Fiete Jensen

Wie die Antideutschen ticken

Autor Fiete Jensen

Fiete Jensen

Am Samstag, 31. März hat die sogenannte „Filiae Acediae – Antideutsche Antifa“ zum Ostermarsch in Jena, das unten abgebildete Flugblatt verteilt. Da sich die Antideutschen Elemente in linken Kreisen eher verstecken, hier und da mal auftreten aber wenig schriftlich hinterlassen, ist diese Hetzschrift eine gute Gelegenheit sich näher mit diesen Leuten zu befassen.

Ich habe über die Redaktion AmericanRebel dann zuerst einmal eine kleine Meinungsumfrage unter einigen Stammleser/innen gestartet, um zu sehen, wie weit der Kenntnisstand über diese Gruppe ist und um weitere Fakten für einen Beitrag an dieser Stelle zu erhalten. Nachfolgend habe ich diese in meinem Artikel mit eingegliedert. Die Original Zuschriften in voller Länger könnt Ihr unten unter Kommentare lesen und weitere Kommentare werden gerne entgegengenommen.

Nun erst einmal zu dem besagten Flugblatt:

Antideutsches Flugblatt, verteilt auf dem Ostermarsch am Samstag, 31. April 2018 in Jena

 

Eines der Logos der pseudo-sozialistischen „antideutschen“ Antifa.

Was sind Antideutsche?

Antideutsche verrät uns Wikipedia sind eine aus verschiedenen Teilen der radikalen Linken hervorgegangene politische Strömung in Deutschland.“ Die weitere Recherche führt ins Archiv, zu Ausgaben aus den neunziger Jahren von linken Zeitschriften und Zeitungen wie Bahamas, Konkret und Jungle World. Sie präsentieren sich als Sprachrohr einer politischen Strömung, die in den Jahren nach der Wende geboren wurde. Man kann die sog. Antideutschen und ihr politisches Wirken in zwei Gruppen aufteilen. Der sogenannten “linken antideutschen Bewegung” und der ebenfalls pseudo-linken antideutschen Antifa. Beide sympathisieren miteinander und bedienen sich gegenseitig. Die “linke antideutschee Bewegung” ist sehr stark in den Reihen der Partei Die Linke und in der Rosa Luxemburg Stiftung zu finden und hat beide unterwandert. Ein gutes Beispiel für die gegenseitige Unterstützung beider Strömungen fand sich in meiner Heimatstadt Kiel. Dort bedienten sich noch vor Kurzem die Antideutschen aus der Antifa Räumlichkeiten, finanzieller Mittel und ideologischer Unterstützung durch das ehemalige Regionalbüro Nord der Fraktion der Partei Die Linke (PdL). Genauer gesagt durch die persönliche Unterstützung des ehemaligen Büroleiters Lorenz Gösta Beutin, der heute klimapolitischer Sprecher seiner Fraktion und Mitglied des deutschen Bundestages ist. Dieser hart gesottene Antideutsche versuchte Jahre lang die linke Bewegung in Kiel in angebliche Antisemiten und Israelfreunde zu spalten.

 

Woran erkennt man einen Antideutschen?

Die oben genannten beiden größeren Gruppen von Antideutschen tarnen sich grundsätzlich im linken Schafpelz. Dass heißt sie sind Anhänger der rechten zionistischen Ideologie und verbreiten anderes rechtes Gedankengut wie man dem obigen Flugblatt gut entnehmen kann. Das alles präsentieren sie als links und haben dabei, insbesondere bei jungen Menschen auch Erfolg.

  • Antideutsche belegen jeden der nicht ihrer Meinung ist als Antisemiten.
  • Antideutsche betrachten Israel und die USA als antifaschistische Staaten und ihre Verbündeten.
  • Antideutsche sind grundsätzlich Israelfreundlich und unterscheiden nicht zwischen dem Staat Israel und seiner Bevölkerung.
  • Antideutsche sind grundsätzlich palästinafeindlich und begrüßen die Besetzung Palästinas durch die israelische Armee.

Antideutsche Demo

Antideutsche sehen Juden in aller Welt und insbesondere im Staat Israel von verschiedenen Seiten bedroht – sowohl durch das Fortbestehen einer Ideologie der Volksgemeinschaft in den westlichen Ländern und insbesondere in Deutschland („Postfaschismus“), als auch durch die Ignoranz der europäischen Regierungen gegenüber einem angeblichen erstarkenden Antisemitismus in der EU und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Besonders der virtuelle Antisemitismus in vielen islamischen Ländern sei ein nicht zu unterschätzender Angriff auf das Existenzrecht Israels und Bestandteil einer „Antisemitischen Internationale“.

