{"id":14906,"date":"2018-11-08T08:00:54","date_gmt":"2018-11-08T07:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906"},"modified":"2018-11-16T01:36:56","modified_gmt":"2018-11-16T00:36:56","slug":"14906","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/2018\/11\/08\/14906\/","title":{"rendered":"&#8211; 100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 20pt;\">100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vor 100 Jahren g\u00e4rte es in ganz Deutschland. Soldaten verweigerten den Dienst und wendeten sich gegen ihre Offiziere, Arbeiter streikten zu hunderttausenden, Frauen gingen gegen den Hunger auf die Stra\u00dfe.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vier Jahre Krieg hatten unser Land ins Elend gest\u00fcrzt. Weltweit wurden 18 Millionen Soldaten und Zivilisten dieses brutalen Krieges zwischen den verschiedenen imperialistischen M\u00e4chten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen hatten die Nase voll von Tod, Hunger, Elend. Sie hatten die Nase voll vom kapitalistischen System, dass sie unter nationalistischen Parolen in diesen Krieg gehetzt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl in der internationalen Arbeiterbewegung vereinbart war, im Falle eines Krieges gegen die Regierungen und den Krieg zu mobilisieren, brach die SPD-F\u00fchrung diese Abmachung und stimmte den Kriegskrediten zu. Sie erhielt daf\u00fcr Posten und arbeitete in der kaiserlichen Regierungs- und Kriegsmaschinerie mit. Kriegsgegner wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht lie\u00df die SPD-F\u00fchrung in Zusammenarbeit mit der kaiserlichen Regierung inhaftieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als am 3. November in Kiel die Revolution ausbrach und am 9. November in Berlin eine sozialistische Republik ausgerufen wurde, erkl\u00e4rte SPD-F\u00fchrer Friedrich Ebert: \u201eIch aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie die S\u00fcnde.\u201c Offiziell trat er als \u201eRevolution\u00e4r\u201c auf, im Geheimen schmiedete er ein B\u00fcndnis mit den reaktion\u00e4rsten Kr\u00e4ften des Milit\u00e4rs und des Kapitals zur blutigen Niederschlagung der Revolution.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland fehlte eine klare, bewusste und erfahrene Kommunistische Partei, die diesem Verrat entgegentreten konnte. Auf Betreiben von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurde die KPD am 30. Dezember 1918 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz darauf tauchten in Berlin Plakate auf: \u201eSchlagt Liebknecht tot!\u201c. Die SPD-F\u00fchrung beauftragte das Milit\u00e4r und bezahlte reaktion\u00e4re Trupps, Liebknecht und Luxemburg \u201eunsch\u00e4dlich\u201c zu machen. Am 15. Januar wurden die beiden Kriegsgegner und gro\u00dfen Revolution\u00e4re ermordet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kampf gegen die Revolution gingen die SPD-F\u00fchrer so weit, dass sie Berlin zum ersten Mal aus der Luft bombardieren lie\u00dfen. Arbeiterviertel waren das Ziel der Bomben. Der \u201eVolksbeauftragte\u201c f\u00fcr das Milit\u00e4r, Gustav Noske, SPD: \u201eMeinetwegen, einer muss der Bluthund werden. Ich scheue die Verantwortung nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wurde die Hoffnung auf ein Deutschland ohne Krieg und Kapitalismus im Blut erstickt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute leben wir in einer Zeit der Aufr\u00fcstung und zunehmender Spannungen zwischen den imperialistischen Gro\u00dfm\u00e4chten. Auch die deutsche Regierung plant eine massive Aufr\u00fcstung. Alles l\u00e4uft Richtung Kriegsgefahr. Zugleich haben wir in einem der reichsten Industriel\u00e4nder der Erde Billigl\u00f6hne, Sozialabbau, Bildungsmisere, Rassismus und Hass, Niedrigstrenten, Pflegenotstand usw.<br \/>\nWas k\u00f6nnen wir in dieser Situation aus den Ereignissen der Novemberrevolution lernen? Was k\u00f6nnen wir heute gegen Kriegsgefahr, Sozialabbau, Verelendung tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Geschichte der Novemberrevolution und unsere Lehren daraus erfahren wir mehr in den nachfolgenden Artikeln verschiedener Autoren, die wir mit Unterst\u00fctzung von Arbeit-Zukunft zusammengestellt haben.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\nInhalt<\/strong><\/p>\n<table border=\"1\" width=\"666\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em><strong>Autor<\/strong><\/em><\/td>\n<td><em><strong>Titel<\/strong><\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/span><\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Teil1\"><strong>Auf dem Weg zur Novemberrevolution 1918<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/span><\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Teil2\"><strong>Schluss mit dem Krieg! Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/span><\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Teil3\"><strong>Der Kampf um die Macht<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/span><\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Schwankungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Schwankungen und Z\u00f6gern<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Fritz Theisen<\/strong><\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong><span style=\"font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#100\">100 Jahre Frauenwahlrecht \u2013 Ein bleibender Erfolg der Novemberrevolution!<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 10pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#DGB\"><strong>Der DGB feiert\u00a0mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde 100 Jahre Sozialpartnerschaft und blutige Niederschlagung der Novemberrevolution<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Fritz Theisen<\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Bundespr\u00e4sident\"><strong>Bundespr\u00e4sident Steinmeier: \u201eSozialpartnerschaft\u201c ist die Revolution!<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Fiete Jensen<\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<td>\n<h4><span style=\"font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#Die\"><strong>Die Lehren des Hamburger Aufstandes<\/strong><\/a><\/span><\/h4>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong><a id=\"Teil1\"><\/a><br \/>\nDiethard M\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<h2>100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland<\/h2>\n<h4><strong>1. Teil: Auf dem Weg zur Novemberrevolution 1918<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_112\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-112\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-112\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Diethard_Moeller.jpeg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-112\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diethard M\u00f6ller<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Im November 2018 begehen wir den 100. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland: Ein epochales Ereignis f\u00fcr unser Land! Sie erfasste hunderttausende Menschen im ganzen Reich, entwickelte ungeheure Kr\u00e4fte. Sie konnte nur mit brutaler Gewalt von den Kr\u00e4ften der Konterrevolution, vor allem von der nun sozialdemokratisch kommandierten Reichswehr- und Freikorpseinheiten am Weiterschreiten zu einer sozialistischen Revolution gehindert werden. Hier zeigte sich die revolution\u00e4re Kraft unserer Arbeiterklasse und unseres Volkes, auch wenn wir heute weit davon entfernt scheinen. Und sie ist ein lebendiges Anschauungsmaterial f\u00fcr die Gefahren, die einer Revolution drohen. Daher wollen wir im Laufe des Jahres einige besondere Aspekte dieser Revolution herausarbeiten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Novemberrevolution war kein einmaliger Akt, der aus dem Nichts heraus entstand. Die deutsche Arbeiterklasse war nicht urpl\u00f6tzlich revolution\u00e4r, um dann wieder von der B\u00fchne der Geschichte abzutreten. Die Novemberrevolution hat eine lange Geschichte und hat ebenso tiefe Spuren in unserem Land hinterlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">70 Jahre zuvor war das Kommunistische Manifest, geschrieben von Karl Marx und Friedrich Engels, erschienen. 43 Jahre zuvor war die SPD als revolution\u00e4re Arbeiterpartei unter F\u00fchrung von August Bebel und Wilhelm Liebknecht gegr\u00fcndet worden. Und sie war damals eine wirklich revolution\u00e4re Partei, die das kapitalistische System st\u00fcrzen und beseitigen sowie den Sozialismus aufbauen wollte. Diese beiden bedeutenden Ereignisse basierten auf der Existenz einer starken, k\u00e4mpferischen Arbeiterbewegung. Ohne eine solche Massenbasis h\u00e4tte sich der Gedanke des Sozialismus niemals so weit verbreiten und verankern k\u00f6nnen. Nur so konnte die SPD trotz Verbots unter Bismarck zur st\u00e4rksten sozialistischen Partei weltweit heranwachsen. Nur so konnte die deutsche Arbeiterbewegung sich entwickeln und in zahlreichen K\u00e4mpfen dem Kapital Zugest\u00e4ndnisse abringen, die bis heute zum Vorteil der Arbeiterklasse sind. Angesichts der immer st\u00e4rker werdenden Arbeiterbewegung und ihrer revolution\u00e4ren Ausrichtung f\u00fchrte beispielsweise Bismarck die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung ein. Er hoffte damit, ein weiteres Anwachsen zu verhindern. Doch das Gegenteil war der Fall. Denn die Menschen begriffen sehr wohl, dass dieser Erfolg nur ihrer St\u00e4rke zu verdanken war. Und sie wollten in ihrer gro\u00dfen Mehrheit mehr: Den Sozialismus, eine andere Gesellschaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch von Anfang an gab es in der revolution\u00e4ren SPD verschiedene Str\u00f6mungen und damit verbunden Opportunismus, Anbiederung an das Kapital. Schon Marx und Engels k\u00e4mpften mit aller Kraft dagegen an. Zusammen mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht konnten sie die SPD f\u00fcr lange Zeit auf einem revolution\u00e4ren Kurs halten und voranbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insbesondere in der mit dem Wachstum der Gewerkschaften stark gewordenen Gewerkschaftsb\u00fcrokratie entwickelten sich zunehmend Verfechter einer \u201efriedlichen L\u00f6sung\u201c einer \u201eZusammenarbeit mit dem Kapital zum Wohle aller\u201c. Diese Sorte ist der Arbeiterklasse im modernen Gewand der Co-Manager erhalten geblieben. Die Spr\u00fcche sind heute englisch durchsetzt, aber im Inhalt dieselben wie vor mehr als hundert Jahren.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Der Kampf in der revolution\u00e4ren Bewegung um die Stellung zum Krieg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wichtiger Ausgangspunkt f\u00fcr die Novemberrevolution war der Beginn des imperialistischen 1. Weltkrieges.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon fr\u00fch begann eine Auseinandersetzung innerhalb der SPD um die Haltung zum Krieg. So hatte der internationale Stuttgarter Sozialistenkongress von 1907 mit knapper Mehrheit die sozialdemokratischen Parteien verpflichtet, alle Mittel anzuwenden, um die Kriegsgefahr zu bek\u00e4mpfen und den Weltfrieden zu erhalten. Auf Antrag von Lenin und Luxemburg wurde folgender Zusatz angenommen:<br \/>\n<em>\u201eFalls der Krieg dennoch ausbrechen sollte, sind sie (die sozialdemokratischen Parteien) verpflichtet, f\u00fcr dessen rasche Beendigung einzutreten und mit allen Kr\u00e4ften dahin zu streben, um die durch den Krieg herbeigef\u00fchrte wirtschaftliche und politische Krise zur politischen Aufr\u00fcttelung der Volksschichten und zur Beschleunigung des Sturzes der kapitalistischen Klassenherrschaft auszunutzen.\u201c<\/em><br \/>\n1912 wurde dieser Beschluss beim Internationalen Sozialistenkongress in Basel zwar noch einmal best\u00e4tigt, doch in der Realit\u00e4t war der Einfluss der \u201eVaterlandsverteidiger\u201c bereits gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon 1907 hatte der Reichstagsabgeordnete Gustav Noske (SPD), von dem wir sp\u00e4ter wieder h\u00f6ren werden, bei der Beratung des Milit\u00e4retats die Friedenspolitik der kaiserlichen Regierung gelobt (!) und erkl\u00e4rt, die Sozialdemokratie wolle keinesfalls die Disziplin im Heer untergraben, sie wolle Deutschland m\u00f6glichst wehrhaft sehen und sie werde im Kriegsfall das Gewehr auf den Buckel nehmen und sich im Kriege von keiner anderen Klasse an Patriotismus \u00fcbertreffen lassen. Noske wurde nicht etwa aus der SPD rausgeschmissen, sondern machte Karriere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges ver\u00f6ffentlichte der Vorw\u00e4rts am 25.7.1914 einen Aufruf gegen den imperialistischen Krieg, der mit den Forderungen endete:<br \/>\n<em>\u201eWir wollen keinen Krieg! Nieder mit dem Kriege! Hoch die internationale Verbr\u00fcderung!\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hatte das kaiserliche Milit\u00e4r zun\u00e4chst auf Gehei\u00df der Regierung geplant, alle sozialdemokratischen Abgeordneten bei Kriegsbeginn zu verhaften, wurde bereits am 24.7.1914 im Kriegsministerium beschlossen, von Verhaftungen abzusehen. In einer Instruktion des Kriegsministeriums vom 31. Juli 1914 hie\u00df es dazu:<br \/>\n<em>\u201eNach sicherer Mitteilung hat die Sozialdemokratische Partei die feste Absicht, sich so zu verhalten, wie es sich f\u00fcr jeden Deutschen unter den gegenw\u00e4rtigen Verh\u00e4ltnissen geziemt.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend man also am 25.7.1914 noch Aufrufe gegen den Krieg im Vorw\u00e4rts ver\u00f6ffentlichte, hatte man bereits insgeheim Kontakte zur kaiserlichen Regierung aufgenommen und dieser versichert, man werde beim Krieg mitmachen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und zugleich begann in den sozialdemokratischen Zeitungen \u00fcbelste chauvinistische Hetze. So rief die \u201eFrankfurter Volksstimme\u201c am 31.7.1914 zum \u201eSturz des Zarentums und seines Blutregiments\u201c auf. Am 2. August 1914 erkl\u00e4rte die \u201eChemnitzer Volksstimme\u201c: <em>\u201eDeutschlands Frauen und Kinder sollen nicht das Opfer russischer Bestialit\u00e4t werden, das deutsche Land nicht die Beute der Kosaken.\u2026 f\u00fcr die deutsche Freiheit und die Unabh\u00e4ngigkeit des deutschen Volkes werden unsere Genossen in den Kampf ziehen..\u201c<\/em><br \/>\nWie wenig unterscheidet sich diese primitive Hetze von der heutigen Hetze gegen Russland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 4.\u00a0 August 1914 stimmten die SPD im Reichstag den Kriegskrediten zu. Der SPD-Abgeordnete Haase, der sich zun\u00e4chst innerhalb der Reichstagsfraktion gegen eine Zustimmung ausgesprochen hatte, verlas als Fraktionsvorsitzender eine Erkl\u00e4rung der SPD:<br \/>\n<em>\u201eJetzt stehen wir vor der ehernen Tatsache des Krieges. Uns drohen die Schrecknisse feindlicher Invasionen\u2026<\/em><br \/>\n<em>F\u00fcr unser Volk und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem Sieg des russischen Despotismus, der sich mit dem Blute der Besten des eigenen Volkes befleckt hat, viel, wenn nicht alles auf dem Spiel. Es gilt diese Gefahr abzuwehren, die Kultur und die Unabh\u00e4ngigkeit unseres eigenen Landes sicherzustellen.<\/em><br \/>\n<em>Wir lassen in der Stunde der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgten dann noch ein paar warme Worte, dass man hoffe, dass die Kriegsleiden die Massen vom Ideal des Sozialismus und des V\u00f6lkerfriedens \u00fcberzeugen w\u00fcrden. Verlogener ging es nicht!<\/p>\n<div id=\"attachment_16806\" style=\"width: 329px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16806\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16806\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/fe34-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/fe34-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/fe34.jpg 744w\" sizes=\"(max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><p id=\"caption-attachment-16806\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diese sozialdemokratische Gewerkschaftszeitung durfte legal erscheinen und Kriegsparolen verk\u00fcnden.<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bourgeoisie wusste diese Haltung zu sch\u00e4tzen. Die SPD wurde zum Partner. Zugleich aber wurde eine Milit\u00e4rdiktatur errichtet und eine Zensurbeh\u00f6rde geschaffen. Sozialdemokratische Zeitungen durften frei erscheinen und auch ein paar kritische T\u00f6ne anschlagen, wenn sie nur zur \u201eVaterlandsverteidigung\u201c aufriefen.<\/p>\n<div id=\"attachment_16807\" style=\"width: 329px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16807\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16807\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4rt-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4rt-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/4rt.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><p id=\"caption-attachment-16807\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diese sozialdemokratische Gewerkschaftszeitung, die eine revolution\u00e4re Haltung gegen den Krieg einnahm, wurde mit Unterst\u00fctzung der SPD-F\u00fchrung zensiert.<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sozialdemokratische Zeitungen, die dies nicht mitmachten, und davon gab es einige, erschienen oft mit wei\u00dfen Stellen oder ganzen wei\u00dfen Seiten, weil Beitr\u00e4ge von der Zensur verboten wurden. Sp\u00e4ter wurden sogar solche wei\u00dfen Stellen verboten, weil dadurch die Zensur und der Protest dagegen sichtbar wurde.