{"id":1489,"date":"2018-02-19T10:54:20","date_gmt":"2018-02-19T09:54:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/?p=1489"},"modified":"2018-02-19T12:01:34","modified_gmt":"2018-02-19T11:01:34","slug":"1489","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/1489\/","title":{"rendered":"&#8211; Franziska Rubens: Erinnerungen an die kommunistische Jugendarbeit 1919-1923"},"content":{"rendered":"<h4>Sascha<\/h4>\n<h2 class=\"entry-title\">Franziska Rubens: Erinnerungen an die kommunistische Jugendarbeit\u00a01919-1923<\/h2>\n<div id=\"attachment_1484\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1484\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1484\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Sascha.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-1484\" class=\"wp-caption-text\">Sascha<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn man heute so liest, was b\u00fcrgerliche Wissenschaftler \u00fcber die kommunistische Jugendbewegung jener Jahre nach dem 1. Weltkrieg schreiben, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren,\u00a0 dass hier nicht nur eine gewisse Arroganz gegen\u00fcber der Jugend zum Ausdruck kommt, sondern auch die unverhohlene Absicht, den Mut, die Opferbereitschaft und das politische Bewusstsein der Jungen Garde des Proletariats herunterzuspielen, zu diffamieren und ins L\u00e4cherliche zu ziehen. Ganz klar muss man sagen: die jungen Kommunisten waren sich ihrer revolution\u00e4ren Rolle als Avantgarde des Proletariats sehr wohl bewusst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie handelten keineswegs aus Abenteuerlust oder Verzweiflung, sondern als klassenbewusste junge Menschen, die erkannt hatten, dass allein der Kampf gegen Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung und der Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft auf der Grundlage einer marxistisch-leninistischen Weltanschauung den Ausweg aus der sich immer weiter versch\u00e4rfenden kapitalistischen Krise bietet.\u00a0 Aus den Erfahrungsberichten ist das klar ersichtlich. Die Kommunistin und langj\u00e4hrige K\u00e4mpferin gegen den deutschen Imperialismus und Faschismus schreibt Franziska Rubens in Deutschlands Junge Garde. &#8211; 50 Jahre Arbeiterjugendbewegung.<br \/>\nUnd weiter<strong>:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>&#8222;Der w\u00fctende Terror der Nosketruppen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende April 1919 erlagen die heldenhaft. k\u00e4mpfenden M\u00fcnchner Arbeiter der \u00dcbermacht der Nosketruppen, und es begann in Bayern ein w\u00fctender Terror. Die Partei- und Jugendorganisationen wurden zerschlagen, die Genossen in die Gef\u00e4ngnisse geworfen und Eugen Levin\u00e9, der F\u00fchrer der Kommunistischen Partei Bayerns, ein Mitk\u00e4mpfer Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs, zum Tode ver\u00adurteilt und erschossen. Verantwortlich f\u00fcr das Blutbad unter den M\u00fcnchner Arbeiter sowie den Mord an Levin\u00e9 und vielen anderen aufrechten Revolution\u00e4ren war die Regierung des Sozialdemokraten Hoffmann, die die wei\u00dfen Horden unter dem Kommando des Ritters von Epp auf die werkt\u00e4tige Bev\u00f6lkerung losgelassen hatte.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Als Jungkommunistin im Klassenkampf<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor uns standen gro\u00dfe Aufgaben. Die meisten Verbindungen waren zerrissen; neue mussten gekn\u00fcpft, kompromittierte Genossen fortgebracht und illegal versorgt, die Jugendgruppen wiederaufgebaut werden. Ich lie\u00df mich an der Universit\u00e4t immatrikulieren und begann mit der Arbeit, nach au\u00dfen eine brave Studentin, in Wirklichkeit Leiterin der Bezirksorganisation der illegalen FSJ M\u00fcnchens. W\u00e4hrend die Partei mit den gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen hatte und ihre Gruppen immer wieder aufflogen, konnten wir Jugendlichen eine ganze Weile unsere Organisation auf- und ausbauen, ehe man auf uns aufmerksam wurde.