsulat in Santiago die blutgetränkte
amerikanische Flagge
rein, bevor er 1972 in die DDR übersiedelte. Die ersehnte utopische Welt, die
wahre Heimat sollte er in der Realität nie finden.
Nur im Traum konnte ein Mensch wie Dean Reed zu Hause sein. Neben "Our Summer Romance"
enthält die CD mit der sanft dahin fließenden Ballade
"The Search",
in der Reed die Bereitschaft besingt, für die wahre Liebe um die ganze Welt zu
reisen, sowie einem Lied über die erste Liebe
("Don't let her go")
zwei weitere Stücke aus seiner Feder. Das restliche Material haben andere
Komponisten geschrieben. Reed interpretiert die zumeist flotten Rock'n'Roll-Nummern
mit weicher Stimme, welche ausgezeichnet zu den gefühlvollen Texten passt.
Das 32seitige Booklet fasst mit einem Text von Stefan Ernsting, der auch in englischer
Übersetzung enthalten ist, die seltsame Lebensgeschichte des Dean Reed zusammen.
Stefan Dabrock, dvdheimat.de
Die frühen Aufnahmen, die Dean Reed als Jüngling in seiner Heimat USA für Capitol Records
und Imperial einspielte und -sang, galten lange Zeit als verschollen, die entsprechenden Singles wurden
als Raritäten zu Fantasiepreisen gehandelt. Eine CD-Veröffentlichung war also schon lange
überfällig. Die hat nun die Firma "Bear Family Records" übernommen und dabei ein durchaus
wertiges Produkt zustande gebracht. Die 18 enthaltenen Titel wurden bearbeitet, dem zeitgemäßen
Soundempfinden angepasst, jedoch nicht entstellt. Sie klingen authentisch und zeigen die ersten
musikalischen Gehversuche des Vorzeigekünstlers, wie sie einst waren: Noch ein wenig uninspiriert,
kaum originell und reichlich unspektakulär. Die meisten der Songs sind Interpretationen
bekannter Songschreiber, nur ganze vier Stücke stammen aus Reeds eigener Feder, darunter der
Südamerika-Hit
"Our Summer Romance".
Die CD selbst kommt zwar mit einem, mit Verlaub, reichlich bescheuerten Titel ("Der singende Rebell - Die
seltsame Geschichte von Dean Reed - The Red Elvis") daher, ist aber edel aufgemacht, enthält ein
32-seitiges Booklet mit vielen mehr oder weniger seltenen Fotos, einer Diskographie und Abbildungen der
Original-Labels der gefeaturten Singles. Den ausführlichen Begleittext hätte man sich allerdings
sparen können. Der Autor gefällt sich darin, stumpf die üblichen haltlosen und unstatthaft
verallgemeinernden Sozialismus-Klischees herunterzubeten und Dean Reed als abgehalfterten, egomanischen,
realitätsfremden und gescheiterten Möchtegern-Pop(!)star zu schmähen. Warum man für
diese Aufgabe jemanden ausgesucht hat, der ganz offensichtlich Abneigung gegenüber Reed empfindet
und dessen Lebensleistung mit kapitalistischem (Un-)Maßstab beurteilt, der für eine reelle
Einschätzung des "singenden Rebells" naturgemäß völlig ungeeignet ist, entzieht sich
unserer Kenntnis und ist für eine ausgewogene Meinungsbildung wenig hilfreich.
Eine Lücke schließen zu wollen haben sich die Macher dieser Veröffentlichung in
blumigen Worten auf die Fahne geschrieben. Das ist auch durchaus gelungen - macht aber erst in dem Moment
Sinn, in dem auch die späteren LP-Veröffentlichungen Dean Reeds zu CD-Ehren gelangen werden. Man
hat hier mit den am wenigsten wichtigen Aufnahmen begonnen und es bleibt zu hoffen, dass das
tatsächlich nur der Anfang ist. Dann wird sich nämlich erweisen, dass der (O-Ton Begleittext)
"unbekannteste Superstar aller Zeiten" alles andere als ein Popstar westlichen Verständnisses
war und sein wollte. (kf)
"Ostrockforum", ostrockforum.com
Habe mir jetzt die neue Dean-CD an Land gezogen und muss sagen, dass sie fantastisch ist.