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\nDer Kampf der Revolution\u00e4re gegen den Krieg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Entwicklung der SPD zur Kriegspartei gr\u00fcndeten die Revolution\u00e4re um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg 1914 die \u201eGruppe Internationale\u201c, die sich 1916 in Spartakusbund umbenannte und 1917 der von der SPD abgespaltenen USPD anschloss. Nachdem die Gruppe sich am 30.10.1914 in der Schweizer Zeitung \u201eBerner Tagwacht\u201c \u00f6ffentlich von der SPD-F\u00fchrung distanzierte, wurde sie offiziell polizeilich \u00fcberwacht und bald einige ihrer Mitglieder festgenommen, darunter Rosa Luxemburg. Sie musste am 18. Februar 1915 eine einj\u00e4hrige Haftstrafe im \u201eBerliner Weibergef\u00e4ngnis\u201c antreten. Schon drei Monate nach ihrer Entlassung wurde sie nach dem damaligen Schutzhaft-Gesetz zur \u201eAbwendung einer Gefahr f\u00fcr die Sicherheit des Reichs\u201c zu insgesamt zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Juli 1916 begann ihre \u201eSicherungsverwahrung\u201c. Drei Jahre und vier Monate verbrachte sie zwischen 1915 und 1918 im Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<div id=\"attachment_16805\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16805\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16805\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-300x185.jpg\" alt=\"\" width=\"556\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-768x475.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45.jpg 890w\" sizes=\"(max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><p id=\"caption-attachment-16805\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch im Gef\u00e4ngnis blieb sie aktiv, sammelte Informationen, schrieb Analysen und Aufrufe. Sie fand Wege, diese herauszuschmuggeln, wo sie illegal verbreitet wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Liebknecht stimmte am 2. Dezember 1914 als einziger SPD-Abgeordneter offen gegen weitere Kriegskredite. Die kaiserliche Regierung und die SPD wollten ihn nun loswerden. Daher wurde er Anfang Februar in ein Armierungs-Bataillion eingezogen, wo er an der West- und an der Ostfront eingesetzt war. Damit unterstand er der Milit\u00e4rgerichtsbarkeit. Jede politische Bet\u00e4tigung au\u00dferhalb des Reichstages und des preu\u00dfischen Landtages war ihm verboten. Dennoch war er weiter aktiv und warb Menschen f\u00fcr den Spartakusbund, der sich so st\u00e4rkte. 1916 sprach er bei der \u201eOsterkonferenz der Jugend\u201c in Jena gegen den Krieg. Am 1. Mai 1916 war er F\u00fchrer einer Antikriegsdemonstration in Berlin. Als er ausrief \u201eNieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!\u201c wurde er verhaftet. Er kam dann mit Hilfe der SPD-F\u00fchrung hinter Gittern. Er wurde aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen und wenig sp\u00e4ter wegen \u201eKriegsverrat\u201c zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Prozess, eigentlich gedacht als Exempel gegen die Revolution\u00e4re, geriet zum Fiasko f\u00fcr die kaiserliche Justiz: Organisiert von den Revolution\u00e4ren Obleuten fand in Berlin ein spontaner Solidarit\u00e4tsstreik mit \u00fcber 50.000 Beteiligten statt. Statt die Opposition zu schw\u00e4chen, gab Liebknechts Verhaftung dem Widerstand gegen den Krieg neuen Auftrieb. Nach etwa zwei Jahren Haft wurde er knapp drei Wochen vor dem Ende des Ersten Weltkrieges freigelassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den folgenden Teilen werden wir den weiteren Weg zur Novemberrevolution aufzeigen, die Folgen des Krieges f\u00fcr die Arbeiterklasse und die Massen darlegen und uns mit der Entwicklung des Opportunismus auf der einen Seite und der Revolution\u00e4re auf der anderen Seite besch\u00e4ftigen.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<a id=\"Teil2\"><\/a><span style=\"color: #ffffff;\"><br \/>\n<\/span><strong>Diethard M\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland<\/h2>\n<h4><strong>2. Teil: Schluss mit dem Krieg! Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_112\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-112\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-112\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Diethard_Moeller.jpeg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-112\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diethard M\u00f6ller<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oben haben wir den Weg zur Novemberrevolution geschildert: Die Umwandlung der SPD zur Kriegspartei, die den imperialistischen Weltkrieg auf Seiten des Kaisers, der Feudalen und des Kapitals unterst\u00fctzte. Der Kampf der Revolution\u00e4re gegen den Krieg sowie die Inhaftierung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mit Hilfe der SPD.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Der imperialistische Krieg \u2013 ein grauenvolles Blutbad<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrend die SPD-F\u00fchrung Posten in der Reichsregierung erhielt, mussten Millionen Arbeiter in den Krieg ziehen und dort ihr Leben lassen. Insgesamt wurden weltweit ca. 18 Millionen Soldaten und Zivilisten in diesem Krieg ermordet.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Anlass f\u00fcr den Beginn des imperialistischen Krieges nahm der deutsche Kaiser einen angeblichen Angriff der serbischen Armee bei Temes Kubin am 26.7.14, der tats\u00e4chlich nie stattgefunden hat. Auf Druck des deutschen Kaisers erkl\u00e4rte der \u00f6sterreichische Kaiser am 28.7.14 Serbien den Krieg. Am 1. August erkl\u00e4rte der deutsche Imperialismus dem russischen Zarenreich den Krieg. Am 2. August wurde ohne Kriegserkl\u00e4rung gegen Frankreich Luxemburg besetzt. Am 4. August griff die deutsche Armee Belgien an, um von dort nach Frankreich vorzumarschieren. In k\u00fcrzester Zeit waren alle gro\u00dfen europ\u00e4ischen imperialistischen M\u00e4chte in einem Krieg: England, Frankreich, Russland, ab 1917 auch die USA mit ihren Verb\u00fcndeten gegen Deutschland und \u00d6sterreich-Ungarn mit ihren Verb\u00fcndeten. Insgesamt 40 Staaten beteiligten sich an diesem Krieg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rasch stagnierten die Fronten, vor allem die Westfront. Ein jahrelanger blutiger Stellungskrieg folgte, bei dem es oft nur um ein paar Meter Boden ging. Dabei wurden zum ersten Mal in gro\u00dfem Umfang moderne Waffen wie Panzer, Flugzeuge eingesetzt, mit denen man industriell und in gro\u00dfen Mengen morden konnte. Zum ersten Mal wurde Giftgas in gro\u00dfen Mengen eingesetzt, bei dem zahllose Soldaten elend erstickten. Waren anfangs noch einige Soldaten auf beiden Seiten geblendet von der nationalistischen Propaganda gern in den Krieg gezogen, schlug dies immer st\u00e4rker in Entt\u00e4uschung, Wut und Hass gegen den Krieg um. Die Soldaten sahen, wie ihre Kameraden starben. Viele wurden verwundet. Sie sahen die Arroganz der Offiziere. Sie h\u00f6rten von ihren Familien aus der Heimat, wie die Inflation rasant stieg und viele hungerten. Und sie sahen auch, dass die gegnerischen Soldaten Br\u00fcder, Arbeiter waren. Gerade bei den vielen sozialdemokratischen Arbeitern, die noch in der revolution\u00e4ren SPD erzogen worden waren, wuchs die Einsicht, dass dies ein imperialistischer Krieg war, indem die Arbeiter der verschiedenen L\u00e4nder gegeneinander gehetzt wurden und sich gegenseitig umbrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Winter 1916\/17 kam es in Deutschland zu massenhaftem Hunger. Aufgrund der Inflation konnten sich viele Familien kaum noch Nahrung leisten. Und f\u00fcr die Gro\u00dfbauern war es lohnender, die Ernte an die Tiere zu verf\u00fcttern oder zu Schnaps zu brennen. Denn die Oberschicht lebte gut von diesem Krieg und konnte sich Fleisch und Schnaps leisten. Das zeigte vielen, dass das Kapital vom Krieg profitierte, w\u00e4hrend die Arbeiterklasse mit Blut und Hunger zahlen musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als es in Russland zu Massenstreiks, Aufst\u00e4nden und schlie\u00dflich zur Februarrevolution 1917 kam, ermutigte das viele revolution\u00e4re Gegner des imperialistischen Krieges. Als schlie\u00dflich in der Oktoberrevolution 1917 die erste Arbeiter- und Bauernregierung gebildet und sofortige Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Beendigung des Krieges und den schrittweisen \u00dcbergang zum Sozialismus ergriff, war dies f\u00fcr die Revolution\u00e4re in Deutschland ein gro\u00dfer Ansporn, sich auch hier gegen den Krieg zu organisieren und f\u00fcr den Sozialismus zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als es am 5.12.17 zu einem Waffenstillstand zwischen dem revolution\u00e4ren Russland und Deutschland kam, feierten dies deutsche und russische Soldaten an der Front gemeinsam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer wieder kam es nun zu Befehlsverweigerung und Aufst\u00e4nden in der Armee. Im Januar 1918 kam es zu einer Streikwelle, die von revolution\u00e4ren Obleuten organisiert wurde. An dem Streik beteiligten sich eine Millionen Arbeiter in ganz Deutschland. Die SPD, die eng mit dem Kapital verbunden war, sah die Gefahr, dass es auch in Deutschland zu einer Revolution kommen k\u00f6nnte und arbeitete mit allen Mitteln wie T\u00e4uschung, L\u00fcgen, Unterdr\u00fcckung und Gewalt gegen diese Entwicklung. So wurde in Berlin der sozialdemokratische F\u00fchrer Ebert Mitglied der Streikleitung bei den Januarstreiks und sorgte daf\u00fcr, dass der Streik rasch abgebrochen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine letzte Offensive des deutschen Milit\u00e4rs im August 1918 an der Westfront brach schnell zusammen und f\u00fchrte zu einer Katastrophe. Allein an einem Tag mussten 27.000 Soldaten ihr Leben f\u00fcr die Interessen des deutschen Imperialismus lassen. Am 29. September informierte die Milit\u00e4rf\u00fchrung den Kaiser und den Reichskanzler, dass die Lage aussichtslos sei. Sie empfahlen, einen Waffenstillstand und die \u00dcbergabe der Regierung an die SPD, damit man der die Schuld an der Niederlage geben k\u00f6nne. Die SPD trat nun offiziell in die kaiserliche Regierung ein. Gegen\u00fcber den Massen erkl\u00e4rte sie, sie wolle einen raschen Frieden herbeif\u00fchren, w\u00e4hrend sie in der Regierung alle Ma\u00dfnahmen der Reaktion und des Kapitals unterst\u00fctzte.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Novemberrevolution<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_16909\" style=\"width: 329px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16909\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16909\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3e3e-300x162.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3e3e-300x162.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3e3e-768x415.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/3e3e-1024x553.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><p id=\"caption-attachment-16909\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Gro\u00dfen Zulauf erhielt die Versammlung auf dem Kieler Wilhelmplatz am 10. November 1918<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gener\u00e4le wollten sogar den Krieg wieder aufnehmen. In Kiel plante die deutsche Marineleitung unter Admiral Franz von Hipper, die Flotte zu einer letzten Schlacht gegen die Royal Navy in den \u00c4rmelkanal zu entsenden. Die deutsche Flotte sollte k\u00e4mpfen, bis auch das letzte Schiff untergegangen w\u00e4re. Das h\u00e4tte den sinnlosen Tod von zehntausenden Matrosen bedeutet. Doch der Befehl wurde durch einen Funk-Offizier an die einfachen Matrosen weitergegeben. Die Matrosen hissten am 3. November 1918 rote Fahnen auf ihren Schiffen, entwaffneten die Offiziere und bildeten am 4. November 1918 gemeinsam mit den Kieler Arbeitern einen Arbeiter- und Soldatenrat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch am selben Abend traf der SPD-Reichstagsabgeordnete Gustav Noske in Kiel ein. Der Gouverneur hatte telegrafisch um die Entsendung eines SPD-Abgeordneten gebeten, der den Aufstand im Auftrag der neuen Reichsregierung und der Parteif\u00fchrung unter Kontrolle bringen sollte. Noske erkl\u00e4rte dem Arbeiter- und Soldatenrat, er wolle die \u201eRevolution zum Sieg\u201c f\u00fchren und wurde zu seinem Vorsitzenden gew\u00e4hlt. Er organisierte mit Tricks und L\u00fcgen schrittweise die Entwaffnung der Revolution\u00e4re und die Wiederbewaffnung der Offiziere. So konnte er den Einfluss der R\u00e4te in Kiel zur\u00fcckdr\u00e4ngen. Die Ausweitung der Revolution auf Deutschland jedoch konnte er nicht verhindern.<\/p>\n<div id=\"attachment_16910\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16910\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16910\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ge34-300x182.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ge34-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ge34-768x465.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ge34-1024x621.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><p id=\"caption-attachment-16910\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">5. November 1918: Stolze Revolution\u00e4re Matrosen lassen bei dem Kieler Fotografen Anton Buche ein Erinnerungsfoto machen.<\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\">(Das Foto zeigt eine Gruppe von sechs mit Gewehren bewaffneten Matrosen, die ihre Kokarden aus dem M\u00fctzen entfernt haben und die sich f\u00fcr den Fotografen um eine Tafel gruppiert haben, die vermutlich nachtr\u00e4glich vom Fotografen auf der Glas platte in Spiegelschrift mit den Worten &#8222;Hoch lebe die Freiheit 5. Nov. 1918&#8220; versehen wurde. Dies war nach Aussagen des Leiters des Stadtarchivs Kiel, Dr. Johannes Rosenpl\u00e4nter ein damals \u00fcbliches Verfahren.)<\/span><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_17768\" style=\"width: 602px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17768\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17768\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/rr4r-300x185.jpg\" alt=\"\" width=\"592\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/rr4r-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/rr4r-768x475.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/rr4r-1024x633.jpg 1024w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/rr4r.jpg 1406w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><p id=\"caption-attachment-17768\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">November 1918: Die Belegschaft der U-Boot-Abnahmekommission in Kiel auf dem Wohnschiff SMS Amazone schloss sich schnell den aufst\u00e4ndischen Matrosen an<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Revolution breitete sich rasch aus.: L\u00fcbeck, Rendsburg, Bremen, Hamburg, Hannover, Braunschweig, K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Stuttgart, Wilhelmshafen\u2026 \u00dcberall wurden Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te gebildet und in wenigen Tagen die Monarchie beseitigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch der F\u00fchrer der SPD, Ebert, war sich mit der Reaktion und dem Kapital darin einig, dass eine soziale Revolution verhindert und die reaktion\u00e4re staatliche Ordnung unter allen Umst\u00e4nden aufrechterhalten bleiben m\u00fcsse. Er wollte die b\u00fcrgerlichen Parteien, die schon 1917 im Reichstag mit der SPD zusammengearbeitet hatten, sowie die alten Eliten des Kaiserreichs f\u00fcr den Staatsumbau gewinnen und eine bef\u00fcrchtete Radikalisierung der Revolution nach russischem Vorbild verhindern. Er erkl\u00e4rte, als er den R\u00fccktritt des Kaisers forderte: \u201eWenn der Kaiser nicht abdankt, dann ist die soziale Revolution unvermeidlich. Ich aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie die S\u00fcnde.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">General Groener erkl\u00e4rte im M\u00fcnchner Dolchsto\u00dfprozess im Oktober 1925 zur Rolle der SPD und der Gewerkschaftsf\u00fchrer, die am 6. November zu einem Gespr\u00e4ch mit der Reichsregierung und der Reichswehrf\u00fchrung eingeladen worden waren: \u201eVon keiner Seite ist ein Wort gefallen, dass darauf schlie\u00dfen lie\u00df, dass die Herren etwa auf eine Revolution hinstreben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile hatte sich die Revolution weiter ausgebreitet und auch Berlin erreicht. Nach dem Januarstreik 1918 hatte sich in Berlin eine illegale Organisation der revolution\u00e4ren Obleute der Betriebe mit ca. 80 Mitgliedern aus USPD und Spartakus gebildet. Deren Aufstandsvorbereitungen wurden von F\u00fchrern der USPD zu Fall gebracht und kurz darauf durch Verrat mehrere Mitglieder verhaftet. F\u00fcr den 9. November wurde nun zum Generalstreik in Berlin aufgerufen. Das Milit\u00e4r bereitete sich darauf vor. Aber Truppen, die angefordert worden waren, kamen wegen der revolution\u00e4ren Situation in ganz Deutschland nicht mehr durch. Nur die L\u00fcbbener und Naumburger J\u00e4ger wurden als \u201eabsolut sichere Bataillone\u201c nach Berlin gebracht. Alle beurlaubten Offiziere erhielten den Befehl, sich bewaffnet einzufinden, und wurden in Kampfgruppen eingeteilt.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Der Kampf um die Macht beginnt<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_16907\" style=\"width: 328px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16907\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16907\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r4-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"318\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r4-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r4.