Neues Deutschland 03.11.1978

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Die "Freiheit", die sie meinen

Seit nunmehr sechs Tagen hält die amerikanische Justiz den Volkssänger und Friedenskämpfer Dean Reed im Kerker von Buffalo (Minnesota) gefangen. In der kommenden Woche soll ihm der Prozeß gemacht werden. Der weltbekannte amerikanische Künstler, der in der DDR lebt und gegenwärtig zu einem Besuch in den USA weilt, war am vergangenen Sonntag während einer Demonstration für die Rechte der Farmer zusammen mit 18 weiteren Demonstranten festgenommen worden. Sein "Verbrechen": Dean Reed hatte vor mehreren tausend Farmern seine Lieder gesungen, die von Freiheit und Menschlichkeit erzählen, von dem Recht auf Leben und Arbeit, von der Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit.

Dean Reed sang, was sich in seiner selbstgewählten Heimat - der sozialistischen DDR - erfüllt. In unserer Republik, das hat Dean Reed wiederholt erklärt, findet er jene Ideale der Menschlichkeit verwirklicht, für die er sich als aktives Mitglied der Weltfriedensbewegung engagiert. In dieser unserer sozialistischen Gesellschaft findet er jene Freiheit, die für seine künstlerische Selbstverwirklichung so unerläßlich ist. Wie wir kennen auch die Menschen in Chile, Kuba, Vietnam seine Lieder gegen Militarismus, Faschismus, Rassismus und Krieg.

Ausgerechnet in den Vereinigten Staaten, die sich als Gralshüter der Menschenrechte ausgeben, wird Dean Reed hinter Gitter geworfen, weil er sich die Freiheit nahm, nachdrücklich für die Interessen amerikanischer Farmer einzutreten. Welch abgrundtiefer Zynismus! Die USA sind das Geburtsland Dean Reeds, er fühlt sich mit den Arbeitern, den Farmern, dem Mann auf der Straße verbunden, viele seine Lieder sind ihnen gewidmet. Aus dieser humanistischen Haltung heraus protestierte er immer und überall gegen die Verbrechen, die der USA-Imperialismus verübte und verübt. Als die USA-Aggressoren in Vietnam mordeten und brandschatzten, wusch Dean Reed vor der USA-Vertretung in Santiago de Chile symbolisch das besudelte Sternenbanner. Er wurde von den Washingtoner Behörden auf die "Schwarze Liste" gesetzt, war Repressalien und Verfolgung ausgesetzt.

Nun will die amerikanische Klassenjustiz an dem Gefangenen ihr Mütchen kühlen, die alte Rechnung begleichen. Doch sie hat sich gründlich verrechnet. Dean Reed ist nicht zum Schweigen zu bringen. Er erklärte, daß er und seine Mitgefangenen sich als "politische Gefangene eines ungerechten politischen Systems" betrachten. Alle seine Freunde in der DDR umarme er. Seine Stimme dringt zu uns und findet in der entschiedenen und millionenfachen Forderung ihren Widerhall: Sofortige Freiheit für Dean Reed und seine Mitstreiter!

G.P.

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Letzte Änderung: 2007-06-08