{"id":680,"date":"2017-06-02T14:34:03","date_gmt":"2017-06-02T12:34:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/?p=680"},"modified":"2017-06-02T14:36:37","modified_gmt":"2017-06-02T12:36:37","slug":"die-debatte-zwischen-rosa-luxemburg-und-lenin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/die-debatte-zwischen-rosa-luxemburg-und-lenin\/","title":{"rendered":"&#8211; Die Debatte zwischen Rosa Luxemburg und Lenin &#8230;"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ulla Plener<\/strong><\/h4>\n<h2>Die Debatte zwischen Rosa Luxemburg und Lenin \u00fcber die nationale Frage 1903 \u2013 1918 \u2013 Teil 1<\/h2>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/\">Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_681\" style=\"width: 281px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-681\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-681\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/15725290011_3d4927a699_o-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"271\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/15725290011_3d4927a699_o-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/15725290011_3d4927a699_o-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 271px) 100vw, 271px\" \/><p id=\"caption-attachment-681\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Martin Pulaski \u2013 flickr.com \u2013 CC BY 2.0<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Debatte zwischen Rosa Luxemburg und Lenin 1903 \u2013 1918 um das nationale Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker erweist sich im 21. Jahrhundert angesichts der Auseinandersetzungen und K\u00e4mpfe wie die der Kurden in der T\u00fcrkei, der Pal\u00e4stinenser in Israel, der Katalanen und Basken in Spanien, um ihre nationale Selbstbestimmung bis hin zur eigenen Staatlichkeit als erstaunlich aktuell. Deshalb soll an sie erinnert werden, nicht zuletzt auch mit Blick auf diese Debatte selbst: Ging es dabei um einen grunds\u00e4tzlichen Konflikt, gar um einen Gegensatz zwischen Rosa Luxemburg und Lenin? Und 2016: Hat Putin wirklich Grund, den Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre Lenin anzulasten? Allgemeiner gefragt: Was bleibt 100 Jahre nach dem Disput der beiden herausragenden Politiker und Theoretiker der damaligen revolution\u00e4ren Arbeiterbewegung f\u00fcr den politischen Kampf der demokratischen Kr\u00e4fte im 21. Jahrhundert? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu erinnern ist zun\u00e4chst an grundlegende Gemeinsamkeiten von Rosa Luxemburg und Lenin in dieser Debatte:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die marxistische Geschichtsauffassung \u2013 die Lehre vom Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie im Kapitalismus;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>das Verst\u00e4ndnis der Nation als klassengespalten;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die demokratischen Aufgaben der Arbeiterklasse in Russland \u2013 Sturz des Zarismus und b\u00fcrgerlich demokratische Freiheiten als Voraussetzung f\u00fcr die L\u00f6sung der nationalen Frage;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>der konsequente Kampf gegen den Nationalismus der im Kapitalismus Herrschenden;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die internationale Verbundenheit der Arbeiter aller L\u00e4nder, aller Nationalit\u00e4ten, auch und gerade in Russland;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>der Arbeiterklasse ist das Nationale nicht fremd, aber es ist dem Klassenkampf untergeordnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Debatte wurde ausgel\u00f6st von Rosa Luxemburgs Widerspruch gegen Art. 9 (vormals 7) des auf dem II. Parteitag 1903 angenommenen Programms der SDAPR. Darin hie\u00df es: Die SDAPR stelle sich als \u201edie zun\u00e4chst zu l\u00f6sende politische Aufgabe die Niederwerfung der zaristischen Selbstherrschaft und ihre Ersetzung durch eine demokratische Republik, deren Verfassung sicherstellen (garantieren) w\u00fcrde\u201c \u2026 Es folgen 14 demokratische Forderungen, darunter:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Selbstherrschaft des Volkes, d.h. Konzentration der obersten Staatsmacht bei der gesetzgebenden Versammlung, die aus den Vertretern des Volkes besteht und eine Kammer bildet.