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/><p id=\"caption-attachment-16907\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">MG-Posten vor dem Berliner Stadtschloss 1918, CC Wikipedia, Bundesarchiv<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Morgen des 9. November str\u00f6mten ungeheure Arbeitermassen aus allen Teilen in das Zentrum von Berlin. An der Spitze marschierten bewaffnete Arbeiter und revolution\u00e4re Soldaten. Die Reaktion musste kapitulieren. Die Polizei, die vier Jahre lang auf wehrlose Menschen eingepr\u00fcgelt und geschossen hatte, gab ihre Waffen ab. Kasernentore \u00f6ffneten sich. Die Soldaten schlossen sich entweder an oder erkl\u00e4rten ihre Neutralit\u00e4t. Die Regierung gab angesichts der Machtverh\u00e4ltnisse den Befehl, nicht auf die Demonstranten zu schie\u00dfen. Vor der Maik\u00e4ferkaserne jedoch postierte ein reaktion\u00e4rer Offizier einen Trupp Bewaffneter und lie\u00df schie\u00dfen. Drei Arbeiter wurden ermordet. Der Offiziersposten wurde schnell \u00fcberrannt und die Kasernentore aufgesprengt. Die Soldaten schlossen sich der Revolution an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl sowohl die SPD-F\u00fchrer als auch der Reichskanzler Max von Baden flehentlich den R\u00fccktritt des Kaisers forderten, um wenigstens den Kapitalismus zu retten, z\u00f6gerte der Kaiser und das Milit\u00e4r. Im Hauptquartier im besetzten Belgien schmiedete der Kaiser sogar noch Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Marsch in die Heimat. Doch selbst die reaktion\u00e4rsten Offiziere konnten ihm angesichts der Lage nicht mehr helfen. Als die Lage unhaltbar wurde, erkl\u00e4rte Reichskanzler Max von Baden am 9. November:<br \/>\n\u201eDer Kaiser und K\u00f6nig hat sich entschlossen, dem Throne zu entsagen. Der Reichskanzler bleibt noch so lange im Amte, bis die mit der Abdankung des Kaisers, dem Thronverzicht des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preu\u00dfen und der Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kaiser, der Millionen Soldaten in den Tod geschickt und von ihnen \u201eMut und Tapferkeit\u201c verlangt hatte, floh feige ins Exil in die Niederlande.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun begann der Kampf um die Macht. die SPD, die eben noch versuchte hatte, die Monarchie zu retten, lie\u00df noch in der Nacht vor dem 9. November ein Extrablatt des Vorw\u00e4rts drucken, in dem sie zum Generalstreik aufrief, der schon lange ohne sie organisiert worden war. Aus SPD-Betriebsvertrauensleuten schuf sie einen \u201eArbeiter- und Soldatenrat\u201c, der ihnen als Marionette diente. Nun wollten sie sich anh\u00e4ngen und Einfluss gewinnen. Die \u201eKampflosung\u201c ihre Aufrufs lautete: \u201eArbeiter, Soldaten, sorgt f\u00fcr die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung! Es lebe die soziale Republik!\u201c SPD-F\u00fchrer Ebert vereinbarte gleichzeitig mit Max von Baden, dass dieser zur\u00fccktrete und ihm, Ebert, das Amt des Reichspr\u00e4sidenten \u00fcbertrage. Mit revolution\u00e4rem Pathos verk\u00fcndete um 14 Uhr SPD-F\u00fchrer Scheidemann vor dem Reichstagsgeb\u00e4ude den revolution\u00e4ren Massen, die Monarchie sei gest\u00fcrzt und rief die Republik aus. Um 16 Uhr verk\u00fcndete Karl Liebknecht auf Beschluss des wirklichen revolution\u00e4ren Arbeiter- und Soldatenrates den Sturz der Monarchie. Er erkl\u00e4rte: \u201eDie Herrschaft des Kapitalismus, der Europa in ein Leichenfeld verwandelt hat, ist gebrochen\u2026 Wenn auch das Alte niedergerissen ist, d\u00fcrfen wir doch nicht glauben, dass unsere Aufgabe getan sei. Wir m\u00fcssen alle Kr\u00e4fte anspannen, um die Regierung der Arbeiter und Soldaten aufzubauen und eine neue staatliche Ordnung des Proletariats zu schaffen, eine Ordnung des Friedens, des Gl\u00fccks und der Freiheit unserer deutschen Br\u00fcder und unserer Br\u00fcder in der ganzen Welt. Wir reichen ihnen die H\u00e4nde und rufen sie zur Vollendung der Weltrevolution auf.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur gleichen Zeit fanden im Reichstag Verhandlungen zur Regierungsbildung statt. Viele Arbeiter forderten, dass Karl Liebknecht in dieser Regierung sein sollte, weil sie ihm vertrauten. Doch die rechten SPDler und auch die USPD-F\u00fchrer lehnten alle Bedingungen der Spartakusgruppe und Liebknechts ab. So wurde eine Regierung aus Ebert, Scheidemann und Landsberg f\u00fcr die SPD und Haase, Dittmann sowie Barth f\u00fcr die USPD gebildet. Der Kampf um die Macht sollte blutig werden.<\/p>\n<p>In einem dritten Teil werden wir die K\u00e4mpfe, die Gr\u00fcndung der KPD, die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie die Ergebnisse der Novemberrevolution behandeln.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong><a id=\"Teil3\"><\/a><br \/>\nDiethard M\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<h2>100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland<\/h2>\n<h4><strong>3. Teil: Der Kampf um die Macht<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_112\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-112\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-112\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Diethard_Moeller.jpeg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-112\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diethard M\u00f6ller<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oben habe ich beschrieben wie die Novemberrevolution am 3. November 1918 in Kiel ausbrach, sich rasch \u00fcber ganz Deutschland ausbreitete und schlie\u00dflich am 9. November zur Abdankung des Kaisers, dem Sturz der Monarchie und der Ausrufung einer sozialistischen Republik durch Karl Liebknecht sowie der Ausrufung einer b\u00fcrgerlichen Republik durch Phillip Scheidemann, SPD als Gegenprojekt f\u00fchrte und der Kampf um die Macht begann. Davor beschrieb ich den Weg zur Novemberrevolution: Die Umwandlung der SPD zur Kriegspartei, die den imperialistischen Weltkrieg auf Seiten des Kaisers, der Feudalen und des Kapitals unterst\u00fctzte. Der Kampf der Revolution\u00e4re gegen den Krieg sowie die Inhaftierung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mit Hilfe der SPD.<br \/>\n<\/strong><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Sozialdemokraten wollen die Revolution erdrosseln<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_17186\" style=\"width: 329px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17186\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17186\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bundesarchiv_B_145_Bild-P046271_Berlin_Kundgebung_im_Tiergarten_Liebknecht-768x518-300x202.jpg\" alt=\"\" width=\"319\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bundesarchiv_B_145_Bild-P046271_Berlin_Kundgebung_im_Tiergarten_Liebknecht-768x518-300x202.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Bundesarchiv_B_145_Bild-P046271_Berlin_Kundgebung_im_Tiergarten_Liebknecht-768x518.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 319px) 100vw, 319px\" \/><p id=\"caption-attachment-17186\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Karl Liebknecht spricht in Berlin im Tiergarten, Bild: Bundesarchiv<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich Ebert, SPD, hatte am 9. November, zur gleichen Zeit zu der Karl Liebknecht (KPD) die sozialistische Revolution ausrief, eine b\u00fcrgerlich-parlamentarische Demokratie ins Leben gerufen, die er aber nach au\u00dfen als \u201eRevolutionsregierung\u201c und als \u201eRat der Volksbeauftragten\u201c aus SPD und USPD verkaufte. Er rief dazu auf, Ruhe zu bewahren, damit die Regierung arbeiten k\u00f6nne. Bereits am 10. November 1918 traf er mit dem obersten General und Milit\u00e4rf\u00fchrer Groener ein geheimes Abkommen, um die Revolution zu ersticken. Ebert sicherte zu, dass alle alten, reaktion\u00e4ren Offiziere ihre Posten und ihre Macht behielten sowie dass er gegen die Arbeiter-und Soldatenr\u00e4te vorgehen werde. Daf\u00fcr erhielt er die Unterst\u00fctzung des reaktion\u00e4ren Milit\u00e4rs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1922 erkl\u00e4rte Phillipp Scheidemann, einer der F\u00fchrer der SPD, bei einer Versammlung in Friedrichshain:<br \/>\n<em>\u201eEine antimonarchistische Propaganda, eine positiv republikanische T\u00e4tigkeit hat die Sozialdemokratie nie ge\u00adtrieben, weil f\u00fcr uns diese Frage bis zu einem gewissen Zeitpunkt nebens\u00e4chlich erschien\u2026<br \/>\nDie Unterstellung, dass die Sozialdemokratie die November\u00adrevolution gewollt oder vorbereitet hat, ist eine l\u00e4cherliche, t\u00f6richte Agitationsl\u00fcge unserer Gegner\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unmittelbar nach der Revolution trafen sich vom 9. bis 12. November Vertreter der Gro\u00dfindustrie und die F\u00fchrer der deutschen Gewerkschaften in Berlin. Am 15. November 1918 unterzeichneten sie einen Geheimvertrag, in dem die Gewerkschaftsf\u00fchrer zusagten,<\/p>\n<ul>\n<li>\u201ewilde Streiks\u201c zu beenden<\/li>\n<li>f\u00fcr eine geordnete Produktion zu sorgen,<\/li>\n<li>den Einfluss der R\u00e4te zur\u00fcckzudr\u00e4ngen<\/li>\n<li>eine Enteignung des Kapitals zu verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kapital gew\u00e4hrte daf\u00fcr den 8-Stunden-Tag und einen Alleinvertretungsanspruch der Gewerkschaften in den Betrieben. Das Letztere war vor allem gegen die R\u00e4te gerichtet, die beseitigt werden sollten. Den 8-Stunden-Tag hatte allerdings bereits die Revolution erk\u00e4mpft. In vielen Betrieben hatten die Arbeiterr\u00e4te, die faktisch die Macht hatten, bereits den 8-Stunden-Tag durchgesetzt. Es war also gar kein \u201eErfolg\u201c, den die Gewerkschaftsf\u00fchrer den Arbeitermassen pr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die SPD sorgte in den folgenden Tagen daf\u00fcr, dass sowohl das alte Milit\u00e4r als auch der alte Staatsapparat unangetastet wurden. Am 12. November gab der \u201eRat der Volksbeauftragten\u201c einen Erlass heraus:<br \/>\n\u201e<em>Das Vorgesetztenverh\u00e4ltnis des Offiziers bleibt bestehen. Unbedingter Gehorsam im Dienste ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr das Gelingen der Zur\u00fcckf\u00fchrung in die deutsche Heimat. Milit\u00e4rische Disziplin und Ordnung im Heere muss deshalb unter allen Umst\u00e4nden aufrecht erhalten werden.<br \/>\nDie Soldatenr\u00e4te haben zur Aufrechterhaltung des Vertrauens zwischen Offizier und Mann beratende Stimme in Fragen der Verpflegung, des Urlaubs, der Verh\u00e4ngung von Disziplinarstrafen. <strong>Ihre oberste Pflicht ist es, auf die Verhinderung von Unordnung und Meuterei hinzuwirken.<\/strong>\u201d<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast alle kaiserlichen Minister und hohen Beamten behielten ihre Posten. Die Kleinstaaterei wurde nicht abgeschafft, sondern zur Spaltung benutzt. Auch in den L\u00e4ndern blieben fast \u00fcberall die alten Minister und Beamten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Problem hatten die SPD-F\u00fchrer jedoch: Sie hatten keine funktionsf\u00e4hige Gewaltmaschine. Das Heer war fast vollst\u00e4ndig zersetzt. Truppen, die man gegen die Revolution einsetzen wollte, weigerten sich, auf Arbeiter und Soldaten zu schie\u00dfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_17188\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17188\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17188\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r566-300x209.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r566-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/r566.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><p id=\"caption-attachment-17188\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">1919: Hetzplakat der SPD gegen Spartakus<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher machten sich die SPD-F\u00fchrer auch rasch und mit allen Mitteln daran, diesen Mangel zu beseitigen. Bis sie aber wieder \u00fcber eine zuverl\u00e4ssige Gewaltmaschine verf\u00fcgen konnten, mussten sie sich mit T\u00e4uschung und Demagogie durchmogeln. \u00d6ffentlich waren sie \u201eRevolution\u00e4re\u201c. Intern waren sie voll Hass gegen die Revolution. Mit dem Geheimpakt zwischen Friedrich Ebert (SPD) und dem obersten General und Milit\u00e4rf\u00fchrer Groener waren die Weichen gestellt. Ebert gab den alten Reichswehr-Offizieren freie Hand, neue zuverl\u00e4ssige Truppen aufzustellen. Das geschah vor allem durch die Schaffung von so genannten Freikorps. Aus Spenden des Gro\u00dfkapitals und Geheimfonds der Reichswehr wurde die Bildung solcher bezahlter Mordbanden erm\u00f6glicht. Gesammelt wurden die reaktion\u00e4rsten Kr\u00e4fte. Oft gingen die Freikorps ein paar Jahre sp\u00e4ter direkt zu den Nazis \u00fcber und stellten deren milit\u00e4risches R\u00fcckgrat dar. Die SPD-F\u00fchrung machte Druck, denn sie brauchte solche zuverl\u00e4ssigen, reaktion\u00e4ren Truppen, die bereit waren, Blut zu vergie\u00dfen, um den Kapitalismus zu retten. Die Zusammenstellung, Ausbildung und Ausr\u00fcstung der Freikorps war aber nicht in kurzer Zeit und in ausreichender Menge zu bewerkstelligen, sodass es bis Anfang Januar 1919 dauerte, bis gen\u00fcgend zuverl\u00e4ssige, reaktion\u00e4re milit\u00e4rische Einheiten zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis dahin mussten die SPD-F\u00fchrer taktieren, lavieren, t\u00e4uschen und betr\u00fcgen. Sie traten als \u201eRevolution\u00e4re\u201c auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz vor dem \u201e Ersten Allgemeinen Kongress der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te\u201c, der am 16.12.18 begann, versuchte der SPD-F\u00fchrer Ebert zusammen mit Groener durch einen milit\u00e4rischen Putsch, diesen zu verhindern. Der Putsch scheiterte, weil ein Regiment zu fr\u00fch losschlug. 16 Revolution\u00e4re wurden dabei ermordet. Allerdings war Ebert offiziell nicht der Urheber dieses milit\u00e4rischen Gewaltstreiches, der scheiterte, sondern ein \u201eGegner\u201c. Obwohl Ebert den Kongress nicht wollte, sah er sich gezwungen, dort als \u201eRevolution\u00e4r\u201c und \u201eSozialist\u201c aufzutreten, den \u201e Ersten Allgemeinen Kongress der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te\u201c zu manipulieren und sich mit Tricks und L\u00fcgen eine Mehrheit zu schaffen. So hatten sie im Vorfeld daf\u00fcr gesorgt, dass nur ein Drittel der Delegierten Arbeiter und Soldaten waren, daf\u00fcr ein weiteres Drittel aus sozialdemokratischen B\u00fcrokraten, die sich die Unterst\u00fctzung der ebenfalls vertretenen b\u00fcrgerlichen Kr\u00e4fte sicherten. So best\u00e4tigte der Kongress die Position Eberts und des \u201eRates der Volksbeauftragten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Milit\u00e4risch war Berlin in dieser Zeit in der Hand der Revolution\u00e4re. Doch diese waren nicht gut genug organisiert, ideologisch und politisch zersplittert. Es fehlte eine Kommunistische Partei, die den Aufstand anf\u00fchren und zum Sozialismus f\u00fchren konnte. Diese Schw\u00e4che konnten sich die reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte und die SPD-F\u00fchrer zunutze machen, um die Revolution schrittweise zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und schlie\u00dflich auszul\u00f6schen. Doch das war angesichts der Machtverh\u00e4ltnisse ein weiter und grausamer Weg.<\/p>\n<div id=\"attachment_17764\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17764\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17764\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/g35e3h-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/g35e3h-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/g35e3h-768x538.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/g35e3h-1024x717.jpg 1024w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/g35e3h.jpg 1150w\" sizes=\"(max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><p id=\"caption-attachment-17764\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Barrikade im Berliner Zeitungsviertel Anfang 1919 \u2013 gegen die reaktion\u00e4ren Noske-Truppen,<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unterst\u00fctzung erhielten die SPD-F\u00fchrer durch die F\u00fchrung der USPD. Von ihren Mitgliedern her war die USPD eine revolution\u00e4re Partei mit starkem Einfluss in der Arbeiterklasse. Aber die F\u00fchrung war im Gegensatz dazu opportunistisch und bremste die Revolution nach Kr\u00e4ften unter vielen \u201erevolution\u00e4ren\u201c Phrasen. Sie traten am 9. November in den \u201eRat der Volksbeauftragten\u201c ein und regierten mit Ebert gegen die Revolution. Auch sie hofften darauf, die Revolution beenden zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die Masse der Arbeiter und Soldaten nach Russland schaute, wo der erste sozialistische Staat entstand und gute Beziehungen zur Sowjetregierung wollte, stand im Protokoll des Rates der Volksbeauftragten vom 19. November:<br \/>\n<em>\u201e1. Fortsetzung der Besprechung \u00fcber das Verh\u00e4ltnis Deutschlands zur Sowjetrepublik. Haase (F\u00fchrer der USPD, d. Red.) r\u00e4t dilatorisch (d.h. hinhaltend) vorzugehen\u2026 Kautsky (damals f\u00fcr die USPD Unterstaatssekret\u00e4r im Ausw\u00e4rtigen Amt, d. Red.) schlie\u00dft sich Haase an: Die Entscheidung m\u00fcsse hinausgeschoben werden. Die Sowjetregierung w\u00fcrde sich nicht mehr lange halten, sondern in wenigen Wochen erledigt sein\u2026\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rolle der USPD entspricht ungef\u00e4hr der der Linkspartei. \u201eLinks blinken, rechts abbiegen\u201c ist das passende Motto. Um die k\u00e4mpferische Basis zu beruhigen und zu betr\u00fcgen, findet man scharfe Worte zur Verurteilung des Kapitalismus und der Kriege. Wo immer man aber regiert oder mitregiert, macht man das, was das Kapital erzwingt und braucht. F\u00fcr die Massen gibt es ein paar Kr\u00fcmel vom Tisch der herrschenden Klasse, die dann als gro\u00dfe Reformen und Siege gefeiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Geringerer als Gregor Gysi hat das am 30. M\u00e4rz 1994 gegen\u00fcber der Illustrierten Stern treffend erkl\u00e4rt: <em>\u201eDie Kl\u00fcgeren unter unseren Gegnern werden irgendwann anerkennen, dass die PDS die bessere Art ist, den Protest einzufangen.