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die illegale politische Arbeit der kommunistischen Jugend<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sch\u00f6pfte auch Verdacht, wenn fr\u00f6hliche Jungen und M\u00e4dchen mit dem Fu\u00dfball auf die Schwabinger Wiesen zogen oder mit der Klampfe am Lagerfeuer sa\u00dfen?! Erst sp\u00e4ter witterte die Polizei, da hier etwas nicht stimmte, doch kam sie nie ganz dahinter, wie weit sich unsere T\u00e4tigkeit erstreckte. Sie konnte uns nicht nachweisen, dass wir Funktion\u00e4re, auf deren: \u201aErgreifung hohe Belohnungen ausgesetzt waren, versteckten und bei Nacht und Nebel \u00fcber den Bodensee ins \u00d6sterreichische oder in die Schweiz schafften, da wir regelm\u00e4\u00dfig politische Zirkel durchf\u00fchrten, Flugbl\u00e4tter herausbrachten und verteilten, Verbindungen zu den Betrieben herstellten und unterhielten.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<br \/>\n<\/span><strong>Haussuchungen und Verhaftungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Jagd der Reaktion auf uns begann, waren unsere Gruppen in M\u00fcnchen, Augsburg, N\u00fcrnberg, Lindau und anderen Orten schon so gefestigt, dass sie nicht mehr zerschlagen werden konnten, obwohl die Polizei gro\u00dfe Anstrengungen machte, um die \u201eR\u00e4delsf\u00fchrer\u201c zu erwischen. Haussuchungen und Verhaftungen, auch unter der Jugend, waren an der Tagesordnung.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>\u201eSaudumme Gedanken\u2026\u201c?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei gab es auch lustige Zwischenf\u00e4lle. So sagte eines Tages ein Polizeibeamter, als er bei einer Haussuchung eine unserer durch schwarzwei\u00dfroten Umschlag getarnten Brosch\u00fcren fand, zur Mutter des \u201everd\u00e4chtigen\u201c Jugendgenossen: ,,Schauns, gute Frau, solche B\u00fcchel m\u00fc\u00dften Sie Ihrem Buben viele geben, da w\u00fcrde er nicht auf so saudumme Gedanken kommen!\u201c Ein andermal legte einer der bei uns die Haussuchung durchf\u00fchrenden Kriminalbeamten beim Eintritt seinen Hut auf den Tisch. Nachdem er mit seinen beiden Kollegen unsere kleine Wohnung um und um gekehrt, die Betten durchstochen, die Bilderrahmen unter\u00adsucht und nat\u00fcrlich nichts gefunden hatte, nahm er seinen Hut, und sie verschwanden. Den Brief, der unter seinem Hut gelegen hatte und der eine Empfehlung f\u00fcr einen Genossen enthielt, der am n\u00e4chsten Tage illegal mit Hilfe von Lindauer Jugendlichen in die Schweiz fl\u00fcchten sollte, hatten sie nicht gefunden.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>\u2026doch sie fingen mich nie!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedoch kamen wir nicht immer so gut davon. F\u00fcr unseren Mangel an Erfahrung und Wachsamkeit mussten wir manches Lehrgeld zahlen. Trotzdem fingen sie mich nie. Zwar wurde ich nach einj\u00e4hrigem Aufenthalt mit einer faden\u00adscheinigen Begr\u00fcndung aus Bayern ausgewiesen, aber noch nach Monaten suchten sie den \u201eFranzl\u201c, der nach ihren Informationen der Leiter der M\u00fcnchner Jugendorganisation war!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Grenzenloser Ha\u00df der Arbeiter gegen ihre Peiniger<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kapp-Putsch erwies die Festigkeit unserer Organisation. Ge\u00admeinsam mit den Parteigenossen, mit Gewerkschaftern und oppositio\u00adnellen Mitgliedern der sozialdemokratischen Jugend organisierten wir die Abwehr. Trotz der Niederlage der R\u00e4terepublik und des darauf folgenden Terrors war die Kampfstimmung der M\u00fcnchner Arbeiterschaft ungebrochen und ihr Ha\u00df gegen die Reaktion grenzenlos. Wir waren nicht nur fest entschlossen, sondern auch vollauf ger\u00fcstet, die Reaktion zu hindern, von Bayern aus der k\u00e4mpfenden Arbeiterschaft im Reich in den R\u00fccken zu fallen. Doch bevor die Kapp und L\u00fcttwitz auch in Bayern zum Schlag ausholen konnten, hatte die Aktionseinheit der Arbeiterklasse den reaktion\u00e4ren Spuk hinweggefegt.