<\/li>\n<li>Allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht bei den Wahlen sowohl in die gesetzgebende Versammlung als auch in alle \u00f6rtlichen Organe der Selbstverwaltung f\u00fcr alle B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen, die das 20. Lebensjahr erreicht haben; geheime Stimmabgabe bei Wahlen; das Recht jedes W\u00e4hlers, in alle Vertretungsorgane gew\u00e4hlt zu werden; Zweijahresparlamente; Geh\u00e4lter f\u00fcr die Volksvertreter.<\/li>\n<li>Breite \u00f6rtliche Selbstverwaltung; Gebietsselbstverwaltung f\u00fcr die Gegenden, die sich durch besondere Alltagsbedingungen und Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung unterscheiden. (\u2026)<\/li>\n<li>Abschaffung der St\u00e4nde und volle Gleichberechtigung der B\u00fcrger, unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Religion, Rasse und Nationalit\u00e4t. 8. Das Recht der Bev\u00f6lkerung, in der Muttersprache unterrichtet zu werden, indem auf Kosten des Staates und der Selbstverwaltungsorgane die daf\u00fcr notwendigen Schulen geschaffen werden; das Recht jedes B\u00fcrgers, sich in Versammlungen in der Muttersprache zu \u00e4u\u00dfern; Einf\u00fchrung der Muttersprache neben der Staatssprache in allen \u00f6rtlichen gesellschaftlichen Organisationen und Staatsorganen\u2026<\/li>\n<li>Das Recht auf Selbstbestimmung f\u00fcr alle zum Staat geh\u00f6renden Nationen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Position Rosa Luxemburgs<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ihrem Kommentar zum Programm der Sozialdemokratie des K\u00f6nigreichs Polen und Litauens \u201eWas wollen wir?\u201c von 1906 schrieb Rosa Luxemburg: Das Proletariat sei berufen, die kapitalistische Gesellschaft abzuschaffen. Sie betonte die Einheit der Klasseninteressen der Arbeiter verschiedener Nationalit\u00e4ten: Die \u201eallen gemeinsame Rechtlosigkeit und Klassenunterdr\u00fcckung schuf die Interessengemeinschaft der Arbeiterklasse aller Nationalit\u00e4ten im russischen Reiche. Der Sturz des Zarismus und die Eroberung der politischen Freiheiten ist gleicherma\u00dfen f\u00fcr das polnische Proletariat wie auch f\u00fcr das russische die dringendste Notwendigkeit. Im politischen Kampfe stellen folglich die polnischen Arbeiter mit den russischen ein gemeinsames Ganzes dar, eine politische Klasse mit einem politischen Programm.\u201c Zur nationalen Frage hie\u00df es \u2013 \u00fcbereinstimmend mit dem Programm der SDAPR, Art. 8, \u2013 nach \u201e1. die Proklamierung der Republik im ganzen russischen .Reich\u201c: \u201e2. Die Gleichberechtigung aller Nationalit\u00e4ten, die das russische Reich bewohnen; Zusicherung der Freiheit ihrer kulturellen Entwicklung: Nationalschule und Freiheit im Gebrauch der Muttersprache; Landesselbstverwaltung, das hei\u00dft Autonomie f\u00fcr Polen\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das im Programm der SDAPR in Art.9 formulierte Recht der Nationen auf Selbstbestimmung enthielt das Recht auf politische \u2013 auch staatliche \u2013 Selbst\u00e4ndigkeit bis hin zur Trennung vom Gro\u00dfstaat, in diesem Fall von Russland. Dieser Punkt rief den Widerspruch Rosa Luxemburgs hervor, denn sie war gegen die Trennung Polens von Russland. Ihre Argumente formulierte sie ausf\u00fchrlich in ihrer Schrift \u201eNationalit\u00e4tenfrage und Autonomie\u201c, entstanden und ver\u00f6ffentlicht 1908\/1909:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die Forderung vertrete das b\u00fcrgerliche, nicht das proletarische