Edgar Schülter

Eine neue Generation soll bis zum Jahre 2050 heranwachsen, die „Unnützlichen“

Edgar Schülter

Durch ständige Automatisierung und Robotisierung, fallen immer mehr Arbeitsplätze weg. Wie soll man die betroffenen Menschen unterhalten, damit diese nicht durchdrehen?

So sieht Yuval Noah Harari, der Autor von „Sapiens“, eine neue Generation entstehen. Durch die künstliche Intelligenz und die Robotisierung wird es immer weniger zu tun geben. Viele Berufstätige werden nicht nur arbeitslos sondern bekommen auch künftig keine Arbeit mehr.

Zwar werden auch neue Jobs entstehen, diese werden aber die Nachfrage nach Arbeit nicht mehr stillen. Was geschieht dann mit den Arbeitslosen? Wie kann man Sie beschäftigen? Yuval Noah Harari Professor der hebräischen Universität in Israel denkt die Antworten zu kennen.

Virtuelle Spiele für die Unterhaltung Pixabay CC0 Public Domain

So meint der Professor, dass wir bis zum Jahre 2050 mit einer neuen Klasse von Menschen zusammenleben werden, die „Unnützlichen“, die eben keinen Job mehr bekommen.

Laut Harari muss dann das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden, um diese Menschen zu ernähren. Doch wie soll man die noch beschäftigen? Was sollen die den ganzen Tag machen, um nicht durchzudrehen?
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Virtuelle Spiele in 3D sollen abhelfen

So meint der Professor, dass diese Lösung sogar schon alt ist. Für ihn leben die Menschen seit tausenden von Jahren schon „Virtuelle Spiele“ aus. Zum Beispiel Religion: „Du betest den ganzen Tag, bekommst dafür Punkte, hast Du viele Punkte angesammelt landest Du im Himmel“. Aber auch die Konsumgesellschaft ist eine Art Punktespiel. „Kannst Du Dir ein neues Auto leisten, im Urlaub ins Ausland fahren bekommst Du Punkte, stehst vielleicht besser da wie andere. Man sagt zu sich selbst, man habe das Spiel gewonnen.“

Der Professor ist aber auch davon überzeugt, das fehlende Arbeit nicht unbedingt eine Ziellosigkeit bedeutet. Viele Menschen entdecken auch ohne Arbeit einen Sinn im Leben und sind zufrieden. So soll eigentlich das Leben selbst schon immer eine menschliche Fiktion gewesen sein. Laut dem Professor sind bereits jetzt schon Millionen von Menschen in einer „erfundenen“ Welt und bilden sich was ein. Das ganze leben ist ein Spiel und es wird jeden Tag neu gewürfelt. So meint der Professor: „Streben Millionen Menschen fiktive Ziele an oder gehorchen erfundenen Gesetzten.“ Es mag einem gefallen oder auch nicht. Diese Art von Welt gibt es schon seit Menschengedenken.

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Dieser Artikel erschien auch auf unserer Partnerseite INFO-WELT

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