\u201c<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Der Kampf spitzt sich zu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach und nach hatte Ebert in Berlin zuverl\u00e4ssige reaktion\u00e4re Truppen stationieren lassen. Mit diesen wollte er vor Weihnachten endlich einen milit\u00e4rischen Schlag gegen die Revolution f\u00fchren. Dazu wurden Konflikte mit der \u201eVolksmarinedivision\u201c genutzt. Nach dem 9. November hatte die Regierung zu ihrem Schutz die neu gebildete Volksmarinedivision von Kiel nach Berlin beordert. Doch diese war der Revolution treu. So hatte sie sich geweigert, an dem Putsch gegen den \u201e Ersten Allgemeinen Kongress der Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te\u201c teilzunehmen. Otto Wels, SPD, verweigerte ihnen nun ihren Sold und wollte die Einheit aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. Dezember besetzten die Matrosen die Reichskanzlei, stellten den \u201eRat der Volksbeauftragten\u201c unter Arrest und nahmen Otto Wels gefangen. Statt aber die Regierung aufzul\u00f6sen und die Macht zu \u00fcbernehmen, verlangten sie nur ihren Sold.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Friedrich Ebert, ein Meister der Intrige, kontaktierte \u00fcber eine geheime Telefonleitung die Oberste Heeresleitung, die sich vorsichtshalber in Kassel verkrochen hatte. Am 24. Dezember gab Ebert den Befehl, dass reaktion\u00e4re Truppen das Stadtschloss, in dem die Volksmarinedivision untergebracht war, st\u00fcrmen sollten. R\u00fccksichtslos und brutal wurde mit M\u00f6rsern und Granaten angegriffen. Doch die Volksmarinedivision wehrte sich tapfer und bescherte den Angreifern eine heftige Niederlage. Sie mussten sich nach erheblichen Verlusten geschlagen zur\u00fcckziehen. 56 Regierungssoldaten, elf Matrosen und einige Zivilisten verloren dabei ihr Leben. Ebert f\u00fchrte danach Verhandlungen. Die Matrosen erhielten ihren Sold und das Versprechen, dass die Volksmarinedivision nicht aufgel\u00f6st w\u00fcrde. Daf\u00fcr r\u00e4umten sie das Stadtschloss im Zentrum Berlins und lie\u00dfen Otto Wels frei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit war offensichtlich, dass der \u201eRat der Volksbeauftragten\u201c mit SPD und USPD keinerlei Macht besa\u00dfen. Die Macht lag in den H\u00e4nden der bewaffneten Arbeiter und Soldaten. Doch diese nutzten ihre Macht nicht, um eine R\u00e4teregierung zu errichten. W\u00e4hrend die Revolution\u00e4re z\u00f6gerten, unklar voller Illusionen und uneins waren, war das die Gegenseite nie. Sie bereitete sich auf den Gegenschlag vor.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong><a id=\"Schwankungen\"><\/a><br \/>\nDiethard M\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<h2>100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland<\/h2>\n<h4><strong>4. Teil: Schwankungen und Z\u00f6gern<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_112\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-112\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-112\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ak\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Diethard_Moeller.jpeg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-112\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Diethard M\u00f6ller<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Obwohl die Volksmarinedivision den Angriff der reaktion\u00e4ren Reichswehrtruppen zur\u00fcckgeschlagen und gesiegt hatte, r\u00e4umte sie das Berliner Stadtschloss im Zentrum. Sie \u00fcbergab damit einen strategisch wichtigen Punkt an die Konterrevolution\u00e4re um SPD, Kapital und Reichswehr. Ihre Macht nutzten sie nicht, um die Ebert-Regierung abzusetzen oder dies wenigstens zu versuchen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebert selbst sagte in diesen Tagen zum Reichswehrf\u00fchrer General Groener: <em>\u201eWenn dann die Liebknecht-Gruppe die Situation benutzt, jetzt die Regierung an sich zu rei\u00dfen, so kann sie niemand daran hindern.\u201c<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_17772\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17772\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17772\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r45t-300x179.png\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r45t-300x179.png 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r45t.png 582w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><p id=\"caption-attachment-17772\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Auch in Stuttagrt waren im November 1918 Zehntausende auf der Stra\u00dfe \u2013 gegen den Krieg und Kapitalismus, f\u00fcr Sozialismus!<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 25. Dezember 1918 kam es zu einer Massendemonstration in Berlin, zu der die Revolution\u00e4ren Obleute aufriefen. Am 29. Dezember 1918 verlie\u00dfen die USPD-F\u00fchrer die Ebert-Regierung. Sie hatten bis dahin zwar immer wieder gegen die Politik Eberts protestiert, aber letztlich alles ertragen und mitgemacht. Die Revolution hatten sie nie ernsthaft verteidigt oder gar vorangetrieben. Nun bestand die Gefahr, dass sie in der Arbeiterklasse, wo sie mit ihrem linken Auftreten gro\u00dfen Einfluss hatten, ihr Ansehen v\u00f6llig verspielten. Aber auch mit dem Austritt aus dem Rat der Volksbeauftragten \u00e4nderten sie ihre schwankende, z\u00f6gerliche Haltung nicht. Sie hatten Angst vor einer Revolution und standen damit im Widerspruch zur Mehrheit der Mitglieder der USPD, die in vielen K\u00e4mpfen an vorderster Stelle waren. So w\u00fcnschte der USPD-F\u00fchrer Haase nach seiner R\u00fccktrittserkl\u00e4rung Ebert und Scheidemann \u201eden besten Erfolg bei der L\u00f6sung ihrer gro\u00dfen Aufgaben\u201c. Und am 2. Januar 1919 unterzeichneten die USPDler in der preu\u00dfischen Regierung einen Erlass gegen Streiks und \u201e\u00fcbertriebene Lohnforderungen\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Verhalten erinnert stark an die Situation in der Linkspartei. An der Basis gibt es viele k\u00e4mpferische, aufrechte Genossen\/-innen und Kollegen\/-innen, die wirklich etwas ver\u00e4ndern wollen. In der F\u00fchrung sitzen Leute, die radikale Reden schwingen, aber immer da, wo sie in einer Regierung mitmischen, entsprechend den Interessen des Kapitals mitmachen. Der S\u00fcndenfall begann mit der Regierungsbeteiligung der PDS in Berlin, nachdem die Berliner Landesbank pleite gemacht hatte und die CDU-Regierung abdanken musste. Gemeinsam mit der SPD sanierte die PDS brav die Finanzen der Landesbank, was nur m\u00f6glich wurde, indem man tausende im Bereich, Kultur, Bildung und Soziales in die Arbeitslosigkeit entlie\u00df und zahlreichen Projekten in diesen Bereichen das Geld strich und sie beerdigte. Wer den Kapitalismus nicht beseitigen will, muss sich bei einer Regierungsbeteiligung auch der Macht des Kapitals unterordnen. Das war bei der USPD so, wie es heute auch bei der Linkspartei ist.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Gr\u00fcndung der KPD<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg war klar, dass eine revolution\u00e4re Partei notwendig ist. Aber inmitten einer Revolution eine Partei zu gr\u00fcnden und aufzubauen, war ein schwieriges Werk. Am 9. November 1918 war die erste \u201eRote Fahne\u201c erschienen und musste t\u00e4glich mit gro\u00dfem Aufwand erstellt werden. T\u00e4glich gab es dutzende Versammlungen von Komitees, Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten, Kommissionen. Man musste die bewussten K\u00e4mpfer in ganz Deutschland ansprechen, sammeln, organisieren. So wurde zum Jahresende 1918 zum Gr\u00fcndungsparteitag der KPD in Berlin aufgerufen und diese am 31.12.1918 gegr\u00fcndet. Damit war ein erster Schritt zur festen Organisierung der revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte getan. Allerdings fehlte der Partei die Erfahrung, die innere Festigkeit und die Schulung im revolution\u00e4ren Massenkampf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Programm enthielt die richtigen politischen Forderungen und Ma\u00dfnahmen, doch die KPD hatte noch nicht die Kraft, um diese umzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der KPD gab es verschiedene Str\u00f6mungen, darunter Opportunismus und Sektierertum. Lenin widmete in seiner Schrift \u201eDer \u201aLinke Radikalismus\u2018, die Kinderkrankheit im Kommunismus\u201c der KPD mehrere Kapitel, wo er sie aufforderte, aktiv auch in r\u00fcckschrittlichen Arbeiterorganisationen, in den verb\u00fcrgerlichten Gewerkschaften um die Gewinnung der Mehrheit in der Arbeiterklasse zu k\u00e4mpfen. Ebenso erkl\u00e4rte er, dass der Parlamentarismus zwar theoretisch erledigt sei, aber nicht praktisch. Dass es darum gehe, die Masse der Arbeiter, Angestellten und des Volkes zu \u00fcberzeugen. Es war ein harter und langer Kampf in der KPD, um diese Kinderkrankheiten zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem fehlte der KPD noch eine feste Verankerung in der Arbeiterklasse. Viele Arbeiter waren in der USPD organisiert. Erst 1920 verlie\u00dfen rund eine halbe Millionen Arbeiter die USPD und schlossen sich mit der KPD zusammen. Darunter war Ernst Th\u00e4lmann, der sp\u00e4tere Vorsitzende der Partei. Mit diesem Zusammenschluss waren die Voraussetzungen geschaffen, um die KPD zu einer Partei mit Masseneinfluss zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne die Gr\u00fcndung der KPD, ohne ihr klares revolution\u00e4res Programm w\u00e4re diese Entwicklung nicht m\u00f6glich gewesen. Lenin kritisierte die oben beschriebenen Fehler der KPD, um sie voranzubringen. Denn er sah in ihr die zuk\u00fcnftige F\u00fchrerin der deutschen Arbeiterklasse und des Volkes im Kampf gegen Krieg und Kapitalismus, f\u00fcr ein sozialistisches Deutschland.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Provokationen der Konterrevolution<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_17774\" style=\"width: 328px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17774\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17774\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e3e4-300x232.jpg\" alt=\"\" width=\"318\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e3e4-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e3e4.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 318px) 100vw, 318px\" \/><p id=\"caption-attachment-17774\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">M\u00fcnchen, Theresienwiese: Kundgebung f\u00fcr die Revolution,<\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\">Foto: Bundesarchiv<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 29. Dezember 1918 rief SPD-F\u00fchrer Ebert seinen Anhang zu einer Gro\u00dfdemonstration auf. Alle b\u00fcrgerlichen Kr\u00e4fte mobilisierten daf\u00fcr. Sozialdemokratische Arbeiter wurden missbraucht, um gemeinsam mit dem Spie\u00dfb\u00fcrgertum und den Kapitalisten gegen Spartakus und die Revolution zu marschieren. Dabei wurde ein Flugblatt des \u201eB\u00fcrgerrates von Gro\u00df-Berlin\u201c verteilt, in dem offen zum Mord an Liebknecht und Luxemburg aufgerufen wurde:<br \/>\n<em>\u201eArbeiter, Soldaten! Die Weihnachtsstreiche der Spartakus-Gruppe f\u00fchren direkt in den Abgrund Niemand von uns will Blut vergie\u00dfen. Aber eher kann man einen tollen Hund durch Bibelspr\u00fcche kurieren, als Spartakus durch sanftes Zureden. Der rohen Gewalt dieser Verbrecherbande kann nur mit Gewalt begegnet werden. Wenn man uns niederkn\u00fcppeln will, wehren wir uns unserer Haut. Das heuchlerische Geschrei der Spartakus-Leute \u00fcber das \u201aBlutbad\u2018 macht uns nicht irre an ihrer Absicht, Arbeiter gegen Arbeiter, Soldaten gegen Soldaten in den Kampf zu treiben.<br \/>\n<\/em><em>&gt; Wollt ihr Frieden? Dann sorgt Mann f\u00fcr Mann daf\u00fcr, da\u00df die Gewaltherrschaft der Spartakus-Leute ein Ende nimmt!<\/em><br \/>\n<em>&gt; Wollt ihr Brot? Dann sorgt, da\u00df alle R\u00e4der sich drehen!<\/em><br \/>\n<em>&gt; Wollt ihr Freiheit? Dann macht die bewaffneten Tagediebe Liebknechts unsch\u00e4dlich!<\/em><br \/>\n<em>&gt; Wenn ihr einig seid, rei\u00dft die ganze Gesellschaft aus.\u201c<br \/>\n<\/em><br \/>\nDie, die Soldaten gegen Soldaten und Arbeiter gegen Arbeiter gehetzt hatten, schrieen \u201eHaltet den Dieb!\u201c Sie forderten zu Gewalt und zum Ausrei\u00dfen der Spartakisten auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 4. Januar 1919 wurde Emil Eichhorn, der revolution\u00e4re Polizeipr\u00e4sident von Berlin nach tagelanger Hetze im Vorw\u00e4rts und b\u00fcrgerlichen Zeitungen mit haltlosen Vorw\u00fcrfen von Ebert seines Amtes enthoben. Eichhorn war in der Arbeiterklasse beliebt, weil er nicht zulie\u00df, dass die neu gebildete Sicherheitswehr gegen die Revolution\u00e4re eingesetzt wurde. Die Emp\u00f6rung war riesig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch das hatte Ebert einkalkuliert. Der von den SPD-F\u00fchrern eingesetzte Nachfolger Eichhorns, Eugen Ernst, best\u00e4tigte gegen\u00fcber der Presse, dass man damit gerechnet hatte, dass Spartakus und die daraus neu gebildete KPD noch nicht in der Lage waren zu siegen. Man wollte sie zu einem fr\u00fchen Kampfe provozieren, um einen Vorwand zu haben, gegen sie loszuschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenfalls am 4. Januar 1919 ernannte Ebert Gustav Noske zum Volksbeauftragten f\u00fcr Heer und Marine. Noske (SPD) \u00fcbernahm am 6. Januar den Oberbefehl mit den Worten: <em>\u201eMeinetwegen, einer muss der Bluthund werden. Ich scheue die Verantwortung nicht.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon Ende Dezember hatte die Reichswehrf\u00fchrung insgeheim gr\u00f6\u00dfere intakte Reichswehrverb\u00e4nde nach Berlin entsandt und den Entscheidungskampf gegen die Revolution vorbereitet. Noske konnte nun zum ersten Mal seit 8 Wochen wieder auf gr\u00f6\u00dfere kampff\u00e4hige reaktion\u00e4re Truppenverb\u00e4nde und Freikorps zur\u00fcckgreifen. Und die wollte er auch benutzen, um die Revolution im Blut zu ersticken<br \/>\nAuf die Entlassung des revolution\u00e4ren Polizeipr\u00e4sidenten Emil Eichhorn reagierten die Revolution\u00e4ren Obleute, die USPD und die frisch gegr\u00fcndete KPD mit einem Aufruf zur Demonstration:<\/p>\n<p><em>\u201eZeigt den Gewalthabern von heute eure Macht, zeigt, dass der revolution\u00e4re Geist der Novembertage in euch nicht erloschen ist.\u201c<br \/>\n<\/em><br \/>\nHunderttausende, teilweise bewaffnete Arbeiter und Soldaten folgten diesem Aufruf am 5. Januar 1919. Un\u00fcbersehbare Marschs\u00e4ulen zogen durch Berlin. Das Zentrum wurde \u00fcberschwemmt. Karl Liebknecht von der KPD und Georg Ledebour von der USPD begeisterten die Menschenmassen mit ihren Ansprachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren sich zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass die Zeit noch nicht reif f\u00fcr eine Macht\u00fcbernahme war, da die Arbeiterbewegung gespalten, unklar und schwankend war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Eindruck der Massendemonstrationen wurde am Abend des 5. Januar 1919 ein provisorischer Revolutionsausschuss gew\u00e4hlt, in dem auch Liebknecht Mitglied war. Der Ausschuss sollte vorbereitende Schritte f\u00fcr eine Macht\u00fcbernahme ergreifen. Der Revolutionsausschuss war zerstritten und vergeudete Zeit mit langen Sitzungen. Gleichzeitig besetzten spontan bewaffnete Arbeiter und Soldaten b\u00fcrgerliche Zeitungen in Berlin, darunter den Vorw\u00e4rts, um deren Hetze zu stoppen und revolution\u00e4re Zeitungen herauszugeben.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Konterrevolution und die Ermordung von Karl und Rosa<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Noske war das eine Gelegenheit, seine einsatzbereiten reaktion\u00e4ren Truppen losschlagen zu lassen. In einem Blutrausch eroberten diese eine Zeitung nach der anderen zur\u00fcck. 156 Menschen wurden dabei ermordet. Hatten die reaktion\u00e4ren Truppen ausgebildete Offiziere, die sich in Strategie und Taktik auskannten, waren die Revolution\u00e4re unkoordiniert, teilweise undiszipliniert und uneinig. Am 9. Januar waren die Revolution\u00e4re geschlagen. Liebknecht und Luxemburg mussten sich verstecken. \u00dcberall in Berlin tauchten Plakate auf: <em>\u201eSchlagt die Juden tot! T\u00f6tet Liebknecht!\u201c<\/em> oder \u201eSchlagt die F\u00fchrer des Spartakus tot! T\u00f6tet Liebknecht!\u201c Am 15. Januar 1919 wurden sie in ihrer illegalen Wohnung verhaftet. Noch am gleichen Abend wurden sie nach Misshandlungen und Folter ermordet. Wenn am 13. Januar 2019 in Berlin die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration stattfindet, gedenken wir des 100. Todestages dieser beiden gro\u00dfen deutschen Kommunisten.<\/p>\n<div id=\"attachment_16805\" style=\"width: 599px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-16805\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-16805\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-300x185.jpg\" alt=\"\" width=\"589\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45-768x475.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/ftf45.jpg 890w\" sizes=\"(max-width: 589px) 100vw, 589px\" \/><p id=\"caption-attachment-16805\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Mitbegr\u00fcnder der Kommunistischen Partei Deutschlands<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Bluttat hatten die SPD-F\u00fchrer Ebert, Noske und Scheidemann der Revolution das Genick gebrochen. Zwar gab es im Jahr 1919 noch viele weitere K\u00e4mpfe in ganz Deutschland, doch mit der \u00dcbernahme der Macht in Berlin und der reaktion\u00e4ren Reichswehr sowie den Freikorps im R\u00fccken konnten die SPD-F\u00fchrer nun St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte niederringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noske lie\u00df nacheinander die revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte in verschiedenen St\u00e4dten und Regionen abschlachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende Januar lie\u00df Noske die Bremer R\u00e4terepublik blutig niederschlagen. Es gab \u00fcber 400 Tote.