Nico Diener
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Kiel: Gegen Rassismus, Diskriminierung und Krieg

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Gründungs- und Solidaritätsfest des Ortsverbandes Kiel der DIDF

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Nico Diener

Wer kennt nicht die Fahne mit den den beiden Kollegen die sich zur Solidarität die Hände reichen. Der eine blond und der andere schwarzhaarig sybolisieren sie seit 36 Jahren das Streben der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) nach dem gemeinsamen Kampf gegen Faschismus, den Sozialabbau, und Fremdenfeindlichkeit. In Kiel soll nun ein organisatorischer Neuanfang gemacht werden.

Die DIDF wurde im Dezember 1980 als Dachverband von Vereinen aus der Türkei gegründet. Ihr gehören heute mehr als 35 Mitgliedsvereine und –gruppen an und bezeichnet sich selber als Migrantenselbstorgansation.

DIDF ist eine demokratische, überparteiliche, unabhängige, aber keine unpolitische Organisation. Eine Vereinigung, die von türkischen und kurdischen Arbeiterinnen und Arbeitern gegründet wurde. Eines der Grundsätze bei der DIDF ist es, keine Trennung von Nationalität, Sprache, Geschlecht oder Religion zu machen, um ein Forum für Völkerverständigung und internationale Solidarität zu sein.

DIDF engagiert sich seit ihrer Gründung für die Integration der hier lebenden Nichtdeutschen und für das Miteinander. Hierbei hat sie sich sowohl in der Ausländerpolitik als auch in den übrigen Politikbereichen stark gemacht.

Eine Migrantenorganisation zu sein bedeutet für DIDF nicht allein Betroffenheitspolitik zu machen und die Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund zu vertreten. Migranten sind ja auch gleichzeitig Arbeiter, Erwerbslose, Angestellte, Hausfrauen… kurz Werktätige. So wie die Kinder der Migranten und ihre Kindeskinder Auszubildende, Studenten und Schüler sind.

Deswegen sieht DIDF ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit als genauso selbstverständlich an, wie den gegen Arbeitslosigkeit und Sozialabbau. Ebenso natürlich nimmt DIDF ihr Engagement gegen Nationalismus, Militarismus und Krieg wahr, da es menschenfeindlich ist und die Brüderlichkeit und Freundschaft von Völkern behindert.

DIDF versucht stets, eine Brücke zwischen den Nichtdeutschen und den Deutschen zu bilden. Dabei sind ihre Mitglieder stets darum bemüht, die sozialen Gemeinsamkeiten über die sogenannten kulturellen, religiösen und nationalen Unterschiede zu stellen und diese zu überwinden.

Dazu wird auch das Gründungs- und Solidaritätsfest des Ortsverbandes Kiel beitragen. Zu dem zum 10. Juni. ab 16:30 Uhr ins Bürgerzentrum Räucherei, in Kiel-Gaarden, Preetzerstraße 35, eingeladen wird.

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Einen besonderen Stellenwert nimmt die DIDF-Jugend ein, die stets an vorderster Stelle im Kampf gegen Faschismus, den Sozialabbau, Fremdenfeindlichkeit und für Migrantenrechte teilnimmt. Hier als Beispiel ein Video über eine Aktion der DIDF-Jugend Frankfurt zur Erinnerung und lückenlosen Aufklärung von zehn Morden an Migranten in den letzten Jahren.
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KEIN VERGESSEN! – Flashmob DIDF-Jugend Frankfurt

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Kontakte:
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