{"id":1771,"date":"2022-10-03T12:31:38","date_gmt":"2022-10-03T12:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/?p=1771"},"modified":"2022-10-28T16:00:05","modified_gmt":"2022-10-28T16:00:05","slug":"der-zusammenbruch-der-ddr-der-vorlaeufige-sieg-des-maximalprofits-ueber-die-materiellen-und-kulturellen-beduerfnisse-des-deutschen-volkes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/der-zusammenbruch-der-ddr-der-vorlaeufige-sieg-des-maximalprofits-ueber-die-materiellen-und-kulturellen-beduerfnisse-des-deutschen-volkes\/","title":{"rendered":"Der Zusammenbruch der DDR. Der vorl\u00e4ufige Sieg des Maximalprofits \u00fcber die materiellen und kulturellen Bed\u00fcrfnisse des deutschen Volkes"},"content":{"rendered":"<section class=\"preview\">\n<div class=\"text excerpt new_manual-mode\">\n<div class=\"plain-preview\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>Zum Verst\u00e4ndnis des Scheiterns des Revisionismus in Osteuropa und Deutschland empfehmen wir das Buch \u00bb<em>Der Zusammenbruch der DDR. Der vorl\u00e4ufige Sieg des Maximalprofits \u00fcber die materiellen und kulturellen Bed\u00fcrfnisse des deutschen Volkes<\/em>\u00ab des Genossen Heinz Ahlreip.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;\">Hier die umfassende Einleitung zu dieser 215 Seiten umfassenden Ausarbeitung<\/span>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;\">&#8222;<span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>EINLEITUNG<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Als ich die Untersuchung begann, war mir zwar klar, dass man mit der \u00f6konomischen Entwicklung in der UdSSR beginnen m\u00fcsse, im Laufe der Untersuchung wurde aber immer deutlicher, dass \u00fcberhaupt ihr Schwerpunkt auf der Ergr\u00fcndung des Zerfalls der Planwirtschaft in der Sowjetunion zu liegen habe. Die SED in der DDR lernte von der Sowjetunion, in der Stalin ab 1956 nicht mehr als Lehrer galt. Ich hoffe, es ist mir gelungen, trotz dieser Gewichtung in der Forschung die DDR, obwohl sie kein souver\u00e4ner Staat war, dennoch in den Mittelpunkt der Darstellung gestellt zu haben. Ein souver\u00e4ner Staat kann keine ausl\u00e4ndischen Truppen auf seinem Territorium dulden. Es besteht auf Grund dieser Abh\u00e4ngigkeit der kleinen Schwester DDR vom gro\u00dfen Bruder UdSSR bei dieser Thematik immer die Gefahr, dass aus der Analyse des Zusammenbruchs der DDR ein Buch \u00fcber die Sowjetunion herauskommt. Es ist anfangs auch gleich selbstkritisch anzumerken, dass es 25 Jahre nach dem Zusammenbruch eines Gesellschaftssystems ein Leichtes ist, die tragischen Figuren, die beim Schlussakt auf der politischen B\u00fchne standen, zu kritisieren und ihre Fehler aufzuzeigen. Je gr\u00f6\u00dfer die Distanz zu dieser historischen Trag\u00f6die wird, desto mehr muss man sich die Frage vorlegen, wie man denn selbst in der brennenden Eskalation der Probleme gehandelt h\u00e4tte? Gewiss nicht fehlerfrei, dies um so mehr, als man den Ausgang, des erst von der Perestroika vollendeten Niedergangs, des osteurop\u00e4ischen Sozialismus ja gar nicht voraussehen konnte. Der Fall der Mauer kam selbst f\u00fcr die meisten Ost-West-Experten v\u00f6llig \u00fcberraschend, selbst nachdem die ungarische Regierung auf Anweisung des Au\u00dfenministers Gyuala Horn am 2. Mai 1989 begonnen hatte, Grenzbefestigungen abzubauen. Am 21. August rannten 700 DDR-B\u00fcrger \u00fcber die ungarische Grenze nach \u00d6sterreich. Von den f\u00fchrenden deutschen Politikern der damaligen Zeit ist Franz-Josef Strau\u00df lobend hervorzuheben, er hatte kurz vor seinem Tod ein baldiges Ende der Sowjetunion richtig angezeigt. Vor allem aber ist der indische Journalist Harpal Brar zu nennen, der in der M\u00e4rz\/April-Ausgabe der Zeitung &#8218;Lalkar&#8216; 1990 in London die Folgen der Politik der Perestroika als katastrophal bezeichnete. Die Perestroika werde \u201ein einer v\u00f6lligen Demontage der sozialistischen Planwirtschaft m\u00fcnden und die Errungenschaften der Oktoberrevolution zunichte machen &#8230;\u201c 1. Und zwar sah Brar hellsichtig die drei tragenden \u00f6konomischen S\u00e4ulen des Sozialismus: Volkseigentum &#8211; Volkswirtschaftsplan und staatliches Au\u00dfenhandelsmonopol, zusammenbrechen. Er sah n\u00fcchtern in dem &#8218;Blendwerk Perestroika&#8216; mehr als nur eine Modeerscheinung des Sozialismus. Die \u201emarxistischen\u201c Schw\u00e4rmer sahen dagegen sogar eine Weiterentwicklung der marxistischen Theorie im Sinne Bucharins, den wohl viele unter den Schw\u00e4rmern nicht einmal kannten. Weil wieder mal der Konsument umschmeichelt wurde, dem mehr Auswahl an Produkten in Aussicht gestellt worden war, und weil viel vom Abbau der B\u00fcrokratie die Rede war. Brar erkannte, dass der verk\u00fcndete \u00dcbergang von vorwiegend b\u00fcrokratischen zu \u00f6konomischen Leitungsmethoden und von kommandierenden zu demokratischen auf allen Ebenen den \u00dcbergang zu Kapitalismus zum Endzweck hatte. 2. Der Zusammenbruch der UdSSR und ihrer Satelliten ist als, man verzeihe mir den Ausdruck, \u201eph\u00e4nomenal\u201c zu bezeichnen. Warum? Durch das atomare Wettr\u00fcsten im sogenannten kalten Krieg hatte sich eine Vernichtungskapazit\u00e4t angeh\u00e4uft, die ausgereicht h\u00e4tte, die ganze Erde vierzig Mal in die Luft zu sprengen. Im Zusammenbruch der einen Kriegspartei fiel indes, au\u00dfer in Rum\u00e4nien, kein einziger Schuss. Es erstaunt die Tatsache, welche Unberechenbarkeit dem Krieg selbst am Ende des 20. Jahrhunderts noch innewohnte. Fast alle hatten sich geirrt, sowohl die proletarischen und b\u00fcrgerlichen Klassen, als auch deren politische Eliten. War es nicht die Oktoberrevolution, sondern der Krieg in seiner Globalit\u00e4t und Totalit\u00e4t, der die politischen Eliten nivellierte? Fand zu Beginn des 19. Jahrhunderts die b\u00fcrgerliche Revolution in Gestalt des Kaisers Napoleon zwischen der Beresina und dem Njemen ihr Grab, so wiederum in Russland, die proletarische in Gestalt des Generalsekret\u00e4rs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Gorbatschow am Ende des zwanzigsten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Es ist immer leichter, \u00fcber vollendete Revolutionen, oder \u00fcber vollendete Konterrevolutionen zu schreiben, als in ersterer G\u00e4rung selbst politisch mitzuwirken. Auch ich hatte mich im Juli 1989 geirrt. In einem Artikel f\u00fcr die \u201eKommune; Forum f\u00fcr Politik, \u00d6konomie, Kultur\u201c schrieb ich in der Juli-Ausgabe, dass durch die Perestroika die Zahl der Menschen in der Sowjetunion gr\u00f6\u00dfer wird, die den Sozialismus unter den F\u00fc\u00dfen verlieren werden. 3. Das war nicht sehr weitblickend \u2013 am Ende waren es alle, und zwar so, dass sich zum Beispiel heute der monatliche Lohn einer Arbeitskraft in Tschechien zur Entlohnung einer vergleichbaren T\u00e4tigkeit in S\u00fcdkorea wie 1 : 3 verh\u00e4lt. Ich hatte also nicht pervers genug gedacht, was dialektisches Denken aber erheischt. Quantit\u00e4t schlug um in Qualit\u00e4t, in einen eigenartigen Kapitalismus. Das internationale Finanzkapital mauerte, investierte nur ganz gering in den sich aus einer Negation der Negation herausgebildeten Kapitalismus, eine Negation der Negation, die durch die Jahre 1917 und 1991 markiert wird. Ein derart verwurzelter Kapitalismus musste nat\u00fcrlich gegen\u00fcber dem klassischen seine Eigenarten aufweisen und das Kapital ist dabei eher \u00e4ngstlich denn tollk\u00fchn. Wir k\u00f6nnen im Zerfallsprozess der Sowjetunion verfolgen, wie sich das \u00dcberhandnehmen der Warenproduktion reziprok zur Herausbildung einer Parteienpluralit\u00e4t verhielt. Zeigt das erstere die \u00f6konomische Versklavung der V\u00f6lker an, so die letztere ihre politische. Alle b\u00fcrgerlichen und kleinb\u00fcrgerlichen Parteien wollen bzw. m\u00fcssen die Lohnsklaverei verewigen, die ihre eigene politische Herrschaft impliziert. Der Au\u00dfenhandel der Sowjetunion mit den Kapitalisten au\u00dfer den finnischen war immer peripher gewesen, Lenin wurde in der Periode der NEP (Nowaja Ekonomitscheskaja Politika) von ausl\u00e4ndischen Investoren im Stich gelassen, w\u00e4hrend aber der &#8218;Schwarze Freitag&#8216; 1929 das ganze kapitalistische Wirtschaftssystem ersch\u00fctterte, schritt die Sowjetunion k\u00fchn zur Kollektivierung der Landwirtschaft voran, die f\u00fcr Solschenyzin, einem Sympathisanten Bucharins, das schwerste Verbrechen in der Geschichte der Sowjetunion darstellte, kein Wunder, war doch Solschenyzin der Sohn des f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Gro\u00dfgrundbesitzers vor der Revolution. In dieser Tatsache liegt die Quelle seines literarischen Schaffens, das leichtfertig mit einem Nobelpreis bedacht wurde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">War es relativ leicht, die konterrevolution\u00e4re Physiognomie der Perestroika lange vor dem Ende der Sowjetunion abzulesen, so t\u00e4uschte ich mich doch in der Befangenheit der Aktualit\u00e4t \u00fcber das Ausma\u00df ihrer Wirkungen. Hier spielte einerseits wohl der revolution\u00e4re Mythos mit hinein, der den Gedanken nicht zulie\u00df, dass eine Arbeiterklasse, die in Russland im 20. Jahrhundert\u00a0 Revolutionen von unten gestaltete (1905, Februarrevolution und Oktoberrevolution 1917), ein totales Wiederaufkommen eines totalen Raubtierkapitalismus zulassen k\u00f6nnte. (Die Kollektivierung der Landwirtschaft 1929 war bekanntlich eine Revolution von oben, die die Beziehungen unter den Bauern ver\u00e4nderte und durch Rationalisierung Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr die Industrie freisetzte. Die russischen V\u00f6lker erlebten somit vier Revolutionen in einem Vierteljahrhundert). Es mag Varianten geben, bei Licht besehen ist aber <em>jeder<\/em> Kapitalismus in seinem innersten Wesen raubtierhaft, inhuman, menschenverachtend, denn er <em>muss<\/em> die Arbeitsmittel und somit die Lebensquellen monopolisieren und die V\u00f6lker von ihnen abschneiden. Dann ist es Ideologie, das daraus entstandene Elend als in der Natur des Menschen und in der Natur der Sache liegend zu deuten. Der Kapitalismus ist, mehr als alle \u00f6konomischen Systeme vor ihm, ein barbarisches System, in dem es Reichtum und Kultur nur f\u00fcr eine kleine Minderheit von Asozialen gibt. Andererseits ist es f\u00fcr gew\u00f6hnliche Menschen nicht m\u00f6glich, aus einer aktuellen politischen Situation sich aus ihr herleitende Konturen der weiteren Entwicklung treffsicher herauszufiltern. Das macht den allt\u00e4glichen Dilettantismus der Talkshows im Fernsehen aus, in der die Diskrepanz zwischen subjektivem Ma\u00dfstab und objektiven Ausma\u00df ganz deutlich zu Tage tritt. Die Wissenschaft, insbesondere die Gesellschaftswissenschaft, aber beinhaltet das Ringen um eine Identit\u00e4t von einem sich mit seinem Wissen st\u00e4ndig \u00e4ndernden Ma\u00dfstab und des sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Ausma\u00dfes seines Erfassens. Man m\u00fcsste ein Karl Marx sein, der in der lebendigen Tagesgeschichte die Begebenheiten in ihrer Tendenz so klar durchschaute, wie es beispiellos in der Geschichte der politischen Theorie ist und der diesbez\u00fcglich mit dem 18. Brumaire des Louis Bonaparte sein Meisterwerk abgeliefert hat. Karl Marx war ein Ausnahmerevolution\u00e4r, dessen Name durch die Jahrhunderte fortleben wird und so auch sein Werk. Die Natur- und Gesellschaftswissenschaftler t\u00e4ten heute gut daran, nicht auf die b\u00fcrgerliche Ideologie hereinzufallen, der gem\u00e4\u00df jeder f\u00fcr sich und Gott f\u00fcr uns alle arbeitet, sondern auf einen atheistischen Gesellschaftszustand hinzuwirken, der es erst erm\u00f6glicht, in Kollektiven zu wahren Herren ihrer Materie zu werden, gem\u00e4\u00df der humanen Maxime, alle f\u00fcr einen, einer f\u00fcr alle. Nietzsche jammerte, dass der Sozialismus das Aufkommen \u201egro\u00dfer M\u00e4nner\u201c verhindere. Er endete in der Irre. Eric Hobsbawm nannte das 20. Jahrhundert das Jahrhundert der Extreme und man muss sich angesichts des zusammenh\u00e4ngenden Zusammenbruchs der UdSSR und der DDR wirklich fragen, ob es nicht mehr im Zeichen von Nietzsche als im Zeichen von Marx stand?<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;\">Vorbemerkung: RUSSLAND UND DEUTSCHLAND IM KALK\u00dcL LENINS<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Russland und Deutschland waren durch den Ersten Weltkrieg in eine Isolation geraten, obwohl sie zwei ganz unterschiedliche Wege gegangen waren. Durch die Oktoberrevolution fand Russland seine eigene L\u00f6sung, revolution\u00e4r aus dem imperialistischen Krieg auszuscheiden, wurde aber eine &#8222;belagerte Festung&#8220;; das auf einer politischen Reaktion wie ein dummer Sch\u00fcler sitzengebliebene Deutschland dagegen wurde zum Spielball der Ententesieger 4., , obwohl ja der &#8222;Coup&#8220; auf Gegenseitigkeit zwischen Lenin und dem deutschen Generalstab gelungen war: die milit\u00e4rische Paralyse Russlands. Auf den ersten Blick widersinnigerweise warf der deutsche Stab aber nicht alle Kr\u00e4fte gen Westen, sondern ging 1918 raubgierig gro\u00dfraumdenkend tiefer in den Osten hinein. Der englische Oberkommandierende, Feldmarschall Haig, sagte nach dem Ersten Weltkrieg, sechs deutsche Divisionen mehr im Westen h\u00e4tten wohl den Ausschlag zugunsten Deutschlands gebracht. Zirka eine Million deutsche Soldaten verblieben stattdessen im Osten, obwohl sie im Westen dringend im Sinne eines milit\u00e4rischen Generalerfolges gebraucht wurden. Aber die f\u00fchrenden deutschen Industriellen hatten schon ihre, den Donbass und das Baltikum betreffenden, &#8218;Bestellungen&#8216; abgegeben. 5. So verschieden die Ergebnisse des ersten Weltkrieges f\u00fcr beide L\u00e4nder auch waren, Lenin ersp\u00fcrte bereits Anfang 1921 bei der Begr\u00fcndung der NEP eine Art zwillingshafter Verwandtschaft zwischen beiden L\u00e4ndern: Sozialismus w\u00e4re, wenn Russland Deutschland politisch und Deutschland Ru\u00dfland \u00f6konomisch erg\u00e4nze. &#8222;Die Geschichte (von der niemand, vielleicht au\u00dfer den menschewistischen Flachk\u00f6pfen ersten Ranges, erwartet hatte, da\u00df sie uns glatt, ruhig, leicht und einfach den &#8222;vollen&#8220; Sozialismus bringen werde) nahm einen so eigenartigen Verlauf, da\u00df sie im Jahr 1918 zwei getrennte H\u00e4lften des Sozialismus gebar, eine neben der anderen, wie zwei k\u00fcnftige K\u00fcken unter einer Schale des internationalen Imperialismus. Deutschland und Russland verk\u00f6rpern 1918 am anschaulichsten die materielle Verwirklichung einerseits der \u00f6konomischen, produktionstechnischen, sozialwirtschaftlichen Bedingungen und anderseits der politischen Bedingungen f\u00fcr den Sozialismus&#8220;. 6. Kurz: Sozialismus w\u00e4re ein Sowjetstaat vom Typus der Pariser Commune plus einer Wirtschaft mit gro\u00dfkapitalistischer Technik und planm\u00e4\u00dfiger Organisation, noch k\u00fcrzer: Pariser Commune und deutsche Post, Sowjetmacht und Elektrifizierung. Eine staatliche Organisation, &#8222;die Dutzende Millionen Menschen zur strengsten Einhaltung einer einheitlichen Norm in der Erzeugung und Verteilung der Produkte anh\u00e4lt&#8220;. 