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 4. M\u00e4rz begann in Berlin ein Generalstreik, zu dem die Arbeiterr\u00e4te aufgerufen hatten, um die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te zu erhalten, f\u00fcr eine demokratische Milit\u00e4rreform und Sozialisierungen. Noske setzte brutal Milit\u00e4r ein.\u00a0\u00dcber 1200 Menschen, darunter viele Unbeteiligte, wurden ermordet. Und er lie\u00df Berlin zum ersten Mal aus der Luft angreifen. Es waren nicht ausl\u00e4ndische Kampfflugzeuge, sondern die Reichswehr, die die Berliner Arbeiterviertel aus der Luft angriff und wahllos Menschen ermordete. Noske erlie\u00df einen Schie\u00dfbefehl, wonach jeder, der mit einer Waffe angetroffen wurde, ohne Gerichtsverfahren standrechtlich erschossen werden durfte. Das wurde von den Freikorps und der Reichswehr reichlich genutzt, um kurzen Prozess zu machen. Auch Unbewaffnete wurden ermordet und hinterher behauptet, sie h\u00e4tten nach einer Waffe greifen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann folgten Hamburg und Sachsen-Gotha, wo die Revolution in Blut erstickt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Abschluss wurde die M\u00fcnchner R\u00e4terepublik mit 2.000 Ermordeten am 2. Mai erdrosselt. In Bayern trugen viele Freikorpsler bereits ein eingraviertes Hakenkreuz an ihrem Stahlhelm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Millionen Arbeiter und Soldaten haben an dieser gro\u00dfartigen revolution\u00e4ren Bewegung teilgenommen. Zigtausende von ihnen wurden in ganz Deutschland ermordet. Mitten in diesem Blutbad wurden die angeblich freien Wahlen zur Nationalversammlung durchgef\u00fchrt und so die b\u00fcrgerliche Republik mit Gewalt durchgesetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_17780\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17780\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17780\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/3de3-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/3de3-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/3de3-768x478.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/3de3-1024x637.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><p id=\"caption-attachment-17780\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Beerdigung von Rosa Luxemburg )symbolisch, weil ihr leichnam zu der Zeit noch nicht gefunden war), Karl Liebknecht und den get\u00f6teten Revolution\u00e4ren des Januaraufstandes am 25. Januar 2019 in Berlin-Friedrichsfelde. \u00dcber 100.000 Menschen gaben den Revolution\u00e4ren ihr letztes Geleit.<\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\">Foto: Deutsches Historisches Museum<\/span><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was blieb?<\/strong><\/p>\n<p>Zwar konnte die herrschende Klasse mit Hilfe der SPD-F\u00fchrer ihre Entmachtung und Enteignung verhindern. Aber sie konnte nicht alles zur\u00fcckdrehen, was die Revolution in nur wenigen Tagen geschaffen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Revolution hatte das Frauenwahlrecht erk\u00e4mpft und es blieb. In diesen Tagen wird versucht, dies als eine Errungenschaft des b\u00fcrgerlichen Parlamentarismus und der SPD-F\u00fchrer darzustellen. Doch diese haben den Frauen nichts geschenkt. Sie konnten es ihnen nicht mehr nehmen, nachdem die Revolution es zur Tatsache gemacht hatte. In anderen b\u00fcrgerlichen Staaten dauerte es deutlich l\u00e4nger, bis die Frauen sich das Wahlrecht erk\u00e4mpfen konnten: Z. B. in Gro\u00dfbritannien 1928, in Frankreich erst 1944 und in Italien erst1946.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es blieb eine wenn auch verkr\u00fcppelte b\u00fcrgerliche Demokratie. Verkr\u00fcppelt war sie, weil sie nicht konsequent mit den alten feudalen \u00dcberresten Schluss machte. So blieb die Kleinstaaterei. Bis heute haben Kinder gro\u00dfe Probleme, wenn ihre Eltern von einem Bundesland in ein anderes umziehen, weil es kein einheitliches Bildungswesen gibt. Auch die Trennung von Kirche und Staat wurde nie wirklich vollzogen. Formal besteht sie, doch real gibt es zahlreiche Verquickungen vom staatlichen Religionsunterricht, \u00fcber die Kirchensteuer und \u00fcppige staatliche Subventionen in Milliardenh\u00f6he. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/a-727637.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Laut Spiegel<\/a> sollen es rund 80 Milliarden j\u00e4hrlich sein!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als billigen Ersatz f\u00fcr die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te gab es die Betriebsr\u00e4te, die gesetzlich an das Wohl des Betriebes gebunden sind und damit an die Interessen des Kapitals. Trotz dieser Fesseln ist die Arbeit in den Betriebsr\u00e4ten wichtig, um die Kollegen\/-innen zu erreichen und mit ihnen gemeinsam zu k\u00e4mpfen. Allerdings m\u00fcssen wir uns der Fesseln bewusst sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Feudalismus wurde abgeschafft, aber nicht konsequent. So behielten Kaiser, K\u00f6nige und F\u00fcrsten ihren Grundbesitz und ihr Verm\u00f6gen. Teilweise bekamen sie mit Hilfe der SPD-F\u00fchrer auch noch gro\u00dfe Entsch\u00e4digungen f\u00fcr den Thronverzicht.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Konsequenzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Novemberrevolution kann man viel lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr viele ist es erstaunlich, dass in Deutschland eine solche Revolution m\u00f6glich war. Manche denken, \u201emit den Deutschen geht das nicht\u201c. Doch das ist falsch. Auch in Deutschland ist eine Revolution m\u00f6glich, wenn die Bedingungen daf\u00fcr vorhanden sind. Das h\u00e4ngt nicht vom Willen der Revolution\u00e4re ab. Wir k\u00f6nnen uns viel w\u00fcnschen, entscheidend sind die breiten Massen. Durch den Krieg hatte sich eine revolution\u00e4re Situation entwickelt, in der die Menschen nicht mehr so weitermachen wollten und konnten wie bisher. Aber auch die herrschende Klasse war am Ende und konnte nicht mehr so weitermachen. Gegenw\u00e4rtig leben wir in einer nicht-revolution\u00e4ren Situation. Das hei\u00dft allerdings nicht, dass man die H\u00e4nde in den Scho\u00df legen kann. Im Gegenteil! Man muss die Zeit nutzen, um sich auf eine m\u00f6gliche revolution\u00e4re Situation vorzubereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-17776\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r5t-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r5t-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r5t-768x1033.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r5t-761x1024.jpg 761w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r5t.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/>Es reicht nicht, die Macht zu haben. Man muss sie auch nutzen, um die herrschende Klasse konsequent zu entmachten und zugleich eine neue, revolution\u00e4re Macht aufzubauen. Die Arbeiter und Soldaten hatten 1918 viel Macht in ihren H\u00e4nden, konnten sie aber nicht nutzen, weil sie keine Klarheit hatten, was sie damit anfangen m\u00fcssen, weil sie gespalten und voller Illusionen waren. Das konnten die herrschende Klasse und die SPD-F\u00fchrer nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man braucht eine starke, in der Arbeiterklasse verankerte Kommunistische Partei als F\u00fchrung. Das fehlte 1918\/19. Die KPD war noch unerfahren, schwach und von inneren Widerspr\u00fcchen belastet. Das fehlt aber auch heute. Die revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte sind zersplittert und schwach. Zudem gibt es keine ideologische und politische Klarheit \u00fcber die Aufgaben. Deshalb ist es dringend n\u00f6tig, eine solche Partei zu schaffen und nicht abzuwarten. Denn eine solche Partei ist nicht vom ersten Tag an erfahren, gut organisiert. Sie muss lernen, sich entwickeln, Fehler machen und Niederlagen kassieren, um daraus wieder zu lernen. Wer diesen Prozess zu sp\u00e4t in Gang setzt, der kommt dann halt auch zu sp\u00e4t, wenn eine solche Partei notwendig ist.<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Quellen:<\/span><\/strong><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Ernst Th\u00e4lmann, 9. November 1918 \u2013 die Geburtsstunde der deutschen Revolution; in Ernst Th\u00e4lmann, Ausgew\u00e4hlte Werke Bd. 2, S.9-15<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Festschrift 1907-2007 \u2013 Internationaler Sozialisten Congress Stuttgart<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Zum 53. Jahrestag der Novemberrevolution, Rote Zellen Kiel\/ML, 1973<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Illustrierte Geschichte der deutschen Revolution, Verlag Neue Kritik, 1970<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Karl Liebknecht, Gesammelte Reden und Schriften, Bd. IX<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Zur Geschichte der Kommunistischen Partei Deutschlands, Nachdruck der Originalausgabe von 1955, Red Star Press, London, 1995<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Mark Jones, Am Anfang war Gewalt, 2017, Propyl\u00e4en<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?cat=165\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Artikel von Diethard M\u00f6ller<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung von 21. Januar bis 4. Oktober 2018 in <a href=\"https:\/\/www.arbeit-zukunft.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeit-Zukunft<\/a>. Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder und Bildunterschriften wurden zum Teil von der Redaktion AmericanRebel hinzu gef\u00fcgt.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<a id=\"100\"><\/a><br \/>\nFritz Theisen<\/h4>\n<h2>100 Jahre Frauenwahlrecht \u2013 Ein bleibender Erfolg der Novemberrevolution!<\/h2>\n<h4>Gegen die L\u00fcgen um das Frauenwahlrecht!<\/h4>\n<div id=\"attachment_15326\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-15326\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-15326\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Fritz_Theisen.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-15326\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Fritz Theisen<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">12. November 2018: Das <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/zdf-morgenmagazin\/frauenwahlrecht-106.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF l\u00fcgt dreist<\/a> in seiner Berichterstattung \u00fcber den 100 Jahrestag der Erk\u00e4mpfung des Frauenwahlrechts: \u201e<em>Am 12. November 1918 ist es soweit: \u201eDas Wahlrecht f\u00fcr Frauen wird in der Weimarer Verfassung verankert.<\/em>\u201c Ein offene L\u00fcge! Heute vor Hundert Jahren gab es keine Weimarer Verfassung. Es wurde an keiner Weimarer Verfassung gearbeitet, um dort ein Frauenwahlrecht zu verankern. Das geschah erst Monate sp\u00e4ter in der Weimarer Nationalversammlung. Die wurde aber erst im Januar 1919 gew\u00e4hlt \u2013 tats\u00e4chlich auch von den Frauen. Aber weil eine L\u00fcge die n\u00e4chste nach sich zieht, muss das ZDF die Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 zur \u201e<em>Wahl ins Parlament<\/em>\u201c umf\u00e4lschen. Tats\u00e4chlich durften hier die Frauen Deutschlandweit tats\u00e4chlich erstmals w\u00e4hlen. Eben die Nationalversammlung, die Monate sp\u00e4ter, am 31. Juli 1919, die Weimarer Verfassung beschloss. Also hatte das Frauenwahlrecht nichts mit der Nationalversammlung und der Verfassung zu tun, auch wenn es dann in der drinstand. Es stammt tats\u00e4chlich vom 12. November 1918, sonst stimmt aber an den Erz\u00e4hlungen ums Frauenwahlrecht von heute nicht viel.<\/p>\n<div id=\"attachment_17984\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17984\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17984\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r3e4-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r3e4-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r3e4-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/r3e4.jpg 820w\" sizes=\"(max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><p id=\"caption-attachment-17984\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Wie hier in Berlin gingen Frauen am 19. Januar 1919 \u00fcberall in gro\u00dfer Zahl zur Stimmabgabe f\u00fcr die verfassunggebende Nationalversammlung.<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Warum die ganze L\u00fcgerei um das Frauenwahlrecht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Bundesregierung vertuscht die Wahrheit. Frau Merkel heute (12.11.2018): \u201e<em>Die Einf\u00fchrung des Wahlrechts f\u00fcr Frauen war ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Jahrzehntelang haben mutige Frauen daf\u00fcr gek\u00e4mpft, bis es im Jahre 1918 durchgesetzt wurde.<\/em>\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Merkels Frauenministerin von der SPD, Franziska Giffey st\u00f6\u00dft ins selbe Horn:\u201e<em>Seit 100 Jahren d\u00fcrfen Frauen w\u00e4hlen und gew\u00e4hlt werden. Wenn wir in diesem Jahr das Jubil\u00e4um des Frauenwahlrechts feiern, schauen wir stolz zur\u00fcck auf das, was sich Frauen seitdem erk\u00e4mpft haben<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frage an Frau Merkel und Frau Giffey: \u201eWenn Sie sagen, das Frauenwahlrecht sei 1918 \u201edurchgesetzt\u201c worden \u2013 ja, wer hat es denn durchgesetzt? Warum so schweigsam, so wortkarg?<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Antwort ist nicht so schwer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon das Datum 12. November 1918, gerade mal eine gute Woche nach dem Matrosenaufstand in Kiel, drei Tage nachdem der Kaiser nach Holland get\u00fcrmt war, Karl Liebknecht die sozialistische Republik, Scheidemann die b\u00fcrgerliche Republik ausgerufen hatte! Alles das zeigt: <strong>Das Frauenwahlrecht wurde mitten in der Revolution ausgerufen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem: wer tat das denn nun? Es war die Revolutionsregierung, so wie sie auf Grund der Verh\u00e4ltnisse sich eben gebildet hatte: Der sogenannte <em>Rat der Volksbeauftragten<\/em>. Der entstammte direkt den um sich greifenden Arbeiter- und Soldatenaufst\u00e4nden. Der Rat der Volksbeauftragten war die vom 10. November 1918 bis zum 13. Februar 1919 amtierende provisorische Regierung Deutschlands die den \u00dcbergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik managen musste. Er wurde im Zuge der Novemberrevolution aus drei im Herzen konterrevolution\u00e4ren Mehrheitssozialdemokraten (SPD, damals such MSPD) und drei Unabh\u00e4ngigen Sozialdemokraten(USPD) gebildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 12. November 1918, zwei Tage nach seinem ersten Zusammentreffen, richtete der Rat einen Aufruf \u201e<em>An das deutsche Vol<\/em>k\u201c, der aber ein Dekret war: Der die ganze Kriegszeit geltende Belagerungszustand wurde aufgehoben. Uneingeschr\u00e4nkte Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit! Abschaffung der Zensur! Meinungs\u00e4u\u00dferung in Wort und Schrift ist frei! Amnestie f\u00fcr alle politischen Straftaten und Niederschlagung aller entsprechenden noch laufenden Verfahren. u. a. m.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Und dann dekretierte der Rat der Volksbeauftragten das Frauenwahlrecht f\u00fcr alle \u00f6ffentlichen Wahlen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft: Das Frauenwahlrecht von vor genau 100 Jahren ist ein unmittelbares Ergebnis der Revolution! Der Novemberrevolution! <strong>Eine Revolution war notwendig, um es zu erstreiten. <\/strong>Keine edelm\u00fctigen Gro\u00dfen Herrschaften gew\u00e4hrten es, sondern Arbeiter\/innen und Soldaten hatten es erk\u00e4mpft! Auch mit Waffengewalt! Offiziere wurden mit vorgehaltener Waffe abgesetzt, kaiserliche Gouverneure aus dem Amt gejagt, der Kaiser selbst verjagt mit riesenhaften Massendemonstrationen in Berlin und reichsweit, auf denen bewaffnete Arbeiter und Soldaten f\u00fcr die angemessene Drohkulisse sorgten \u2013 das war n\u00f6tig, um diese neuartige R\u00e4teregierung an die Macht zu bringen: diesen \u201e<em>Rat der Volksbeauftragten<\/em>\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Parlament, das diese Regierung einsetzte, gab es nicht mehr. Der letzte kaiserliche Reichskanzler \u201ePrinz\u201c Max von Baden, hatte die Regierungsgewalt und die Kanzlerschaft formlos an den Vorsitzenden des Rats \u00fcbergeben. Er wich der revolution\u00e4ren Gewalt auf Stra\u00dfen und in den Betrieben, in Kasernen, auf den Panzerkreuzern vor Wilhelmshafen, Cuxhafen und Kiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freilich hie\u00df dieser \u201eRatsvorsitzende\u201c Friedrich Ebert. Er war Chef der SPD. Er tat dann bekanntlich zusammen mit seinen SPD-F\u00fchrern alles, um die Fortf\u00fchrung der Revolution bis zum Sturz der Kapitalherrschaft im Blut zu ersticken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das Frauenwahlrecht blieb \u2013 f\u00fcr die revolution\u00e4ren Arbeiter\/innen und Soldaten war es sowieso Ehrensache. F\u00fcr die Ebert-Truppe war das nicht selbstverst\u00e4ndlich. Nur drei Tage davor hatte Ebert doch tats\u00e4chlich noch den Kaiser oder die Monarchie retten wollen!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Arbeiter\/innen aber kannten diese Forderung seit langem, viele waren damit aufgewachsen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn es geh\u00f6rt auch zur Schmach der SPD, dass sie heute noch nicht einmal die Traute hat, herauszustellen, dass am 12. November 1918 die SPD bereits seit 27 Jahren <em>offiziell <\/em>gem\u00e4\u00df ihrem Parteiprogramm f\u00fcr die Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern und f\u00fcr das Frauenwahlrecht gek\u00e4mpft hatte. Genau seit Oktober 1891, als das Erfurter Programm verabschiedet wurde, das letzte klar revolution\u00e4re Programm der SPD. Und das kannten damals Millionen der SPD zugewandten Arbeiterinnen, Arbeiter und Soldaten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e&#8230;<em>f\u00fcr gleiche Rechte und gleiche Pflichten aller ohne Unterschied des Geschlechts und der Abstammung<\/em>.