Der deutsche Faschismus sei dabei das ideologische Vorbild dieser „islamfaschistischen“ Bewegungen, die, in angeblicher Ähnlichkeit zu den Nationalsozialisten, von dem Gedanken einer weltweiten amerikanisch-jüdischen Verschwörung wie auch von einer völkisch-nationalen Blut-und-Boden-Ideologie geprägt seien. Der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 und zahlreiche Anschläge auf Synagogen und jüdische Menschen weltweit seien Alarmzeichen für den unverändert starken antisemitischen Vernichtungswillen in allen Teilen der Welt.
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Was schrieben die Befragten?

Aus diesen Erkenntnissen heraus hat sich die Antideutsche Bewegung entwickelt und ist heute selbst ein Teil der rechten Bewegung geworden und dient somit vielen Feinden des Volkes. Im Bezug auf das Flugblatt schreibt Diethard aus Stuttgart der Redaktion: „Das Flugblatt dieser Antideutschen zeigt ja sehr klar ihre Gesinnung auf! Nach ihrer Meinung sollen wir NATO und USA gegen die „bösen Russen“ und „bösen Islamisten“ unterstützen. Damit sind sie auch nicht mehr „antideutsch“, sondern für den deutschen Imperialismus, der ja derzeit auf dieser Schiene fährt. Sie wollen mehr Rüstung! Bitte, die Bundesregierung will das auch! Sie wollen mehr Kriege gegen die „Islamisten“! Bitte, die Bundesregierung ist munter dabei. Es ist eine heuchlerische und provokatorische Gruppe“. Dazu ergänzt Kalle aus Sassnitz: „Was ist Antideutsch in meinem Verständnis? Diese Leute sind also auch antinational und verneinen dass mit den Kapitalismus aus verschiedenen Völkerschaften mit gleicher oder ähnlicher sprachlicher Herkunft, Sprachbaum oder Sprachverständnis ein einheitlicher nationaler Sprachstamm und somit auch sprachliche Identität entstanden ist. Aus den verschiedenen deutschen Spracharten, Dialekten entstand das moderne Hochdeutsch welches die allermeisten Menschen sprechen welche sich als geborene Deutsche verstehen“. Und aus dem sonnigen Malaga schrieb Andy: „Ich stimme Kalle aus Sassnitz hier zu 100% zu… Ergänzen möchte ich allerdings, dass gerade viele dieser Antideutschen die Verbrechen, die von Israel, vor allen Dingen- gegen das palästinensische Volk begangen werden, fast immer schöngeredet, relativiert oder sogar noch gerechtfertigt werden. Für mich sind diese Leute im Prinzip der verlängerte Arm des Imperiums (USA) und deren Vasallenstaaten“.

Zum Flugblatt bemerkte Heinz aus Cuxhaven: „Mit ihrer Wortwahl, ihren Beleidigungen demaskieren sie die Verfasser dieses Pamphlets selbst. Es besteht nur aus Unterstellungen, Behauptungen und Beleidigungen. Eigentlich wird ihm, auch durch meinen Kommentar, zu viel Aufmerksamkeit geschenkt“. Nico aus Altenholz bemerkt dazu: „Antideutsche sind ein grundlegendes Problem in der linken Szene! Ein Thema mit dem dem sich die linke Gegenöffentlichkeit viel zu selten beschäftigt, denn ich erlebe in meiner Funktion als Redakteur von AmericanRebel immer wieder Unwissenheit über dieses rechte Pack im linken Schafpelz und Verharmlosung der Gefahr die von diesen Rechten ausgeht.

Wessen Geistes Kind diese Typen sind haben sie mit dem vorliegenden Flugblatt bewiesen“. Jürgen aus Berlin ergänzt dazu u. a.: „Das ist ja wieder ein Schwachsinn! Übelst! Für mich liest sich das ja wie direkt im sogenannten Verfassungsschutz, von den »kleinen Adolfs« zusammengeschustert… Demonstration für Frieden soll falsch sein? Aha, was wäre die Alternative? Für den krieg demonstrieren oder Däumchen drehen? In den 80ern gab es in der 5. Kolonne auch solche Tendenzen: Der Krieg sei der eigentliche Frieden hieß es da (…)“.

Und zum Schluss noch eine Bemerkung von Lothar aus Dresden: „(…) Mit der Lüge von Frieden und Freiheit ziehen derzeit Militaristen, Faschisten und linke wie rechte Demagogen „übers Land“, …. Das geht auf keine Kuhhaut mehr! Abscheulich! Der „Krieg“ unter linken und rechten Wirrköpfen ist deshalb auf das schärfste zu verurteilen, weil er nicht das Problem löst!