7. Es war das Schicksal der Leninschen Oktoberrevolution, dass der erste Weltkrieg keine eineiigen Zwillinge gebar, in politischer und \u00f6konomischer Hinsicht. Russland war den fortgeschrittenen L\u00e4ndern politisch voraus, \u00f6konomisch, insbesondere makro\u00f6konomisch, hinkte es stark hinterher. Die NEP war gerade der Versuch, dieses spezifische russische Missverh\u00e4ltnis (es gab ja auch noch das umgekehrte spezifisch deutsche) zwischen der Kraft der Politik und den &#8222;Kr\u00e4ften&#8220; der \u00d6konomie unter den Vorzeichen einer zun\u00e4chst ausbleibenden Weltrevolution so zu gestalten, dass \u00fcber eine staatskapitalistische Wirtschaft die \u00f6konomischen Grundlagen des Sozialismus errichtet werden konnten &#8211; die NEP zeigte immer an, dass die russische Bourgeoisie 1917 nur politisch, nicht \u00f6konomisch besiegt worden war, und dass in einem kleinb\u00e4uerlichen Land wie Russland der Kapitalismus eine festere \u00f6konomische Basis hatte als der Kommunismus. Jeder wirtschaftliche Erfolg unter der NEP war auch immer mit einem gewissen kapitalistischem Wachstum behaftet, es wurde bereits von einer &#8222;neuen Bourgeoisie&#8220; gesprochen. \u00d6konomisch waren die Bauern die Gewinner der Revolution und unter ihnen machte sich die gef\u00e4hrliche Tendenz breit, dass der Mittelbauer anfing zu tr\u00e4umen, Kulak zu werden, also Mehrwert \u00fcber die Ausbeutung unbezahlter Arbeit zu akkumulieren. Und dennoch: Lenins NEP f\u00fchrte am Ende zum Aufbau des Sozialismus, Gorbatschows NEP gab ihm den Gnadensto\u00df.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">War in Deutschland das \u00f6konomische Niveau f\u00fcr den Sozialismus um 1920 vorhanden, nach Lenin sogar vorbildlich, so war zugleich die flachk\u00f6pfige deutsche Sozialdemokratie, die sich immer weniger auch verbalpolitisch auf Marx und Engels berief, zum Bluthund der Konterrevolution, mit den zu Beginn des ersten Weltkrieges von Rosa Luxemburg ausgesprochenen Worten: zu einem stinkenden Leichnam 8. pervertiert und liquidierte mit den Novemberr\u00e4ten die deutsche Commune. Nach Lenin hing der Sieg der kommunistischen Weltrevolution von den Entwicklungswegen dieser beiden L\u00e4nder ab. Schon vor der Oktoberrevolution war diese weltgeschichtliche Schl\u00fcsselkonjunktion ein elementarer Bestandteil Leninschen Denkens: Es g\u00e4be zwei Wege, das imperialistische V\u00f6lkergemetzel und zwar weltweit zu beenden: die proletarische Revolution in Russland und Deutschland oder die Soldatenverbr\u00fcderung an den Fronten. Zur ersteren wurde zum Beispiel vom Zentralkomitee der SDAPR im Mai 1917 im &#8222;Aufruf an die Soldaten aller kriegf\u00fchrenden L\u00e4nder&#8220; aufgefordert 9. Oder aber: Auf Verbr\u00fcderungsmeetings zwischen russischen und deutschen Soldaten m\u00fcsse gezeigt werden, dass die proletarische Revolution in diesen beiden L\u00e4ndern die ganze Menschheit sofort aufatmen lie\u00dfe, der Sieg des Sozialismus in allen L\u00e4ndern gesichert sei. 10. &#8222;Der Russe wird beginnen &#8211; der Deutsche vollenden&#8220;. Das war die Zuversicht des internationalen Proletariats. Deshalb drang Lenin auch, nachdem das Polen Pilsudskis Anfang M\u00e4rz 1920 die Sowjetunion \u00fcberfallen hatte, darauf, den Gegensto\u00df bis an die deutsche Grenze zu f\u00fchren, um mit Deutschland in Ber\u00fchrung zu kommen zwecks Entfachung der Revolution. Im Oktober 1918 hatte Radek noch geschrieben: &#8222;Wir schauen auf Deutschland wie auf eine Mutter, die eine Revolution gebiert, und sollten uns die Deutschen nicht dazu zwingen, werden wir nicht die Waffen gegen sie erheben, ehe das Kind nicht geboren ist &#8222;. 11. So oder so, ob autonom oder subventioniert, beide Wege endeten in einer Sackgasse, erwiesen nicht, dass nach Russland Deutschland das schw\u00e4chste Glied in der imperialistischen Kette sei und f\u00fchrten nicht zum deutschen Paradies der Arbeiter und Bauern. Es half auch nichts, dass die kommunistische Partei in Deutschland nach der russischen weltweit die st\u00e4rkste war. Im Gegenteil: in Deutschland best\u00e4tigte sich dann auch auf tragische Weise, was Lenin im Revolutionsjahr 1905 \u00fcber, wenn man so will, revolution\u00e4re Fehlgeburten dozierte: &#8222;Es w\u00e4re falsch zu glauben, dass die revolution\u00e4ren Klassen immer \u00fcber gen\u00fcgend Kraft verf\u00fcgen, um einen Umsturz zu bewerkstelligen, wenn dieser auf Grund der gesellschaftlich-\u00f6konomischen Entwicklung vollauf herangereift ist. Nein, die menschliche Gesellschaft ist nicht so vern\u00fcnftig eingerichtet und nicht so &#8222;bequem&#8220; f\u00fcr die fortgeschrittenen Elemente. Der Umsturz kann herangereift sein, allein die Kr\u00e4fte der revolution\u00e4ren Sch\u00f6pfer dieses Umsturzes k\u00f6nnen sich als ungen\u00fcgend erweisen, ihn zu bewerkstelligen &#8211; dann fault die Gesellschaft, und diese F\u00e4ulnis kann Jahrzehnte hindurch dauern&#8220;. 12. In Deutschland hatte dann diese F\u00e4ulnis eine wirklich braune Farbe angenommen. Fehlten in Deutschland Revolutionserfahrungen? Vom jungen Marx ist die Feststellung \u00fcberliefert, dass Deutschland nie eine erfolgreiche Revolution, sondern immer nur alle erfolgreichen Konterrevolutionen mitgemacht habe. 13. Dieser Satz ist ein Schl\u00fcsselsatz zum Verst\u00e4ndnis der Jahre 1933 und 1945. Bereits 1902 hatte Lenin in seinem fundamentalen Buch zur Grundlegung einer marxistischen Partei in Russland die \u00dcberlegung erl\u00e4utert, dass die Geschichte dem russischen Proletariat die revolution\u00e4rste Aufgabe weltweit gestellt h\u00e4tte: die Zerst\u00f6rung des Bollwerks der europ\u00e4ischen <em>und<\/em> asiatischen Reaktion. Obwohl Lenin die Bemerkungen von Marx und Engels \u00fcber das konterrevolution\u00e4r verseuchte Deutschland kannte, obwohl er Zeitzeuge des Kapp-Putsches war, vom Marsch Mussolinis im Oktober 1922 auf Rom geh\u00f6rt hatte, einen zweiten Weltkrieg in Europa f\u00fcr nicht ausgeschlossen hielt, konnte er die spezifische deutsche Variante b\u00fcrgerlicher Reaktion, den deutschen Faschismus, noch nicht erahnen. Aber seine Ahnung, mit der ich meine Vorbemerkung zum Zerfall der DDR beenden m\u00f6chte, dass man unbedingt Deutschland gewinnen m\u00fcsse, dass das konterrevolution\u00e4r verseuchte Deutschland unbedingt eine rote Farbe annehmen m\u00fcsse, wurde durch die weitere historische Entwicklung auf tragische Art als in sich stimmig erwiesen. In diesem Kontext ist das Telegramm Stalins zu lesen, dass er aus Anlass der Gr\u00fcndung der DDR am 7. Oktober 1949 nach Ost-Berlin schickte: Die Bildung der Deutschen Demokratischen friedliebenden Republik ist ein Wendepunkt in der Geschichte Europas. Eine DDR neben der friedliebenden Sowjetunion schlie\u00dfe die M\u00f6glichkeit neuer Kriege in Europa aus. Dass das Adjektiv &#8218;friedliebend&#8216; gleich zweimal, einmal sogar an einer ungew\u00f6hnlichen Stelle, verwendet wurde, verdeutlicht den historischen Hintergrund: der zweite Weltkrieg. Durch die DDR wenigstens hatte Deutschland seinen Charakter v\u00f6llig umgekehrt: aus einem Hort des Krieges sei es nun ein Hort des Friedens geworden. Der Krieg in Europa in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts als kalter best\u00e4tigte diese Voraussicht Stalins. Mit dem Wegbrechen der Sowjetunion, mit dem der DDR ist der Krieg aus seinem Erholungsschlaf wieder erwacht. Durch den Zweiten Weltkrieg kam in Deutschland der Kommunismus auf eine Art zum Zuge, die keiner vorhergesehen hatte und die ihn unter einen \u00e4hnlich ung\u00fcnstigen Stern aufwachsen lie\u00df wie in Russland: War die russische Gesellschaft am Ende einer 300j\u00e4hrigen Zarenherrschaft noch nicht durchproletarisiert, so st\u00fctzte sich in Ostberlin die Regierung einer Arbeiterklasse auf eine aus einem Krieg siegreich hervorgegangene Bajonette. Das waren die Ans\u00e4tze des Kommunismus in Ost- und Mitteleuropa in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, wobei der zweite nur eine Konsequenz des ersten von 1917 war.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">In der NEP-Periode tauchte bereits das Wort von der &#8217;neuen Bourgeoisie&#8216; auf und auf die NEP berief sich auch die Fleisch gewordene &#8217;neue Bourgeoisie&#8216; gegen Ende der achtziger Jahre. In der NEP der Perestroika, 1984 ver\u00f6ffentlichte Jewgenij Ambarzumow im &#8218;Woprossy Istorii\u201c einen Artikel, in dem er die Leninsche NEP wieder als Leitmotiv einer wirtschaftlichen Erneuerung ausersehen hatte, wurde der Versuch unternommen, den politischen \u00dcberbau aus staatskapitalistischen Strukturen an die bereits \u00fcberwucherte und erstickte sozialistische \u00f6konomische Basis anzupassen. Er wurde von dieser t\u00f6dlich verschlungen. Dass dies t\u00f6dlich sein kann, h\u00e4tte Gorbatschow aus einem Brief von Engels an Conrad Schmidt vom 27. Oktober 1880 entnehmen k\u00f6nnen. Der fr\u00fchere Parteisekret\u00e4r f\u00fcr Landwirtschaftsfragen Gorbatschow, der 1985 als Nachfolger Tschernenkows Generalsekret\u00e4r einer der m\u00e4chtigsten Parteien der Welt, der KPdSU mit 19 Millionen Mitglieder wurde, konnte als Reformator daher nur als Doppelz\u00fcngler auftreten, \u201eBewahrer\u201c und \u201eErneuerer\u201c in einem. Zwittergestalten scheitern rasch in der Weltgeschichte, mit kapitalistischen Reformen sollten Widerspr\u00fcche einer sozialistischen Wirtschaft gel\u00f6st werden, in der kapitalistische Strukturen bereits angelegt waren. Die dreifach gestaffelte Politik: Perestroika (Umbau), Uskorenie (Beschleunigung) und Glasnost (Transparenz), die auf den Plenarsitzungen des Zentralkomitees der KPdSU jeweils im Januar und im Juni 1987 angenommen worden war, brachte die subkutanen kapitalistischen Strukturen zum Platzen, eine dreifach gestaffelte Politik, die einen Schritt vorw\u00e4rts ging, aber zwei zur\u00fcck. Ein Schritt vorw\u00e4rts \u2013 zwei zur\u00fcck, das gilt sowohl im Leben von Individuen als auch in der Geschichte von Nationen. \u201eWir werden nichts an der Sowjetmacht \u00e4ndern und ihre fundamentalen Prinzipien aufgeben, wir werden nicht annehmen, was uns von einer anderen \u00d6konomik angeboten wird\u201c, hatte Gorbatschow noch in seinem Hauptbuch \u201ePerestroika\u201c geschrieben. Was war sein Anliegen? Mag er nun als Reformator bezeichnet werden oder als Revolution\u00e4r, f\u00fcr ihn war Perestroika-Glasnost eine &#8218;Revolution von oben&#8216;, allerdings \u2013 eine, die die fundamentalen Prinzipien beibeh\u00e4lt!? Er wollte eine Fehlentwicklung korrigieren, die vor allem in der wirtschaftlichen Stagnation des Landes lag. (Das, nebenbei gesagt, unter Stalin aufgebl\u00fcht war, 1941 brachte die Sowjetunion zehn Prozent der Weltindustrieproduktion hervor). Die Arbeit habe im realen Sozialismus ihren Achtungsstatus verloren und vor allem viele junge Leute seien nur noch hinter dem Profit her, den es also nach dieser Ausf\u00fchrung bereits gab. Innenpolitisch also eine Besinnung auf die Kardinalkategorie des menschlichen Lebens, au\u00dfenpolitisch war es der Friede der Menschheit. Au\u00dfenpolitisch war es ein Irrtum, anzunehmen, der Vietcong h\u00e4tte dem US-Imperialismus die Z\u00e4hne gezogen, je popul\u00e4rer Gorbatschow flankiert von seinem Haus\u00f6konomen Abel Aganbejan durch seine klassenneutrale Menschheitsbegl\u00fcckungsphilosophie in imperialistischen Kreisen wurde, desto mehr sank sein Stern in seinem Heimatland. In die au\u00dfenpolitischen R\u00e4ume versuchte Gorbatschow ein recht merkw\u00fcrdiges philosophisches Pulver in die Augen zu streuen. Sein Wunschdenken war, dass wir alle in einer ganzheitlichen Welt gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeiten leben. &#8218;Integral&#8216; und &#8218;interdependent&#8216; waren die Zauberworte, mit denen kardinale Widerspr\u00fcche der Weltentwicklung entwertet werden sollten, die Zeit nach dem Scheitern der Perestroika hat jeden Erdbewohner die Allgewalt dieser Widerspr\u00fcche sp\u00fcren lassen. Hatte Gorbatschow den Falklandkrieg vom April bis Juni 1982 als einen zwischen zwei nichtsozialistischen Staaten \u00fcbersehen? Philosophisch gedeutet war es ein R\u00fcckfall von Marx\/Hegel zu Leibniz, der in seiner Monadologie, eine wahre Ode auf die Universalharmonie, jeder Monade Bez\u00fcge unterstellte, \u201e &#8230; welche alle anderen ausdr\u00fccken, und da\u00df sie also ein lebendiger, immerw\u00e4hrender Spiegel des Universums ist\u201c. 14. Jede dr\u00fccke das ganze Universum durch die Verkn\u00fcpfung der gesamten Materie aus. \u201eUnd jeder Anteil der Materie kann als ein Garten voller Pflanzen und wie ein Teich voller Fische begriffen werden. Jeder Zweig der Pflanze, jedes Glied des Lebewesens, jeder Tropfen seiner S\u00e4fte ist jedoch wiederum ein solcher Garten oder ein solcher Teich\u201c 15. Rerum novus nascitur ordo. Was n\u00e4herliegend, als unter dem Damoklesschwert einer thermonuklearen Weltkatastrophe mit Leibniz und im Gegensatz zu Marx und Mao die Notwendigkeit des \u00dcberlebens der Menschheit als Universalharmonie anzustreben als das Beste aller m\u00f6glichen Politik. Nach dem zweiten Weltkrieg sah Gorbatschow \u00fcberall eine \u201etiefgreifende Modifikation der Widerspr\u00fcche, welche die grundlegenden Entwicklungen der Weltwirtschaft und Weltpolitik gew\u00f6hnlich bestimmten\u201c. Ich \u00fcberlasse es dem\/der dialektisch sensibilisierten Leser\/in, das zu genie\u00dfen, wenn er er\/sie es denn angesichts des Unheils, das mit dieser Modifikation (!) der Widerspr\u00fcche angerichtet worden ist, kann. Die &#8218;Modifikation&#8216; ist hier ganz wichtig, in ihr verbirgt sich die Zerst\u00f6rung des Marxismus. Man kann Widerspr\u00fcche nicht modifizieren, zusammenbiegen, ihre L\u00f6sung liegt in ihrem Austragen. Gorbatschow aber legte das Schwert aus der Hand und reichte sie dem Erzfeind, der in diesem Augenblick schon der Sieger war. Gorbatschow ging noch weiter, f\u00fcr ihn geh\u00f6rte wohl zur integralen Welt und zur Modifikation der Widerspr\u00fcche, dass er die neokoloniale Abh\u00e4ngigkeit der sogenannten dritten von der ersten Welt anerkannte, Reagan rieb sich die H\u00e4nde: \u201eWir k\u00f6nnen mit ihm Gesch\u00e4fte machen\u201c. War das von Lenin, Dzerschinski und Stalin geschmiedete Schwert erst einmal weggeworfen, so blieben Gorbatschow im Stile utopischer Sozialisten mit seinem \u201eKonzept Abr\u00fcstung f\u00fcr Entwicklung\u201c nur noch Appelle an die Vernunft westlicher Politiker. Es war in der Sowjetunion ein Mann an die Macht gekommen, der mit seiner These einer &#8218;integralen und interdependenten einheitlichen Welt gegenseitiger Abh\u00e4ngigkeiten und modifizierter Widerspr\u00fcche&#8216; hausieren ging und mit dessen Namen der durchschnittliche Zeitungsleser gew\u00f6hnlich den Beginn des Zerfalls des real existierenden Sozialismus verbindet. Ich werde den Nachweis f\u00fchren, dass das keineswegs der Fall ist, dass in der Perestroika, nach Gorbatschow eine \u201eRevolution von oben\u201c, nur die Eiterbeulen der revisionistisch entarteten Kommunistischen Parteien im sogenannten Ostblock zum Platzen gebracht worden waren. Gerade durch Glasnost ist mit aller Deutlichkeit zutage getreten, wie wichtig Lenins Hinweis in &#8222;Was tun?&#8220; war, dass der Sieg des Sozialismus prim\u00e4r von dem sozialistischen Bewusstsein der Arbeitermassen abh\u00e4ngig sei, dass also die Idee auch eine materielle Macht sei. Viele &#8222;hochgelahrte Marxisten&#8220; fielen damals auf den Perestroikaschwindel rein, erkannten nicht den geballten Sozialdemokratismus, der sich mit Zitaten aus Lenins Werken tarnte. Ist das sozialistische Bewusstsein nicht hochentwickelt und sind die Konturen des Leninismus nicht scharf ausgepr\u00e4gt, l\u00e4uft man Spitzbuben hinterher, wenn diese nur eine neue rote Fahne schwenken. Die Dialektik der Geschichte zwingt die Feinde der Marxisten, sich als Marxisten zu verkleiden 16. , es gibt so etwas wie Banditentum hinter der Maske des Leninismus. Es war vielleicht nicht zuf\u00e4llig, dass Gorbatschow gerade gegen\u00fcber dem Alt-Nazi und Kommunistenj\u00e4ger Helmut Schmidt die Katze aus dem Sack lie\u00df: Als Helmut Schmidt ihn auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Mei\u00dfen fragte, was bei der Perestroika herauskomme, antwortete er : so etwas wie in Schweden. 