\u201c So hie\u00df es da und wenige Zeilen weiter: \u201e<em>Allgemeines, gleiches, direktes Wahl- und Stimmrecht mit geheimer Stimmabgabe aller \u00fcber 20 Jahre alten Reichsangeh\u00f6rigen ohne Unterschied des Geschlechts f\u00fcr alle Wahlen und Abstimmungen\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das also soll vertuscht werden mit all dem Ges\u00fclze des heutigen Tages, 100 Jahre sp\u00e4ter! Klar war es so wie Merkel heute sagte: \u201e <em>Jahrzehntelang haben mutige Frauen daf\u00fcr gek\u00e4mpft\u201c <\/em>Aber diese Frauen haben Namen:<em> Die revolution\u00e4ren Sozialdemokratinnen und Kommunistinnen, Clara Zetkin, Rosa Luxemburg, K\u00e4the Dunker, Sonja Liebknecht. <\/em>Nat\u00fcrlich auch andere ber\u00fchmte Vertreterinnen der SPD, ja auch aus b\u00fcrgerlich-liberalen Kreisen. Denn auch die Frauen der Bourgeoisie und des Kleinb\u00fcrgertums waren nicht gleichberechtigt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter k\u00e4mpften sogar f\u00fcr deren Rechtsgleichheit.<br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 12. November 2018 in <a href=\"https:\/\/www.arbeit-zukunft.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeit-Zukunft<\/a>. Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder und Bildunterschriften wurden zum Teil von der Redaktion AmericanRebel hinzu gef\u00fcgt.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 10pt; color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?cat=211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Weitere Artikel von Fritz Theisen<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<a id=\"DGB\"><\/a><br \/>\nDiethard M\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Der DGB feiert\u00a0<\/strong><strong>mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde <\/strong><strong>100 Jahre Sozialpartnerschaft und blutige Niederschlagung <\/strong><strong>der Novemberrevolution<\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_8880\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8880\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-8880\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Diethard_Moeller.jpeg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-8880\" class=\"wp-caption-text\">Diethard M\u00f6ller<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Man stutzt bei dem Datum! 100 Jahre Sozialpartnerschaft? Da war doch was in Deutschland? Ach ja, die Novemberrevolution! Damals wollten Millionen von Menschen, Arbeiter und Soldaten, in Deutschland eine Revolution und den Sozialismus. Die Enteignung des Kapitals stand auf der Tagesordnung. Demagogisch versprachen damals SPD-F\u00fchrer wie Ebert aber auch Gewerkschaftsf\u00fchrer die Sozialisierung der Gro\u00dfbetriebe, um die Menschen zu beruhigen und ihnen zu zeigen, \u201ebei uns sind deine Interessen in guten H\u00e4nden\u201c. Doch tats\u00e4chlich arbeiteten sie mit allen Kr\u00e4ften am Gegenteil: An der Niederschlagung der Revolution, an der Rettung des Kapitals!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 9. November 1918, dem Tag als in Berlin der Kaiser durch die Revolution gest\u00fcrzt wurde, sa\u00dfen Gewerkschaftsf\u00fchrer wie Legien und Vertreter des Gro\u00dfkapitals wie Stinnes an einem Tisch und berieten, wie sie das wieder in den Griff bekommen k\u00f6nnten. Am 15.11.18 wurde dann das so genannte Stinnes-Legien-Abkommen geschlossen, dass der DGB stolz auf seiner Homepage pr\u00e4sentiert. Doch neben diesem \u00f6ffentlichen Vertrag gab es geheime Absprachen. Die Gewerkschaftsf\u00fchrer sagten zu,<br \/>\n\u2022 \u201ewilde Streiks\u201c zu beenden,<br \/>\n\u2022 f\u00fcr eine geordnete Produktion zu sorgen,<br \/>\n\u2022 den Einfluss der R\u00e4te zur\u00fcckzudr\u00e4ngen,<br \/>\n\u2022 eine Enteignung des Kapitals zu verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr erhielten sie einen Alleinvertretungsanspruch in den Betrieben. Das war allerdings gegen die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te gerichtet, die in fast ganz Deutschland die Macht ergriffen hatten. Die Gewerkschaftsf\u00fchrer sagten zu, bei deren Entmachtung und Aufl\u00f6sung zu helfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_17282\" style=\"width: 341px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17282\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17282\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/erf-205x300.png\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"485\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/erf-205x300.png 205w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/erf-768x1124.png 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/erf-699x1024.png 699w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/erf.png 1099w\" sizes=\"(max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><p id=\"caption-attachment-17282\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Auszug aus dem sog. Stinnes-Legien-Abkommen, Quelle Bundesarchiv<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als \u201egro\u00dfen Erfolg\u201c pr\u00e4sentierten die Gewerkschaftsf\u00fchrer, dass die Gro\u00dfkapitalisten den 8-Stunden-Tag vertraglich zusagten. Doch das war kein Erfolg! Denn fast \u00fcberall, wo die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te die macht hatten, war bereits der 8-Stunden-Tag durchgesetzt worden. Das Kapital hatte gar keine Macht dies zu verhindern. In manchen Regionen und Betrieben war sogar schon der 7- oder 6-Stunden-Tag eingef\u00fchrt worden. Das Kapital erkannte also nur an, was schon Realit\u00e4t war, um Schlimmeres zu verh\u00fcten. Die F\u00fchrer der Gewerkschaften reichten ihnen dazu die Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Umgesetzt werden konnte diese Vereinbarung, die die DGB-F\u00fchrung nun \u201ew\u00fcrdig\u201c mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde (BDA) feiert, indem das Blut von zigtausenden revolution\u00e4ren Arbeiter\/innen, die allermeisten davon Gewerkschaftsmitglieder, in ganz Deutschland vergossen wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Feier dieses Verrats an der Revolution und des Mordes von zigtausenden trafen sich am 16. Oktober im Deutschen Historischen Museum Berlin Gewerkschaftsf\u00fchrer wie die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis und Francesco Grioli, Mitglied des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden IG BCE-Hauptvorstandes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes bekannte sich in seiner Ansprache zur Sozialpartnerschaft, zu Wettbewerb, Globalisierung und unternehmerischem Erfolg. Dabei \u201everga\u00df\u201c er Niedrigl\u00f6hne, Leiharbeit, Minijobs, Altersarmut und die zunehmend unsicheren Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Mit solchen Kleinigkeiten wollte er die Feierlaune nicht verderben. Doch f\u00fcr Millionen Menschen ist es Realit\u00e4t, dass sie nicht von ihrem Einkommen leben k\u00f6nnen, dass sie sich kaum noch eine Wohnung leisten k\u00f6nnen und im Alter in Armut leben m\u00fcssen. Von Pflege und Gesundheitssystem ganz zu schweigen. Die \u201eSozialpartnerschaft\u201c hat zu einer vertieften Spaltung der Arbeiterklasse und zu millionenfacher Armut gef\u00fchrt, w\u00e4hrend das Kapital immer reicher wird. Aber das war ja schon 1918 der Sinn der Sozialpartnerschaft und ist es auch heute. Die DGB-F\u00fchrer haben also am 16. Oktober ihr treues Eintreten f\u00fcr das Kapital und seine Interessen gefeiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer das nicht will, muss in den Gewerkschaften gegen solche Lakaien des Kapitals antreten und die Kollegen\/-innen f\u00fcr ihre Interessen, ihre Klasseninteressen mobilisieren. Denn auch heute wie 1918 wollen die gro\u00dfe Mehrheit der Kollegen\/-innen f\u00fcr ihre Interessen k\u00e4mpfen. Zeigen wir ihnen einen Weg!<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?cat=165\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Artikel von Diethard M\u00f6ller<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung heute oder vor wenigen Tagen in <a href=\"https:\/\/www.arbeit-zukunft.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeit Zukunft<\/a>. Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4><a id=\"Bundespr\u00e4sident\"><\/a><br \/>\nFritz Theisen<\/h4>\n<h2>Bundespr\u00e4sident Steinmeier: \u201eSozialpartnerschaft\u201c ist die Revolution!<\/h2>\n<div id=\"attachment_15326\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-15326\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-15326\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/Fritz_Theisen.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-15326\" class=\"wp-caption-text\">Fritz Theisen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es gab doch vor genau hundert Jahren tats\u00e4chlich eine Revolution in Deutschland! Eine untersch\u00e4tze, gewaltige, massenhafte Erhebung gro\u00dfer Teile des deutschen Volks. Sie erfasste Millionen, Arbeiterinnen, Arbeiter und Soldaten, die emp\u00f6rt waren \u00fcber den Krieg, das Morden, die Not und das proletarische Elend, die brutale Milit\u00e4rdiktatur und die widerw\u00e4rtige nationalistische Hetze. Sie standen auf gegen den Kapitalismus, die Ursache von alledem!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schwung der revolution\u00e4ren Massen fegte im ersten Anlauf den Kaiser hinweg, etablierte Arbeiterr\u00e4te, 8-Stundentag, Gleichberechtigung und Frauenwahlrecht. Aber die alten M\u00e4chte nutzten die offensichtlichen Schw\u00e4chen des Aufstandes, die mangelnde revolution\u00e4re F\u00fchrung und seine tiefe Spaltung konsequent aus!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_17749\" style=\"width: 322px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17749\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17749\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Bundesarchiv_Bild_102-00539_Berlin_Revolution_Standrechtlich_Erschossene-300x189.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Bundesarchiv_Bild_102-00539_Berlin_Revolution_Standrechtlich_Erschossene-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Bundesarchiv_Bild_102-00539_Berlin_Revolution_Standrechtlich_Erschossene-768x485.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Bundesarchiv_Bild_102-00539_Berlin_Revolution_Standrechtlich_Erschossene.jpg 792w\" sizes=\"(max-width: 312px) 100vw, 312px\" \/><p id=\"caption-attachment-17749\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Berlin 1919, von Freikorps ermordete Revolution\u00e4re,<\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\">Foto: Bundesarchiv<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So wurde die Revolution blutig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit brutaler H\u00e4rte gingen die alten M\u00e4chte im B\u00fcndnis mit den F\u00fchrern der SPD, Ebert, Noske und Co. schnell gegen die zun\u00e4chst siegreichen, sich tapfer wehrenden Arbeiter\/innen vor. Zahllose Regionen erlebten Massaker an Arbeitern und ihren neuen Machtorganen, den Arbeiter- und Soldatenr\u00e4ten. Nicht nur in Berlin, M\u00fcnchen oder Bremen, auch in vielen andern St\u00e4dten zahlten Arbeiter und Arbeiterinnen mit tausenden Todesopfern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es ist und bleibt unfasslich, wie die aufst\u00e4ndische, um die Macht im Lande ringende Arbeiterklasse von den F\u00fchrern der SPD, ihrer alten Partei, nicht nur verraten, sondern, nach Sicherung der Herrschaft f\u00fcr das Kapital, in einem Gewaltrausch unterdr\u00fcckt wurde. Die Massen wollten sozialistische Revolution \u2013 die SPD- und Gewerkschaftsf\u00fchrer das Gegenteil!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_17747\" style=\"width: 322px\" class=\"wp-caption alignright\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17747\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17747\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/23_carl.legien-206x300.jpg\" alt=\"\" width=\"312\" height=\"455\" \/><p id=\"caption-attachment-17747\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Konterrevolution\u00e4r Larl-Legien (SPD)<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verrat \u2013 hinter dem R\u00fccken der k\u00e4mpfenden Massen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewerkschaftsboss und SPD-Mann Karl Legien und Kapitalmagnat Hugo Stinnes schlossen hinter dem R\u00fccken der aufopferungsvollen revolution\u00e4ren K\u00e4mpfe, gleich in den ersten Tagen der Revolution, den Pakt zur Rettung des Kapitalismus. Genau das feierten die heutigen Nachfolger, die DGB-F\u00fchrer um Michael Hofmann am 16. Oktober im feinen Saal des Berliner Historischen Museums (Siehe Bericht auf gleicher Seite). Sie feierten gemeinsam mit den Kapitalistenvereinen. Nein, nicht die Revolution, sondern deren Verrat durch die damaligen Gewerkschaftschefs.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>100 Jahr sp\u00e4ter: \u201eh\u00f6chste Weihen\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie feierten mit Bundespr\u00e4sident Frank Walter Steinmeier, also mit dem h\u00f6chsten Repr\u00e4sentanten des heutigen deutschen Imperialismus! Der hielt die \u201eFestrede\u201c. Es ist ein Witz der Geschichte, dass an der Stelle, wo ab 1919 SPD-Chef Ebert als \u201eReichspr\u00e4sident\u201c stand, heute wieder ein SPD-Mann steht, Er verleiht der Sause unter dem Label \u201e100 Jahre!\u201c Nein! Nicht Novemberrevolution, sondern \u2013 \u201e100 Jahre Sozialpartnerschaft!\u201c h\u00f6chste Weihen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sagte er? Klar, das mit der Revolution konnte nicht ganz unter den Tisch fallen. Dazu war sie zu gewaltig. Deshalb musste er ihr den Zahn ziehen, sie verf\u00e4lschen, die Revolution\u00e4re zu den Dummies erkl\u00e4ren und die Konterrevolution\u00e4re zu den eigentlichen Revolution\u00e4ren. Das ist der Job dieses Herrn.<\/p>\n<div id=\"attachment_17745\" style=\"width: 216px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17745\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17745\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/cer4-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/cer4-300x294.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/cer4.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><p id=\"caption-attachment-17745\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Bundespr\u00e4sident Steinmeier,<\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\">Foto YouTube screenshot<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Steinmeier erinnerte zun\u00e4chst an \u201e\u2026 einen Weg, der in Krieg und Revolution begann, der durch Unterdr\u00fcckung und Diktatur f\u00fchrte&#8230;\u201c Aha Revolution, irgendwie schon! Aber wo es um die realen Ereignisse geht, da f\u00e4llt das Wort nicht mehr!! Da wird in Berlin von Scheidemann, ja, sogar von Karl Liebknecht die Republik ausgerufen. Aber Revolution ist das nicht. Steinmeier redet stattdessen von Ereignissen:<br \/>\n\u201eDie Ereignisse \u00fcberst\u00fcrzen sich \u2026. Entscheidungen und Reaktionen im Stundentakt sind f\u00fcr die Menschen kaum noch nachvollziehbar. \u2026Schnell sind die Fronten verh\u00e4rtet, die Konfliktlinien schroff, Kompromiss und Ausgleich in weiter Ferne. Bereits in ihren ersten Tagen droht die junge Republik in einer Spirale der Gewalt zu versinken. Und dennoch \u2013 fast unglaublich \u2013 am selben Tag, dem 15. November 1918, geschieht etwas Erstaunliches, v\u00f6llig Unerwartetes: Die `Vereinbarung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb\u00e4nden\u00b4, das Stinnes-Legien-Abkommen wird unterzeichnet.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist wichtig. Helden sind diese \u201eModeraten\u201c bei den Kapitalisten, vor allem aber bei der Gewerkschaftsf\u00fchrung: \u201eSie wollte ihre Mitglieder vor den unw\u00e4gbaren Folgen eines revolution\u00e4ren Umsturzes und kompletten Chaos sch\u00fctzen\u201c Da haben wir es: \u201erevolution\u00e4rer Umsturz\u201c hei\u00dft \u201eChaos\u201c!! Da eilte Legien als Retter lieber zum Herrn Stinnes! Dann wird Steinmeier peinlich g\u00f6nnerhaft:<br \/>\n\u201e\u2026 ja, aber sie wollte auch das: ihr eigenes \u00dcberleben und ihre Gestaltungsmacht sichern. Denn eine enteignete Industrie, gesteuert von einem sozialistischen R\u00e4testaat, die braucht schlie\u00dflich keine eigenst\u00e4ndigen, freien und unabh\u00e4ngigen Gewerkschaften mehr \u2013 so die Bef\u00fcrchtung damals und sp\u00e4ter, im Realsozialismus, dann auch bittere Wahrheit.\u201c Egal, dass das eigentlich die ideologischen Phrasen der BRD gegen die DDR und (klar doch!) gegen das \u201estalinistische\u201cSystem sind, dass man das mit dem \u201eRealsozialismus\u201c damals noch gar nicht wissen konnte! Da hatten Stinnes und Legien anscheinend \u201eVisionen\u201c! Ja, aber dann kommt Steinmeier endlich doch noch zur Revolution!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDamit schufen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine allgemeinverbindliche, freiwillige wirtschaftliche und soziale Regelungsebene zwischen staatlich-rechtlicher Regulierung und der Vertragsfreiheit des freien Marktes. Auch das war eine Art von Revolution und zugleich eine wichtige Wegmarke f\u00fcr die Entwicklung einer sozialen Marktwirtschaft, eines starken Fundaments der Demokratie in unserem Land!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es: Stinnes und Legien waren die eigentlichen Revolution\u00e4re! So ist das!