Gisela Steineckert |
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Gisela Steineckert, geb. 13.05.1931, ist eine deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin, die einige deutsche Songtexte für Dean Reed schrieb bzw. nachdichtete. Neben dieser Arbeitsfreundschaft gab es auch zahlreiche Begegnungen, die auf ihrer Funktion als Mitglied (seit 1979) bzw. Präsidentin (seit 1984) des Komitees für Unterhaltungskunst der DDR beruhten. In dieser Funktion nahm sie auch an der Trauerfeier 1986 sowie an der Namensgebung der Dean-Reed-Schule 1987 teil. |
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Gisela Steineckert kokettiert in der LVZ-Kuppelhalle mit ihrem Leben"Jetzt stehen wir erstmal auf." Halb ist es Geste, halb scheint es Gisela Steineckerts Trick zu sein, den Raum zu erobern. So begrüßen sie und Moderator Thomas Tenzler also noch einmal, nun stehend, am Donnerstagabend in der ausverkauften Kuppelhalle der LVZ ihr überwiegend weibliches Publikum, das freilich nicht erobert werden muss. Schon vor Beginn der Lesung schreibt Steineckert Autogramm um Autogramm. Nach knapp zwei Stunden viele weitere. Die Autorin ist mit vertrauten Büchern ("Alt genug, um jung zu bleiben", "Die blödesten Augenblicke meines Lebens"), Gedichten und frischen Manuskripten gekommen, sie hat die gelebten Jahre im Gepäck, 69 sind es im Mai, Jahre, mit deren Menge sie genauso kokettiert wie mit den Erfahrungen, die sie ihr bescherten. Da ist neben dem Glück(lichsein) und der Liebe das Alter ihr Thema. 45 Bücher und 3.600 Liedtexte habe sie geschrieben, ihr größter Stolz gilt Dirk Michaelis' Ballade "Als ich fortging", von der es 27 Cover-Versionen gebe, und Jürgen Walters "Clown sein". Ach ja, um Männer geht es natürlich auch. Um Harald Juhnke und Georg Preuße, die auch den "Clown" sangen, um Dean Reed, Mikis Theodorakis, Victor Jara – Künstler, mit denen sie als Präsidentin des Komitees für Unterhaltungskunst arbeiten durfte. "Ich habe so kluge, tapfere Männer gekannt, und ich habe große, berühmte Arschlöcher getroffen." Und da ist der eine Mann, mit dem sie 1973 zusammenkam, in Leipzig ihrer "Schicksalsstadt", und nun seit 37 Jahren verheiratet ist. "Ich bin jetzt alt genug, um jeden Menschen umarmen zu dürfen, wenn ich das möchte", sagt sie, alt genug, eine Party verlassen zu dürfen, wann sie will, nicht mehr verzeihen zu müssen. "Ich habe immer gewusst, dass ich mindestens einen Himmel stürmen will." Das ist ihr gelungen, und davon erzählt sie in den Prosastücken und Versen, den Anekdoten darin und dazwischen. "Wir sind hier unter uns, da kann man auch frech werden", verbündet sie sich mit den Zuhörern im Gefühl gegenseitiger Zuneigung. Das zementiert sie in poetischen Sequenzen – "Eines Tages will ich eine Katze haben und die Zeit, ihr ähnlich zu sein." In Zuspitzungen – "Alle Künstler sind unerträglich." In Relationen – "Es gab im Trabant, vergessen wir das nicht, keine Gurte." Im Selbstbewusstsein – "Ich war jung in der DDR, habe gelebt, geliebt, habe Erinnerungen, die sind voller Zorn und Erinnerungen an Lachen, an Normalität. Wir können vieles, aber wir können nicht alles falsch gemacht haben." Applaus. Ein Beifall übrigens, der sie "demütig" mache davor, dass sie "weiter leben und weiter arbeiten kann." Das Stück, das Gisela Steineckert zeigt, heißt Gisela Steineckert. Sie beherrscht es virtuos, spielt die Texte aus dem Hut und mit den Erwartungen des Publikums zum gegenseitigen Vergnügen. "Ich denke, dass Leute auf die Welt kommen, um genau das zu tun, was in ihnen angelegt ist. Die einen wegen der Widerstände, die anderen trotz der Widerstände." Doch es gibt keine Ostlaunigkeit ohne Schattenfragen. Nein, eine Staatsnähe lasse sie sich nicht vorwerfen, ihre Funktionen waren alle ehrenamtlich. Sie hatte "mit der Stasi nichts zu tun und von ihr keinen Kummer." Auch wenn es zum reinen Jubel selten Grund gebe, steht ihr Werk für sie ein. "Ich bin froh, wenn ich mit mir leben kann." |
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Songtexte
Beiträge auf der Dean-Reed-Website:
Press review/Pressespiegel:
Externe Links |
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www.gisela-steineckert.de |
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Personenverzeichnis/People A-Z
www.DeanReed.de
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