Endlich hört man mal die Aufnahmen, mit denen er seine Karriere begann.
Thorsten, 21.02.2007
Ich bin ein großer Dean-Reed-Fan, nach wie vor. Ich hab alles an LP's gesammelt, was ich so
bekommen konnte.
Hört man in seine Lieder hinein, so weiß man, wo man früher den Lebenswillen herbezogen
hat. Seine Stimme, von sanft bis hart fasziniert mich. Er konnte Liebeslieder genauso eindrucksvoll
singen wie Kampflieder. Sicher, er war ein Träumer, aber er stand zu seiner Meinung und er setzte
sich für eine gute Sache ein. Ich denke oft wie entäuscht er jetzt wäre nach dem Zerfall
des sozialistischen Systems.
Die neue CD aus den Anfängen seiner Musikerzeit ergänzt sehr eindrucksvoll seine musikalische
Entwicklung. Ich hör sie sehr gern an, wenn ich einfach mal entspannen will.
M. Niescher, 25.01.2007
Er hat nie wieder so gesungen
Diese CD ist allererste Sahne. Sie versammelt die Frühwerke die Dean Reed bei Capitol-Records
aufgenommen hat, als ihn noch keiner kannte. Leider blieb es nach Veröffentlichung der Singles
bei der Unbekanntheit. Einzig in Südamerika hatte er einen Hit mit
'Our summer romace',
so dass er sich dann mehr und mehr dieser Region zuwandte, bevor er dann irgendwann mal in die DDR kam
und die Sowjetunion eroberte.
Warum ich diese CD mag und empfehle? Als DDR-Bürger hatte ich (und die meisten) ja eher ein
gespaltenes Verhältnis zu Dean Reed. Zum einen, weil er sich bei den Oberen angedient hat,
und zum Anderen, weil er nur Lieder nachgesungen hat, die man lieber vom Original gehört hätte.
Da es die Originale aber in der DDR nicht auf schwarzen Scheiben zu kaufen gab, hätte man zu
Dean Reed, als Ersatz, greifen müssen. Viele taten das dann auch.
Ich habe seinen harten Gesang nie so richtig gemocht und konnte mich einzig für das Lied
'Together'
mit seiner damaligen Frau Wiebke
aufgenommen, erwärmen (Hier singt er sehr sanft und gefühlvoll).
In den Capitol-Aufnahmen nun singt er ganz anders. Gut, er war um einiges jünger und seine
Stimme flog in Höhen, die er später nie wieder erreichten sollte, es ist aber noch etwas
anderes, was diese Aufnahmen von später unterscheiden. Sie haben nicht diese Verbissenheit und
Überspannheit der späteren Stücke, sondern eine große Leichtigkeit, Verspieltheit.
Die CD ist sehr liebevoll gemacht, wie alles von Bear (nur das Titel-Foto-Cover ist grausam).
Mit einem zusammenfassenden Text von Stefan Ernsting, für alle, die die traurige Geschichte des
roten Elvis (eigentlich eine blöde Bezeichnung) noch nicht kennen. Hübsch zusammengetragene
und abfotografierte alte Single-Etiketten gibts zu sehen und nette Fotos (natürlich aus Russland).
Also, die Lieder sind meist auch nicht seine eigenen, aber er interpretiert sie sehr gut, einzig das
spanisch gesungene 'La Novia'
ist vor lauter Schmalz in der Stimme nicht auszuhalten. Also: wer interessiert ist, den
ursprünglichen Dean Reed kennenzulernen, ist hier genau richtig. Außerdem vergeht beim
Zuhören die Zeit wie im Fluge, man ist gut gelaunt dabei und glücklich, was will man mehr.
Und - die CD klingt hervoragend, wenn man mal bedenkt, wie alt die Aufnahmen sind. Nun möchte man
doch noch mal was späteres von Dean Reed auf CD haben, um vergleichen zu können.
Josef Taenzer (Berlin), 17. Januar 2007, amazon.de-Kundenrezension
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