<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Wir sollten das ernst nehmen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier spricht ein Repr\u00e4sentant des Kapitals! Er wei\u00df: Wenn die Novemberrevolution dank des Verrats der Ebert, Noske, Scheidemann und Legien eines brachte, dann die alleinige uneingeschr\u00e4nkte Klassenherrschaft des Kapitals in Deutschland! Nur: Sie brachte jene furchtbare Republik hervor, die Hitler erm\u00f6glichte, den noch schlimmeren Zweiten Weltkrieg, die Zerschlagung der Arbeiterparteien, der KPD, auch der SPD, und der einst von den Legien gef\u00fchrten Gewerkschaften. Danach \u2013 in der BRD \u2013 eine massiv eingeschr\u00e4nkte Arbeiterklasse und \u2013 ein Hoch auf diese gefeierte Sozialpartnerschaft! \u2013 ewige Minimalkompromisse in unseren Tarifk\u00e4mpfen, Betriebsr\u00e4te (Relikt der damaligen Arbeiterr\u00e4te), die das Wohl des Kapitals zu wahren haben, ein verkr\u00fcppeltes Streikrecht, vor 3 Jahren erneut zusammengestrichen mit dem so genannten Tarifeinheitsgesetz durch die heutige SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, Altersarmut, Hartz IV enthemmte Leiharbeit und wieder Massenelend. Da gibt es f\u00fcr die Millionen Gewerkschaftsmitglieder wahrlich nichts zu feiern!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir sollten nicht passiv abwarten, ob auch diese Republik erneut Faschismus und einen sicherlich f\u00fcr dieses Land letzten Krieg hervorbringt!<\/strong> <span class=\"_4n-j _fbReactionComponent__eventDetailsContentTags fsl\" data-testid=\"event-permalink-details\"><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?cat=211\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Artikel von Fritz Theisen<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt; color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong><a id=\"Die\"><\/a><br \/>\nFiete Jensen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2>Die Lehren des Hamburger Aufstandes<\/h2>\n<div id=\"attachment_586\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-586\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-586\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Fiete_Jensen-e1486657208150.png\" alt=\"Autor Fiete Jensen\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-586\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Fiete Jensen<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In diesen Tagen j\u00e4hrt sich zum 95. Mal der Jahrestag des Hamburger Aufstandes. Am 23. Oktober 1923 brach in den Morgenstunden in einigen Hamburger Vororten der revolution\u00e4re Sturm gegen die Bourgeoisie los. Ab 5 Uhr st\u00fcrmten Kommunisten und revolution\u00e4re Arbeiter 26 Polizeiwachen. Die Kampftrupps waren fast alle unbewaffnet. 17 Besatzungen werden \u00fcberrumpelt und entwaffnet. Die Polizeibeamten waren \u00fcberrascht und ergaben sich, zu meist, kampflos. Die Arbeiter bewaffneten sich, sperrten die Polizisten in die Arrestzellen und besetzten die Wachen und die umliegenden Stra\u00dfen. Die Bev\u00f6lkerung errichtet Barrikaden \u2013 so fand der Hamburger Aufstand seinen Anfang.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Jubil\u00e4en sind f\u00fcr die Kommunisten und den klassenbewussten Teil des Proletariats nicht leere Gedenktage, sondern Richtlinien f\u00fcr den Klassenkampf, Leitf\u00e4den f\u00fcr die Aktion.\u201c<\/em> sagte Ernst Th\u00e4lmann, der sp\u00e4tere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands, 1925.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ernst Th\u00e4lmann, der wenige Tage sp\u00e4ter nach dem Hamburger Aufstand, am 30. Oktober 1925, zum Vorsitzenden der KPD gew\u00e4hlt wurde, war selbst Teilnehmer und Organisator des Aufstandes. Zum Ablauf und der Bedeutung des Aufstandes verfasste er mehrere Aufs\u00e4tze, hielt Reden und leitete Gedenkveranstaltungen im Jahr 1925. Aus dieser Zeit und aus dem Jahr 1927 stammen die nachfolgenden aufschlussreichen Texte von Th\u00e4lmann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Aufsatz \u00bbDie Lehren des Hamburger Aufstandes\u00ab verfasste Th\u00e4lmann 1925. Er erschien auf der Titelseite der \u00bbDie Rote Fahne\u00ab, dem Zentralorgan der KPD.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Aufsatz von Ernst Th\u00e4lmann stammt von der Titelseite der Hamburger Volkszeitung, Ausgabe vom Sonnabend 22. Oktober 1927. Die Hamburger Volkszeitung war das Organ der KPD f\u00fcr den Bezirk Wasserkante. Interessant macht diesen Aufsatz schon allein die Tatsache, dass er nicht in dem 1955 im Dietz Verlag erschienenen \u00bbReden und Aufs\u00e4tze &#8211; Zur Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung, Band 1\u00ab (Juni 1919 bis November 1928), zu finden ist.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17509 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/45e3-300x240.jpg\" alt=\"\" width=\"589\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/45e3-300x240.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/45e3-768x614.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/45e3.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 589px) 100vw, 589px\" \/><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\nTh\u00e4lmann: Die Lehren des Hamburger Aufstandes<\/h3>\n<div id=\"attachment_17521\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17521\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17521\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/rrr-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/rrr-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/rrr.jpg 612w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><p id=\"caption-attachment-17521\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Titelseite der \u00bbDie Rote Fahne\u00ab, Zentralorgan der KPD, Ausgabe Berlin \u2013 Ausgabe Nr. 245 vom 23. Oktober 1925<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Heute vor zwei Jahren, am 23. Oktober 1923, stieg Hamburg auf die Barrikaden. Getrieben vom Elend der Inflationszeit, gedr\u00e4ngt von der unerh\u00f6rten Not der werkt\u00e4tigen Massen, getragen vom Geiste des Bolschewismus griff der beste, revolution\u00e4rste Teil der Hamburger Arbeiterschaft zum Gewehr und nahm den Kampf gegen die kapitalistischen Unterdr\u00fccker auf.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Fr\u00fche, Punkt 5 Uhr wurden bald in allen Hamburger Au\u00dfenbezirken die Polizeiwachen von revolution\u00e4ren Kampftrupps \u00fcberfallen und die Polizeibeamten s\u00e4mtlich entwaffnet. Alle Vorr\u00e4te an Waffen und Munition aus den sechsundzwanzig \u00fcberrumpelten Polizeiwachen nahmen die revolution\u00e4ren Kampftrupps mit sich. Als das Polizeipr\u00e4sidium seine \u00dcberfallkommandos und die von au\u00dferhalb bereits herangeholten Verst\u00e4rkungen entsandte, waren die Kampfbezirke in bewaffnete Festungen verwandelt. Hunderte von Arbeitern und Arbeiterfrauen bauten in den Stra\u00dfen Barrikaden. Unsterblich bleibt der Ruhm des roten Barmbeck. Die Polizeitruppen marschierten in ganzen Kompanien und Bataillonen an, aber sie mu\u00dften immer wieder unverrichteter Sache umkehren, da ihre Verluste bei jedem Sturmangriff gr\u00f6\u00dfer wurden. Die Barmbecker Arbeiter hatten B\u00e4ume gef\u00e4llt, das Stra\u00dfenpflaster aufgerissen, aus Baumst\u00e4mmen, Steinen und Sand die Stra\u00dfenzug\u00e4nge verbarrikadiert. Hinter dieser Schutzwehr k\u00e4mpften sie wie Tiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Kampftrupps waren beim Handstreich auf die Polizeiwachen unbewaffnet. Sie holten sich die Gewehre und die Munition erst von der Polizei. 300 Mann standen im Schnell- und Trommelfeuer von 6000 S\u00f6ldnern der Polizei, der Reichswehr und der Marine. Sie standen drei Tage und drei N\u00e4chte. Sie griffen an, sie fielen, sie wichen zur\u00fcck, aber sie ergaben sich nicht. Sie retteten die Ehre der Kommunistischen Partei Deutschlands. Sie waren die Preisfechter der deutschen Arbeiterklasse.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Was waren die Ursachen des Hamburger Kampfes?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">War es nur die Agitation der Kommunisten, waren es die Beschl\u00fcsse illegaler Geheimorgane, wie die b\u00fcrgerlichen Gerichte behaupten? Nein! Die Ursachen liegen tiefer. Der Aufstand entsprang weder dem blinden Zufall noch dem freien Willen von ein paar Verschw\u00f6rern. Der Hamburger Aufstand entsprang der revolution\u00e4ren Situation vom Herbst 1923.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Herbst 1923 brachte die tiefste, ganz Deutschland umfassende, alle Schichten und Klassen der Bev\u00f6lkerung ergreifende Krise der Bourgeoisie. Der Ententeimperialismus hatte seine Zerst\u00f6rungsarbeit vollendet. Der zehn Monate lange Ruhrkrieg war f\u00fcr die deutsche Bourgeoisie verloren. Die Markw\u00e4hrung, die beim Regierungsantritt des Reichskanzlers Cuno auf 8000 stand, stieg auf 4,5 und 6 Billionen. Die Arbeiter konnten f\u00fcr ihre L\u00f6hne nichts mehr kaufen. Sogar \u201edie treuesten Diener des Staates\u201c, die Beamten, begannen zu rebellieren. Die Mittelschichten waren ruiniert. Das Gespenst des Hungers schritt durch Deutschland. Machtlos standen die Regierungen der Bourgeoisie dem Zerfall gegen\u00fcber. (\u2026)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits im Fr\u00fchjahr 1923 begannen riesenhafte Streikbewegungen im Ruhrgebiet und in Oberschlesien. Neue Wellen des Klassenkampfes rollten in ganz Deutschland heran. Die Arbeiter k\u00e4mpften noch nicht um die Macht, sondern nur um die dringendsten Tagesforderungen, um die Beseitigung der brennendsten Not. Der Kampf vollzog sich noch vorwiegend in \u201efriedlichen\u201c Formen. W\u00e4hrend die rechten Sozialdemokraten, die Sollmann und Severing, bereits im Bunde mit den Reichswehrgeneralen und den Polizeipr\u00e4sidenten zur blutigen Niederschlagung des Proletariats r\u00fcsteten, setzten die \u201elinken\u201c Sozialdemokraten alles daran, die Arbeiterschaft wehrlos zu machen, sie am Machtkampf zu hindern, sie mit Phrasen abzuspeisen, sie auf die \u201efriedlichen\u201c, parlamentarischen Kampfformen der Vorkriegszeit zur\u00fcckzudr\u00e4ngen. Aber die Logik von f\u00fcnf Revolutionsjahren war st\u00e4rker als die Schurkerei der rechten und die Feigheit der linken sozialdemokratischen F\u00fchrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesem Augenblick n\u00e4herten wir uns im Oktober 1923 mit unheimlicher Schnelligkeit. Eine unmittelbar revolution\u00e4re Situation war vorhanden. Alle Bedingungen f\u00fcr den Sieg der Arbeiterklasse waren da, au\u00dfer einer einzigen: dem Bestehen einer klaren, eisern zusammengeschlossenen, unaufl\u00f6slich mit den breitesten Massen verbundenen kommunistischen Partei, die entschlossen und f\u00e4hig war, den spontanen Kampf der Arbeitermassen zu organisieren, ihn zu leiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unsere Partei versagte in der entscheidenden Stunde. Der Eintritt f\u00fchrender Kommunisten gemeinsam mit den linken Sozialdemokraten in die s\u00e4chsische Regierung war nur dann richtig, wenn dieser Schritt einem einzigen Ziel diente: der Organisierung der Revolution, der Bewegung der Massen, der Aufnahme des Kampfes in ganz Deutschland. Gerade dieses Ziel verlor die damalige Leitung unserer Partei aus den Augen. Unsere F\u00fchrer benutzten ihre Stellung in der s\u00e4chsischen Regierung nicht zur Entfesselung, sondern zur Vermeidung des Kampfes. Koalitionspolitik war es nicht, da\u00df sie in die s\u00e4chsische Regierung eintraten, sondern da\u00df sie sich in dieser Regierung \u00fcbert\u00f6lpeln und f\u00fchren lie\u00dfen, anstatt die Arbeitermassen in den Kampf gegen die Reichsregierung zu f\u00fchren. Sie verga\u00dfen, da\u00df die Bewegung \u201ein eine h\u00f6here Kampfform\u201c \u00fcbergehen mu\u00dfte. Sie beschr\u00e4nkten sie auf den \u201eengen Rahmen\u201c, ja sie versuchten sogar, den engen Rahmen der wirtschaftlichen und politischen Teilk\u00e4mpfe noch \u201eenger\u201c zu spannen. Sie gaben den Auftrag, bestehende Streikbewegungen abzubrechen, da \u201eder entscheidende Kampf bevorstehe\u201c. Unsere Partei als Ganzes war noch viel zu unreif, um diese Fehler der F\u00fchrung zu verhindern. So scheiterte im Herbst 1923 die Revolution am Fehlen einer ihrer wichtigsten Voraussetzungen: dem Bestehen einer bolschewistischen Partei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-17508\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/er3-223x300.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"304\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/er3-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/er3.jpg 537w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/>HAMBURG best\u00e4tigte in gr\u00f6\u00dftem Ma\u00dfstabe die Leninsche Lehre, &#8222;da\u00df die Bewegung mit elementarer, unwiderstehlicher Gewalt diesen engen Rahmen durchbricht und eine h\u00f6here Kampfform, den Aufstand, gebiert&#8220;. Der Hamburger Aufstand bildete, wie es in den Thesen der Januar-Exekutive von 1924 hei\u00dft, den &#8222;Gegenpol zu Sachsen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diejenigen, die in der Geschichte unserer ganzen Partei bis Frankfurt nur Unf\u00e4higkeit, Verrat und Opportunismus erblicken, vergessen die gewaltige Lehre des Hamburger Kampfes. Sie vergessen, da\u00df die tiefen Mitgliedermassen unserer Partei keineswegs in passiver Ohnmacht dahind\u00e4mmerten, sondern da\u00df sie zur Einsetzung ihres Lebens f\u00fcr die Erk\u00e4mpfung der Macht entschlossen waren. Und die Hamburger Arbeiter k\u00f6nnen mit gr\u00f6\u00dferem Recht als alle anderen sagen: Es waren nicht nur die Hamburger, sondern auch die Berliner, die s\u00e4chsischen und alle anderen kommunistischen Arbeiter in Deutschland, die zum Kampfe bereit waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wasserkante hatte die gleiche Entwicklung durchgemacht wie das ganze \u00fcbrige Deutschland. Eine Welle von Streiks und Lohnk\u00e4mpfen jagte durch das ganze K\u00fcstengebiet. Am 20. Oktober fanden in Hamburg m\u00e4chtige Arbeitslosendemonstrationen statt. In verschiedenen Stadtteilen kam es zur Pl\u00fcnderung von Lebensmittelgesch\u00e4ften und zu blutigen Zusammenst\u00f6\u00dfen mit der Polizei. Die Bannmeile wurde seit Jahren zum erstenmal mit Gewalt durchbrochen&#8230;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hamburg wurde geschlagen. Die Barrikadenk\u00e4mpfer wurden niedergeworfen. Zwar wurden nur wenige get\u00f6tet, der beste Teil wurde gefangen, verfolgt und zersprengt. Noch heute sitzen sie in den Zuchth\u00e4usern und Festungen. Sie gaben durch ihre heldenm\u00fctige Verteidigung in den Hamburger Hochverratsprozessen ein Musterbeispiel daf\u00fcr, wie Kommunisten vor den b\u00fcrgerlichen Klassengerichten auftreten sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die proletarische Revolution hat mehr als eine blutige Niederlage ertragen. Sie ist niemals daran verblutet. Sie ist st\u00e4rker, stolzer, entschlossener weitergeschritten. Die Pariser Kommune wurde niedergetreten. Die russische Revolution von 1905 endete an den Galgen des Zaren, in den Kerkern, in Sibirien. Und sie erwachte trotzdem aufs neue! Auch Hamburg ist nicht tot, sondern Hamburg ist unbesieglich. Neue Aufst\u00e4nde des Proletariats, neue Siege der Konterrevolution sind dem deutschen Oktober gefolgt. In Polen, in Estland, in Bulgarien standen die Arbeiter auf und wurden geschlagen. Und dennoch werden sie siegen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufst\u00e4nde des Proletariats sind Etappen auf dem Siegeszuge der Revolution nicht nur durch ihre unmittelbaren positiven Resultate, sondern vor allem infolge der gro\u00dfen Lehren, die sie der ganzen Arbeiterklasse einh\u00e4mmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dfte und wertvollste Lehre des Hamburger Aufstandes ist die gro\u00dfartige Erf\u00fcllung der Rolle der Kommunistischen Partei in der proletarischen Revolution. Die Kommunisten waren nicht in Worten, sondern in der Tat der Vortrupp, die F\u00fchrung, der Wegweiser der Arbeiterklasse. Sie gaben der Bewegung ein klar umrissenes Ziel, ein genau formuliertes Programm: die Diktatur des Proletariats. In dieser Beziehung steht der Hamburger Kampf auf einer weit h\u00f6heren Stufe als alle fr\u00fcheren Bewegungen. Die M\u00e4rzaktion von 1921 z.B. h\u00e4lt keinen Vergleich mit dem Hamburger Aufstand aus. Nur weil die Partei die F\u00fchrung des Kampfes fest in den H\u00e4nden hatte, wurde von den Hamburger Revolution\u00e4ren zum ersten Male in Westeuropa die Marx-Engelssche Lehre begriffen und verwirklicht, da\u00df \u201eder Aufstand eine Kunst und da\u00df die gr\u00f6\u00dfte Hauptregel dieser Kunst die mit verwegener K\u00fchnheit und gr\u00f6\u00dfter Entschlossenheit gef\u00fchrte Offensive ist.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Entnommen aus: http:\/\/www.mlwerke.de\/th\/1925\/th1_069.htm, www.geschichtsbuch.hamburg.de. <\/span><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"license noopener\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung<\/span><br \/>\n<\/a><span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder hinzugef\u00fcgt durch die Redaktion AmericanRebel<\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; color: #ffffff;\">.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h3>Vorw\u00e4rts im Geiste des Oktober 1923!<\/h3>\n<div id=\"attachment_17510\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-17510\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17510\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/445t-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/445t-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/445t.jpg 343w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><p id=\"caption-attachment-17510\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Titelseite der \u00bbHamburger Volkszeitung\u00ab &#8211; Ausgabe vom Sonnabend 22. Oktober 1927<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Seht nach Sowjetrussland!