The actor/Der Schauspieler/El actor/актер

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Saranda

Twenty paces to death
Twenty steps to death
Veinte pasos para la muerte
Dein Leben ist keinen Dollar wert
20 Steg Mot Döden
20 askelta kuolemaan
Dwadzieścia kroków do śmierci
Vingt pas vers la mort

Dean Reed
Jahr:1970
Premiere:09.04.1970
07.04.1972 in der BRD
Produktionsland:Italien, Spanien
Länge:80
Format:Eastmancolor
Produktionsfirmen:Admiral International Films (Italien)
Ignacio Ferrés Iquino Sociedad Anónima IFISA (Spanien)
Regie:Manuel Esteba(as Ted Mulligan)
Buch:Ignacio F. Iquino(also story)
Originalmusik:Enrique Escobar
Kamera:Antonio L. Ballesteros(spanische Version)
Luciano Trasatti(italienische Version)
Schnitt:Francesco Bertuccioli(italienische Version)
Manuel Esteba
Luis Puigvert(spanische Version)
Distributor:Ignacio Ferrés Iquino Sociedad Anónima IFISA (Spanien)
Genre:Western
Darsteller:Dean Reed
Alberto Farnese(as Albert Farley)
Patty Shapard
Luis Induni
Marta May(as Mary May)
Maria Pia Conte(as Maria Pia Gian)
Tony Chandler
César Ojinaga
Alejandro Ulloa
Gustavo Re
José Ignacio Abadal
Gaspar 'Indio' González
Elena Pironti
Fernando Rubio
Antonio Molino Rojo(as Antonio Rojo)
Ángel Lombarte
Marta Flores
Alberto Severi
Links: Internet Movie Data Base
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Drehortvergleich
Saranda

Nach Beendigung des Sezessionskrieges wird Aleck Kellaway, Kämpfer für den Süden, von den Brüdern Clegg und Elliot beschwatzt, um seine Hilfe bei dem Raub einer Goldladung des Nördlichen Heeres zu erlangen. Nach einem beeindruckenden Überfall bekommen sie die Beute, aber Kellaway macht sie darauf aufmerksam, dass dies absolut nichts mit dem Kriege zu tun hat... Die beiden Brüder wollten sich nur des Goldes bemächtigen, gestützt auf den Mut und die Verwegenheit Alecks, und ihn dann später töten. Kellaway, schnell in Handlung und Denken, gelingt es, sich von Elliot zu befreien. Nach Verabreichung einer Tracht Prügel bindet er Clegg an den geraubten Wagen, der ihn fortschleift.

In der Einöde auf dem Rückwege zu seiner Ranch liest Kellaway ein Mestizenkind auf, das in ein Loch eingegraben ist. Sein Stamm und seine Eltern wurden angegriffen und getötet.

Zwölf Jahre später verliebt sich Mestizo, der zusammen mit Deborah, der Tochter Kellaways aufgewachsen ist, in dieselbe, aber er weiß, dass er sie niemals bekommen kann. Viele Dinge trennen sie - darunter die Rasse! Kellaway, der die Leidenschaft Mestizos für seine Tochter bemerkt hat, verweist ihn hart. Mestizo, gedemütigt, flieht...

Cedric, der Sohn des Senators, der die Kandidatur Kellaways als Bürgermeister unterstützt, wird von Mestizo überrascht, als er Deborah zu vergewaltigen versucht. Er greift ihn ohne Nachsicht an. Daraufhin bezahlt Cedric vier Killer, um Mestizo zu töten. Sie suchen ihn auf der Ranch von Frau Fox, die ihm Arbeit gab, als er aus dem Hause der Kellaways floh. Frau Fox stellt sich den Strolchen mutig entgegen, die sie umbringen... Als Mestizo von der Arbeit zurückkehrt, findet er sie tot auf und schwört, sie zu rächen. Und das tut er...!