Interesse, sie diene dem Nationalismus;<\/li>\n<li>sie sei gegen die progressive Tendenz der Entwicklung zu Gro\u00dfstaaten gerichtet \u2013 also reaktion\u00e4r;<\/li>\n<li>sie sei nur im Sozialismus realisierbar \u2013 unter kapitalistischen Bedingungen utopisch;<\/li>\n<li>sie enthalte keine praktische L\u00f6sung, sei \u201eeine metaphysische Phrase\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Klassenpartei des polnischen Proletariats m\u00fcsse in der nationalen Frage \u201eein ganz klar bestimmtes Programm haben\u2026, welches nicht mehr dem Willen der \u201aNation\u2019 entspricht, sondern lediglich dem Willen und den Interessen des polnischen Proletariats\u201c. Solche Formulierungen k\u00f6nnten als Negation der nationalen Interessen des Proletariats ausgelegt werden \u2013 im Widerspruch zur Position, die Rosa Luxemburg drei Jahre zuvor 1905 im Vorwort zum Sammelband \u201eDie polnische Frage und die sozialistische Bewegung\u201c vertrat, in dem sie u.a. schrieb: \u201eDer Arbeiterklasse ist die nationale Sache bei uns nicht fremd und kann es nicht sein, es kann ihr die in ihrer Barbarei unertr\u00e4glichste Unterdr\u00fc- ckung nicht gleichg\u00fcltig sein, da sie gegen die geistige Kultur der Gesellschaft gerichtet ist\u2026 Unser Proletariat als Klasse, \u2026 als revolution\u00e4re Klasse, muss die nationale Unterdr\u00fcckung als brennende Wunde, als Schande empfinden und empfindet sie so\u2026 (U)nser Proletariat kann und muss f\u00fcr die Verteidigung der Nationalit\u00e4t als einer besonderen geistigen Kultur k\u00e4mpfen, die ihr Recht auf Dasein und Entwicklung hat.\u201c Und: Gerade die Klassenbewegung des polnischen Proletariats sei \u201edie beste und gleichzeitig einzige B\u00fcrgschaft daf\u00fcr, zugleich mit der politischen auch die national-kulturelle Freiheit, b\u00fcrgerliche Gleichheit und Selbstverwaltung f\u00fcr unser Land zu erreichen.\u201c5 Die Bewegung der Arbeiterklasse m\u00fcsse also \u201eals patriotischer, nationaler Faktor im besten und wahrsten Sinne dieses Wortes aufgefasst werden\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kommentar von 1906 zu \u201eWas wollen wir?\u201c hob Rosa Luxemburg die Gemeinsamkeit der Interessen des polnischen und des russischen Proletariats\u00a0hervor. Sie schrieb: Der zaristische \u201eDespotismus war ebenso der Todfeind des russischen arbeitenden Volkes wie auch des polnischen. So muss das bewusste russische Proletariat im eigenen Interesse gemeinsam mit dem polnischen die Beseitigung jeglicher nationalen Unterdr\u00fcckung im russischen Staat anstreben. Folglich ist auch der Kampf um die Freiheit der nationalen Kultur keine besondere Aufgabe des polnischen Arbeiters, sondern eine gemeinsame Klassenaufgabe des polnischen und des russischen Proletariats.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rosa Luxemburgs Gegenforderung zum Selbstbestimmungsrecht der Nationen hie\u00df: national-kulturelle Autonomie. Im Einzelnen schrieb sie dazu im zitierten \u201eKommentar\u201c von 1906: \u201eDa unser Land innerhalb des russischen Reiches gewisserma\u00dfen eine besondere Einheit darstellt, die sich im kulturellen Leben und teilweise auch in sozial\u00f6konomischer Beziehung von den anderen Teilen des Reiches unterscheidet, fordert die Sozialdemokratie des K\u00f6nigreichs Polen und Litauens au\u00dfer der allgemeinen staatsb\u00fcrgerlichen Gleichberechtigung aller Nationen die Landesselbstverwaltung, das hei\u00dft Autonomie, f\u00fcr Polen. Das w\u00fcrde bedeuten, dass alle Angelegenheiten, die speziell unser Land betreffen, vom Volk unseres Landes mit Hilfe eigener Beamter und eines eigenen Landesparlaments erledigt werden w\u00fcrden, das von der gesamten erwachsenen Bev\u00f6lkerung in allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen gew\u00e4hlt werden m\u00fcsste, und dass bei uns polnische Schulen, Gerichte und andere notwendige Institutionen eingef\u00fchrt