17. Helmut Schmidt wird schadenfroh in sich hineingelacht und sich seinen Teil dabei gedacht haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Es war nicht schwer nachzuweisen, dass die Perestroika sich unter Verwendung einer marxistisch-leninistischen Terminologie dem revolution\u00e4ren Marxismus diametral entgegenstellte. Schon der Ausdruck &#8218;Neues Denken&#8216; ist im marxistischen Kontext sehr problematisch und verr\u00e4t einen R\u00fcckfall in eine idealistische Denkweise. 18. Die Menschen machen Geschichte nicht, um ihr Denken und gem\u00e4\u00df diesem die Wirklichkeit neu zu gestalten, sondern um ihre Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Das &#8218;Neue Denken&#8216; hatte die Zerst\u00f6rung dialektischen Denkens zum Hauptinhalt und vollendete nur die schweren ideologischen Fehler Chruschtschows. Ab den 60er Jahren wurde die Parole \u201eUmwandlung des Sozialismus in ein <em>Weltsystem\u201c<\/em> zum Lieblingsspruch im revisionistischen Umkreis, ohne dass in diesem die schwere konservative Last des Wortes Weltsystem aufstie\u00df. Die finale Zerst\u00f6rung geschah durch eine vereinfachende formale Darstellung der dialektischen Entwicklungslehre, die auf dem Gebiet der Gesellschaftswissenschaften angeblich eine stetige H\u00f6herentwicklung sozial\u00f6konomischer und politischer Systeme widerspiegele, ohne Spr\u00fcnge, ohne Zickzackbewegungen, von der M\u00f6glichkeit enormer R\u00fcckentwicklungen ganz zu schweigen. 19. F\u00fcr Gorbatschows Hausphilosophen Jakowlew, einst Botschafter in Kanada, bewiesen alle bekannten Erfahrungen, dass die Geschichte nie und in keiner Richtung den Fortschritt durch Vereinfachung erreiche. \u201eIm Gegenteil, jede sp\u00e4tere Formation, jedes folgende sozial\u00f6konomische und politische System waren innerlich komplizierter als die vorangegangenen. Es besteht kein Grund, den Sozialismus und Kommunismus in diesem Sinne als eine Ausnahme zu betrachten\u201c. 20. Es ist einfach zu verstehen, dass in diesem Geschichtsbild, das sich im Zuge der b\u00fcrgerlichen Aufkl\u00e4rung (siehe Condorcet) nach der Sprengung mittelalterlicher Weltbilder ergeben hatte, f\u00fcr den einfachen Kommunismus in der Zukunft kein Platz mehr sein kann. F\u00fcr Marx und Engels zeichnete sich ihre Epoche, die Epoche der Bourgeoisie gerade dadurch aus, dass sie die Klassengegens\u00e4tze im Gegensatz zu fr\u00fcheren Epochen <em>vereinfacht<\/em> habe. 21. Die ganze Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in zwei gro\u00dfe feindliche Lager: Bourgeoisie und Proletariat. Ja und der Marxismus ist selbst aus dieser Lagerspaltung hervorgegangen, hat seine Geburtsst\u00e4tte in dieser Vereinfachung, die erst die wissenschaftliche Erkenntnis und L\u00f6sung der gesellschaftlichen Grundfrage der Herrschaftsfreiheit erm\u00f6glichte. Der Fortschritt, der durch Revolutionen in die Welt gebracht wird, f\u00fchrt eine Erleichterung f\u00fcr die bisher Unterdr\u00fcckten gerade durch eine Vereinfachung herbei, etwa in der Gesetzgebung, durch die Aufhebung eines auswuchernden Privilegiensystems und seine Ersetzung durch eine einzige Norm oder durch eine Vereinfachung des Steuersystems. (Die rechtliche Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern ist auch eine Vereinfachung). Gerade aus dieser Perspektive heraus kritisierte Rousseau das lokal bornierte englische Verwaltungssystem, das ein bunter Flickenteppich war. Es ist einseitig, den Fortschritt nur im Zusammenhang mit einer Strukturpotenzierung zu deuten, die auch in ihm statt hat, aber nicht nur. Der Fortschritt birgt zwei gegenl\u00e4ufige Tendenzen in sich. Um es mit den Worten von Brecht aus seinem \u201eLob des Kommunismus\u201c zu sagen: Der Kommunismus ist das Einfache, das so schwer zu machen ist. Vollends phantasierte Gorbatschow auf dem Gebiet der Politik von einem &#8222;Gleichgewicht der Vernunft&#8220; zwischen den beiden Gesellschaftssystemen, die die Mauer in Berlin trennte, w\u00e4hrend Karl Marx von einem &#8222;<em>Weltkrieg<\/em> (kursiv von Marx) zwischen proletarischer Revolution und feudaler Konterrevolution&#8220; 22. sprach. Die endg\u00fcltige und unmissverst\u00e4ndliche Bankrotterkl\u00e4rung der Perestroikaideologie erfolgte dann in einer Abendsitzung der XIX. Unionskonferenz am 1. Juli 1988 in Moskau, und sie verdient, w\u00f6rtlich wiedergegeben zu werden: &#8222;Wir haben viel Zeit daf\u00fcr aufwenden m\u00fcssen, die Gesellschaft, in der wir leben, die Vergangenheit, in der viele heutige Erscheinungen wurzeln, die uns umgebende Welt und unsere Wechselbeziehungen zu ihr zu begreifen. All das mu\u00dfte aufgefa\u00dft werden, damit wir nicht in revolution\u00e4ren Spr\u00fcngen verfahren, die au\u00dferordentlich gef\u00e4hrlich sind&#8230;&#8220;. 23. Und das gab ein Mann von sich, der dem Konservatismus in der Partei und in der Gesellschaft den Kampf angesagt hatte. Die Abkehr vom Marxismus- Leninismus, von der materialistischen Dialektik, von der Revolutionstheorie, die geradezu Spr\u00fcnge favorisiert, ist hier in aller Deutlichkeit ausgesprochen. (In der b\u00fcrgerlichen Revolution trat Napoleon am 13. Dezember 1799 (im achten Jahr der Revolution) auf und erkl\u00e4rte die Revolution f\u00fcr beendet: &#8222;Die Revolution ist auf die Grunds\u00e4tze gebracht, von denen sie ausgegangen ist, sie ist beendet&#8220;.). Das also war die philosophische Begleitmusik des real existierenden Sozialismus auf seinem Gang ins Grab der Weltgeschichte. In einem Buch des Chefideologen der Perestroika Jakowlew, &#8222;Vorwort Einsturz Nachwort&#8220; steht dann auch schwarz auf wei\u00df: &#8222;Es ist die Zeit gekommen, um zu sagen, da\u00df der Marxismus von Anfang an utopisch und falsch war.&#8220; 24. Dieses Bekenntnis ist in der Logik der Perestroikaphilosophie v\u00f6llig zwingend und richtig und erg\u00e4nzt sich mit Gorbatschows Furcht vor revolution\u00e4ren Spr\u00fcngen. Auf dem Gebiet der \u00d6konomie lag der Haupts\u00fcndenfall in der \u00c4nderung der \u00f6konomischen Beziehungen auf dem Lande und in der Stadt. In einem Interview mit dem &#8218;Morning Star&#8216;, das am 11. Mai 1990 erschien, hatte Gorbatschow auch auf diesem Gebiet die Katze aus dem Sack gelassen: es gehe um die Erneuerung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse in ihrer Gesamtheit. Und nur naive Leser konnten noch die Frage aufwerfen: zum Kommunismus oder zum Kapitalismus hin? Im Zuge der Entkollektivierung lag, dass die Anstachelung zur Kleinproduktion und zum Profit die L\u00f6sung der Versorgungskrise mit Lebensmitteln bringen sollte. Vergessen war, was Marx und Engels die Bourgeoissozialisten im Manifest in polemischer Absicht ausrufen lie\u00dfen: \u201eFreier Handel! Im Interesse der arbeitenden Klasse &#8230;\u201c. Vergessen war, was Lenin \u00fcber die Bedeutung der Kleinproduktion im angehenden Sozialismus geschrieben hatte, dass ihm der Untergang drohe, wenn die Bauern auf ihren kleinen Schollen hocken bleiben, dass die kleinb\u00e4uerliche Landwirtschaft die gr\u00f6\u00dfte Gefahr der Konterrevolution in sich birgt, dass die Sowjetmacht nicht lange auf zwei entgegengesetzten Grundlagen (sozialistische Gro\u00dfindustrie, die die Kapitalisten vernichtet, und kleinb\u00e4uerliche Einzelwirtschaft, die sie erzeugt) bestehen kann und dass die Kleinproduktion t\u00e4glich, st\u00fcndlich, spontan, massenhaft Kapitalismus und die Bourgeoisie erzeugt. Deshalb war ja auch die Ikone des britischen Konservatismus, Margaret Thatcher, so begeistert von der Perestroika: &#8222;Ich bin ein \u00fcberzeugter Verfechter der Perestroika, einer k\u00fchnen und verlockenden Idee. Sie f\u00fchrt die Sowjetunion zu gr\u00f6\u00dferer Freiheit, sie ebnet den Weg zu Fortschritt und Wohlstand. Ich erachte, da\u00df die Sowjetunion heute eine historische Mission erf\u00fcllt&#8220;. 25. Was dann politisch real folgte geh\u00f6rt in die skandal\u00f6se Chronik der bestialischen Unterdr\u00fcckung der V\u00f6lker durch eine sich mafia\u00e4hnlich herausbildenden Konterrevolution der Nomenklatura, Gl\u00fccksritter und Wodkah\u00e4ndler, die Millionen zur Seite legten, w\u00e4hrend Millionen verarmten. Die W\u00fcrfel waren gefallen, zu sp\u00e4t merkte Gorbatschow, dass es Ganoven unter den Kooperativmitgliedern gab. \u201eAnstatt, wie erhofft, wenige Jahre nach der &#8218;Wende&#8216; auch Urlaubsreisen in die Karibik oder an die Riviera antreten zu k\u00f6nnen, entfiel f\u00fcr die Mehrheit der Menschen bald wegen Geldmangels sogar die fr\u00fchere M\u00f6glichkeit zum Urlaub auf der Krim, am Balaton oder der bulgarischen Schwarzmeerk\u00fcste. Wichtigstes Reiseziel wurde der Kolchos, wo Gro\u00dfvater oder Gro\u00dfmutter noch lebten oder man wenigstens jemand kannte, bei dem man die dringendsten Lebensmittel eintauschen konnte\u201c. 26. So Hans Kalt in seinem Buch \u00fcber das Scheitern des sowjetischen Modells, und Hans Kalt f\u00e4hrt fort: \u201eEs hat in der Wirtschaftsgeschichte noch keine Enteignungsaktion gegen so Viele, von solchem Umfang und so eindeutig zugunsten einer offenkundig kriminellen Minderheit gegeben\u201c. 27. Das Dekadente potenzierte sich, nachdem es seine sozialistische H\u00fclle fortgeschleudert hatte, in hektischer Eile. Die Nomenklatura hatte sich durch die Perestroika hindurch machtpolitisch gehalten. Wenn ein politisches System auseinanderf\u00e4llt, haben diejenigen bessere Karten, f\u00fcr die das Parteibuch nur ein Karrierebuch war, die sich im alten System zurechtfanden, in dem man Seilschaften gekn\u00fcpft hatte, als diejenigen, die erst durch den Zerfall politisiert wurden. Diese von der Perestroika gezogenen Frischlinge scheiterten durch die Bank. Stalin, der sich immer bescheiden als \u201eSch\u00fcler Lenins\u201c bezeichnet hatte, bezog als politisch T\u00e4tiger nur das magere Gehalt eines Funktion\u00e4rs der KP, sein ganzer Lebenswandel entsprach den Idealen der Revolution, wie der Volksfreund Marat starb auch er arm. Putin hat 2010 insgesamt 98. 700 Euro verdient, der Ministerpr\u00e4sident besitzt ein St\u00fcck Land, zwei Wohnungen, zwei Garagen, zwei Autos, einen Jeep und einen Wohnwagen \u2026, so die Besitzt\u00fcmerliste der russichen F\u00fchrung vom M\u00e4rz 2011. Nur diese verschwindend kleine asoziale Schicht von Oligarchen tr\u00e4gt den Friedensnobelpreistr\u00e4ger Gorbatschow in Russland in ihrem Herzen und in Deutschland der von der Springerpresse in die Irre geleitete Einheitsspie\u00dfer, der am Monatsende den Euro abz\u00e4hlen muss. \u00c4hnliches wiederholte sich in der DDR, nur das in ihrem Zerfall die SED-Nomenklatura von der Bereicherungsorgie weitgehend ausgeschlossen war \u2013 es waren die Wessies, die zulangten. Putin bezeichnete den Zerfall der Sowjetunion mit ihren ethnischen Explosionen als gr\u00f6\u00dfte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Was den Osmanen und Habsburgern als Folge des ersten Weltkrieges an dessen Ende 1918 ereilte, das widerfuhr den Russen erst um 1990 herum. Man vergleiche Gorbatschow mit Lenin. Mit Ehrfurcht verneigen wir uns vor Lenin, der das Schiff Russlands durch die Wirren der Zeit so steuerte, dass das ganze Landmassiv erhalten blieb. Und nun Gorbatschow!? Putin versucht heute, den Zustand vor der geopolitischen Katastrophe wieder herzustellen. Niemand k\u00f6nne laut Putin mit Steinen auf die werfen, die den Sieg \u00fcber die Wehrmacht erm\u00f6glicht haben, er nimmt Stalin davon nicht aus. Man kann von b\u00fcrgerlichen Historikern und Politikwissenschaftlern nicht erwarten, dass sie sich einmal die Frage wenigstens vorlegen, ob nicht die revisionistische Entartung der KPdSU mit ihrem Tiefpunkt der Gorbatschow&#8216; schen Perestroika mehr Leid \u00fcber die V\u00f6lker gebracht habe als die Hitler&#8216; sche Wehrmacht? In seinem &#8218;Gesellschaftsvertrag&#8216; gibt Rousseau als Kennzeichen einer guten Regierung eine wachsende Geburtenrate an, unter einer guten Regierung lebt man und l\u00e4sst leben. 1992 \u00fcberstiegen die Todesf\u00e4lle in Russland die Geburten um zw\u00f6lf Prozent, was selbst im deutschen Faschismus mit seinen Konzentrationslagern vor dem Krieg nicht der Fall war. Vielleicht muss man in die Annalen der Weltgeschichte erst das Jahr 1992 als das Todesjahr der Oktoberrevolution eintragen? In der Volksrepublik China kam es dagegen zu einer wahren Bev\u00f6lkerungsexplosion. Zwischen der Ausrufung der Volksrepublik durch Mao 1949 und seinem Tod 1976 stieg die Zahl der Bev\u00f6lkerung von 540 Millionen auf 950 Millionen an. Diese Zahlen zeigen an, wie sehr die chinesischen V\u00f6lker unter den Kriegen und B\u00fcrgerkriegen und unter der japanischen Okkupation gelitten haben und wie wohltuend f\u00fcr sie Mao, Frieden und soziale Befreiung waren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">In dem sehr interessanten Artikel \u201eMit Lenin &#8211; Maske gegen den Leninismus, Wie Gorbatschow und Jakowlew die Konterrevolution inszenierten&#8220; im Rotfuchs vom April 2011 f\u00fchrt der Autor Willi Gerns den Zerfall des sowjetischen Sozialismus auf eine Aush\u00f6hlung des demokratischen Zentralismus zur\u00fcck. 28. Aber das ist keine dialektische Erkl\u00e4rung, sondern eine eklektische. Man kann nicht einfach ein sicherlich wichtiges Moment, hier aus der politischen Sph\u00e4re, aus dem Prozess herausnehmen und es monokausal als Grund allen \u00dcbels hinstellen. Gesellschaftswissenschaft ist etwas mehr als das L\u00f6sen eines Kreuzwortr\u00e4tsels. &#8222;&#8230;da\u00df die Gesellschaft als ein lebendiger, in st\u00e4ndiger Entwicklung begriffener Organismus betrachtet wird (und nicht als etwas mechanisch Verkettetes, das infolgedessen eine beliebige willk\u00fcrliche Kombination der einzelnen gesellschaftlichen Elemente zulie\u00dfe) \u2026 29. Als Marxist sollte Gerns doch bitte sch\u00f6n noch ein Moment aus der \u00f6konomischen Basis hinzunehmen, ohne damit aber gleich Dialektiker zu werden. 30. Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion kann nicht aus der Sph\u00e4re der Politik oder aus der Sph\u00e4re der \u00d6konomie allein erkl\u00e4rt werden 31. , auch nicht aus einem Hin- und Herw\u00e4lzen von Basis- und \u00dcberbauursachen. Diese Erkl\u00e4rungsversuche verharren noch unter dem Immanenzschatten der Fetischverblendung, die zu durchbrechen nur vorgegeben wird. Der wissenschaftlichen Erkl\u00e4rungsweise gelingt der Durchbruch von der Erscheinung zum Wesen gesellschaftlicher Prozesse nur mit Hilfe der materialistischen Dialektik, in der als genuine Prozesswissenschaft der innere Zusammenhang der Prozesse in gesetzm\u00e4\u00dfiger Abh\u00e4ngigkeit widergespiegelt wird. Durch dieses Kriterium allein sind die Marxisten in der Lage, geschichtliche Prozesse mit Bewusstsein, das hei\u00dft unter anderem die gesellschaftlichen Folgen ihres geschichtlichen Handelns zu erfassen. Als die Revisionisten um Chruschtschow zum Beispiel 1958 die Aufl\u00f6sung der Maschinen-Traktor-Stationen beschlossen, ein Schritt, vor dem Stalin gewarnt hatte, wussten sie nat\u00fcrlich nicht und machten sich keine Gedanken dar\u00fcber, zu welchen gesellschaftlichen Folgen diese &#8222;Neuerung&#8220; f\u00fchren werde, sie waren sich dessen nicht bewusst und verstanden nicht, dass diese &#8222;Neuerung&#8220; zu einer Umgruppierung der gesellschaftlichen Kr\u00e4fte f\u00fchren werde, die mit einem Sieg der Konterrevolution endete. Aber wie gesagt, die MTS sind auch wieder nur ein Glied einer letzthin unendlichen Kette. Gerns sagt: die Aush\u00f6hlung des demokratischen Zentralismus, ich sage: die Aufl\u00f6sung der Maschinen Traktor Stationen haben zum Zusammenbruch der Sowjetunion beigetragen. Selbst beides zusammen erkl\u00e4rt noch nicht viel. Im sich entwickelnden Sozialismus mu\u00df der Unterschied zwischen den Arbeitern und den Bauern immer mehr aufgehoben werden. Wie stand es damit? Wurde der Gegensatz zwischen Hand- und Kopfarbeit minimalisiert oder vergr\u00f6\u00dfert? Das Letztere ist anzunehmen. Die Herausbildung des Kapitalismus aus dem sowjetischen Sozialismus ist ein so komplexer Prozess, dass vielleicht nur ein Kollektiv von marxistischen Fachwissenschaftlern zu dieser Thematik Essentielles erarbeiten kann. In diesem Kollektiv m\u00fcsste zum Beispiel auch die Rolle der Religion beim Restaurationsprozess ber\u00fccksichtigt werden, das Wechselverh\u00e4ltnis zwischen Landwirtschaft und Industrie, Dorf und Stadt, Hand- und Kopfarbeit, die Rolle der Intelligenz, der B\u00fcrokratie \u2026 usw. Insbesondere die Arbeitsteilung von Hand- und Kopfarbeit, denn diese Arbeitsteilung ist die Grundlage der Klassenteilung. 