Nachdem Clegg seine Strafe verbüßt hat, kommt er in die Ortschaft, um Kellaway zu suchen. Er nimmt Unterkunft in dem Hause Hazels, einer Frau, die ihr übles Leben zu vertuschen weiß, indem sie als Inhaberin eines Modegeschäfts auftritt. Sie hat Kellaway bis zu dem Punkte in sich verliebt gemacht, dass er entschlossen ist, sich mit ihr zu verheiraten. Clegg glaubt, dass zwischen Kellaway und Mestizo eine tiefe Feindschaft besteht und er bittet diesen, sich seiner Bande anzuschließen und auf Grund Kidnappings Deborah Kellaway in eine tödliche Falle zu locken. Clegg begeht den größten Irrtum seines Lebens... Cleggs Bande ist dazu bereit mit Mestizo vorzugehen, doch dieser tötet einen nach dem anderen der Strolche Cleggs. Zum Schluss stehen sich nur noch die beiden Todfeinde gegenüber, Clegg und Kellaway. Mestizo weiß, dass Kellaway in dem Duell gewinnen wird, aber vorsichtig ergreift er seine "Winchester", während Deborah bleklemmt an seiner Seite wartet...

Saranda

At the end of the Sezession War, Aleck Kellaway, a fighter for the South, is tricked by the brothers Clegg and Elliot into helping them to carry out the robbery of a gold cargo belonging to the Northern Army. After an impressing ambush, they contrive to get the booty, but Kellaway realizes that the robbery has nothing do see with the war... The two brothers wanted only to take hold of the gold, supported by Kellaway's courage and intrepidity, and intend to kill him afterwards. Kellaway, quick of mind and of action, succeeds in getting rid of Elliot. As to Clegg, after a good cudgegetting, Kellaway ties him to the assaulted wagon, which drags him along.

In the desert, way to his ranch, Kellaway finds a half-bred child buried in a hole. His tribe and his parents were attacked and killed. He takes the child with him.

Twelve years later, "Niestee" who has grown up together with Deborah, Kellaway's daughter, falls in love with her, but knows that he will never be able to marry her. Many things seperate them, race amongst such things...! Kellaway, who has noticed "Niestee"'s passion for his daughter, reproaches it to him angrily. "Niestee", humiliated, runs away...

Cedric, son of the Senator who supports Kellaway's election for a Mayor, is found by "Niestee" when Cedric intends to rape Deborah. Niestee beats him pitilesaly. Later on, Cedric gets four outlaws to put "Niestee" out of the way. They go to fetch him at Mrs. Fox's farm, where he works since he fled from Kellaway's ranch. Mrs. Fox, most courageously, faces the outlaws, but they kill her... "Niestee" finds her dead when he comes back from his work and swears that he will avenge her. And this he does!

Clegg, who has been in prison, comes back to the village in search of Kellaway, after the fulfilment of his penance. He takes lodgings at Hazel's, a woman who knows how to conceal her vicious life by acting as the mistres of a fashion shop. She has excited Kellaway's love to the point that he wants to marry her. Clegg thinks that Kellaway and "Niestee" feel a deep enmity for each other and asks the latter to join his gang in order that, by abducting Deborah, Kellaway is attracted to a death trap. But Clegg has committed the most grave error in his life... Clegg's gang, with "Niestee", is going to get into action, but he eliminates all the gangsters one by one. Finally, the two mortal enemies, Clegg and Kellaway, face each other. "Niestee" knows that Kellaway will succeed in the challenge, but he is ready with his "Winchester" whilst, by his side, anxiously, Deborah awaits...

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Filmkritik "Saranda - Dein Leben ist keinen Dollar Wert"

Unmittelbar nach dem Film "Tre Per Uccidere" ("Die Chrysanthemenbande") drehte Dean 1969 diesen Western, wieder in der Umgebung von Barcelona. Dies war der Tatsache geschuldet, dass wiederum die Produktionsfirma IFISA (= Ignacio Ferres Iquino Sociedad Anonima) der ausführende Produzent war. Daher erinnern nicht zufällig einige der Kulissen stark an die "Chrysanthemen-Bande" - sowohl einige Außen- als auch Innenaufnahmen wurden wieder im "Balcazar Western Village" bei Barcelona aufgenommen. (Anbei einige Vergleichfotos.)

