Der Imperialismus ist kriegsversessen

Besser kann es gar nicht laufen: Die kriegssüchtigen Politiker stellen den kriegsgeilen Militärplanern Europa als Schlachtfeld zur Verfügung | Photo: KI generiert

Redaktion Roter Morgen – 14. August 2025

Der Imperialismus ist keine zufällige Fehlentwicklung des Kapitalismus, sondern seine höchste und brutalste Stufe. Er bringt nicht Frieden, sondern Krieg; nicht Sicherheit, sondern Zerstörung. Wer seine Ursachen verstehen will, muss den Zusammenhang zwischen Kapitalherrschaft, Militarismus und der Unterdrückung der Arbeiterklasse erkennen. Diese Erkenntnis ist kein theoretischer Luxus, sondern die Voraussetzung für eine erfolgreiche revolutionäre Praxis.
.
Marxismus-Leninismus – keine starre Lehre

Auch wer sich noch nicht tief in das Wesen des Marxismus-Leninismus eingearbeitet hat – und wer könnte von sich behaupten, dies in Gänze getan zu haben – sollte sich an die Worte von Marx aus der dritten Feuerbach-These erinnern: Der Erzieher muss selbst erzogen werden.

Der Materialismus erhält mit jeder neuen gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Erkenntnis ein neues Gesicht. Der Marxismus-Leninismus ist daher kein Dogma, sondern eine Anleitung zum proletarisch-revolutionären Handeln.

Das weltweite Ziel bleibt die vollständige Überwindung der Bourgeoisie – nicht nur ihre bloße Verdrängung. Dieses Kernanliegen der Arbeiterklasse, im Bündnis mit armen Kleinbauern, ist eine objektive Gesetzmäßigkeit, die aus dem Klassenkampf erwächst.
.
Pazifismus und Sozialdemokratismus als Gefahr

Die Zeiten eines friedlich verlaufenden Klassenkampfes sind vorbei. Umso gefährlicher sind heute einlullende Strömungen wie Pazifismus oder Sozialdemokratismus, die den revolutionären Bruch durch Anpassung ersetzen.

An erster Stelle steht heute die Bewaffnung der Arbeiterklasse – erzwungen durch die allgemeine Wehrpflicht. Es wäre widersinnig, diese Tatsache zu ignorieren. Die Aufgabe besteht darin, die allgemeine Wehrpflicht mit den Lehren des Marxismus-Leninismus zu verbinden.

In den Kasernen der bürgerlichen Armee liegen die Waffen – und in den Bibliotheken die Werke von Marx, Engels, Lenin und Stalin.
.
Imperialismus und Krieg

Seit über 125 Jahren – seit dem Übergang vom klassischen Konkurrenzkapitalismus zum monopolistischen Imperialismus um 1900 – ist die Möglichkeit einer friedlichen Revolution in den kapitalistischen Kernländern verschwunden. Lenin formulierte in Staat und Revolution (1917) den entscheidenden Auftrag: die vollständige Überwindung der Bourgeoisie.

Das Wesen des Imperialismus ist der totale Krieg. Diese Entwicklung steigert sich, wie schon Clausewitz feststellte, aus den gesellschaftlichen Verhältnissen selbst. Lenin bezeichnete dies als einen Schritt zum Marxismus.
.
Herrschaftsanspruch der Bourgeoisie

Von Beginn an versuchte die internationale Bourgeoisie, die Avantgarde und die Masse des Proletariats sowie die armen Bauern in wirtschaftliche und politische Abhängigkeit zu bringen. Der Kern des Proletariats kann nicht vernichtet werden, wohl aber durch Einflüsse aus der bürgerlichen Gesellschaft und durch Arbeiteraristokratie geschwächt.

Historische Beispiele verdeutlichen den Vernichtungscharakter imperialistischer Politik:

  • Die Zerschlagung der kommunistischen Bewegung im Faschismus
  • Der rassistische Vernichtungskrieg Japans gegen China
  • Die „Vernichtungsfeldzüge“ Chiang Kai-sheks gegen den chinesischen Kommunismus

Der Imperialismus ist faulender, parasitärer Kapitalismus, dessen Dekadenz sich in Militarismus, Klassenterror von oben, äußerer Aggression und rücksichtsloser Ausbeutung natürlicher Ressourcen zeigt. Aus dieser Grundlage können keine gerechten oder fortschrittlichen Kriege entstehen.
.
Bürgerliche Intelligenz und Menschenrechte

Teile der bürgerlichen Intelligenz – Professoren, Experten, selbst ernannte Humanisten – blenden die Verbindung von Menschenrechten und proletarischem Internationalismus aus. Wer diese Verbindung erkennt, handelt humanistisch, indem er sich konsequent auf den Widerstand gegen Unterdrückung und imperialistische Kriegsführung vorbereitet.

Viele bürgerliche Akademiker beschönigen bestehende Abhängigkeiten und verschärfen sie zugleich. Sie rechtfertigen die gesellschaftlichen „Ketten“, statt sie zu sprengen.
.
Kein Frieden mit dem Imperialismus

Der Imperialismus lebt vom Krieg – nach außen wie nach innen. Er zerstört nicht nur Länder und Völker, sondern auch die Lebensgrundlagen der Arbeiterklasse in den eigenen Metropolen. Wer ihn aufhalten will, darf sich nicht auf Appelle oder Reformversprechen verlassen. Die Geschichte lehrt:

Nur eine organisierte, klassenbewusste Arbeiterbewegung, gestützt auf den Marxismus-Leninismus, kann diese Macht brechen.

Frieden, soziale Gerechtigkeit und wirkliche Freiheit wird es erst geben, wenn der Imperialismus gestürzt und an seine Stelle eine sozialistische Ordnung gesetzt wird.


Der Kampf dafür ist nicht nur möglich – er ist notwendig!

 

Dieser Artikel fußt auf eine Vorlage von Heinz Ahlreip und wurde von den Redaktionen DerRevolutionär und RoterMorgen überarbeitet. Eine Weiterveröffentlichung des Textes ist gemäß einer Creative Commons 4.0 International Lizenz ausdrücklich erwünscht. (Unter gleichen Bedingungen: unkommerziell, Nennung der verlinkten Quelle (»RoterMorgen«) mit Erscheinungsdatum).

 

2 Kommentare

  1. Nun, ein sich feiernder (edler) Gerechter in seinem Kampf gegen das UN- Recht…, ist auf dem Weg hin zum Verlierer.
    Denn: Wer nur noch das akzeptiert, was er zweifelsfrei kapiert, verliert, er ist be-, ge- fangen …
    Die „Praxis als Kriterium der Wahrheit“ (frei nach Karl Marx Lenin) zeigt es: „… Und, Genossen, … , es bleibt dabei, … , denn, wer kämpft für das Recht, der hat immer recht… “ (Louis Fürnberg „Lob der Partei“)
    Nach den „Edelkommunisten“ nun auch die „Edeldemokraten“ … ?!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.