32. Es ist dann auch der Untertitel von Willi Gerns Aufsatz: &#8222;Mit Lenin-Maske gegen den Leninismus: Wie Gorbatschow und Jakowlew die Konterrevolution inszenierten&#8220; kritisch zu hinterfragen: Inwieweit k\u00f6nnen Konterrevolution\u00e4re erfolgreich inszenieren? Und von dieser Fragestellung her kommt man schon auf die weitere: die Verbindung dieser Sowjetfeinde zum imperialistischen Ausland? Gorbatschow und Jakowlew h\u00e4tten inszeniert! Und in ihrem Sinne sogar erfolgreich inszeniert! Werden sie dadurch nicht zu gro\u00dfen historischen Figuren? Ich m\u00f6chte zu dieser Thematik die Aufmerksamkeit auf die Schrift von Karl Marx: &#8222;Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&#8220; lenken, in der er die Bedingungen f\u00fcr den Machtantritt des konterrevolution\u00e4ren Milit\u00e4rdiktators Louis Bonaparte analysierte. Viele Zeitgenossen von Marx glaubten, dieser kleine Napoleon habe erfolgreich inszeniert, unter anderem auch Victor Hugo in seinem Buch: &#8222;Napoleon le Petit&#8220;, w\u00e4hrend Marx eine ganz andere Herangehensweise hatte: Hugo merke nicht, dass er Bonaparte gro\u00df statt klein mache, indem er ihm eine pers\u00f6nliche Gewalt der Initiative zuschreibt, wie sie &#8222;beispiellos in der Weltgeschichte dastehen w\u00fcrde.&#8220; 33. Im achtzehnten Brumaire leitet Marx dann auch den Machtantritt des kleinen Napoleon aus einer \u00f6konomischen Krise ab. Der Klassenkampf in Frankreich habe Umst\u00e4nde und Verh\u00e4ltnisse geschaffen, &#8222;welche einer mittelm\u00e4\u00dfigen und grotesken Personage das Spiel der Heldenrolle erm\u00f6glichen&#8220; 34., konnte. Mittelm\u00e4\u00dfige und groteske Personage &#8211; trifft das nicht auch auf Gorbatschow, Jakowlew und Konsorten zu? 1990 r\u00fchmte sich Jakowlew, dass er schon ein Jahrzehnt lang nicht mehr von der Arbeiterklasse und vom Sozialismus\/Kommunismus gesprochen habe. Gibt es andererseits nach der Niederlage, an der sie alle mitwirkten, einen Grund zur Resignation? In seinem Fundamentalwerk &#8222;Staat und Revolution&#8220; hat Lenin am Beispiel des Fortbestehens des b\u00fcrgerlichen Rechts im Sozialismus darauf aufmerksam gemacht, dass sich hier &#8222;\u00dcberreste des Alten im Neuen&#8220; 35. erhalten. Das Alte bleibt also und wird nicht einfach nur abstrakt negiert. Daraus folgt aber, dass zwischen diesen Antagonisten ein Kampf um den Weg zwischen Revolution und Restauration immer noch existiert, und es ganz offensichtlich nicht ausgemacht ist, wer gewinnt, selbst wenn nur \u00dcberreste des Alten sich erhalten. Blicken wir auf b\u00fcrgerliche Revolutionen, so m\u00fcssen wir feststellen, dass auch diese sich nicht gradlinig durchgesetzt haben, sondern ebenfalls etliche R\u00fcckschritte in Kauf nehmen mussten. Bis die Bourgeoisie sich dann durchsetzte, ihren Zenit erreichte und anfing, vollends zu einer verfaulten Klasse zu reifen. Heute kann deshalb auch immer noch ihr fortschrittliches Gedankengut gegen sie gekehrt werden: Kants Werk \u201eZum Ewigen Frieden\u201c, Hegels Feststellung, die b\u00fcrgerliche Gesellschaft k\u00f6nne nicht die Armut des P\u00f6bels steuern, halten ihr einen Spiegel vor, in dem sie erkennen k\u00f6nnte, wie alt sie geworden ist. In der Natur und der Gesellschaft sind die Grenzen bedingt und beweglich. Wann endet eine Revolution? Anl\u00e4sslich der Subbotniks hat Lenin die Alternative aufgezeigt: Jeder f\u00fcr sich und Gott f\u00fcr uns alle. ODER: Alle f\u00fcr einen, einer f\u00fcr alle. 36. Der Kampf ist noch nicht entschieden. \u00dcberhaupt haben die Subbotniks bewiesen, welch revolution\u00e4res Potenzial in den arbeitenden Menschen steckt. War Lenin beim Abfassen von &#8222;Staat und Revolution&#8220; noch skeptisch, ob &#8222;Menschen <em>sofort<\/em> (kursiv von Heinz Ahlreip) nach dem Sturz des Kapitalismus lernen werden, ohne alle Rechtsnormen f\u00fcr die Allgemeinheit zu arbeiten&#8220; 37., so bewiesen wenigstens die peripheren Subbotniks das Gegenteil. Deshalb sprach Lenin vom Heldentum der Arbeiter. Zu behaupten, die sich \u00fcberraschend einm\u00fctig einstellenden Subbotniks seien ein einmaliger Akt in der Weltgeschichte gewesen, ist offensichtlich t\u00f6richt. Sie sind eine notwendige Zwischenstufe, bis die Arbeit das erste Lebensbed\u00fcrfnis des Menschen, also ihm nicht mehr fremde Arbeit geworden ist. Alle geistigen Produkte der Menschen erweisen sich heute als illusion\u00e4r, sobald sie die Arbeit als entfremdete au\u00dfen vorlassen. Durch den Zusammenbruch der aus dem Krater der Oktoberrevolution hervor geschleuderten Gesellschaftssysteme ist Europa heute von entfremdeter Arbeit heimgesucht und wieder die alte H\u00f6lle geworden, aber mit mehr Last, der einst perspektivische Sprung der Menschheit nach vorn aus den Jahrhunderten der b\u00fcrgerlichen, mehr noch der marxistischen Aufkl\u00e4rung hat selbst einen Sprung bekommen. In der politischen \u00dcbergangsperiode vom Kapitalismus zum Kommunismus ist nur die Arbeiterklasse in der Lage, den Widerstand der Bourgeoisie, die Restauration zu brechen. Durch das Scheitern des sowjetrussischen Modells Lenin&#8216; scher Pr\u00e4gung werden viele Fragen aufgeworfen: Zun\u00e4chst: Wie konnte es geschehen? Und um die Beantwortung dieser Frage bezogen auf die DDR bem\u00fche ich mich im Weiteren. Wenn die um die fortschrittliche Arbeiterklasse zentrierten gesellschaftliche Kr\u00e4fte die gro\u00dfe Mehrheit des Volkes ausmachen, wie konnte dieser \u201eungeheure\u201c Umschlag von Quantit\u00e4t in schlechte Qualit\u00e4t \u00fcberhaupt erfolgen? Man darf diesen Umschlag ganz offensichtlich nicht nur als einen mit nur positiven Resultaten deuten und ganz offensichtlich kann man den Zusammenbruch politischer Systeme auch nicht nur am Fehlverhalten von Politikern an ihren Spitzen festmachen, was nur allzu beliebt, weil allzu einfach ist. Kommunisten h\u00e4tten den Staat DDR nicht im Interesse der Freiheit gebrauchen m\u00fcssen, nach der Theorie war die Niederhaltung der Feinde der arbeitenden Menschen sein\/ihr Hauptzweck. Und diese Hauptarbeit, die Unterdr\u00fcckung der Schmarotzer durch die ungeheure Mehrheit des Volkes, war nach den Worten Lenins eine \u201everh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig &#8230; leichte Sache\u201c. Warum ist eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leichte Sache nicht gegl\u00fcckt? Zur Beantwortung dieser die Thematik keinesfalls ersch\u00f6pfenden Fragen ist es deshalb Zeit, vom &#8218;Gro\u00dfen Bruder&#8216; zur &#8218;kleinen Schwester DDR&#8216; \u00fcberzugehen, die von ihm nicht nur gepr\u00e4gt und nicht nur von ihm erzogen worden, sondern auch immer auf dessen immense Rohstoffe angewiesen war, und ich bitte von daher den Leser um Verst\u00e4ndnis, dass es galt, sich erst \u00fcber ihn die Klarheit zu verschaffen, wie er den Marxismus verdarb, ehe das Kernthema angegangen werden kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Die Herausbildung beider deutschen Staaten nach 1945 ergab sich aus dem Endverlauf des Zweiten Weltkrieges. Gegen Hitlerdeutschland k\u00e4mpfte eine Koalition heterogener M\u00e4chte, eine Assoziation sozialistischer Republiken (UdSSR) zum Beispiel zusammen mit England, einer konstitutionellen Monarchie. So kam es zu keinem einheitlichen Verwaltungssystem im besiegten Deutschland, sondern je nach Einflusssph\u00e4ren, die durch die Armeen erk\u00e4mpft worden waren, ergab sich ein pro-sozialistisches System im Osten und ein kapitalistisches im Westen. Die beiden K\u00fcken Lenins waren nun an der Elbe zusammenger\u00fcckt, im Westen wird es vor\u00fcbergehend zu dem Wohlstand kommen, den der Sozialismus braucht; im Osten blieb es bei einer Parteidiktatur ohne R\u00e4tedemokratie, am Ende mit Wahlmanipulierungen, ohne dass die materiellen Bed\u00fcrfnisse des Volkes dem Sozialismus ad\u00e4quat befriedigt werden konnten. W\u00e4hrend in Westdeutschland reaktion\u00e4re Politiker und alte Nazi-Eliten an dem Wiederaufbau eines kapitalistischen Systems mit seinen Terrorapparaten mitwirkten, begriff sich die sozialistische Elite in der DDR als in einer \u00dcbergangsgesellschaft lebend, die nach ihrer marxistisch-leninistischen Weltanschauung in einem weltrevolution\u00e4ren Kontext stand: im \u00dcbergang vom Kapitalismus zum Sozialismus. Haupts\u00e4chlich auf Betreiben des US-Imperialismus wurde Westdeutschland zu einem Bollwerk gegen den Kommunismus gestaltet, man hatte das ja bereits zw\u00f6lf Jahre ge\u00fcbt und der \u00dcbergang war nahtlos, stellvertretend f\u00fcr viele sei hier Hitlers Ostaufkl\u00e4rer Gehlen genannt. Der Schwur von Buchenwald, der den Vorsatz enthielt, den Nazismus mit seinen Wurzeln auszurotten, wurde millionenfach nicht zur Kenntnis genommen oder millionenfach bewusst gebrochen. Der erste deutsche Volkskongress, der Anfang Dezember 1947 in Ost-Berlin stattfand, erlie\u00df einen Aufruf zur \u00dcberwindung der Spaltung. In der Lesart der SED zu Lebzeiten Stalins war es nicht hinnehmbar, \u201edass sich ein Teil Deutschlands weiter in den H\u00e4nden derer befinde, die gestern die &#8218;Inspiratoren des Hitlerregimes&#8216; gewesen seien\u201c. 38. Im Klima eines sich wieder heranschleichenden Faschismus wurde Stalins Vorschlag, von dem er wohl wusste, dass er zum Scheitern verurteilt war, in der sogenannten Stalin Note von 1952, ein einheitliches neutrales Deutschland mit freien Wahlen auf demokratischer Grundlage mit einer souver\u00e4nen Miliz zu bilden, von den westlichen Eliten hintertrieben, deren politisches Hauptaugenmerk nach Hitlers Scheitern weiterhin auf die Ausl\u00f6schung der Oktoberrevolution gerichtet war. Denn deren Aufbruchstimmung hatte trotz der Millionen Kriegstoten im ersten Weltkrieg keine kontinentale Dimension erreicht. Idee und Praxis bissen sich wieder einmal wie so oft in der Geschichte. Erwarteten die Anh\u00e4nger Lenins nach dem ersten Weltkrieg den Sieg des Sozialismus in fast ganz Europa, so hatte Anfang der 40er Jahre der deutsche Nationalsozialismus fast ganz Europa unter Kontrolle, &#8212; bis Stalingrad. Das Scheitern des Unternehmens \u201eBarbarossa\u201c hatte zur Folge, dass nur f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter der Imperialismus in eine Art Defensive geraten war: \u00dcber ein Drittel der gesamten Menschheit lebte nach der Proklamation der chinesischen Volksrepublik am 1. Oktober 1949 durch Mao nun unter sozialistischen Vorzeichen. Im globalen Geltungsbereich des Sozialismus wurden 37 Prozent der Weltkohle gef\u00f6rdert, 25 Prozent des Stahls produziert und zirka 33 Prozent der Baumwolle erzeugt. Der Anteil an der Weltindustrieproduktion betrug etwa ein Drittel, das waren kr\u00e4ftige Zahlen und eine solide Grundlage \u2013 sollte man meinen. Die Nichtbezwingung Nordkoreas durch die USA zwischen 1950 und 1953 tat ein \u00dcbriges hinzu wie sp\u00e4ter ihr Desaster in Vietnam. 1952 bezeichnete Stalin die Kapitalisten als Elemente, die durch den \u201eMarshallplan\u201c, den Krieg in Korea, durch das R\u00fcstungsfieber und die Militarisierung der Industrie wie Ertrinkende nach dem Strohhalm greifen. Und doch verlief die Weltgeschichte in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts auf eine andere Art widerspr\u00fcchlich bizarr wie die erste, in der der Weltkommunismus 28 Jahre in einem Land hocken blieb. Der Gedanke einer Kettenrevolution, in der ein b\u00fcrgerlicher Milit\u00e4rapparat nach dem anderen zerschlagen wird, fruchtete, wie gesagt, nicht, stattdessen erwuchs der Sozialismus am Ende der ersten Jahrhunderth\u00e4lfte aus einer Kette massiver Landschlachten, die die Rote Armee anders als die zaristische Armee im ersten Weltkrieg f\u00fcr sich entschieden hatte. Die Planwirtschaft als eine Art Vorform der Kriegswirtschaft hatte ab 1928 die \u00f6konomische Grundlage f\u00fcr die Bezwingung der Wehrmacht geschaffen. Das Land erholte sich rasch und schon 1947 wurde in der Sowjetunion das Kartensystem f\u00fcr Brot aufgehoben. Schon zu Lebzeiten Stalins waren revisionistische Tendenzen in den \u00f6konomischen Debatten aufgetaucht, die im Tauwetter zu Alternativen mit wissenschaftlichem Anspruch aufbl\u00fchten. Der Transformationsprozess vom im Werden begriffenen Sozialismus zum spezifischen Sowjetkapitalismus vollzog sich allm\u00e4hlich. In Ermangelung eines besseren Wortes ist von einer Wirtschaftsreform zu sprechen. Ende der achtziger Jahre trat dann die endg\u00fcltige Aufl\u00f6sung, das Erschlaffen der aus dem zweiten Weltkrieg geborenen sozialistischen Strukturen ein, die nicht mehr lebensf\u00e4hig waren. 1952 war auf der anderen Seite das kapitalistische System nach dem durch den zweiten Weltkrieg verursachten Zerfall des kapitalistischen Weltmarktes und starker antikapitalistischer Stimmung im Volk (siehe Ahlener Grundsatzprogramm der CDU vom 3. Februar 1947) noch viel zu wackelig, um sein Schicksal durch Volkswahlen bestimmen zu lassen, die Stalin auf einem St\u00fcck Papier konzipiert hatte. Die Protagonisten des kapitalistischen Systems handelten nach ihrem Selbstverst\u00e4ndnis richtig, es an die US-amerikanische Bajonette zu heften, der bald die westdeutsche Lakaien-Armee folgte. Die Marxisten in Deutschland hatten viel zu wenig betont, dass der rechtsrheinische Separatist und Katholik Adenauer an der Herrschaft des Todes an der Berliner Mauer und an der Zonengrenze nicht ganz unschuldig war. \u201eLieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb\u201c &#8211; so lautete der Leitspruch der Separatisten. F\u00fcr Wolfgang Harich war die Zur\u00fcckweisung der Stalin-Note die \u201eUrs\u00fcnde der deutschen Bourgeoisie\u201c. Hatten die anderen Marxisten in Deutschland vergessen, dass Marx in seiner Analyse der Pariser Kommune Thiers als den M\u00f6rder des Bischofs Darboy hinstellte? 