w\u00fcrden, die in ihrer T\u00e4tigkeit dem polnischen Sejm unterstehen. Die Landesselbstverwaltung ist unerl\u00e4sslich sowohl f\u00fcr die Garantie einer gen\u00fcgenden Freiheit der kulturellen Entwicklung unserer Nationalit\u00e4t als auch f\u00fcr die wirksame Verteidigung der Klasseninteressen des polnischen Proletariats. Da das polnische Proletariat trotz nationaler Unterschiede nur ein Bestandteil der einen Arbeiterklasse im russischen Reiche darstellt, muss das polnische Proletariat vor allem mit den russischen Arbeitern gemeinsame politische Rechte und republikanische Freiheiten im ganzen Staat fordern, um sie gemeinsam im unerm\u00fcdlichen Klassenkampf gegen die Ausbeutung und die Herrschaft der verb\u00fcndeten polnischen und russischen Bourgeoisie zu nutzen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Autonomie ist also nach Rosa Luxemburg Landesselbstverwaltung. Autonomie hei\u00dft (griechisch) Eigengesetzlichkeit, d.h.: Unabh\u00e4ngigkeit\/Selbstbestimmung. Ein Vergleich mit den Aussagen des Programms der SDAPR von 1903 (s.o. Art. 3 und 8 des Programms) weist aus: Diese stimmten mit Rosa Luxemburgs Forderungen \u2013 ebenso wie alle anderen politischen Forderungen \u2013 vollkommen \u00fcberein. So auch mit den entsprechenden Erl\u00e4uterungen Lenins.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Lenins Position<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch bezogen auf den Programmentwurf hatte Lenin in der \u201eIskra\u201c Nr. 44 vom 15. Juli1903 hervorgehoben, es sei darin \u201edie Forderung einer Republik mit demokratischer\u00a0Verfassung aufgestellt, die unter anderem auch die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts der Nationen, die zum Staate geh\u00f6ren, gew\u00e4hrleistet\u201c. Und er erl\u00e4uterte: \u201eDie Sozialdemokratie wird stets jeden Versuch bek\u00e4mpfen, durch Gewalt oder Ungerechtigkeit, welcher Art auch immer, die nationale Selbstbestimmung von au\u00dfen her zu beeinflussen. Doch die bedingungslose Anerkennung des Kampfes f\u00fcr die Freiheit der Selbstbestimmung verpflichtet uns keineswegs, jede Forderung nach nationaler Selbstbestimmung zu unterst\u00fctzen. Die Sozialdemokratie sieht als Partei des Proletariats ihre positive und wichtigste Aufgabe darin, die Selbstbestimmung nicht der V\u00f6lker und Nationen, sondern des Proletariats innerhalb jeder Nationalit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Wir m\u00fcssen stets und unbedingt die engste Vereinigung des Proletariats aller Nationalit\u00e4ten anstreben, und nur in einzelnen Ausnahmef\u00e4llen k\u00f6nnen wir Forderungen, die auf die Schaffung eines neuen Klassenstaates oder auf die Ersetzung der v\u00f6lligen politischen Einheit eines Staates durch eine lose f\u00f6derative Einheit usw. hinauslaufen, aufstellen und aktiv unterst\u00fctzen.\u201c Und \u2013 als Entgegnung auf die nationalistischen Forderungen der PPS (Polnische Sozialistische Partei), gegen die auch Rosa Luxemburg entschieden polemisierte: Im Interesse des Klassenkampfs des Proletariats sei die Forderung der nationalen Selbstbestimmung diesem Kampf unterzuordnen. Lenin verwies auch \u2013 wie Rosa Luxemburg \u2013 auf die im Vergleich zum 19. Jahrhundert, als sich Marx und Engels mit der \u201epolnischen Frage\u201c befasst hatten, ver\u00e4nderten Bedingungen hin: \u201eZweifellos steht die polnische Frage heute wesentlich anders als vor f\u00fcnfzig Jahren. Man darf jedoch diesen gegenw\u00e4rtigen Stand nicht als ewig betrachten. Zweifellos hat der Klassenantagonismus die nationalen Fragen jetzt weit in den Hintergrund gedr\u00e4ngt, doch darf man nicht, ohne Gefahr zu laufen, in Doktrinarismus zu verfallen, kategorisch behaupten, es sei unm\u00f6glich, dass diese oder jene nationale Frage vor\u00fcbergehend in den Vordergrund des politischen Geschehens tritt.