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Ja, fr\u00fcher war alles anders\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">,,Ihr hattet es doch viel besser fr\u00fcher\u201c, sagte neulich ein Jugendfreund zu mir. ,,Ihr hattet den Feind, die Reaktion, unmittelbar vor euch, konntet gegen ihn mit ganzer Kraft k\u00e4mpfen.\u201c Gewiss, das stimmt. Der Feind stand vor uns, und wir waren nicht feige, taten unser Bestes. Aber wir k\u00e4mpften sozusagen mit \u201eDreschflegeln und Heugabeln\u201c \u2013 zumindest eine ganze Weile-, denn die blanken, scharfen Waffen des Marxismus-Leninismus kannten wir fast gar nicht. Und als wir sie kennenlernten, brauchten wir eine ganze Zeit, um sie richtig handhaben zu k\u00f6nnen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\"><strong>.<\/strong><\/span><br \/>\n<strong> Studium des Marxismus-Leninismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Themen unserer Schulungsarbeit in M\u00fcnchen zum Beispiel erstreckten sich auf \u201eLohnarbeit und Kapital\u201c (f\u00fcr Anf\u00e4nger) und \u201eKapital\u201c, 1. Band (f\u00fcr Fortgeschrittene). Wir glaubten viel zu wissen; heute muss ich nachsichtig l\u00e4cheln, wenn ich an meine Zirkel aus jenen Tagen denke. Sehr m\u00fchsam lernten wir, machten viele Umwege, schleppten unverdautes Zeug und unn\u00f6tigen Ballast kritiklos mit, bis \u2013 wie ein helles Licht \u2013 die ersten Schriften von Lenin in deutscher Sprache erschienen: ,,Staat und Revolution\u201c und \u201eDer Radikalismus \u2013 die Kinderkrankheit im Kommunismus\u201c. Unvergessliches Erlebnis!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Zeitschrift \u201eJunge Garde\u201c erscheint<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sahen, dass der Kampf nicht nur gegen den Kapitalisten, den Polizisten, den sozialdemokratischen \u201eBonzen\u201c gef\u00fchrt werden musste, sondern auch gegen die \u201eRechten\u201c und \u201eLinken\u201c in unseren eigenen Reihen. Zu dieser Zeit war ich Mitglied des Zentralkomitees der Freien Sozialistischen Jugend und Redakteur der \u201eJungen Garde\u201c. Wir hatten keinen Stab von \u2026 zig Mitarbeitern, keine gut eingerichteten B\u00fcror\u00e4ume, keine eigene Druckerei.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Aufkl\u00e4rungsarbeit unter der Jugend<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ganze Zentralkomitee der Jugend sa\u00df in einem Laden in der Stralauer Stra\u00dfe in Berlin. Dort wurde unsere Literatur verkauft, im Keller expediert; und in einer Ecke des Hinterzimmers arbeitete der Redakteur, der einzige \u201eAngestellte\u201c der \u201eJungen Garde\u201c, der f\u00fcr den politischen Inhalt, die literarische Gestaltung und f\u00fcr den Druck verantwortlich war. Auf den Gedanken, dass man f\u00fcr Artikel, Bilder oder das Abschreiben von Manuskripten bezahlt werden k\u00f6nne, kam damals \u00fcberhaupt niemand. Die jungen Genossen schrieben, malten und vervielf\u00e4ltigten in ihren wenigen freien Stunden, oft bis in die Nacht hinein.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Trotz aller Widrigkeiten\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gedruckt wurde bei einem kleinen Druckereibesitzer in der Prinzenstra\u00dfe, mit dem ich st\u00e4ndig Krach hatte. Wie wir es fertigbrachten, wei\u00df ich nicht, aber unsere Zeitung erschien p\u00fcnktlich mehrere Male im Monat. Wir waren eben jung und begeistert, vor allem unverw\u00f6hnt und hart geworden im Klassenkampf. Wenn, was h\u00e4ufig genug vorkam, eine Ausgabe unserer Zeitung von der Polizei beschlagnahmt und der Redakteur gesucht wurde, erschien sie nach kurzer zeit trotzdem\u00a0\u2013 \u201everantwortlicher Redakteur: Justav Kannstunwat\u201c.