39. Nach Stalins Tod im M\u00e4rz 1953 vertrat noch der Geheimdienstchef Berija eine Stalins Idee fortsetzende nationale Position f\u00fcr Deutschland, was \u00c4u\u00dferungen Chruschtschows und Ulbrichts best\u00e4tigten. Der Tod Stalins sollte den Berijas nach sich ziehen. Berija wollte keine Spaltung, wurde aber auf Grund innerer Machtk\u00e4mpfe mit revisionistischer Weichenstellung am 23. Dezember 1953 in Moskau nach einem Prozess, der am 14. Dezember 1953 nach halbj\u00e4hrigen Ermittlungen begann, erschossen. Staatsanwalt Rudenko, der schon die sowjetische Klage gegen die Hauptkriegsverbrecher in N\u00fcrnberg vertreten hatte, warf ihm u.a. vor, er habe in seiner Deutschlandpolitik die DDR der BRD abtreten wollen: die Juni-Unruhen soll er mit Hilfe des Sicherheitsministers Zaisser und des Chefradakteurs des Parteiorgans &#8222;Neues Deutschland&#8220; Herrnstadt benutzt haben, Ulbricht zu st\u00fcrzen. Die Stalin-Note war keine Bagatelle im Fluss der Zeit, als die sie vielleicht von heute aus erscheinen mag. Ihre Ablehnung hatte nicht nur die Spaltung Deutschlands zur Folge, sondern die Europas, so dass es nach dem zweiten Weltkrieg keinen Frieden gab. Wieder einmal fiel der W\u00fcrfel auf Konterrevolution, wie schon so oft in der deutschen Geschichte. Wie oft hatte das reaktion\u00e4re Preu\u00dfen von Berlin aus seine Finger bei der Teilung Polens im Spiel, nun war Preu\u00dfen durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 nicht mehr und Deutschland durch die politische Federf\u00fchrung Adenauers selbst eine gespaltene Nation. Schon am 26. Mai 1952 paraphierten die Au\u00dfenminister der USA, Frankreichs, Englands und Westdeutschlands in Bonn den Deutschlandvertrag und einen Tag sp\u00e4ter in Paris den EVG-Vertrag, als die Diskussion um die Frieden f\u00fcr Europa bringende Note noch im vollen Gange war. Die Friedenssehns\u00fcchte der europ\u00e4ischen V\u00f6lker wurden mit F\u00fc\u00dfen getreten. Die Spaltung Deutschlands war im Kern schon gegeben, als Grotewohl sieben Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und drei Jahre nach Gr\u00fcndung der DDR auf der zweiten SED-Parteikonferenz am 9. Juli 1952 den \u00dcbergang aus der antifaschistisch-demokratischen Grundordnung zu einem Aufbruch verk\u00fcndete: zum Aufbau des Sozialismus in der DDR. (Dieser war in der Sowjetunion auf dem XV. Parteitag im Dezember 1927 beschlossen worden). Grotewohl sprach in seiner Rede auf der Konferenz von der Vernichtung Deutschlands durch Adenauer, und er hatte Recht. Die BRD ist bis zum heutigen Tag ein Vasallen-Regime vor allem der USA. Im kalten Krieg einigten sich spd-revisionistische und b\u00fcrgerliche Volksfeinde darauf, den K\u00f6rper des deutschen Volkes zweizuteilen. Der SDS der 68er zum Beispiel forderte die Aufnahme normaler (!?) V\u00f6lkerrechtsbeziehungen, die eine zwischen genuinen B\u00fcrgerkriegsparteien gewesen w\u00e4re. Im Programm der am 1. Januar 1919 gegr\u00fcndeten KPD hie\u00df es noch: Schaffung einer einheitlichen deutschen sozialistischen Republik, was konsequent an das Kommunistische Manifest ankn\u00fcpfte. F\u00fcnfzehn Tage sp\u00e4ter wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit Unterst\u00fctzung des rechten Fl\u00fcgels der SPD ermordet. Diese Partei best\u00e4tigte die Worte, die Rosa Luxemburg f\u00fcr die deutschen Sozialdemokraten auf einem Parteitag gefunden hatte: die infamsten und gr\u00f6\u00dften Halunken, die in der Welt je gelebt haben. 40. Einer dieser Halunken war ohne Zweifel Egon Bahr, der, angelehnt an die Osteuropapolitik Kennedys, die V\u00f6lker vom Weg zum Kommunismus durch das Konzept &#8218;Wandel durch Ann\u00e4herung&#8216; ablenken wollte. Wandel zum System der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen war gemeint. Das war nicht originell, die Ann\u00e4herung war schon da und die Sozialdemokraten, diese eifrigsten Antikommunisten, versuchten nur den gr\u00f6\u00dften Vorteil f\u00fcr ihre kapitalistische Klasse aus der politischen Realit\u00e4t herauszuholen. Bereits 1963 legte Bahr den Inhalt der neuen Ostpolitik in seiner Tutzinger Rede dar: Die amerikanische Strategie des Friedens l\u00e4\u00dft sich auch durch die Formel definieren, dass die kommunistische Herrschaft nicht beseitigt, sondern ver\u00e4ndert werden soll.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Ein gro\u00dfer Nachteil der DDR bestand darin, dass sie, verk\u00fcrzt formuliert, durch die Rote Armee gegr\u00fcndet wurde; sie ergab sich nicht aus einer gro\u00dfen Volksrevolution, schon gar nicht aus einer unter F\u00fchrung der Arbeiterklasse, auch nicht aus einer Selbstbefreiung von KZ-H\u00e4ftlingen und einer damit verbundenen Niederringung des Hitlerfaschismus. Wir m\u00fcssen das Neue aufbauen, ohne dass das Alte von uns niedergerissen worden sei, hatte Brecht in den Anfangsjahren der DDR notiert, das haben, indem sie den Faschismus besiegten, die Sowjetrussen f\u00fcr uns getan. Bei diesem Thema m\u00fcssen wir stets die verkorkste revolution\u00e4re Tradition in Deutschland im Auge behalten, Marx sprach in seiner Polemik gegen Karl Heinzen vom verkr\u00fcppelten Entwicklungsgang der deutschen Bourgeoisie, Ludwig B\u00f6rne vom \u201eGhetto Europas\u201c. Reformation und Preu\u00dfentum hatten das deutsche Volk jahrhundertelang durchschauert; noch der religi\u00f6se Hegel spricht in seiner Philosophie der Geschichte von ihr als \u201edie alles verkl\u00e4rende Sonne\u201c 41., und das sch\u00fcttelt man nicht in ein paar Jahrzehnten ab. Man sch\u00fcttelt nicht in ein paar Jahrzehnten das spezifisch christlich-germanische Pech Deutschlands ab, sich in \u00f6konomischer, damit politischer, damit kultureller Hinsicht so sehr versp\u00e4tet zu haben. Den marxistischen und fortschrittlichen Kr\u00e4ften in der DDR gelang das Absch\u00fctteln nicht: Luther und der alte Fritz wurden gegen Ende der DDR wichtige Figuren f\u00fcr die SED-Ideologen, wichtiger als Thomas M\u00fcntzer und Josef Stalin. Die &#8218;Revolution durch die SED&#8216; hatte keine tiefen Wurzeln im Volk, vieles galt als administrativ. Die sowjetische Milit\u00e4r-Administration war der Acker, auf dem die roten Blumen der Revolution gedeihen sollten; es gibt wohl bessere \u00c4cker. (Die CSSR bildete sich zum Beispiel ohne milit\u00e4rische Au\u00dfeneinwirkung ab 1948 heraus, was den Aufmarsch sowjetischer Panzer 1968 als besonders bedr\u00fcckend empfinden lie\u00df). Zur Milit\u00e4rparade zum Jahrestag der DDR am 7. Oktober kamen Menschen aus Ostberlin freiwillig, aber es wurden eben auch Teilnehmer zu politischen Feierlichkeiten abgeordnet, die diese dann eher erduldeten. Zur Milit\u00e4rparade zum Ehrentag der b\u00fcrgerlichen franz\u00f6sischen Revolution am 14. Juli kommen keine Abordnungen, denn sie war eine aus dem Volk geborene Revolution. Indes sollte der Bourgeois dar\u00fcber nicht jubeln, schon die Teilnahme der Fremdenlegion bei der Milit\u00e4rparade am Jahrestag der franz\u00f6sischen Revolution zeigt, wes Geistes Kind er eigentlich ist, was heute aus ihm geworden ist. Schon die erste US-amerikanische b\u00fcrgerliche Verfassung, welche die Menschenrechte anerkannte, war ja mit dem unausl\u00f6schlichen Makel der bestehenden Sklaverei der Farbigen behaftet. Und dann zeige man mir eine b\u00fcrgerliche Revolution, die ohne R\u00fcckschl\u00e4ge ausgekommen ist. Der Zusammenbruch des Sowjetsystems ist ein R\u00fcckschlag f\u00fcr die kommunistische Weltbewegung, keine definitive Niederlage. Schon Albert Einstein, der im Juni 1923 die Vereinigung \u201eFreunde des neuen Russlands\u201c bei ihrer Gr\u00fcndung unterst\u00fctzte und als ihr Mitglied in den Vorstand gew\u00e4hlt wurde, sah in der Aufbaut\u00e4tigkeit der russischen Kommunisten ein Experiment von gewaltigem Ausma\u00df. Er sah richtig, das das Experiment in einem armseligen Laboratorium ausgef\u00fchrt wurde. \u201eSollte es daher mit einem Mi\u00dferfolg enden, so w\u00fcrde das f\u00fcr mich als Naturforscher noch nicht die Unm\u00f6glichkeit eines Erfolges des gleichen Versuchs in einem reicher ausgestatteten Laboratorium beweisen\u201c. 42. Der springende Punkt dieses Experiments war die Vergesellschaftung des Privateigentums an Produktionsmitteln und mit diesem Argument konnte das Politb\u00fcro alle linke interne und internationale linke Kritik und den B\u00fcrokratismusvorwurf totschlagen, und es machte davon auch reichlich Gebrauch. Mal sah man den b\u00fcrokratischen Krebs nur im K\u00f6rper der Staatspartei, mal aus der fixen zurechtgelegten Idealopposition von B\u00fcrokratismus und Markt im K\u00f6rper des Gesamtsystems. Hinzu kam ein weiteres Argument: die Abschaffung des Erbrechts. Kinder von Kadern mussten sich auch hocharbeiten. Kinder von Akademikern erhielten Universit\u00e4tspl\u00e4tze berechnet nach dem Anteil der Akademiker an der Gesamtbev\u00f6lkerung. Den klassischen Geldsack gab es in der Tat nicht mehr und linke Kritik deutete daf\u00fcr den sowjetischen Staat als Kollektivkapitalisten. Ganz exemplarisch dazu Enver Hoxha in seinem Rechenschaftsbericht des ZK der Partei der Arbeit Albaniens vor dem VI. Parteitag im November 1971: \u201eDer heutige sowjetische Staat, als Kollektivkapitalist, verwaltet die Produktionsmittel im Auftrag und im Interesse der neuen Bourgeoisie. Das gemeinsame sozialistische Eigentum wurde zum staatskapitalistischen Eigentum eines neuen Typs\u201c. 43. Ein neuer Typ \u2013 deshalb kann man bei der Analyse des Entwicklungsweges der Sowjetunion nicht allein auf die Klassiker zur\u00fcckgehen, die diesen Typ noch nicht kennen konnten. Es bedarf also bei der Anwendung der materialistischen Dialektik auf diese Entwicklung neuer Kategorien und einer neuen Begrifflichkeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam neben dem \u201eHauptargument\u201c, die Produktionsmittel seien vergesellschaftet und das Erbrecht sei abgeschafft, das politmilit\u00e4rische \u201eArgument\u201c hinzu, jede Schw\u00e4chung des real existierenden Sozialismus durch Kritik und Experiment st\u00e4rke die NATO und Milit\u00e4rgerichte machten von diesem \u201eArgument\u201c auch reichlich Gebrauch. Heute regiert in Moskau eine mafia\u00e4hnliche Abart von &#8222;Fremdenlegion\u00e4ren&#8220; und Ex-KGBlern, deren Klassenbasis die Parvenus-Bourgeoisie der Perestroika ist und die den deutschen Ex-Kanzler Schr\u00f6der, der die \u201eEnttabuisierung des Milit\u00e4rischen\u201c verk\u00fcndet hatte, wie einen alten Kumpel in ihre Arme schlie\u00dft. Auch hier ist die Sprache Putins verr\u00e4terisch: Russland will als \u201ef\u00fchrende Weltmacht\u201c anerkannt werden. 2014 hatte Obama ja Russland als eine Regionalmacht bezeichnet. Man spricht heute bereits wieder von einem neuen kalten Krieg zwischen Russland und dem Westen. Dem sollte man sich nicht anschlie\u00dfen, die Konvergenz der Ausbeutungsstrukturen und der Misshandlung der V\u00f6lker sind doch deutlich zu vermerken. Immer wieder sucht die Clique um Putin die Zusammenarbeit mit der Nato, der EG und den USA. In der in der Silvesternacht 2015\/2016 in Kraft getretenen neuen Sicherheitsstrategie Russlands hei\u00dft es, es gebe viele Ber\u00fchrungspunkte mit dem Westen. Allerdings, Ber\u00fchrungspunkte, die ich schon genannt habe. Diese mafia\u00e4hnlichen Strukturen haben sich seit dem Chruschtschow&#8216; schen Revisionismus herausgebildet, der Banditentum hinter der Maske des Leninismus betrieb. Es ist so gekommen, wie Stalin es in seiner Kritik an den Genossen A.W. Sanina und W.G. Wensher im September 1952 vorausgesagt hat: \u201eLetzten Endes w\u00fcrden wir der Willk\u00fcr &#8218;\u00f6konomischer&#8216; Abenteurer ausgeliefert sein, die bereit sind, die Gesetze der \u00f6konomischen Entwicklung &#8218;umzusto\u00dfen&#8216; und neue Gesetze zu &#8217;schaffen&#8216;, ohne die objektiven Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu begreifen und zu ber\u00fccksichtigen\u201c. 44. Im Grunde waren beide deutsche Staaten k\u00fcnstlich, und die BRD ist es noch heute: Die Bundeswehr hat bis heute ihr Kardinalproblem darin, keine vom Volk geliebte Armee zu sein und hat sich durch die Aussetzung der Wehrpflicht fast ganz von ihm verabschiedet. Das Ideal ist nat\u00fcrlich eine aus einer breiten Volksrevolution heraus geborene Armee, die Bundeswehr aber wurde dem &#8222;Westvolk&#8220; k\u00fcnstlich und gewaltsam vor der Gr\u00fcndung der NVA \u00fcbergest\u00fclpt, was nicht gut gehen kann. \u201eOhne mich\u201c riefen die jungen Menschen damals. Kann denn eine Zusammenkunft von nazigedienten Offizieren im Kloster Himmerod etwas anderes zur Welt bringen als eine kl\u00f6sterliche Zwergmissgeburt?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Anton Ackermann, der ab 1933 die Untergrundorganisation der KPD in Berlin geleitet hatte, ver\u00f6ffentlichte im Februar 1946 in der \u201eEinheit\u201c einen Aufsatz mit dem Titel: &#8222;Gibt es einen besonderen deutschen Weg zum Sozialismus?&#8220;, in der er einen pazifistischen Kurs zum Aufbau des Sozialismus unabh\u00e4ngig von der Sowjetunion vorschlug, mit dem er sich aber nicht durchsetzen konnte. Diese Abh\u00e4ngigkeit von der UdSSR war Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil die UdSSR nach dem Krieg wichtige G\u00fcter, vor allem Werkzeugmaschinen und Werkzeugautomaten, Lokomotiven und Waggons, als Reparationen abtransportierte, was nach den Verw\u00fcstungen der Wehrmacht in Russland verst\u00e4ndlich war; der sowjetische Vizepremierminister Nikolai Wossnessenski gab Ende 1945 die Kriegssch\u00e4den f\u00fcr die Sowjetunion mit 700 Milliarden Rubel (128 Milliarden Dollar) an, w\u00e4hrend kein einziger uniformierter Wehrmachtssoldat im zweiten Weltkrieg seine Kampfstiefel auf englisches oder US-amerikanisches Territorium gesetzt hatte. Diese von der UdSSR geforderten und erst 1953 eingestellten Reparationsleistungen waren bereits so gravierend, dass die DDR im Vergleich zur BRD wirtschaftlich immer im R\u00fcckstand blieb und aus einer Mangelwirtschaft heraus eine immense Wirtschaftsspionage gegen Westdeutschland ankurbeln musste. Mit den Reparationen war auch die Verkehrsinfrastruktur erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, auch die zweiten Gleise der Eisenbahn waren demontiert, so dass nach der Wiedervereinigung die Strecken Berlin \u2013 Hamburg und Berlin \u2013 Hannover zun\u00e4chst nur einseitig zu befahren waren. Die Stadt Dresden gilt zu Recht als Symbol anglo-amerikanischer Barbarei, aber die Kunstssch\u00e4tze Dresdens sind von den Kommunisten gleich kistenweise abtransportiert worden. Die H\u00f6he der Reparationen belief sich auf umgerechnet zirka 14 Milliarden Dollar. 45. Wie im 19. Jahrhundert der Russlandfeldzug Napoleons die europ\u00e4ischen V\u00f6lker nachhaltiger ersch\u00fctterte als jeder sp\u00e4tere Krieg und jede Revolution bis zur Jahrhundertwende &#8211; die &#8218;Grande Armee&#8216; war zu \u00fcber f\u00fcnfzig Prozent aus Truppenkontingenten vieler europ\u00e4ischer Staaten zusammengesetzt und in der Schlacht von Borodino fielen am 7. September 1812 allein hunderttausend Soldaten an einem Tag &#8211; so \u00fcberschattete im 20. Jahrhundert der zweite Weltkrieg weltgeschichtlich alles, selbst die Freundschaft zwischen den russischen und deutschen Kommunisten, die Rote Armee \u201ereparierte\u201c ohne R\u00fccksicht auf Verluste, oft auch ohne R\u00fccksicht auf die KPD, die aus der &#8218;Gruppe Ulbricht&#8216; hervorgegangen war. Die Einspr\u00fcche der deutschen Kommunisten blieben zaghaft und verbale Zusagen sowjetischer Offiziere f\u00fcr Milderungen wurden oft nicht eingehalten. In Jena ging bei der Demontage der Zeiss-Schottwerke die Angst um, bald keine Fieberthermometer mehr produzieren zu k\u00f6nnen. Man f\u00fchlt sich an die Zeit nach dem 30j\u00e4hrigen Krieg erinnert. Es ist schon schlimm genug, dass der Sozialismus im Gefolge eines Krieges aufgebaut werden soll, weil eine zerst\u00f6rte Wirtschaft die Produktion von Konsumg\u00fctern immer hinten anstellen muss und so die Versprechungen des Sozialismus nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen; im Einflussbereich der Roten Armee kamen ungeheure Reparationen hinzu. Auf der anderen Seite, die das wichtige Ruhrgebiet behalten hatte, h\u00e4tte Neil Armstrong ohne V1 seinen Fu\u00df nicht als erster Mensch auf den Mond setzen k\u00f6nnen. Ein Sonderfall bildete der Uranbergbau in Wismut, an ihm waren die Sowjets bis zum Ende der DDR \u00fcber eine Aktiengesellschaft beteiligt. 