\u201c Die Wiederherstellung Polens vor dem Sturz des Kapitalismus sei \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich, \u201eaber man kann nicht sagen, dass sie ganz unm\u00f6glich sei\u2026 Die russische Sozialdemokratie bindet sich daher in keiner Weise die H\u00e4nde. Sie rechnet mit allen m\u00f6glichen und sogar mit allen \u00fcberhaupt denkbaren Wechself\u00e4llen, wenn sie in ihrem Programm die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts der Nationen verk\u00fcndet. Dieses Programm schlie\u00dft keineswegs aus, dass das polnische Proletariat die freie und unabh\u00e4ngige polnische Republik zu seiner Losung macht\u2026 Dieses Programm fordert lediglich, dass eine wirklich sozialistische Partei das proletarische Klassenbewusstsein nicht tr\u00fcbe, den Klassenkampf nicht verdunkle, die Arbeiterklasse nicht durch b\u00fcrgerlich-demokratische Phrasen bet\u00f6re und die Einheit des heutigen politischen Kampfes des Proletariats nicht st\u00f6re.\u201c Die russischen Sozialdemokraten werden \u201edem polnischen Arbeiter stets sagen: Nur das vollst\u00e4ndige und engste B\u00fcndnis mit dem russischen Proletariat ist imstande, den Anforderungen des politischen Tageskampfes gegen die Selbstherrschaft gerecht zu werden,\u00a0 nur ein solches B\u00fcndnis gibt die Gew\u00e4hr f\u00fcr eine v\u00f6llige politische und wirtschaftliche Befreiung.\u201c \u2013 \u201eDas, was wir \u00fcber die polnische Frage gesagt haben, l\u00e4sst sich voll und ganz auch auf jede andere nationale Frage anwenden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die v\u00f6llige \u00dcbereinstimmung zwischen Lenin und Rosa Luxemburg in der nationalen Frage schlug sich auch zehn Jahre sp\u00e4ter in der von Lenin formulierten Resolution des ZK der SDAPR zu dieser Frage, angenommen auf der Funktion\u00e4rstagung der Partei in der letzten Septemberwoche 1913 im polnischen Poronin, unweit von Krakau (aus konspirativen Gr\u00fcnden Sommertagung genannt) nieder. Da hie\u00df es u.A.: \u201eSoweit in der kapitalistischen Gesellschaft \u2026 ein nationaler Frieden m\u00f6glich ist, ist er nur bei einer konsequenten, restlos demokratischen, republikanischen Staatsordnung erreichbar, die die v\u00f6llige Gleichberechtigung aller Nationen und Sprachen gew\u00e4hrleistet und keine obligatorische Staatssprache festlegt, der Bev\u00f6lkerung Schulen garantiert, in denen in allen im betreffenden Ort vertretenen Sprachen unterrichtet wird. Und in die Verfassung ein grundlegendes Gesetz aufnimmt, wonach alle wie immer gearteten Privilegien der einen oder anderen Nation und alle wie immer gearteten Verst\u00f6\u00dfe gegen die Rechte einer nationalen Minderheit f\u00fcr ungesetzlich erkl\u00e4rt werden. Besonders notwendig ist dabei eine weitgehende Gebietsautonomie und eine v\u00f6llig demokratische lokale Selbstverwaltung unter Festlegung der Grenzen der sich selbst verwaltenden und autonomen Gebiete auf Grund der von der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung selbst festzustellenden Wirtschafts- und Lebensverh\u00e4ltnisse, der nationalen Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung usw.\u201c \u2013 \u201eF\u00fcr das Recht der von der Zarenmonarchie unterdr\u00fcckten Nationen auf Selbstbestimmung, d.h. auf Lostrennung und Bildung eines selbst\u00e4ndigen Staates, muss die sozialdemokratische Partei unbedingt eintreten. Das verlangen sowohl die Grundprinzipien der internationalen Demokratie im Allgemeinen als auch im Besonderen die unerh\u00f6rte nationale Unterdr\u00fcckung der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung Russlands durch die Zarenmonarchie, die, verglichen mit den Nachbarstaaten in Europa und Asien, die reaktion\u00e4rste und barbarischste Staatsordnung darstellt. Das verlangt ferner die Sache der Freiheit der gro\u00dfrussischen Bev\u00f6lkerung selbst, die nicht imstande sein wird, einen demokratischen Staat zu errichten, solange nicht der gro\u00dfrussische Schwarzhunderternationalismus