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. Oktober 1923 stand der revolution\u00e4re Vortrupp der Hamburger Arbeiterschaft auf den Barrikaden. In heldenm\u00fctigem Kampf, getragen vom Geiste des Bolschewismus, durchdrungen vom Willen zum siegreichen Kampf gegen die kapitalistischen Unterdr\u00fccker, hielt er einer ungeheuren milit\u00e4rischen \u00dcbermacht stand. Polizeitruppen und Milit\u00e4r marschierten in den Stra\u00dfen Hamburgs auf. Ihr Ansturm aber zerschellte an den von den revolution\u00e4ren Arbeitern heldenm\u00fctig verteidigten Barrikaden. Es war nicht die milit\u00e4rische \u00dcbermacht, es war nicht der sozialdemokratische Verrat, der die Hamburger Oktoberk\u00e4mpfe auf die Knie zwang, aus eigenem Entschluss, aus der Erkenntnis, dass der revolution\u00e4re Kampf gegen die Unterdr\u00fccker nur um Reichsma\u00dfstabe h\u00e4tte erfolgreich zu Ende gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, wurde der Kampf, ohne gro\u00dfe Opfer auf seinem H\u00f6hepunkte a b g e b r o c h e n.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Besiegt&#8220;, aber nicht geschlagen, r\u00e4umten die Oktoberk\u00e4mpfer die Barrikaden. So gaben die Hamburger revolution\u00e4ren Arbeiter dem Proletariat Deutschlands ein Musterbeispiel f\u00fcr den revolution\u00e4ren Heldenmut und die milit\u00e4rische Strategie des bewaffneten Aufstandes. Die Hamburger Oktoberk\u00e4mpfe, isoliert von der proletarischen Bewegung im Reiche und die s\u00e4chsischen Erfahrungen sind und bleiben Marksteine in der Entwicklung der Kommunistischen Partei Deutschlands. Die Ereignisse des Jahres 1923, Hamburg einerseits und Th\u00fcringen andererseits, sind nicht nur geschichtliche Erinnerungen, sondern auch unvergessliche Lehren f\u00fcr die Gesamtpartei.<br \/>\nTrotzdem wirkte die allgemeine schwere Niederlage und die sich aus ihr ergebende Depression in der Arbeiterschaft weiter. Der Bourgeoisie gelang es infolge der nicht gen\u00fcgenden Widerstandskraft der Arbeiterklasse, jene kapitalistischen Rationalisierungspl\u00e4ne erfolgreich in Angriff zunehmen und durchzuf\u00fchren.<br \/>\nMit der wirtschaftlichen Offensive des Unternehmertums marschierte unaufhaltsam die Reaktion vorw\u00e4rts. Innerhalb der faschistischen Verb\u00e4nde erfolgte eine Umgruppierung und eine politische Neuorientierung der Kr\u00e4fte in der kapitalistischen Republik. Nun nutzte die Bourgeoisie die ihr durch die Oktoberniederlage gegebene &#8222;Atempause&#8220; zur r\u00fccksichtslosen Verst\u00e4rkung ihrer politischen und wirtschaftlichen Machtpositionen aus. Die Kommunistische Partei machte in dieser Zeit eine schwere Niederlage durch. Ihre mangelhafte F\u00e4higkeit, in der Zeit der Depression an die Arbeiterschaft heranzukommen, sie zu mobilisieren und zu aktivisieren, f\u00fchrte zu einer I s o l i e r u n g von der Arbeiterschaft!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die r\u00fcckl\u00e4ufige revolution\u00e4re Bewegung verst\u00e4rkte das Schw\u00e4chegef\u00fchl selbst in Teilen der Partei, f\u00fchrte zu sektiererischen Abirrungen und zum Unglauben an die Kraft des Proletariats bei einem Teil der F\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur unter schwerem, innerem Kampf und mit aktiver Unterst\u00fctzung der Kommunistischen Internationale gelang es der Partei, das Steuer herumzurei\u00dfen auf eine Politik der Massengewinnung und der Massenf\u00fchrung und mit dem Geist des Sektierertums zu brechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gelang es, das verloren gegangene Vertrauen der Arbeiterschaft durch geduldige, m\u00fchselige Tagesarbeit in engster Verbindung mit verst\u00e4rkter Propaganda f\u00fcr unsere Endlosungen wieder zu erobern und damit die Klassenbasis der Partei wieder zu verbreitern und zu festigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die von Millionen von von Werkt\u00e4tigen getragene &#8222;Bewegung f\u00fcr die Enteignung der F\u00fcrsten&#8220; unter der F\u00fchrung der KPD war nicht nur der erste gro\u00dfe Schritt der Partei zur konkreten Durchf\u00fchrung der Einheitsfronttaktik, sie war auch das erste Anzeichen f\u00fcr die wieder aufsteigende Kraft des Proletariats. Aber noch sehr gering war die Widerstandskraft der Arbeiterschaft gegen die wirtschaftliche Offensive der Kapitalisten. Schwer lastete auf den Arbeitern die Krise der kapitalistischen Wirtschaft. Der Hamburger Hafenarbeiterstreik von 1926 ist noch eine vereinzelte Erscheinung. Inzwischen aber hat der Radikalisierungsprozess in der Arbeiterschaft in Deutschland und in vielen anderen kapitalistischen L\u00e4ndern gro\u00dfe Fortschritte gemacht. Der trotz des Verbots der kommunistischen Demonstration durchgef\u00fchrte Gegenaufmarsch gegen den Bismarck-Rummel in Hamburg am 31. M\u00e4rz diesen Jahres, das Spie\u00dfrutenlaufen der Faschisten durch die Arbeiterviertel am 8. Mai in Berlin, die Massenbeteiligung am Roten Pfingsttreffen in Berlin, zeigen die wachsende Kampfstimmung der deutschen Arbeiterschaft. Dass auch in der Zeit der relativen Stabilisierung K\u00e4mpfe der Arbeiterschaft bis zum bewaffneten Aufstand f\u00fchren k\u00f6nnen, daf\u00fcr sind die Wiener K\u00e4mpfe des Juli diesen Jahres ein schlagender Beweis. Die ungeheure Emp\u00f6rung der Arbeiter der ganzen Welt gegen die Ermordung von Saccos und Vanzettis, die in vielen L\u00e4ndern zu einer Massenmobilisierung gegen die Klassenjustiz im eigenen Lande, gegen die Reaktion, gegen die Kriegsvorbereitungen der Imperialisten f\u00fchrte, steigerte sich in Frankreich zu bewaffneten K\u00e4mpfen bis zur Errichtung von Barrikaden in den Stra\u00dfen von Paris.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am zweiten Jahrestag des Oktoberaufstandes schrieb ich in einem Artikel, in dem die Lehren des Hamburger Aufstandes behandelt wurden, dass die &#8222;Machtergreifung des Proletariats kein einmaliger Akt&#8220; ist und dann weiter: <em>&#8222;Die Machtergreifung besteht nicht nur in milit\u00e4rischen K\u00e4mpfen gegen die Truppen der Bourgeoisie, sondern sie muss durch Jahre lange, ausdauernde Arbeit der Kommunistischen Partei und des ganzen Proletariats vorbereitet werden. Die kommenden Sieger \u00fcber die Bourgeoisie m\u00fcssen durch unz\u00e4hlige Teilk\u00e4mpfe erzogen, vorbereitet und organisiert werden. Dieses ist unsere Haiptaufgabe in der jetzigen Periode.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch heute noch ist sie es, noch steht vor der Partei eine ungeheure Aufgabe. Ungebrochen ist im Wesentlichen noch die Macht der Sozialdemokratischen Partei in den Gewerkschaften und ihr Einfluss auf einen gro\u00dfen Teil der Arbeiterschaft. Trotz der Arbeitsgemeinschaftspolitik der SPD, ihres schein-oppositionellen &#8222;Kampfes gegen den reaktion\u00e4ren B\u00fcrgerblock, trotz ihrer Koalitionspolitik mit den \u00e4u\u00dfersten Feinden der deutschen Arbeiterschaft, der schwarz-wei\u00df-roten Deutschen Volkspartei im Hamburger Senat, hat diese Partei bei den Wahlen zur Hamburger B\u00fcrgerschaft ihre Stimmen (zwar fast ausschlie\u00dflich aus b\u00fcrgerlichen Kreisen) bedeutend steigern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir m\u00fcssen unseren Kampf gegen die SPD, die beste St\u00fctze der Bourgeoisie gegen die proletarische Revolution verst\u00e4rken. Aber Verst\u00e4rkung dieses Kampfes hei\u00dft nichts Anderes als die richtigen Methoden zur Losrei\u00dfung der sozialdemokratischen Arbeiter von der Partei des Sozialimperialismus finden und durchf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sind die Hamburger K\u00e4mpfe einer heldenm\u00fctigen Minderheit eine unvergessliche Lehre auf dem Leidensweg der deutschen Arbeiterschaft f\u00fcr ihre Befreiung vom Joche des Kapitals, so ist die siegreiche proletarische Revolution in Russland ein Triumph f\u00fcr die Arbeiter in der ganzen Welt, ein m\u00e4chtiger Ansporn, die Anstrengungen zu verst\u00e4rken und das Beispiel der russischen Br\u00fcder nachzuahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungeheures hat das russische Proletariat nach der Machteroberung geleistet. Nicht der Sturz der Bourgeoisie war die gr\u00f6\u00dfte Anstrengung, sondern die Verteidigung der proletarischen Revolution gegen eine Welt von Feinden, gegen die von den Imperialisten der ganzen Welt unterst\u00fctzte Konterrevolution. Ihre Armeen wurden geschlagen und vernichtet. Die Arbeiter gaben ihr Letztes her, sie bluteten nicht nur an den Fronten, sie erduldetden willig Elend, Hunger und Seuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger als 6 Jahre dauerte der Wiederasufbau des zerst\u00f6rten Landes. Trotz der wirtschaftlichen Einkreisung durch die kapitalistischen L\u00e4nder ist es in dieser kurzen Zeit gelungen, fast \u00fcberall die Periode des Wiederaufbaus abzuschlie\u00dfen. Schon ist die neue Periode des Aufbaues der Wirtschaft auf h\u00f6herer Stufe und der Erweiterung des Produktionsapparates eingeleitet. Es ist ein Triumph des siegreichen Aufbaues des Sozialismus in der Sowjetunion, dass auf der Jubil\u00e4umstagung des Zentral-Exekutivkomitees der allm\u00e4hliche \u00dcbergang zum Sieben-Stundentag proklamiert werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zur Entwicklung in Russland vollzog sich in Deutschland der Wiederaufbau der kapitalistischen Wirtschaft im Zeichen des Zur\u00fcckdr\u00e4ngens der revolution\u00e4ren Arbeiterschaft. Es war ein Aufbau auf den Schultern des Proletariats. Ein Aufbau, dessen Nutznie\u00dfer nur die Kapitalisten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieben-Stundentag in Sowjetrussland, neun- bis zehnst\u00fcndige und oft noch l\u00e4ngere Arbeitszeit in Deutschland.<br \/>\nIn der Sowjetunion verbessert sich die Lebenshaltung der Arbeiterschaft in dauernd aufsteigender Linie &#8211; in Deutschland h\u00e4lt die Lohnsteigerung l\u00e4ngst nicht Schritt mit der Teuerung infolge Z\u00f6lle, Steuern, Miet- und Kartellwuchers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeiterschaft ist die herrschende Klasse in der Sowjetunion. In der Hindenburg-Republik sind alle Machtorgane in den H\u00e4nden der Kapitalisten gegen die Arbeiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Sowjetunion sind die Gewerkschaften selbst Teilhaber der politischen Macht &#8211; in Deutschland wird das Streikrecht vernichtet.<br \/>\nIn Sowjetrussland sind Rote Armee, Polizei, Justiz, Instrumente in den H\u00e4nden der Arbeiterklasse und armen Bauernschaft gegen die Feinde der Revolution &#8211; in Deutschland stehen Reichswehr und Polizei unter der F\u00fchrung monarchistischer Offiziere gegen die Arbeiterschaft, w\u00fctet eine brutale Klassenjustiz zur Niederhaltung des Proletariats.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Sowjetunion ist die Macht der Kultur feindlichen Kirche gebrochen &#8211; in Deutschland wird die Schule den Pfaffen ausgeliefert.<br \/>\nDie Kapitalisten der ganzen Welt wissen, dass diese Entwicklung des sozialistischen Aufbaues eine Bedrohung ihrer Macht darstellt, deshalb treffen sie Vorbereitungen zu einem Kriege gegen die Sowjetunion. Die sozialistische Revolution, das proletarische Vaterland soll niedergeschlagen werden, damit das Ausbeuterregime leben kann. Wir m\u00fcssen dieser kapitalistischen Kriegsfront, in die sich der neu-deutsche Imperialismus immer eindeutiger einreiht, die revolution\u00e4re Front aller Ausgebeuteten entgegenstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wissen, dass wir in der Sowjetunion das Vaterland der Proletarier der ganzen Welt zu verteidigen haben. Aber die Formierung der revolution\u00e4ren Kampfesfront gegen den Imperialismus, gegen den B\u00fcrgerblock ist nur m\u00f6glich, wenn wir in unerm\u00fcdlicher, hartn\u00e4ckiger Tagesarbeit uns als F\u00fchrer der Arbeiterschaft in allen Tagesfragen &#8211; und K\u00e4mpfen bew\u00e4hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Voraussetzung daf\u00fcr, dass wir als die einzige revolution\u00e4re Arbeiterpartei das Vertrauen auch d e r Arbeiter gewinnen, die heute noch im Lager des Feindes der Revolution stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fchren wir diese Arbeit durch, dann werden wir die Kraft der deutschen Kapitalisten und ihrer Lakaien brechen, dann wird bei einem revolution\u00e4ren Aufstieg die Partei ihrer historischen Aufgabe, Sturz des Kapitalismus und der Errichtung der Diktatur des Proletariats &#8211; besser als im Oktober 1923, im Geiste der heldenhaften Hamburger Oktoberk\u00e4mpfer &#8211; gerecht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ernst Th\u00e4lmann<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">Bilder hinzugef\u00fcgt durch die Redaktion AmericanRebel<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/span><span style=\"font-size: 12pt;\">Anzeige<\/span><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-17535 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/17-300x126.jpg\" alt=\"\" width=\"521\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/17-300x126.jpg 300w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/17-768x323.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/17-1024x431.jpg 1024w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/17.jpg 1038w\" sizes=\"(max-width: 521px) 100vw, 521px\" \/><\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">F\u00fcr die Inhalte dieser Artikel sind ausschlie\u00dflich die Autoren verantwortlich.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Dabei muss es sich nicht grunds\u00e4tzlich um die Meinung der Redaktion handeln.<\/span><\/p>\n<table width=\"100%\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><span style=\"font-size: 10pt;\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7516 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/88x31.png\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"31\" \/><\/span><\/td>\n<td><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"license noopener\">Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung &#8211;<br \/>\nNicht kommerziell &#8211; Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.<\/a><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<form action=\"https:\/\/www.paypal.com\/cgi-bin\/webscr\" method=\"post\" target=\"_top\"><input alt=\"Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen \u2013 mit PayPal.\" name=\"submit\" src=\"https:\/\/www.paypalobjects.com\/de_DE\/DE\/i\/btn\/btn_donateCC_LG.gif\" type=\"image\" \/><\/form>\n<\/td>\n<td><span style=\"color: #993300;\"><strong>Auch linker Journalismus ist nicht kostenlos<br \/>\nund auch kleine Spenden k\u00f6nnen helfen Gro\u00dfes zu ver\u00f6ffentlichen!<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div><a title=\"zur Startseite\" href=\"http:\/\/www.americanrebel.de\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/back_ar.png\" alt=\"zur\u00fcck zur Startseite\" width=\"156\" height=\"15\" \/><\/a><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/1683837971860223\/permalink\/1987214344855916\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_zu_fb.png\" alt=\"hier geht es zur Facebook Diskussionsgruppe\" width=\"353\" height=\"15\" \/><\/a><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906#respond\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_kommentar-1.png\" alt=\"Sag uns deine Meinung zum Artikel mit einem Kommentar\/Leserbrief\" width=\"627\" height=\"20\" \/><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\nAnzeige<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-17689\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/30577-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/30577-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/30577-768x1086.jpg 768w, https:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/30577-724x1024.jpg 724w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor 100 Jahren beendeten revolution\u00e4re Bewegungen die deutsche Beteiligung am Ersten Weltkrieg. Anteil daran hatten eine Vielzahl verschiedener AkteurInnen \u2013 Soldaten, ArbeiterInnen, FrauenrechtlerInnen und revolution\u00e4re SozialistInnen. Zum Jubil\u00e4um des Aufstandes wollen wir die Erinnerung an die revolution\u00e4ren Ereignisse wieder aufleben lassen. Dar\u00fcber hinaus wollen wir uns einen historischen \u00dcberblick verschaffen und vor allem fragen: Wie kam es zum gro\u00dfen Aufbegehren und warum ist die Bewegung hin zu einem R\u00e4tesystem gescheitert? Wie konnte aus dem kurzen Moment der Hoffnung eine politische Ordnung hervorgehen, die einige Jahre sp\u00e4ter den Faschismus hervorbringen sollte? Was k\u00f6nnen wir auch 2018 noch aus den Ereignissen vor 100 Jahren lernen und welche Schl\u00fcsse f\u00fcr den Aufbauprozess einer revolution\u00e4ren Bewegung heute ziehen?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/perspektive-kommunismus.org\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018_PK_Novemberrevolution_WEB.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Brosch\u00fcre zum 100. Jahrestag als PDF<\/a><\/p>\n<p>Gerne verschicken wir auch Brosch\u00fcren als Print-Version, schreibt uns dazu an <a href=\"mail@perspektive-kommunismus.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mail[at]perspektive-kommunismus.org<\/a><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-17701\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/tzz.png\" alt=\"\" width=\"60\" height=\"21\" \/>Lizenz dieses Artikels und aller eingebetteten Medien: <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\">s<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=14906&amp;preview=true\">Vorschau der \u00c4nderungen (Link \u00f6ffnet in neuem Tab\/Fenster)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland Vor 100 Jahren g\u00e4rte es in ganz Deutschland. 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