46. Im historischen Vorfeld der DDR fand etwas statt, was nach dem Kommunistischen Manifest ein Widersinn war, denn in ihm hatten Marx und Engels geschrieben, dass es gilt, unmittelbar nach der Revolution \u201edie Masse der Produktionskr\u00e4fte m\u00f6glichst rasch zu vermehren\u201c. 47. Kein geistig gesunder Mensch verf\u00e4llt dem Gedanken, dass es sinnvoll sei, den Kommunismus zu verz\u00f6gern, ihn ohne Wachstum zu lassen ist noch etwas anderes 48., dass er 1917 seinen Aufbruch in einem r\u00fcckst\u00e4ndigen Agrarland nahm, war die denkbar schlechteste Variante unter den vom Klassenkampf entworfenen Dispositionen. Dagegen schien es auf den ersten Blick f\u00fcr die ma\u00dfgebenden deutschen Kommunisten in Ostberlin ein Vorteil gegen\u00fcber der halb-asiatischen Oktoberrevolution zu sein, keine Kulturrevolution der Alphabetisierung inszenieren zu m\u00fcssen. Aber es hatte einen Faschismus gegeben, den man schon ultrapervers nennen konnte, und es musste eine Kulturrevolution anderer Art stattfinden, wobei in Deutschland gefragt werden muss, ob in diesem Land gegen faschistische Dummheit \u00fcberhaupt ein kulturrevolution\u00e4res Kraut w\u00e4chst? Sowohl die Leninisten nach dem roten Oktober als auch die der Gruppe Ulbricht nach dem Zusammenbruch des Faschismus fanden ein Proletariat vor, das man als deklassiert bezeichnen konnte. Hinzu kam die Fl\u00fcchtlingswelle aus dem Osten, die bestimmt kein marxistisch-leninistisches Gedankengut nach Deutschland einschleppte, sondern reaktion\u00e4res, kamen sie doch aus dem r\u00fcckst\u00e4ndigsten Gebieten des ehemaligen deutschen Reiches. Auch die aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft innerlich zerr\u00fctteten Heimkehrenden waren kaum als Propagandisten f\u00fcr den Kommunismus zu gewinnen. Die deutschen Kommunisten waren dann auch mehr an den deutschen Absolventen aus den Antifa-Schulen in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern interessiert, die sich allerdings meistens den Marxismus-Leninismus auch nur angelesen hatten. Es bleibt f\u00fcr den geschichtlichen Gesamtverlauf der DDR entscheidend die politische und milit\u00e4rische Abh\u00e4ngigkeit von Moskau, der Segen bestand darin, dass die &#8222;Gruppe sowjetischer Streitkr\u00e4fte&#8220;, zu der auch die 120. 000 Matrosen starke baltische Rotbannerflotte in der Ostsee geh\u00f6rte, in der DDR deren Sicherheit vor einem Angriff aus dem Westen und \u00dcbernahme durch ihn \u00fcberhaupt erst garantierte. Die Grundversorgung der ostdeutschen Bev\u00f6lkerung unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Hitlerfaschismus kann im Vergleich mit der westalliierten Hilfe als vorbildlich bezeichnet werden, auch war es nach dem Befehl Nummer 95 der &#8218;Sowjetischen Milit\u00e4radministration in Deutschland&#8216; \u2013 kurz: SMAD \u2013 untersagt, \u00f6rtliche deutsche Arbeitskr\u00e4fte ohne Bezahlung in Anspruch zu nehmen. Generaloberst Bersani sorgte f\u00fcr die rasche Er\u00f6ffnung der Berliner Theater, soweit es keine Stromausf\u00e4lle gab. Zur sozialistischen Mitarbeit bereite b\u00fcrgerliche Intellektuelle erhielten Fresspakete. Es ist im Zeichen der anf\u00e4nglichen kommunistischen &#8218;Toleranzpolitik&#8216; gegen\u00fcber b\u00fcrgerlich-demokratischen Kulturtraditionen bezeichnend, dass auf den B\u00fchnen der SBZ das am meisten gespielte St\u00fcck \u201eNathan der Weise\u201c von Lessing war, von 1945 bis 1949 wurde es auf den acht wichtigsten Gro\u00dfstadtb\u00fchnen insgesamt 446 gespielt. 49. Vor KPD-Funktion\u00e4ren in Brandenburg sagte es Ulbricht im Juni 1945 klar und deutlich: \u201eNicht mit Marx und Engels anfangen\u201c! Brecht, der erst am 22. Oktober 1948 nach Ostberlin \u00fcbersiedelte, sah das anders, er schwamm gegen diesen Kurs der Hinwendung zur b\u00fcrgerlichen Klassik: Wer den B\u00fcrger entnazifizieren wollte, m\u00fcsse ihn entb\u00fcrgerlichen. Im Januar 1949 war die Premiere von \u201eMutter Courage\u201c zu verzeichnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Mit der Zunahme des kalten Krieges begann die Isolierung der Sowjetsoldaten von der deutschen Bev\u00f6lkerung durch strengste Kasernierung, die letzten harrten aus bis 1994. In diesem Jahr verlie\u00dfen die letzten russischen Soldaten \u2013 f\u00fcr immer? \u2013 deutschen Boden. Die Abh\u00e4ngigkeit von der UdSSR brachte nach der \u00dcbernahme des sowjetischen Industrialisierungsmodells die Einbindung der ostdeutschen Wirtschaft in das internationale System des RGW mit sich mit der Eigenart des innerdeutschen Handels, eine Eigenart, die kein anderes RGW-Land aufweisen konnte. Diese einzigartige Grenze mit ihrer Sprachgleichheit galt sowohl f\u00fcr eine Spionaget\u00e4tigkeit als auch f\u00fcr die Kultur. Kein Land des realen Sozialismus war gef\u00e4hrdeter als die DDR, konterrevolution\u00e4res Gedankengut, und aus der BRD kam extremes, brauchte erst gar nicht \u00fcbersetzt zu werden. Mit dem Zerfall der Leitnation gingen auch die Satellitenkinder zugrunde, aber zu diesen \u00e4u\u00dferen Ursachen des Untergangs gesellten sich interne, aber bedingt innere, denn da die politischen F\u00fchrungen in den Satellitenstaaten immer alles kopierten, was die Moskauer Zentrale initiierte, lernte man von der Sowjetunion zwar in einem bestimmten Sinn siegen, und da die F\u00fchrungen nur allzu leicht dazu neigten, den real existierenden Sozialismus f\u00fcr unumkehrbar zu halten, wurden sie \u00fcberrascht, dass die Verkopplung mit der Sowjetunion nicht nur einseitig auf die Siegesstra\u00dfe f\u00fchrte, sondern am Ende in den Abgrund der Niederlage. So geht dann auch der Kollaps der DDR Hand in Hand mit dem Zusammenbruch des revisionistisch entarteten UdSSR. F\u00fcr historische Materialisten, f\u00fcr die sich die Wahrheit stets in den historischen Fakten manifestierte, f\u00fcr die die Oktoberrevolution ungeheure Produktivkr\u00e4fte frei gesetzt hatte, war allein die Tatsache der R\u00fcckentwicklung des Sozialismus in den Kapitalismus ein so schwerer Einschlag in ihr Weltbild der Unumkehrbarkeit historischer Stufenabfolge, dass einige nur im Selbstmord den Ausweg sahen aus der offensichtlichen Tatsache, dass die Geschichtspessimisten durch die Geschichte selbst Recht bekommen hatten und die Gewinnsucht \u00fcber die Solidarit\u00e4t den Sieg davontrug. Man kann das gut nachvollziehen, Deutschland ist heute entsolidarisiert, damit pluralisiert, ungem\u00fctlicher als w\u00e4hrend des kalten Krieges und jeder ist nur ein Wolf unter W\u00f6lfen in einem Grau in Grau. \u00d6stlich von Helmstedt schl\u00e4gt heute wieder je ein Kapitalist im eiskalten Wasser egoistischer Berechnung viele tot. Fixiert ist das kapitalistische Leistungsprinzip und manipuliert sind die Konsumbed\u00fcrfnisse, die Stelle des politischen Propagandisten hat der Werbepsychologe eingenommen. Dessen Dressur, die Heranz\u00fcchtung k\u00fcnstlicher Bed\u00fcrfnisse, t\u00f6tet das Artikulieren wahrer Bed\u00fcrfnisse, die bis zum Kommunismus im arbeitenden Menschen schlummern sollten. Ginge es nach den herrschenden Profitj\u00e4gern, so muss dem deutschen Volk die Hoffnung auf eine gemeinsame bessere Zukunft ausgetrieben werden und nur das private Pseudogl\u00fcck des einzelnen Konsumenten im &#8218;Hier und Jetzt&#8216; im Mittelpunkt stehen. Das ist die spezifische Zerst\u00f6rung des deutschen Volkes, die Reduzierung der Menschen zu punktuell Lebenden, die tagt\u00e4glich vor sich geht. \u00d6stlich von Helmstedt gibt es heute eine Justiz, die den Profitj\u00e4gern zuarbeitet, so dass sich die Asozialen unter dem Auge des Gesetzes in Sicherheit f\u00fchlen k\u00f6nnen \u2013 die Konsequenz ist die Vernichtung des deutschen Volkes. \u00d6stlich von Helmstedt ist heute wieder der B\u00fcrgerkrieg der Kapitalisten gegen das deutsche Volk in vollem Gange. Der Zusammenbruch der DDR, der in den Geschichtsb\u00fcchern n\u00fcchtern festgehalten ist, war auch ein Zusammenbruch von Geschichtsbildern mit dramatischem, gelegentlich tragischem Ausgang. So nahm sich die stellvertretende Vorsitzende des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes Johanna T\u00f6pfer im Januar 1990 das Leben, im April der langj\u00e4hrige DDR-Bauminister Wolfgang Junker. Im November 1989 der erste Sekret\u00e4r der Kreisleitung K\u00f6then Herbert Heber, der in seinem Abschiedsbrief geschrieben hatte: \u201eMensch wollte ich immer sein und Kommunist! Jetzt geht das nicht mehr!\u201c Genosse Heber hatte Recht, im Kapitalismus hat Humanismus keinen Platz. Marx schien widerlegt, der Kapitalismus erschien jetzt nicht mehr als historisch vor\u00fcbergehend, sondern als konstante Endstufe der Geschichte, der US-amerikanische Politologe Francis Fukuyama verk\u00fcndete daraufhin das \u201eEnde der Geschichte\u201c.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">In ihren letzten Lebensjahren str\u00e4ubte sich die DDR- F\u00fchrung gegen den Einfluss der dekadenten Gorbatschowideen (Zur\u00fcckweisung des Sputnik-Magazins), deren reaktion\u00e4rer Charakter f\u00fcr fast jeden Ochs und jeden Esel erkennbar waren, konnte sich aber gegen ihren Sog letztendlich nicht mehr wehren. Aus Gorbi-Gorbi-Rufen wurde: \u201eWir sind das Volk\u201c. Der SED-Chefideologe Kurt Hager teilte im April 1987 in einem Interview mit dem DDR-Korrespondenten der Hamburger Illustrierten &#8217;stern&#8216;, das vom SED-Zentralorgan nachgedruckt wurde, mit, dass er nicht daran denke, seine Wohnung neu zu tapezieren, nur weil sein Nachbar dies tue. Hager hatte einen guten Grund: f\u00fcr die DDR ging es um ihre Existenz, w\u00e4hrend die politische Klasse in der UdSSR noch der Illusion anhing, am Ruder einer nicht versenkbaren Supermacht zu stehen. Der sanftlebende protestantische DDR-Pfaffe bereitete im kirchlichen Untergrund die kleinb\u00fcrgerliche Volksverhetzung, den nach seiner Auffassung endg\u00fcltigen Triumph Martin Luthers \u00fcber Thomas M\u00fcntzer vor. &#8222;Man soll sie totschlagen wie tolle Hunde&#8220;, geiferte Luther gegen die aufr\u00fchrerischen Bauern. Dann stand es aber einem Mann, der an der Spitze einer Arbeiter- und Bauernrepublik figurierte, schlecht an, bereits im Juni 1980 den Vorsitz des staatlichen (!) Martin-Luther-Komittees zu \u00fcbernehmen f\u00fcr den 500. Geburtstag des Reformators im Jahre 1983, als ob er es gar nicht hatte abwarten k\u00f6nnen. Man schl\u00e4gt die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen, wenn man nachliest, was Marx \u00fcber Luther geschrieben hatte, um nur einen Punkt zu nennen: Luther habe alle Deutschen in M\u00f6nche verwandelt und damit das konterrevolution\u00e4re Element in Deutschland fest verankert. Die SED war M\u00fcntzer in den R\u00fccken gefallen. Mit dem Empfang Erich Honeckers in Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. am 24. April 1985 war die SED sogar Martin Luther in den R\u00fccken gefallen. F\u00fcr einen Kommunisten ist das eine Flegelei, f\u00fcr die es Ohrfeigen h\u00e4tte setzen m\u00fcssen. Ja der CDU-Chef der DDR, der \u201eMusterm\u00f6nch\u201c Gerald G\u00f6tting, verstieg sich sogar zu dem Ausspruch, dass das biblische Arbeitsethos mit den Prinzipien sozialistischer Arbeitsmoral aufs engste verwandt sei. Luther sah in der Arbeit prim\u00e4r Dienst am n\u00e4chsten, der Kommunist sieht in der Arbeit prim\u00e4r die Vernichtung des Klassenfeindes. 1845 hatte Heinrich Heine \u00fcber den schlesischen Weberaufstand gedichtet: \u201eIm d\u00fcstern Auge keine Tr\u00e4ne, Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Z\u00e4hne: Deutschland, wir weben dein Leichentuch &#8230;\u201c. Es war alles verdreht worden: Die christliche Bibel diente dem faulen Pfaffenpack doch historisch dazu, vom Zehnten zu schmarotzen. Warum d\u00fcrfen wir &#8222;de Pfaffe net totschlage&#8220;, sang zum Beispiel der Hegauer Haufe; man sieht, wie r\u00fcckst\u00e4ndig nicht nur die DDR-CDU war. Das Lied des Hegauer Haufens wird eines Tages den christlichen Fettbonzen noch stark in den Ohren dr\u00f6hnen. Wollen doch nicht hinter das Niveau des Fr\u00fchaufkl\u00e4rers Meslier zur\u00fcckfallen, der schon am Anfang des 18. Jahrhunderts hoffte, &#8222;\u2026 da\u00df alle Gro\u00dfen und Vornehmen der Erde mit den Ged\u00e4rmen der Pfaffen aufgeh\u00e4ngt und erdrosselt w\u00fcrden.&#8220; 50. Der Kampf gegen die Religion ist heute aber stets ein vom Klassenkampf des Proletariats abzuleitender und ihm unterzuordnender. Darin besteht ja gerade der Fortschritt der marxistischen Religionskritik gegen\u00fcber dem radikalen b\u00fcrgerlichen Atheismus. Deshalb durfte aber keinesfalls die revolution\u00e4re Wachsamkeit nachlassen; die Pfaffen der DDR w\u00fchlten auf hinterh\u00e4ltige Weise und entwickelten zusammen mit Gr\u00fcnen, Sozialdemokraten, \u201eMenschenrechtshumanisten\u201c, Menschen, deren Beruf &#8218;Menschenrechtler&#8216; ist, entwurzelten Schriftstellern u.s.w. recht bizarre konterrevolution\u00e4re Physiognomien. Bahro nahm f\u00fcr eine neue kommunistische Partei das Muster der Reformation in Anspruch und bezeichnete Jesus Christus als einen Verb\u00fcndeten. Indem er seiner Kulturrevolution das Ziel der \u201egr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Emanzipation der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Menschenzahl\u201c 51. (in einer Gesellschaft als Assoziation von Kommunen mit Gruppensex) steckte, war er in die utilitaristische Ethik Benthams geraten. J\u00fcrgen Harrer hat in seinen Anmerkungen zu Bahros &#8218;Alternative&#8216; den Finger auf die wohl gr\u00f6\u00dfte Wunde des Buches gelegt: \u201e\u00d6konomische Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und objektive Zusammenh\u00e4nge werden \u2026 in extremster Weise subjektiviert, personalisiert und durch die individuellen Interessen weniger politischer Funktionstr\u00e4ger ersetzt\u201c. 52. Die &#8218;Frankfurter Allgemeine Zeitung&#8216; lobte in ihrer Ausgabe vom 11. Januar 1977 das Buch von Bahro, es sei eine bedeutende Leistung eines marxistischen Denkers. Es ist weder eine bedeutende Leistung, noch erweist sich Bahro durch das Buch als ein marxistischer Denker, mit August Bebel gesprochen: Wenn Deine Feinde dich loben, kannst Du sicher sein, einen Fehler gemacht zu haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Christa Wolf und Stephan Hermlin weigerten sich, ihre Unterschrift unter den Gr\u00fcndungsaufruf des &#8218;Neuen Forums&#8216; zu setzen, weil das Wort \u201eSozialismus\u201c darin gar nicht mehr vorkam. Vielleicht hatte Meslier doch Recht, dass man zu Beginn der DDR die Bonzen mit den Ged\u00e4rmen der Pfaffen h\u00e4tte erdrosseln sollen. So weit ging die SED nicht, was auch nicht im Kontext des Leninismus gestanden h\u00e4tte, aber es gab totale Sachbesch\u00e4digungen: 58 Kirchen, darunter die Potsdamer Garnisonskirche, wurden gesprengt und bezeichnend ist Ulbrichts richtige Handlung in Dresden: Bei der Vorstellung eines Stadtplans brach er das Modell der Sophienkirche mit eigener Hand heraus und fand auch die richtigen Worte: Eine sozialistische Stadt brauche keine gotischen Kirchen. Im Punkte der Zerst\u00f6rung von mittelalterlichen Bauwerken hat es sich im Nachhinein gezeigt, dass die SED noch viel zu milde war, Kirchengeb\u00e4ude wurden Hochburgen der Konterrevolution. Der DDR-Pfaffe bediente sich der von Walter Ulbricht zu Recht gegei\u00dfelten asozial-destruktiven angloamerikanischen Popmusik, um sich an Jugendliche heranzumachen. Genannt sei nur die Kampagne &#8218;Jugend 86&#8216; und der Pfaffe Walter Schilling. Eppelmann zelebrierte Blues-Messen und die S\u00e4ngerin Wegner und der S\u00e4nger Krawczik spielten der deutschen Konterrevolution zum Gefallen. 