ausgerottet ist\u2026\u201c Und auch jetzt wieder die Einschr\u00e4nkung: Die Frage des Rechts der Nationen auf Selbstbestimmung d\u00fcrfe nicht \u201everwechselt werden mit der Frage der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der Lostrennung dieser oder jener Nation\u201c. Die letztere Frage m\u00fcsse \u201ein jedem einzelnen Fall vollkommen selbst\u00e4ndig vom Standpunkt der Interessen der ganzen gesellschaftlichen Entwicklung und der Interessen des Klassenkampfes des Proletariats f\u00fcr den Sozialismus gel\u00f6st werden\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ebenfalls von Lenin im Mai 1913 formulierten \u201eEntwurf einer Plattform f\u00fcr den IV. Parteitag der Sozialdemokratie Lettlands\u201c waren im Abschnitt \u201eDie nationale Frage\u201c die eben zitierten Gedanken enthalten und hinzugef\u00fcgt worden: \u201eDie Sozialisten k\u00e4mpfen gegen alle und jedwede Erscheinungsformen des b\u00fcrgerlichen Nationalismus, gegen die plumpen wie gegen die raffinierten\u201c \u2013 und eine solche Erscheinungsform sei \u201edie Losung der \u201anational-kulturellen Autonomie\u2019, die das Proletariat und die Bourgeoisie einer Nation vereinigt und die Proletarier der verschiedenen Nationen voneinander trennt\u201c.15 Ende Dezember 1913 schrieb Lenin \u201eKritische Bemerkungen zur nationalen Frage\u201c. Er betonte wieder: \u201eDas nationale Programm der Arbeiterdemokratie ist: absolut keine Privilegien f\u00fcr irgendeine Nation, f\u00fcr irgendeine Sprache; L\u00f6sung der Frage der politischen Selbstbestimmung der Nationen, d.h. ihrer staatlichen Lostrennung auf v\u00f6llig freiem, demokratischem Wege; Erlass eines f\u00fcr den ganzen Staat geltenden Gesetzes, kraft dessen jede beliebige Ma\u00df- nahme (der Semstwos, der St\u00e4dte, der Gemeinden usw. usf.), die in irgendwelcher Hinsicht einer der Nationen ein Privileg gew\u00e4hrt und die Gleichberechtigung der Nationen oder die Rechte einer nationalen Minderheit verletzt, f\u00fcr ungesetzlich und ung\u00fcltig erkl\u00e4rt wird \u2013 und jeder beliebige Staatsb\u00fcrger berechtigt ist zu verlangen, dass eine solche Ma\u00dfnahme als verfassungswidrig aufgehoben wird und diejenigen, die sie durchsetzen wollen, strafrechtlich belangt werden.\u201c Und: Die Forderung der Arbeiterdemokratie sei: \u201e\u2026unbedingte Einheit und restlose Verschmelzung der Arbeiter aller Nationalit\u00e4ten in allen Gewerkschafts-, Genossenschafts-, Konsum-, Bildungs- und allen anderen Arbeiterorganisationen als Gegengewicht gegen jeden b\u00fcrgerlichen Nationalismus. Nur bei einer solchen Einheit, einer solchen Verschmelzung kann die Demokratie behauptet werden, k\u00f6nnen die Interessen der Arbeit gegen das Kapital \u2013 das bereits international wird und es immer mehr wird \u2013 behauptet, k\u00f6nnen die Interessen der Entwicklung der Menschheit zu einer neuen Lebensform, der jedes Privileg und jede Ausbeutung fremd sind, behauptet werden.\u201c16 \u00dcber die nationale Kultur schrieb Lenin hier: \u201eDie Losung der nationalen Kultur ist ein b\u00fcrgerlicher Betrug\u2026 Unsere Losung ist die internationale Kultur des Demokratismus und der Arbeiterbewegung der ganzen Welt.\u201c Aber: Die internationale Kultur sei nicht unnational. \u2013 \u201eIn jeder nationalen Kultur gibt es \u2013 seien es auch unentwickelte \u2013 Elemente einer demokratischen und sozialistischen Kultur, denn in jeder Nation gibt es eine werkt\u00e4tige und ausgebeutete Masse, deren Lebensbedingungen unvermeidlich eine demokratische und sozialistische Ideologie erzeugen. In jeder Nation gibt es aber auch eine b\u00fcrgerliche (und in den meisten F\u00e4llen noch dazu erzreaktion\u00e4re und klerikale) Kultur, und zwar nicht nur in Form von \u201aElementen\u2018\u201a sondern als herrschende Kultur. Wenn wir die Losung der \u201ainternationalen Kultur des Demokratismus und der Arbeiterbewegung der ganzen Welt\u2018 aufstellen, so entnehmen wir jeder nationalen Kultur nur ihre demokratischen und ihre sozialistischen Elemente; entnehmen sie nur und unbedingt als Gegengewicht zur b\u00fcrgerlichen Kultur, zum b\u00fcrgerlichen Nationalismus jeder Nation.