X. Weltfestspiele in Berlin 1973

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vom 29. Juli bis zum 5. August 1973

X. Weltfestspiele 1973 in Berlin X. Weltfestspiele 1973 in Berlin X. Weltfestspiele 1973 in Berlin
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Dean mit vietnamesischem Freund (16618 Byte) X. Weltfestspiele 1973 in Berlin X. Weltfestspiele 1973 in Berlin
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Soviel Lieder soviel Worte X. Weltfestspiele 1973 in Berlin X. Weltfestspiele 1973 in Berlin
Angela Davis 1973 Berlin Weltfriedensratstagung in Moskau 1973

"Revue der Freundschaft" - sieben Palast-Abende am Weißen See:

Palastknüller

[...] Wäre noch der weitbekannte Vertreter des progressiven Amerika, Dean Reed, hervorzuheben. Seine Popularität ist unbestritten. Was mich allerdings stört, ist sein oft beobachtetes Überziehen in der Gestaltung. Könnte Dean Reed sich entschließen, ein wenig schlichter zu agieren, würde das von ihm Gebotene sicherlich überzeugender von der Bühne herunterkommen. [...]

Horst Neumann

Unterhaltungskunst 10/1973

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Zur Polizei hat Dean sein bisheriges Leben lang ein recht enges Verhältnis gehabt - im Guten wie im Bösen, als ihr Schützling, wenn ihn seine Fans zu arg bedrängten, als ihr Opfer, wenn er in den Ländern des Kapitals für Frieden und Menschenrechte eingetreten war.

Aber selten zuvor war Dean so auf die Hilfe uniformierter Ordnungshüter angewiesen, wie er es in den heißen Tagen der X. Weltfestspiele ist. Die Straßen und Plätze des Berliner Stadtzentrums, in diesen Juli- und Augusttagen des Jahres 1973 Fußgängerzone, sind bunt von singenden, lachenden Menschen. Und mag ein Auto den amtlichen Freifahrtschein noch so deutlich hinter der Windschutzscheibe tragen, es ist kaum ein Durchkommen.

Am turbulentesten geht es auf dem Alexanderplatz zu. Die zahlreichen Bühnen sind von Zehntausenden umlagert.

Dean, der in diesen Tagen von Auftritt zu Auftritt jagt, wird dort schon sehnlichst erwartet. Und er will keinen enttäuschen. Denn die Tage des Festivals sind für ihn auch ganz persönlich besondere Tage. Er weiß nun, dass er in diesem Land bleiben wird. Doch der Pkw, in dem er sitzt, kommt nur meterweise vorwärts. Und vor dem Alexanderplatz ist der Wagen eingekeilt, kann sich nicht mehr von der Stelle rühren. Der Fahrer zuckt hilflos die Schultern. Dean ist verzweifelt, weil er nichts tun kann. Er spricht ja kaum soviel Deutsch, um sich den Menschen, die das Auto umringen, ihm zuwinken, verständlich machen zu können. Deans Dolmetscher Victor Grossman, ein seit langem in der DDR lebender Landsmann Deans, weiß sich ebenfalls keinen Rat mehr.

Aus meinem Leben

Doch dann kommt Rettung: ein Funkwagen der Volkspolizei. Die weißbemützten Genossen erkennen den jungen Amerikaner, begreifen sofort, was los ist. Der grünweiße Wartburg klemmt sich vor das hoffnungslos steckengebliebene Auto des Sängers, und Blaulicht und Martinshorn machen es möglich, Dean zu Bühne zu lotsen.

Als er dann auf der Bühne steht, bleibt kaum noch Zeit, den Schweiß von der Stirn zu wischen. Denn alle wollen es hören, das Lied des Festivals, das Dean geschrieben und komponiert hat und dem Kurt Demmler einen deutschen Text gab.

Dean Reed, Aus meinem Leben. Aufgeschrieben von Hans-Dieter Bräuer; 2. aktualisierte und erweiterte Auflage; Edition Peters, Leipzig/Dresden 1984; S. 105

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Wir sagen ja! Dean Reed

Beiträge auf der
Dean-Reed-Website:

[...] Der Name Dean Reed is auch außerhalb der sozialistischen Welt nicht verklungen. In Lateinamerika nicht, aber auch nicht in den Ländern rings ums Mittelmeer und im Nahen Osten

Im Jahre 1973, zur Zeit der Weltfestspiele, erlebt Dean das auf sehr originelle Weise. Eines Tages wird er eingeladen, Yasser Arafat, den Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), aufzusuchen, der Gast des Festivals ist. Dean ist darüber sehr erfreut, aber auch verwundert. Woher kennt mich Arafat, denkt er, für diesen Mann bin ich doch kein Begriff.

Als er dann Yasser Arafat gegenübersteht, klärt sich alles sehr schnell auf. "Als ich vor kurzem in Bagdad war", sagt Arafat zu Dean, "habe ich überall dein Bild gesehen. Es wurde nämlich ein Film mit dir gespielt."

Dean staunt. Welcher Film mag das sein? fragt er sich. "Es war ein Krimi", erklärt Arafat, "ich glaube, ein italienischer. Das ist ja auch egal, du bist jedenfalls populär in den arabischen Ländern. Und das ist wichtig. Du bist populär, und du bist unser Freund. Willst du unserer Sache helfen?"

Das ist für Dean keine Frage. Sobald es Situation und Zeit erlauben, fliegt er nach dem Nahen Osten. Im Herbst 1977 ist er in Libanon.

Dean Reed, Aus meinem Leben. Aufgeschrieben von Hans-Dieter Bräuer; 2. aktualisierte und erweiterte Auflage; Edition Peters, Leipzig/Dresden 1984; S. 114

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Guten Tag, eigentlich hatte ich die Absicht, etwas zu den Weltfestspielen 1951 einzubringen, da ich noch eine komplette DIA-Serie habe. Dann fand ich die Seite mir Dean, dessen Lieder wohlbehütet auf einer LP sind.

Mit freundlichen Grüßen
Hartwig Mähler, 2. September 2010

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Letzte Änderung: 2010-10-05