Edgar Schülter

In Bayern hängen ab 1. Juni wieder christliche Kreuze an den Wänden

Diese werden in allen Behörden an den Eingangshallen angebracht
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Edgar Schülter

Ministerien, Polizeireviere, Bauämter oder Gerichtsgebäude. Mehr als Tausend sogenannte Hauptdienststellen sind von dem neuen Erlass betroffen.

Hiermit will Bayern treue zu seiner christlichen Tradition demonstrieren. So steht in der allgemeinen Geschäftsordnung des Freistaates Bayern: „Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbar ein Kreuz anzubringen.“ Es wird keine Vorschrift gemacht wie groß die Kreuze sein sollen, welches Aussehen oder aus welchen Materialien diese bestehen müssen. Jede Behörde muss sich ihr eigenes Kreuz selber beschaffen.

Ausnahmen gibt es schon. So sollen zum Beispiel Theatern, Opernhäusern und Museen die Kreuze nur freiwillig aufhängen.

Kreuz Pixabay Lizenz CC0 Public Domain

Allerdings hängen schon Kreuze in Klassenzimmern von Grundschulen, Mittelschulen und Förderzentren sowie in Gerichtssälen. Wird es künftig Konflikte geben mit den aufgehängten Kreuzen in den Eingangshallen der Behörden geben? Das werden dann wohl wieder Gerichte klären müssen.
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Kirchen reagieren gespalten

So befürchtet Kardinal Reinhard Marx, diese Durchführung würde eher zu Spaltungen und Konflikten beitragen. Doch andere Bischöfe stellen sich hinter Söder und finden es ganz gut. So haben sich Ausländer und Flüchtlinge die nach Deutschland kommen, an die örtliche Kultur und Tradition anzupassen.

Eigentlich versucht Ministerpräsident Markus Söder sich als Kämpfer der traditionellen Werte auszugeben. Die CSU möchte damit Wähler die zur AFD übergelaufen sind zurückzugewinnen. Ob das ganze einen politischen Nutzen für die CSU hat ist schwer zu sagen. In Bayern wird der Erlass gut geheißen. In den anderen Bundesländern ist es eher umgekehrt.
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Dieser Artikel erschien auch auf unserer Partnerseite INFO-WELT

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