Den zeitgenössischen Zeitungsartikeln kann man entnehmen, dass dieser Film im Zeitraum zwischen September und November 1969 entstanden sein muss. Deans Rolle war diesmal die eines Mischlings, genau genommen eines irisch-indianisches Halbbluts, was durchaus eine (schauspielerische) Herausforderung bedeutete. In den Jahren zuvor wussten einige Stars in (für ihre Karriere eher ungewöhnlichen) Indianer- oder Halbblut-Rollen zu überzeugen, von Elvis ("Flammender Stern", 1960) über Burt Reynolds ("Navajo Joe", 1966) bis zu Paul Newman ("Man nannte ihn Hombre", 1967). Nicht jeder von ihnen sah einem Indianer wirklich ähnlich, aber zumindest die genannten erbrachten in ihren jeweiligen Rollen schauspielerische Glanzleistungen, so dass man ihnen die Rolle auch abnahm.

Dean sah jedoch mit seinen blonden Haaren weder wie ein Indianer noch wie ein Ire aus, und auch schauspielerisch war er mit seiner Rolle leider überfordert. Vor allem die Szenen, in denen Dean Trauer, Schmerz und Wut darstellen soll (einmal als eine Nachbarin und Freundin der Familie erschossen wird, das zweite Mal als er sich von seiner Jugendliebe hintergangen glaubt), wirken eher befremdlich als glaubwürdig. Sowohl Indianer als auch die Iren gelten als sehr stolzes Volk, ein Umstand dem Deans Rolle überhaupt nicht gerecht wird, was auch auf ein schlechtes Drehbuch schließen lässt. Man wird bei Ansicht des Films ohnehin das Gefühl nicht los, dass Dean hauptsächlich wegen seiner Reitkünste verpflichtet wurde. Sowohl die Szene in der Dean das erste Mal zu sehen ist, als auch das Finish bestehen zu großen Teilen aus waghalsigen Reitszenen. Von der eher laienhaften und uninspirierten Regie wird er auch nicht unterstützt. Laut Italo-Western-Experte Christian Kessler war Regisseur Manuel Esteba, der übrigens bei den Dreharbeiten erst Ende 20 und damit jünger als Dean war, auch alles andere als ein Könner seines Faches. "Saranda" war sein dritter Spielfilm und es sollten auch keine nennenswerten mehr folgen. Aber der Reihe nach.

Der Film beginnt mit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges und einem Überfall auf einen Geldtransport. Ein mehr oder weniger zufällig darin verwickelter Südstaatler überwältigt den Drahtzieher des Überfalls, übergibt ihn den Nordstaatlern und reitet heimwärts, zu seiner Ranch und seiner wartenden Tochter. Auf dem Weg dorthin kommt er an einem zerstörten Indianerdorf vorbei und findet dabei einen hilflosen, bis zum Kopf im Sand vergrabenen kleinen Indianerjungen, vielleicht 10 Jahre alt. Dean ist daher in genau dieser Rolle das erste Mal erst nach ca. 15 min zu sehen, als erwachsener Indianerjunge, mit blonder "Mähne" und geschwärztem Gesicht. Im Prinzip haben wir auch hier wieder eine Rachegeschichte, jedoch etwas anderer Art, als in "Buckaroo". Denn nicht der Held der Geschichte will Rache, sondern der betrogene Bandenchef vom Beginn des Films, der jetzt den Mann sucht, der ihn einst ins Gefängnis brachte. Daher steht eigentlich auch nicht Dean im Mittelpunkt der Geschichte, sondern sein Ziehvater, recht solide verkörpert vom Schauspiel-Veteranen Alberto Farnese (Pseudonym: "Albert Farley"). Unglücklicherweise ist Dean aber auch noch verliebt in die Tochter dieses Mannes. Da diesem die Beziehung seiner weißen Tochter mit einem Halbblut allerdings missfällt, bekommt der Film auch noch einen rassistischen Hintergrund. Glaubt man den damaligen Presseberichten, so sollte Rassendiskriminierung ohnehin eines der zentralen Themen des Films werden, man ging sogar soweit, dem ganzen einen aktuellen Bezug zu unterstellen. Davon ist allerdings im fertigen Film nichts mehr zu spüren, eine Rassenproblematik wird hier eher angerissen und am Rande behandelt, vordergründig geht es nur um die Rachegeschichte.