1988 schlugen Pfaffen und Pfaffenverhetzte in Wittenberg zwanzig Thesen vor, die sie &#8218;Thesen zur gesellschaftlichen Erneuerung&#8216; nannten. Die Erneuerung bestand in der Beseitigung des Sozialismus, denn \u00fcber den Verzicht der Kommunisten auf das ideologische Wahrheitsmonopol wurden diese aufgefordert, auf ihr politisches Machtmonopol zu verzichten. Und so kam es dann auch: Am ersten Dezember 1989 \u00e4nderte die Volkskammer die Verfassung und strich den Passus \u00fcber die f\u00fchrende Rolle der SED. In der Sowjetunion erfolgte dieser Schritt am 7. Februar 1990. Aufgestanden waren Kreaturen, die Marx und Engels schon im Kommunistischen Manifest witterten, und zwar Kreaturen aus dem konservativen Bourgeoissozialismus: \u201e\u00d6konomisten, Philanthropen, Humanit\u00e4re, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohlt\u00e4tigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierqu\u00e4lerei, M\u00e4\u00dfigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art\u201c. 53. Und diese Kreaturen friedlicher Feierabendrevolution\u00e4re waren ein B\u00fcndnis mit dem feudalen und pf\u00e4ffischen Sozialismus eingegangen. Der Paffe Eppelmann ging in dem \u201eBerliner Appell \u2013 Frieden schaffen ohne Waffen\u201c Hand in Hand mit dem Philosophen Havemann. Der Appell verhinderte nicht, dass Eppelmann Armeeminister im Kabinett Lothar de Maizi\u00e8res wurde. Wer aber soll heute die V\u00f6lker f\u00fchren, wenn nicht diejenigen, \u201ewelche zum theoretischen Verst\u00e4ndnis der ganzen geschichtlichen Bewegung sich hinaufgearbeitet haben\u201c. 54.? Viele Menschen in der DDR waren in die Demokratiefalle getappt. Es gibt Demokratie und Demokratie. Eine, die einst fortschrittlich gegen\u00fcber dem Feudalismus war, und eine, die heute fortschrittlich gegen den Kapitalismus ist. Viele liefen den Rattenf\u00e4ngern der alten Demokratie nach, die die Versklavung des Lohnarbeiters gerade unter der Verk\u00fcndung individueller Freiheiten f\u00fcr ihn abschloss. Die b\u00fcrgerliche Demokratie kann mit dem sozialen Inhalt der Arbeiterbewegung, dass jeder nach seinen Bed\u00fcrfnissen wird leben k\u00f6nnen, nicht zur Kongruenz gebracht werden, von dieser Perspektive aus ist die b\u00fcrgerliche Demokratie immer defizit\u00e4r, formal, verkr\u00fcppelt und zeigt uns das hinter ihr gebrochene negative Menschenbild auf, das im pessimistischen Menschenbild Kants (der Mensch ist aus krummen Holz geschnitzt) vorgeformt war. Es liegt den Kommunisten ganz fern, heute mit H\u00e4me und Schadenfreude zu verfolgen, wie im Osten Deutschlands die Humanit\u00e4ren die soziale Wohlfahrt des Volkes organisieren, so dass die Armutsrate mit jedem Jahr steigt, sie rufen nicht nur die Arbeiterklasse nicht nur in Ostdeutschland dazu auf, durch eine gewaltsame Revolution den &#8218;Humanit\u00e4ren&#8216; die Maske vom Gesicht zu rei\u00dfen. Der rote Maulwurf ist bereits wieder t\u00e4tig, wenn auch noch bescheiden. Stefan Kolev vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut legt im Internet interessantes Zahlenmaterial vor. Pl\u00e4dierten 1990 noch achtzig Prozent in Ostdeutschland f\u00fcr die Soziale Marktwirtschaft, so sind es 2010 nur noch zwanzig. 55. Der Markt mit dem irref\u00fchrenden Adjektiv hat bereits abgewirtschaftet, denn der siegreiche Kampf um die Verk\u00fcrzung des Arbeitstages ist allemal wichtiger als das Abfassen von b\u00fcrgerlichen Verfassungen, die Freiraum f\u00fcr die produktiven Klassen nur versprechen, den die Verk\u00fcrzung des Arbeitstages tats\u00e4chlich erm\u00f6glicht. Die letzte Lebensphase der DDR gibt uns eine Menge Material an die Hand, wie die Konterrevolution im Zeitalter des Sp\u00e4tkapitalismus vorgeht. Aus diesen Erfahrungen k\u00f6nnen wir nur den Schluss ziehen, zu lernen, zu lernen und nochmals zu lernen und die Bedeutung einer notwendigen Selbstkritik richtig zu betonen. Insbesondere scheint mir an dem Wechselverh\u00e4ltnis zwischen Basis und \u00dcberbau, ohne an dieser Stelle die Auffassungen der Klassiker zu diesem und seiner idealistischen Verzerrung durch Mao tse tung zu rekapitulieren, einiges nicht richtig beachtet worden zu sein, letzterer kann eventuell ein gr\u00f6\u00dferes relatives Eigengewicht erlangen, als bisher verk\u00fcrzt angenommen. Renate Damus hat in ihrer Studie: \u201eEntscheidungsstrukturen und Funktionsprobleme in der DDR-Wirtschaft\u201c festgestellt, dass man sich in der DDR scheute, Konflikte in gut altdeutscher Tradition zu benennen. Ralf Possekel schreibt zum Beispiel \u00fcber die Zunft der DDR-Historiker: \u201eHabituell sind DDR-Historiker eher auf Ausgleich und Harmonisierung denn auf das Herausstellen von Differenzen sozialisiert. Sie neigen dazu, Widerspr\u00fcche ihres eigenen Stoffes in die eigenen Arbeiten hineinzuverlegen und \u00fcber Relativierungen, Einschr\u00e4nkungen oder Differenzierungen abzuarbeiten, statt sie bewu\u00dft zuzuspitzen und in der Fachwissenschaft oder gar \u00d6ffentlichkeit polemisch auszutragen\u201c. 56. Verfolgt man die Entwicklung des historischen und dialektischen Materialismus in der DDR, so kann man eine Wendung um 180 Grad feststellen: die Dialektik wurde f\u00f6rmlich entmannt: Galt bis zirka 1960 noch die Leninsche Auffassung, dass die Einheit der Gegens\u00e4tze relativ, ihr Kampf aber absolut sei, so pervertierte das: Der Kampf wurde der Einheit untertan gemacht. 57. Das war auf dem Gebiet der dialektischen Prozesswissenschaft das Entscheidende. Damit hatte sich die SED in ein umgekehrtes Verh\u00e4ltnis zur geschichtlichen Entwicklung gesetzt. Es kam wieder ein utopischer Zug in die kommunistische Bewegung, denn schon die utopischen Kommunisten unternahmen in der Geschichte der Arbeiterbewegung den Versuch, den Klassenkampf wieder abzustumpfen und die Gegens\u00e4tze zu vermitteln. Je realer der Sozialismus wurde, desto utopischer wurde er. Die Widerspruchskultur, die von einer antagonistischen Ausfechtung der Gegens\u00e4tze lebt, war in der DDR lange vor dem Mauerfall eingegangen. Diese Entwicklung massierte sich eigent\u00fcmlicherweise ab dem Zeitpunkt, an dem die SED-Ideologen behaupteten, die sozialistische Gesellschaft entwickle sich nun auf ihrer eigenen Grundlage, auf der der ungeteilten Herrschaft der Produktionsverh\u00e4ltnisse, was ab 1960 einsetzen sollte. Was war nun der Anspruch der SED? \u201e \u2026 das materielle und kulturelle Lebensniveau des Volkes auf der Grundlage eines hohen Entwicklungstempos der sozialistischen Produktion, der Steigerung der Effektivit\u00e4t, des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und des Wachstums der Arbeitsproduktivit\u00e4t weiter zu erh\u00f6hen\u201c. 58. Die b\u00fcrgerliche Klasse galt als politisch ausgeschaltet und die Eigentumsfrage war sozialistisch gel\u00f6st worden. Das innere Feindbild schien zu erblassen und naiverweise nahm man das als real existierende Gegebenheit an. \u201eDie Perspektive des Kampfes (&#8218;gegen&#8216; etwas, &#8218;um&#8216; etwas) wich einer Perspektive, die zunehmend von den Erfordernissen der <em>Organisation<\/em> des gesellschaftlichen Lebensprozesses, insbesondere im Bereich der Produktion, und damit von den subjektiven Entwicklungsm\u00f6glichkeiten der Arbeiterklasse und der anderen werkt\u00e4tigen Klassen und Schichten gepr\u00e4gt war und ist\u201c. 59. Die Namen Bucharin und Bogdanow waren in diesem Zusammenhang niemals gefallen, und doch war es ihre \u201ePolitik\u201c, die hier verzapft wurde. Vergessen war die Kritik Stalins an der Bucharinschen \u201egesellschaftlichen Organisationstechnik\u201c und an der Bogdanowschen \u201eAllgemeinen Organisationswissenschaft\u201c. 60. Peter Brokmeier bescheinigte 1978 dem ab 1960 eigenst\u00e4ndigen System SED-DDR eine Ausdehnung, ein quantitatives und qualitatives Wachstum, eine Tendenz \u201emithin zur permanenten Selbstverwirklichung\u201c. 61. Dass Brokmeier hier einseitig einem Fortschrittsoptimismus der b\u00fcrgerlichen Aufkl\u00e4rung, der perfektibilit\u00e9 nachhing, ist offensichtlich, der dialektische Fortschrittsbegriff denkt in der Nachfolge Hegels und Fouriers sein Gegenteil mit, das sich im Falle der DDR auch als das historisch st\u00e4rkere erwiesen hat. Dem heute vergessenen, 1999 in Berlin verstorbenen Leiter der Abteilung Staats- und Rechtsfragen beim ZK der SED und Mitglied des Staatsrates der DDR Klaus Sorgenicht blieb es vorbehalten, das Dilemma, das sich aus einem konterdialektischen Denken ergab, auf den Punkt gebracht zu haben: \u201eDie SED wird auch in Zukunft, beim Vorw\u00e4rtsschreiten zum Kommunismus, an dem bew\u00e4hrten Prinzip festhalten, alle Grundfragen mit den befreundeten Parteien im <em>Demokratischen Block<\/em> zu beraten und abzustimmen\u201c. 62. Hier ist der Gedanke ganz fern, dass beim Vorw\u00e4rtsschreiten zum Kommunismus der Demokratische Block eine konterrevolution\u00e4re Organisation werden muss, denn prim\u00e4r geht es auf dem Weg zum Kommunismus bereits um die Aufhebung des Unterschieds zwischen dem Stadt- und dem Landarbeiter. Sorgenicht hatte in der DDR den Karl-Marx-Orden erhalten. Die einseitige Auslegung der Dialektik f\u00fchrte dann auch zu haarstr\u00e4ubenden Fehlbeurteilungen von Knotenpunkten der Sozialismus-Kommunismus-Entwicklung: Die Bedeutung des Staates und die Bedeutung der Politikwissenschaft n\u00e4hmen zu. Das Gegenteil ist der Fall, Lenin zog aus seiner Analyse der Pariser Commune den Schluss, dass die Funktionen des proletarischen Halbstaates abnehmen wird, wohlgemerkt: Lenin spricht vom proletarischen Staat als von einem <em>Halb<\/em> staat (kursiv von H.A.) und die Bedeutung der Politik muss gegen Null gehen, bzw. kommunistische Politik besteht darin, sie aufzuheben. Brokmeier sah die Bedeutung der Politikwissenschaft in der DDR im Steigen begriffen und beendet seinen Aufsatz: \u201eGrundbegriffe einer politischen Theorie der entwickelten sozialistischen Gesellschaft\u201c mit einem Satz, der den Revisionismus in geballter Ladung enth\u00e4lt: \u201eDie Entwicklung einer Politikwissenschaft sui generis in den sozialistischen L\u00e4ndern ist zugleich ein Ausdruck f\u00fcr den erreichten Stand der &#8218;Ausdehnung&#8216; und Entwicklung der politischen Organisation im entwickelten Sozialismus\u201c. 63. So, so: \u201esui generis\u201c &#8230; \u201eim entwickelten Sozialismus\u201c!! Ziehen wir einmal eine Fr\u00fchschrift von Marx aus dem Jahr 1844 zu Rate: \u201eDie Revolution \u00fcberhaupt \u2013 der Umsturz der bestehenden Gewalt und die Aufl\u00f6sung der alten Verh\u00e4ltnisse \u2013 ist ein politischer Akt. Ohne Revolution kann sich aber der Sozialismus nicht ausf\u00fchren. Er bedarf dieses politischen Aktes, soweit er der Zerst\u00f6rung und der Aufl\u00f6sung bedarf. Wo aber seine organisierende T\u00e4tigkeit beginnt, wo sein Selbstzweck, seine Seele hervortritt, da schleudert der Sozialismus die politische H\u00fclle weg\u201c. 64. Welchen Dienst hat die Politik dem Menschengeschlecht erwiesen?, fragte bereits Fourier, um festzustellen, dass das Volk sich in seiner Not von der Politik verlassen sieht. 65. Haben die Revisionisten nicht eine ganz schwarze Seele?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Eine schwarze Seele hat auch die Religion. Heute ist die Wurzel der Religion die Herrschaft des Kapitals, unter der die Produzenten den Produktionsprozess nicht beherrschen. Die Spaltung des Arbeitsprodukts in n\u00fctzliches Ding und Wertding, also als Ware, macht die gesellschaftlichen Beziehungen nebelhaft und undurchsichtig. &#8222;Der religi\u00f6se Widerschein der wirklichen Welt kann \u00fcberhaupt nur verschwinden, sobald die Verh\u00e4ltnisse des praktischen Werkeltagslebens den Menschen tagt\u00e4glich durchsichtig vern\u00fcnftige Beziehungen zueinander und zur Natur darstellen. Die Gestalt des gesellschaftlichen Lebensprozesses, d.h. des materiellen Produktionsprozesses, streift nur ihren mystischen Nebelschleier ab, sobald sie als Produkt frei vergesellschafteter Menschen unter deren bewu\u00dfter planm\u00e4\u00dfiger Kontrolle steht.&#8220; 66. Die Gewichtigkeit der Religion im Sozialismus ist relativ auch und gerade zum Grad der \u00dcberwindung der Warenproduktion. Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Im Gesamtwerk von Karl Marx gibt es keine Passage, in der die Verflechtung von \u00d6konomie, hier die spezifische Analyse der Ware, und Religion affiner ist als im Kapital-Kapitel \u00fcber den Fetischcharakter der Ware. Schon die ersten beiden S\u00e4tze: \u201eEine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverst\u00e4ndliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, da\u00df sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken\u201c. 67. k\u00fcndigt das an. Die der Warenproduktion entsprechende Religionsform sieht Marx im Luthertum, das analog der in der Ware in ihrem Tausch steckenden abstrakten Arbeit einen &#8218;Kult des abstrakten Menschen&#8216; huldigt. Und in der Tat, der katholische Pfaffe spielte anders als in Polen in der Opposition gegen die DDR eine unbedeutende Rolle. Die Katholiken in der DDR erfreuten sich an der Entwicklung in Polen. Es war der protestantische Pfaffe, der somit ausdr\u00fcckt, dass der Aufschwung der Warenproduktion durch die N\u00d6SPL 1963, wovon weiter unten, eine ideologische Parallelbewegung f\u00f6rderte und der belegt, dass es falsch ist, dem Marxismus eine einseitige \u00f6konomische Sichtweise der Dinge zu unterstellen. Im Gegenteil, im Mittelalter waren f\u00fcr Marx die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen untereinander durchsichtiger als in der b\u00fcrgerlichen, warenproduzierenden Gesellschaft. Aber sowohl im Feudalismus als auch im Kapitalismus wussten und wissen die Menschen nicht, was sie tun. Die Konjunktion ihrer Konjunktion mit der Entwicklung der Warenwirtschaft war den Pfaffen so unbekannt wie Erich Honecker. Als dieser sich an die Spitze der Lutherbewegung in der DDR setzte, am 25. April 1985 den Papst besuchte, wusste er nicht, was er tat, er hatte \u00fcberhaupt kein sozialistisches Ehrgef\u00fchl und vor allem kein Bewusstsein \u00fcber die Dialektik von Revolution und Konterrevolution. Ich muss als Generalsekret\u00e4r einer politischen Partei, die sich auf Marx, Engels und Lenin beruft, alles unterlassen, was auch nur im geringsten eine F\u00f6rderung mittelalterlichen Bewusstseins bedeutet. Politische Taktik hin, politische Raffinesse her: Es gibt in der Dialektik von Revolution und Konterrevolution ein bestimmtes &#8218;Koordinatensystem&#8216;, das dem Kitzel eines augenblicklichen politischen Erfolgs Einhalt gebieten sollte. Ohnehin bemerkte man bei Honecker immer die verkrampfte Anstrengung, als Staatsmann anerkannt und in die Geschichtsb\u00fccher einzugehen. Alle gro\u00dfen Gestalten der Weltgeschichte haben der verh\u00e4ngnisvollen Lockung des Augenblicks widerstanden. Mit ihm hatte die Partei und das Land ein &#8218;feines Fr\u00fcchtchen&#8216; als leninistischen Berufsrevolution\u00e4r an der Spitze. Sowenig der Marxismus die Existenz von Religionsformen aus einer Priestertrugstheorie, die die b\u00fcrgerliche Aufkl\u00e4rung und Friedrich \u201eder Gro\u00dfe\u201c vertrat, erkl\u00e4rt, sowenig kann man den Zusammenbruch der DDR aus einer Pfaffenverschw\u00f6rung herleiten. Die Pfaffen trugen freilich ihren Teil dazu bei. Die Gewinner des zweiten Weltkrieges waren ja nicht nur die Sowjetunion und imperiale M\u00e4chte, sondern auch die Pfaffen. Nach dem Krieg wurde in der Westzone als Reaktion auf ihn eine widerliche mittelalterliche Orgie zelebriert. In der DDR ging das nicht