\u201c17 Wie Rosa Luxemburg lehnte Lenin in den \u201eBemerkungen\u2026\u201c F\u00f6deralismus und Dezentralisation der Staaten ab, \u201e\u2026weil der Kapitalismus f\u00fcr seine Entwicklung m\u00f6glichst gro\u00dfe und m\u00f6glichst zentralisierte Staaten verlangt. Unter sonst gleichbleibenden Umst\u00e4nden wird das klassenbewusste Proletariat stets f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Staat eintreten \u2026 wird stets den m\u00f6glichst engen wirtschaftlichen Zusammenschluss zu gro\u00dfen Territorien begr\u00fc\u00dfen, auf denen sich der Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie breit entfalten kann\u2026 Ein zentralisierter Gro\u00dfstaat ist ein gewaltiger historischer Schritt vorw\u00e4rts auf dem Wege von der mittelalterlichen Zersplitterung zur k\u00fcnftigen sozialistischen Einheit der ganzen Welt, und einen anderen Weg zum Sozialismus als \u00fcber einen solchen (mit dem Kapitalismus unl\u00f6sbar verkn\u00fcpften) Staat gibt es nicht und kann es nicht geben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sinne der von ihm erl\u00e4uterten nationalen Frage war Lenin auch in der politischen Praxis t\u00e4tig: Im M\u00e4rz 1914 wurde im Organ der Bolschewiki \u201ePut\u2019 prawdy\u201c der von ihm formulierte \u201eGesetzentwurf \u00fcber die Aufhebung s\u00e4mtlicher Beschr\u00e4nkungen der Rechte der Juden und \u00fcberhaupt aller Beschr\u00e4nkungen, die mit der Abstammung oder mit der Zugeh\u00f6rigkeit zu irgendeiner Nationalit\u00e4t verbunden sind\u201c ver\u00f6ffentlicht, den die Sozialdemokratische Arbeiterfraktion Russlands in der Reichsduma einzubringen beschlossen hatte. Im Mai d.J. folgte der \u201eGesetzentwurf \u00fcber die Gleichberechtigung der Nationen und \u00fcber den Schutz der Rechte der nationalen Minderheiten\u201c. \u00a0Lenin schrieb dazu, es leuchte ein, dass die Duma ein solches Gesetz nicht annehmen werde. \u2013 \u201eAber die Arbeiterklasse ist verpflichtet, ihre Stimme zu erheben. Und besonders laut muss die Stimme des russischen Arbeiters gegen die nationale Unterdr\u00fcckung ert\u00f6nen.\u201c Es gelang der Fraktion nicht, die Gesetzentw\u00fcrfe in die Duma einzubringen. Lenin forderte, den Nationalismus der unterdr\u00fcckenden Nation von dem der unterdr\u00fcckten Nation zu unterscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im April-Juni 1914 ver\u00f6ffentlichte Lenin seine Schrift \u201e\u00dcber das Selbstbestimmungsrecht der Nationen\u201c, in der er sich mehrfach auf Rosa Luxemburg bezog, gegen sie polemisierte und gewisserma\u00dfen seine Position zusammenfasste. Es ging um die bekannte Definition des Selbstbestimmungsrechts der\u00a0Nationen; um die historisch-konkrete Fragestellung dazu, also auch um die \u201ekonkreten Besonderheiten der nationalen Frage in Russland und seine b\u00fcrgerlich-demokratische Umgestaltung\u201c; um den \u201ePraktizismus\u201c in der nationalen Frage, wobei zwischen dem Nationalismus der unterdr\u00fcckten und dem der unterdr\u00fcckenden Nation zu unterscheiden sei; um Standpunkte der liberalen Bourgeoisie und der \u201esozialistischen Opportunisten\u201c in der nationalen Frage, um das Beispiel der friedlichen Trennung Norwegens von Schweden 1905 u.a.m. Die Leugnung des Rechts auf Selbstbestimmung bedeute in der Praxis \u201enotwendigerweise Unterst\u00fctzung der Privilegien der herrschenden Nation\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Rosa Luxemburgs Forderung nach dem \u201ePraktischen\u201c in der nationalen Frage: Jeder b\u00fcrgerliche Nationalismus einer unterdr\u00fcckten Nation habe einen allgemein demokratischen Inhalt, der sich gegen die Unterdr\u00fcckung richtet, \u201eund diesen Inhalt unterst\u00fctzen wir unbedingt, wobei wir das Streben nach eigener nationaler Exklusivit\u00e4t streng ausschalten, das Bestreben des polnischen Bourgeois, den Juden zu unterdr\u00fccken usw. usf., bek\u00e4mpfen\u201c. Das sei \u201eunpraktisch\u201c vom Gesichtspunkt des Bourgeois und des Kleinb\u00fcrgers aus. \u201eDas ist aber die einzig praktische und prinzipielle, die Demokratie, die Freiheit und den proletarischen Zusammenschluss tats\u00e4chlich f\u00f6rdernde Politik in der nationalen Frage.