Die ganze Geschichte ist in Bildern gehalten, die eher an schlechte Urlaubsvideos erinnern, als an eine Kinoproduktion. Die Kameraführung ist wackelig, der Schnitt stellenweise katastrophal und die Musik allenfalls durchschnittlich. Die Schauspieler (darunter auch einige Kleindarsteller, die bereits in der "Chrysanthemenbande" dabei waren) wirken auch nicht gerade mitreißend, am ehesten noch erwähnenswert ist Patty Shepard. Die wirkte immerhin noch im Spencer/Hill-Kassenschlager "Zwei wie Pech und Schwefel" mit, brachte es allerdings auch nicht auf eine sonderliche Karriere. Dean hat nicht nur mit Rassenvorurteilen zu kämpfen, sondern auch mit furchtbar dämlichen Dialogen, der aufgesetzt wirkenden Liebesgeschichte und mit der Maske, denn mit dem geschwärzten Gesicht sieht er einem Bergarbeiter ähnlicher als einem amerikanischen Ureinwohner.

Da auch nicht wirklich viel passiert und der ganze Film recht arm an Höhepunkten ist, reicht es nicht mal zum kultigen "Trash"-Film - "Saranda" ist wohl allerhöchstens für Dean-Reed-Fans einen Blick wert und selbst dann noch mit wenig Erwartung anzugehen. Schade drum!

Sebastian Bierbach, 09.11.2009

"Saranda" ("Twenty steps to death") and "La banda de los tres crisantemos" are the two films which Dean Reed shot in Spain, both written by Ignacio F. Iquino. Dean stars together with Patty Shepard - an American actress who made a career in Spain. The rest of the cast includes veteran actors such as Alberto Farnese, Gustavo Re and Gaspar 'Indio' González.

Dean stars as Mestizo - a young mixed-race man whose life has been saved by Aleck Kellaway when Mestizo was a child. He stays to live and work in Kellaway's ranch and falls in love with his daughter Deborah. Their happiness seems impossible because of the racial prejudices and Kellaway's ambitions to become a mayor. Mestizo leaves the home of his saver but soon understands that Kellaway and Deborah are in danger - an old enemy has come to seek revenge together with a gang of vicious outlaws. Mestizo must protect the woman he loved and the man who has once saved his own life.

"Saranda" is an interesting and intense spaghetti-western with a good plot which well combines action, love story and even discrimination problems.

Dean Reed's performance is very convincing. This time he is not the charming adventurer like in "Dio li crea... Io li ammazzo!" or "Adiós Sabata" but a vulnerable man humiliated because of his race who must fight to save the people he loves. Dean is especially suitable for the role and plays it outstandingly. It is interesting to see him crying in some scenes or using a bow as a weapon.

In every film, Dean Reed has a female partner: Gisela Freudenberg, Agata Flori, Monica Brugger... The partnership with Patty Shepard has a special charisma - maybe the fact that they were both Americans in a foreign country helped them work very well and the result is really nice. Alberto Farnese is particularly good as Aleck Kellaway and the other actors do a good job as well. Enrique Escobar's music score contributes to the atmosphere of the film.

Although "Saranda" is not one of Dean's most famous films, it is really worth seeing if you have the opportunity.

Dobromir Vasilev, 01.04.2007

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Letzte Änderung: 2010-09-08