so ohne weiteres und deshalb diese Anstrengung der Pfaffen, an dieser endlich teilzunehmen. Unter Adenauer stand die BRD einem klerikal-faschistischem Terrorstaat n\u00e4her als einer demokratischen Republik, die die Losung \u201eFreiheit Gleichheit Br\u00fcderlichkeit\u201c auf ihre Fahne zu schreiben h\u00e4tte. Das Fruchtwasser der BRD war nach Adenauers eigener Aussage braun-schmutzig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Der Zusammenbruch der DDR oder anderer Gesellschaftssysteme ist nur aus dem Primat der \u00d6konomie zu erkl\u00e4ren und nur mit Methoden und Kriterien, die der Marxismus entwickelt hat. Die Ideen der Perestroika hatten in der \u00d6konomie nicht gegriffen und statt eines versprochenen Aufschwungs gab es einen R\u00fcckgang der Konsumg\u00fcterproduktion, statt eines gr\u00f6\u00dferen Warenangebots standen die B\u00fcrger vor leeren Regalen und wenn es Waren gab, so waren diese im Preis im Vergleich zur Breshnjewzeit sogar gestiegen. Eine Folge davon war ein gro\u00dfer Bergarbeiterstreik Mitte 1989. In einer Schrift von Marx, die prim\u00e4r ein politisches Parteiprogramm kritisiert, das der deutschen Sozialdemokratie vom Vereinigungsparteitag 1875 in Gotha, findet der Leser genauere Angaben zu Knotenpunkten eines gesellschaftlichen Prozesses, dessen Kerninhalt vom \u00dcbergang des Kapitalismus zum Sozialismus gebildet wird. Beide Politb\u00fcros, sowohl das in der UdSSR als auch das in der DDR, waren nicht in der Lage, die Warenwirtschaft (inklusive den Schwarzhandel) in den Griff zu bekommen und wie die UdSSR sich von zwei Seiten bedroht f\u00fchlte (Japan, China und die NATO), so hatte die SBZ \/ DDR vier Schl\u00e4ge am Ende nicht verkraftet, die von beiden Seiten kamen; aus dem Osten die Reparationen und die Perestroika, aus dem Westen die Ideologie der kulturellen Barbarei, ein Anti-Kommunismus der gr\u00f6bsten und der feinsten Art, und den Milliardenkredit, der Strau\u00df zu Verhandlungen mit seinem Flugzeug nach Ostberlin fliegen lie\u00df. Anders als der Menschewismus in Russland hatte der deutsche Sozialdemokratismus ja einen ganzen extrem antikommunistischen Staat hinter sich. Die DDR war sowenig wie die BRD zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer Existenz autonom und souver\u00e4n. Gedanken \u00fcber einen besonderen deutschen Weg zum Sozialismus mussten sich (etwa bei Harich) zwangsl\u00e4ufig einstellen. Nat\u00fcrlich waren die Entwicklungen der UdSSR und der DDR, der KPdSU und der SED nie v\u00f6llig identisch, eine Art eigener Weg der DDR gab es schon: Zum Beispiel wurden in ihr wie in Polen die b\u00fcrgerlichen Parteien nicht liquidiert, sondern in einer &#8218;Nationalen Front&#8216; zusammengefasst. Auch gab es in der Sowjetunion keine aparte Bauernpartei wie die &#8218;Demokratische Bauernpartei Deutschlands&#8216; (DBD). Es gab zwar auch Schauprozesse, aber in milder Form. Die DDR und die BRD hatten nun einmal wechselseitig aufeinander R\u00fccksicht zu nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">Es kann zumindest die Frage aufgeworfen werden, ob die Perestroika auf lange Sicht nicht mehr Schaden \u00fcber die V\u00f6lker Osteuropas, \u00fcber das deutsche Volk, ja \u00fcber die V\u00f6lker der Welt gebracht habe als die Wehrmacht Hitlers? Seit 1990 haben die USA insgesamt 19 Kriege und bewaffnete Interventionen durchgef\u00fchrt. Was Hitlers Kriegsmaschine nicht schaffte, die Zerschlagung der Kommune, Gorbatschow und seine Gefolgsleute haben es vermocht, den Kommunismus in Russland (endg\u00fcltig?) auszul\u00f6schen. F\u00fcr Marx und Engels gab es keine Alternative zum Plan als das Kriterium eines sozialistischen Wirtschaftsmodells, und von daher musste eine Politik des allm\u00e4hlichen Zur\u00fcckdr\u00e4ngens der Warenproduktion bei Erweiterung des Wirkungsbereichs des reinen Produktenaustauschs verfolgt werden. Im \u201eManifest der Kommunistischen Partei\u201c sprachen er und Engels von \u201edespotischen Eingriffen\u201c in die kapitalistische Wirtschaftsstruktur. Alexis de Tocqueville sprach in seiner Rede vor der Pariser Nationalversammlung am 12. September 1848 von der \u201ebrutalen Art\u201c der Sozialisten, wobei er unterschlug, dass auch die kapitalistische Leitung der Produktion der Form nach despotisch ist, denn diese ist beileibe nicht ein gesellschaftlicher Arbeitsprozess zur Herstellung eines Produkts allein, sondern ist auch immer ein Verwertungsprozess des Kapitals. Die der Warenproduktion immanente abstrakte Arbeit hat etwas \u00dcberindividuelles an sich, eine K\u00e4lte von Objektivit\u00e4t, in der die Individuen nicht ihre konkrete Individualit\u00e4t als Identit\u00e4t mit sich selbst entwickeln k\u00f6nnen. Und das Gleiche gilt f\u00fcr eine demokratische Planwirtschaft, die solange nur auf dem Papier steht, solange den unmittelbaren Produzenten die Mitwirkung am Plan versagt bleibt, denn nur diese ist identit\u00e4tsstiftend. Ohne diese Stiftung ist aber weder eine Meisterung nat\u00fcrlicher noch gesellschaftlicher Prozesse m\u00f6glich. Eine Planwirtschaft ohne Mitwirkung der Produzenten l\u00e4\u00dft diese nicht in sich einkehren; der Produzent ist im Augenblick der Arbeitsaufnahme aus sich ausgewandert. Kollektivit\u00e4t lebt durch die souver\u00e4ne Identit\u00e4t ihrer Mitglieder mit sich selbst; h\u00e4tte Lenin den Russen keine Disziplin beigebracht, so h\u00e4tte der Alkoholmissbrauch in der Sowjetunion noch viel schlimmere Folgen angenommen. Vielleicht ist ein \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum mit Deliriumstendenz, das zwanghafte Abwerfen einer unertr\u00e4glichen Last, der Versuch, seine alte verkorkste Identit\u00e4t durch eine neue einzutauschen, die sich nat\u00fcrlich durch diesen Konsum am allerwenigsten einstellen wird? Ob der Alkoholiker Jelzin, Chruschtschow, Ulbricht, Honecker, Gorbatschow \u2013 die Namen dieser Ausgebooteten sind ganz beliebig, w\u00e4ren sie es nicht gewesen, so w\u00e4ren andere im Sog des Untergangs des roten Imperiums <em>notwendig<\/em> gescheitert. Honecker hatte nach seiner Absetzung am 18. Oktober 1989 im Politb\u00fcro gesagt: \u201eMit meiner Absetzung l\u00f6st ihr kein Problem. Heute bin ich es, morgen seid ihr es\u201c. 68. Die Perestroika, von Gorbatschow als zweite russische Revolution, als eine neue Politik f\u00fcr Europa und die Welt hochgejubelt, hat sich ja im Gro\u00dfen und Ganzen als eine gro\u00dfe und ganze Illusion erwiesen. Solange es den Kommunismus noch nicht weltweit gibt, kann der Sozialismus kein oder nicht nur ein menschliches Antlitz tragen. Chruschtschow teilte auf dem XX. Parteitag humanistischen Brei aus, an dem auch die DDR erstickte. Diejenigen Konterrevolution\u00e4re, die sich um die Rehabilitierung Bucharins bem\u00fchten, gaben ihn immer als einen Vertreter eines \u201eSozialismus mit humanen Angesicht\u201c aus. Die geschichtliche Praxis hat jedoch gerade gezeigt, dass die Restauration des Kapitalismus mit dem Namen Bucharin aufs engste verbunden ist und Stalin ihm gegen\u00fcber v\u00f6llig im revolution\u00e4ren Recht war. Gerade in seiner Rede zum siebzigsten Jahrestag der Oktoberrevolution wertete Gorbatschow diesen Todesengel der sowjetischen Revolution auf und machte den Namen Bucharin zum Werkzeug seiner Politik, die dann auch ganz folgerichtig die Restauration des Kapitalismus und verdienterma\u00dfen seinen eigenen Sturz zur Folge hatte. Zwei Monate nach Gorbatschows Aufwertung Bucharins erschienen in der Tagespresse drei umfangreiche Artikel, in denen dieser Feind Stalins, der mit Stalin die im Artikel sechs der Verfassung verankerten Einparteienherrschaft allerdings nie in Frage gestellt hatte, durchaus in einem positiven Licht gezeichnet wurde. Am 5. Januar 1988 gab eine Solomencev-Kommission dem Institut f\u00fcr Marxismus-Leninismus den Auftrag, ein Gutachten zur politischen Einsch\u00e4tzung des \u201eAntisowjetischen Blocks der Rechten und Trotzkisten\u201c zu erstellen, in dem herauskam, dass zentrale Ideen Bucharins durchaus aktuell seien und heute als \u201eR\u00fcstzeug\u201c f\u00fcr eine erfolgreiche sozialistische Politik dienen k\u00f6nnten. Das Gutachten unterstreicht die N\u00e4he Bucharins zur Perestroika. An dem ganzen Gutachten war nur das richtig: Der Bucharinismus war eine der Waffen, mit denen in Osteuropa der Sozialismus endg\u00fcltig enthauptet wurde. Die Rehabilitierung Bucharins und der Volksfeinde aus den Moskauer Prozessen war politisch wertlos, was den Machterhalt Gorbatschows und die Existenz der UdSSR betrifft, und auch \u00f6konomisch konnte man mit seinen Ideen die \u00f6konomische Krise nicht meistern. Die Begeisterung f\u00fcr Bucharin glich einem Strohfeuer und er wurde schnell wieder nur eine historische Person. Die DDR geh\u00f6rt endg\u00fcltig der Vergangenheit an und mit ihr ging die famose Idee der SED-Ideologen von der Existenz zweier deutscher Staaten zugrunde. Warum hatte die SED ihr Zentralorgan nicht &#8218;Neues Deutschland der DDR&#8216; genannt? Die nationale Einheit wird nicht auf Dauer zum Vorteil der Kapitalisten ausschlagen. Nichts ist ewig \u2013 lautet die Botschaft der Dialektik.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\">[&#8230;]&#8220;<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<dl>\n<dt class=\"title\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\"><strong>\u00bb<\/strong><em><strong>Der Zusammenbruch der DDR. Der vorl\u00e4ufige Sieg des Maximalprofits \u00fcber die materiellen und kulturellen Bed\u00fcrfnisse des deutschen Volkes<\/strong><\/em><strong>\u00ab<\/strong>. Autor<span class=\"comma-list\"> Heinz Ahlreip, <\/span>2016, 215 Seiten <span style=\"font-size: 10pt;\">(eBook) 9783668149595ISBN\u00a0 &#8211; <\/span><\/span><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\">(Buch) 9783668149601<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.grin.com\/document\/315026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEHR DAZU &amp; BESTELLUNG<\/a><\/span><\/dt>\n<dt class=\"title\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: verdana, geneva, sans-serif; color: #ffffff;\">.<\/span><\/dt>\n<dt class=\"title\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: verdana, geneva, sans-serif; color: #ffffff;\">.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt; background-color: #e3e3e3;\">Eine Weiterver\u00f6ffentlichung des Textes ist gem\u00e4\u00df einer <a style=\"color: #000000; background-color: #e3e3e3;\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/deed.de\">Creative Commons 4.0 International Lizenz<\/a> ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. (Unter gleichen Bedingungen: unkommerziell, Nennung der <a style=\"color: #000000; background-color: #e3e3e3;\" href=\"http:\/\/derwegzurpartei.de\/\">verlinkten Quelle<\/a> (\u00bbDer Weg zur Partei\u00ab) mit Erscheinungsdatum).<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 14pt; font-family: verdana, geneva, sans-serif;\"><em><strong>Lest die Klassiker des Marxismus-Leninismus!<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 12pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1889\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/444-1-215x300.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/444-1-215x300.png 215w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/444-1-735x1024.png 735w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/444-1-768x1069.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/444-1.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-size: 12pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1887\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/2-Kopie-2-1-215x300.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/2-Kopie-2-1-215x300.png 215w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/2-Kopie-2-1-735x1024.png 735w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/2-Kopie-2-1-768x1069.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/2-Kopie-2-1.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-size: 12pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1888\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ffffgtz-215x300.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ffffgtz-215x300.png 215w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ffffgtz-735x1024.png 735w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ffffgtz-768x1069.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ffffgtz.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-size: 12pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1892\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klassiker-nachhaltig-antiquarisch-kaufen-215x300.png\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klassiker-nachhaltig-antiquarisch-kaufen-215x300.png 215w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klassiker-nachhaltig-antiquarisch-kaufen-735x1024.png 735w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klassiker-nachhaltig-antiquarisch-kaufen-768x1069.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Klassiker-nachhaltig-antiquarisch-kaufen.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\">Erscheint Ende 2022<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rotermorgen.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Leseprobe_was_wollen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 12pt;\">LESEPROBE<\/span><\/a><br \/>\n<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\">Z. Zt. vergriffen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rotermorgen.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Lenin_Frieden_Leseprobe.pdf?fbclid=IwAR06P_93tlR3VzV67o1V5l8BLEzc0xrDBCsBgZxKcZB03azLYZAnsf5lgdA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 12pt;\">LESEPROBE<\/span><\/a><br \/>\n<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\">Erscheint Anfg. 2023<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rotermorgen.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/LENIN_2.Teil-Leseprobe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 12pt;\">LESEPROBE<\/span><\/a><br \/>\n<\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\">hier<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.booklooker.de\/B%C3%BCcher\/Angebote\/autor=Lenin%2C+Marx%2C+Engels%2C+Stalin%2C\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 12pt;\">AUSSUCHEN<\/span><\/a><br \/>\n<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: verdana, geneva, sans-serif;\"><span style=\"color: #000000;\">Vorbestellungen unter: <\/span><a href=\"mailto:Der_Weg_zur_Partei@gmx.net\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der_Weg_zur_Partei@gmx.net<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt; color: #000000;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1841 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2038\/08\/drtz-768x722-1-300x282.png\" alt=\"\" width=\"541\" height=\"509\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2038\/08\/drtz-768x722-1-300x282.png 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2038\/08\/drtz-768x722-1.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><span style=\"font-size: 14pt;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Mehr dazu:<\/span> <a href=\"mailto:Info@RoterMorgen.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Info@RoterMorgen.eu<\/a><\/span><\/span><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif; font-size: 12pt;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Zum Verst\u00e4ndnis des Scheiterns des Revisionismus in Osteuropa und Deutschland empfehmen wir das Buch \u00bbDer Zusammenbruch der DDR. 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