\u201c Die wichtigste praktische Aufgabe sowohl des russischen als auch des Proletariats der anderen Nationalit\u00e4ten sei \u201edie Aufgabe der tagt\u00e4glichen Agitation und Propaganda gegen alle nationalen staatlichen Privilegien, f\u00fcr das Recht, das gleiche Recht aller Nationen auf einen eigenen Nationalstaat. Diese Aufgabe ist (gegenw\u00e4rtig) unsere wichtigste Aufgabe in der nationalen Frage, denn nur auf diese Weise verfechten wir die Interessen der Demokratie und des auf Gleichberechtigung beruhenden Zusammenschlusses aller Proletarier aller Nationen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Selbstbestimmungsrecht habe f\u00fcr die polnischen Sozialdemokraten nicht so gro\u00dfe Bedeutung wie f\u00fcr die russischen. \u2013 Keinem einzigen Marxisten Russlands sei es \u201eje in den Sinn gekommen, den polnischen Sozialdemokraten einen Vorwurf daraus zu machen, dass sie gegen die Lostrennung Polens sind. Einen Fehler begehen diese Sozialdemokraten nur dann, wenn sie \u2013 wie Rosa Luxemburg \u2013 zu bestreiten suchen, dass das Programm der Marxisten Russlands die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts enthalten muss.\u201c \u00a0Abschlie\u00dfend betonte Lenin noch einmal: \u201eDie Lage der Dinge stellt das Proletariat Russlands vor eine zweifache oder, richtiger zweiseitige Aufgabe: Kampf gegen jeden Nationalismus und in erster Linie gegen den gro\u00df-russischen Nationalismus; Anerkennung nicht nur der vollen Gleichberechtigung aller Nationen im allgemeinen, sondern auch der Gleichberechtigung hinsichtlich der staatlichen Konstituierung, d.h. des Rechts der Nationen auf Selbstbestimmung, auf Lostrennung; und gleichzeitig damit, eben im Interesse des erfolgreichen Kampfes gegen jeglichen Nationalismus aller Nationen, Verteidigung der Einheit des proletarischen Kampfes und der proletarischen Organisationen, ihrer engsten Verschmelzung in einer internationalen Gemeinschaft, entgegen den b\u00fcrgerlichen Bestrebungen nach nationaler Absonderung. \u2013 Volle Gleichberechtigung der Nationen; Selbstbestimmungsrecht der Nationen; Verschmelzung der Arbeiter aller Nationen \u2013 dieses nationale Programm lehrt die Arbeiter der Marxismus, lehrt die Erfahrung der ganzen Welt und die Erfahrung Russlands.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgen erscheint der <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/die-debatte-zwischen-rosa-luxemburg-und-lenin-ueber-die-nationale-frage-1903-1918-teil-2\/\">zweite Teil<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Artikel wurde von Ulla Plener geschrieben und erschien in der neusten Ausgabe der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\/\">\u201eZ. Zeitschrift marxistische Erneuerung\u201c<\/a>. Der zweite Teil des Artikels besch\u00e4ftigt sich mit der\u00a0Position Lenins.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#respund\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-398\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_kommentar-1.png\" alt=\"Sag uns deine Meinung zum Artikel mit einem Kommentar\" width=\"627\" height=\"20\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulla Plener Die Debatte zwischen Rosa Luxemburg und Lenin \u00fcber die nationale Frage 1903 \u2013 1918 \u2013 Teil 1 Quelle: Z. Zeitschrift marxistische Erneuerung . 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