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Genossin Herta aus Moskau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1921 kam die Genossin Stassowa nach Berlin, eine alte Bolschewikin, ehemalige Mitarbeiterin und Sekret\u00e4rin Lenins. Wir wu\u00dften nicht, wer sie war; erst sp\u00e4ter, als sie sich schon l\u00e4ngst wieder in Moskau befand, erfuhren wir es. Nach 1933 traf ich sie dort. F\u00fcr uns Jugendliche war sie \u201eein St\u00fcck Moskau\u201c, eine Vertreterin der siegreichen Revolution aus dem Land, in dem das verwirklicht wurde, wof\u00fcr wir mit vollster Hingebung k\u00e4mpften. Sie half uns viel, oft ohne da\u00df wir es gleich merkten, die Genossin Herta, wie sie bei uns hie\u00df. Unvergesslich sind uns die Stunden, da sie von Moskau, vom Oktober, von Lenin erz\u00e4hlt hat. Unseren Dank dir, liebe Genossin Stassowa, die du heute als Achtzigj\u00e4hrige und zweifache Leninordenstr\u00e4gerin immer noch jugendlich-frisch in den Reihen der KPdSU f\u00fcr den Frieden und den Aufbau des Kommunismus k\u00e4mpfst.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Rat und Hilfe durch Clara Zetkin<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Genossin Clara Zetkin hatte stets f\u00fcr unsere Sorgen und Fragen ein offenes Ohr. Der Weg von M\u00fcnchen nach Stuttgart ist nicht gar so weit, und oft konnte ich mir, wenn uns die Arbeit \u00fcber den Kopf wuchs, Rat holen. Ebenso wurde sie stets, wenn sie nach Berlin kam, von uns jungen Genossen mit Freuden begr\u00fc\u00dft. Ihre Erz\u00e4hlungen aus der Pariser Emigration zur Zeit des Sozialistengesetzes, aus den Tagen der Gr\u00fcndung des Spartakusbundes, von Karl und Rosa, ihren teuersten Freunden und Mitk\u00e4mpfern, begeisterten uns immer wieder aufs neue, gaben uns Kraft f\u00fcr unsere revolution\u00e4re Arbeit.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Lenin\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 1923 fuhr ich f\u00fcr einige Wochen nach Moskau. Tag und Nacht tr\u00e4umte ich davon, Lenin zu sehen, ihn zu h\u00f6ren, vielleicht sogar mit ihm sprechen zu k\u00f6nnen. Es kam anders. W\u00e4hrend meines Aufenthaltes in Moskau h\u00f6rte sein gro\u00dfes Herz auf zu schlagen. Ich sah Lenin nur aufgebahrt im Kolonnensaal. Immer werde ich an jene Januartage des Jahres 1924 denken, an den Schmerz des Sowjetvolkes, das mitten in seinem schweren Kampf diesen furchtbaren Verlust erlitt, dessen Kraft aber nicht zerbrach. Es ersch\u00fctterte mich bis ins Innerste, als ich die unabsehbaren Reihen der Kolonnen sah, die viele Tage und N\u00e4chte die Stra\u00dfen s\u00e4umten und \u2013 bei 36 Grad K\u00e4lte \u2013 warteten, um noch einmal ihren geliebten Lenin zu sehen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>F\u00fcr immer!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich war in einer Fabrik, wo die Arbeiter und Arbeiterinnen den Schwur leisteten, treu zur Partei zu halten und nun erst recht zu k\u00e4mpfen, ich sah am Tage der Beisetzung auf dem Roten Platz die Werkt\u00e4tigen Moskaus ihren Lenin zu Grabe tragen und ich begriff damals, was es bedeutet: ,,Lenin ist tot, aber sein Werk lebt!\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle:\u2028 Deutschlands Junge Garde. 50 Jahre Arbeiterjugendbewegung. Verlag Neues Leben 1954, S.169-173. (Zwischen\u00fcberschriften eingef\u00fcgt, Sascha.)<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Was hat uns dieser Text heute noch zu sagen?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweierlei: Es wird immer junge Leute geben, die verstehen, dass man nicht alles hinnehmen muss, und dass man sich wehren muss. Ohne Wissen \u201eWarum?