Allein wenn ich jetzt daran denke, in der Zeit wo ich schreibe oder Du dies liest, wie viel Menschen auf diesem Erdball verhungern, verdursten, bei militärischen Auseinandersetzungen zu Tode kommen, auf der Flucht vor Kriegen sind und sich das alles Völkermord nennt!, dann wird mir übel! (…).

Im Namen der Redaktion darf ich für die vielen Kommentare danken und alle Leser/innen auffordern ebenfalls ihre Meinung zu diesem Flugblatt und zur Existenz der Antideutschen Bewegung als Kommentar an zu fügen.

Des weiteren werden weiterführende Artikel gesucht, die diesem kleinen Beitrag noch angefügt werden sollen. Da dieser Artikel in der Liste von „Ein neues Projekt“ gelistet wird, ist er auch jederzeit zugänglich, erweiterbar und für Argumentesuchende zugänglich.

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Olga Bejarano, Moshe Zuckermann und Rolf Becker:
Was sind Antideutsche?

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Antideutsch, die Immun Krankheit? Merkel, der Feind-General?
Gerhard Wisnewski bei Frei Schnauze!

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Weiterführende Links:

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Literaturempfehlung:

Lou Salome schrieb der Redaktion:
Möchte in diesem Zusammenhang auf eine sehr empfehlenswerte Broschüre der FALKEN Stuttgart hinweisen, in der das Thema Anti-Deutsche gut analysiert ist:
„Aber hier leben? Nein danke.“ Kritik antideutscher Positionen
Beiträge gegen Staat, Nation und Kapital Band II
Und „Aber hier Leben? Nein Danke.
“ In diesem zweiten Band mit Beiträgen gegen Staat, Nation und Kapital haben wir uns den Schwerpunkt Kritik antideutscher Positionen gesetzt. Wir klären, warum ‚regressiver Antikapitalismus‘ eine schlechte Erklärung für falsche Urteile über die Nation und das Kapital ist und behandeln das Thema Israelsolidarität. Jenseits unseres Schwerpunktes gibt es Artikel zu PEGIDA und was man von Hegel zum THema Nationalismus lernen kann. Ebenfalls abgedruckt ist ein Leserbrief zum letzten Band samt unserer ausführlichen Antwort. Dieser Band II ist auch ohne seinen Vorgänger gut lesbar.
Impressum
: Peter Schadt
Herschelstraße 41
70565 Stuttgart
Bestellung: gegen-kultur (at) gmx.de
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Anhang vom 13. Mai 2018:

Auch so ticken die Antideutschen

Hier noch ein sehr schönes Beispiel dafür, was wir von den Antideutschen zu halten haben. Auf die freundliche Bitte, einmal AmericanRebel zu lesen, reagierte dieser Typ (Den Namen haben wir geändert) wie folgt:

Uwe: Ein Antideutscher als Wahlhelfer der Partei Die Linke

AmericanRebel:
„Moin Uwe,
es schreibt dir Nico von der Redaktion der Onlinezeitung „AmericanRebel“. Ich danke Dir für die Annahme der Facebook-Freundschaft und würde mich freuen, wenn Du einmal auf http://www.deanreed.de/AmericanRebel/2017/?p=1140 schaust und Dich vielleicht auch an der einen oder anderen Diskussionen in der dazugehörigen Facebookgruppe von AmericanRebel beteiligst.
Gruß aus Berlin und Kiel“

Uwe:
„Vielen Dank für ihre Mitteilung Herr Kiel aber ich unterstütze keine Blätter, die so offensichtlich Antiamerikanismus und Antizionismus schüren und bedienen.
Dieses Zeugnis deutsche Nationalidentität steht jeder Form eines progressiven, emanzipatorischen Kommunismus entgegen.
Ich liebe und fördere den Volkstod.
Damit ein herzliches „Deutschland verrecke“ und einen schönen Tag.“

Interessant ist dabei auch, das dieser Typ den Wahlkampf der PdL unterstützt. Das diese Partei auch Antideutsche in ihren Reihen duldet (siehe auch oben) ist seit langem bekannt und wirft ein weiteres sehr unschönes licht auf „die neuen Sozialdemokraten“.
Was diese Haltung nun mit einem progressiven, emanzipatorischen Kommunismus zu tun hat entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht kömmen die Leser und Leserinnen von AmericanRebel es mit einem Kommi erklären oder ihre Vermutungen äußern.
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