\u201c ist jeder Versuch, etwas an den heutigen Verh\u00e4ltnissen zu \u00e4ndern, v\u00f6llig sinnlos. Der Marxismus-Leninismus gibt uns eine zuverl\u00e4ssige Orientierung! Und das ist nun keine Nostalgie, sondern der Versuch, aufs Wesentliche zu lenken: auf eine gerechte und f\u00fcr alle Menschen lebenswerte Gesellschaft\u00a0\u2013 weg vom Egoismus, weg von der Ellbogenmentalit\u00e4t, weg von der Bereicherung einiger auf Kosten aller, hin zu einer sozialistischen Gesellschaft, in der alle Menschen die gleichen Rechte und gleichen Pflichten haben, als gleichwertig behandelt werden! Wohlgemerkt: \u201eGleichwertigkeit\u201c, nicht \u201eGleichheit\u201c, denn das ist ein normativer Begriff, kein deskriptiver. (Mausfeld)<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Siehe auch:\u2028 <a href=\"https:\/\/sascha313.wordpress.com\/2015\/08\/16\/sie-werden-es-nicht-verstehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sie werden es nicht verstehen\u2026<\/a>\u2028 und <a href=\"https:\/\/sascha313.wordpress.com\/2014\/11\/21\/albert-einstein-warum-sozialismus-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albert Einstein: Warum Sozialismus?<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 9. Februar 2018, <a href=\"https:\/\/sascha313.wordpress.com\/author\/sascha313\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sascha\u2018s Welt<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder hinzugef\u00fcgt von der Redaktion AmericanRebel<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1515\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/NK_00001-213x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/NK_00001-213x300.jpeg 213w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/NK_00001-768x1079.jpeg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/NK_00001-729x1024.jpeg 729w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/NK_00001.jpeg 1172w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.ebay.de\/sch\/american-rebel\/m.html?item=322683844107&amp;hash=item4b2174b60b%3Ag%3AKU4AAOSwyI5ZoZdA&amp;rt=nc&amp;_dmd=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-1504\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/678-300x42.png\" alt=\"\" width=\"536\" height=\"75\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/678-300x42.png 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/678-768x107.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/678-1024x142.png 1024w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/678.png 1311w\" sizes=\"(max-width: 536px) 100vw, 536px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a title=\"zur Startseite\" href=\"http:\/\/www.americanrebel.de\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-1682\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/back_ar.png\" alt=\"zur\u00fcck zur Startseite\" width=\"156\" height=\"15\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/1683837971860223\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1676\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_zu_fb.png\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"15\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=9622#respond\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1688\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_kommentar-1.png\" alt=\"Sag uns deine Meinung zum Artikel mit einem Kommentar\/Leserbrief\" width=\"627\" height=\"20\" \/><\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sascha Franziska Rubens: Erinnerungen an die kommunistische Jugendarbeit\u00a01919-1923 Wenn man heute so liest, was b\u00fcrgerliche Wissenschaftler \u00fcber die kommunistische Jugendbewegung jener Jahre nach dem 1. 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