Books and films about Dean/Bücher und Filme über Dean

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Für ein paar Leichen mehr

Für ein paar Leichen mehr

Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute

Ulrich P. Bruckner

Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2006, ca. 600 Seiten, etwa 500 Abbildungen, ISBN 978-3-89602-705-4, 29,90 €


Der Italowestern von seinen Anfängen bis heute die überarbeitete und erweiterte Neuausgabe des Standardwerkes.

Die stark erweiterte und aktualisierte Paperbackausgabe des lange vergriffenen Standardwerkes! Mit Für eine Handvoll Dollar Django Töte, Amigo Spiel mir das Lied vom Tod Verdammt zu leben, verdammt zu sterben Keoma Vier Fäuste für ein Halleluja Mein Name ist Nobody und über 400 weiteren Filmen.

"Bruckner bietet außer sehr ausführlichen Inhaltsangaben, Stablisten und zeitgenössischen Kritiken zudem Listen über Drehorte, Soundtracks und im Italo-Western ganz wichtig Pseudonyme und jene, die dahinter stecken."
Die Welt

"Sein Buch ist ein eindrucksvolles Dokument. Für künftige Chronisten des Genres ebenso wie als Ratgeber für das Anschauen von Reprisen ist das Buch unverzichtbar."
FILMBULLETIN

Inhalt

  • Vorwort
  • Der Italo-Western - Ein Rückblick
  • Eine Hand voll Motive
  • 1. Teil:
    Revolverhelden, Kopfgeldjäger & Banditen:
    Die besten Italo-Western aller Zeiten
    • Das Filmjahr 1964
    • Das Filmjahr 1965
    • Das Filmjahr 1966
    • Das Filmjahr 1967
    • Das Filmjahr 1968
    • Das Filmjahr 1969
    • Das Filmjahr 1970
    • Das Filmjahr 1971
    • Das Filmjahr 1972
    • Die Filmjahre 1973 und 1974
    • Die Filmjahre 1975 bis 1996
  • 2. Teil:
    Darsteller, Regisseure, Drehbuchautoren und Komponisten:
    Biografien und Interviews, Filmografien und Diskografien
    • Ihre Sprache war der Colt
      Die Darsteller - Biografien und Interviews
    • Manipulatoren der Gewalt
      1. Die Regisseure - Biografien und Interviews
      2. Die Regisseure - Filmografien
    • Die Gewalt war ihr Rezept
      Die Drehbuchautoren und ihre Filme
    • Gefilmt in Technicolor & Techniscope
      Die Kameraleute und ihre Filme
    • Sie schufen die Melodien des Todes
      Die Komponisten - Biografien und Interviews
    • Erwähnenswerte Musiker
    • Compilations
    • Die Komponisten und ihre Filme
    • Italo Western Locations 2005
    • Die Guten, die Schlechten & die Grässlichen
      Die Übersicht aller Italo-Western
    • Western ohne Pasta
      Die Übersicht der nicht-italienischen Euro-Western
    • Nur die besten überlebten
      Die 25 beliebtesten Italo-Western aller Zeiten
    • Sie spielten um ihr Leben
      Die 20 beliebtesten Italo-Western-Soundtracks aller Zeiten
    • Die Pseudonyme
      1. Die Darsteller
      2. Regisseure, Drehbuchautoren & Komponisten
  • Songtexte
  • Filmtitel-Register
  • Danksagung, Bildnachweis, Italo-Western Weblinks

Revolverhelden, Kopfgeldjäger & Banditen:
Die besten Italo-Western aller Zeiten

Das Filmjahr 1971

INDIO BLACK, SAI CHE TI DICO: SEI UN GRAN FIGLIO DI ...
Adios Sabata (Regie Gianfranco Parolini)

Italien 1970
Erstaufführung in Italien: 30. September 1970
Deutscher Start: 9. März 1971

Inhalt: Die mexikanische Revolution zwischen Benito Juarez und dem aus Österreich stammenden Kaiser Maximilian ist in vollem Gange. Beide Seiten suchen nach gewissenlosen Abenteurern und skrupellosen Killern wie Indio Black (in der deutschen Fassung: Sabata [Yul Brynner]), die für Geld alles anstellen; nach hinterhältigen Dieben wie Ballantine (Dean Reed) und zuweilen sogar auch nach echten Revolutionären wie Escudo (Pedro Sanchez). Grausamkeit und Brutalität sind in jener unglückseligen Zeit in dem von Terror und Gewalt beherrschten Lande an der Tagesordnung. Niemand hat irgendwelche Hemmungen, wie das Beispiel von Skimmel (Gerald Harter) und Metternich (Antonio Gradoli), zweier rücksichtsloser Revolverhelden, zeigt, die in Maximilians Auftrag ein Blutbad inszenieren, dem Tausende mexikanischer Dissidenten zum Opfer fallen. Indio, ein schwarz gekleideter Kopfgeldjäger, hat gerade eine hohe Prämie für die Auslöschung der Murdok-Bande einkassiert. Aber er behält sie nicht für sich, sondern händigt sie seinem Freund Pater Mike aus, dessen Waisenhaus kurz zuvor von der Murdok-Gang geplündert wurde. Indios gute Beziehungen zu den Mexikanern irritieren Skimmel. Der Outlaw versucht den schwarz gekleideten Kopfgeldjäger durch eine Gruppe bewaffneter Leute für sich zu ködern. Indio lehnt eine Zusammenarbeit mit Skimmel jedoch kategorisch ab, und als die Banditen daraufhin feindselig reagieren, schießt er sie kaltblütig über den Haufen. Nach diesem Zwischenfall tut er sich mit dem Revolutionsführer Escudo zusammen. Die beiden beabsichtigen, einen österreichischen Goldtransport aus Guadalupe abzufangen. Auch Ballantine, der sofort eine lohnende Beute riecht, beteiligt sich an dem gewagten Unternehmen. Indio zögert und stimmt Ballantines Teilnahme nur deshalb zu, weil er über besondere Informationsquellen verfügt. Ballantine ist nicht nur ein Langfinger, sondern auch ein begabter Maler. Dieses Talent kommt den dreien zustatten, als Ballantine den hinterhältigen Skimmel porträtiert und dabei von ihm Genaueres über den Goldtransport erfährt. Auf Grund dieser Informationen gelingt es Indio trotz schwerster Bewachung, den Wagen mit der Goldladung zu erbeuten. Aber kurz nach dem dabei entstehenden Kampf entdecken Indio und Escudo, dass der Wagen verschwunden ist. Ihr Argwohn ist sofort wach, und wenig später greifen sie Ballantine auf, der sich gerade mit der Beute aus dem Staub machen will. Allein Indios Fürsprache bleibt es zu verdanken, dass der betrügerische Komplize nicht auf der Stelle ins Jenseits befördert wird. Indio und Escudo haben die Absicht, die Beute den mexikanischen Revolutionären zum Ankauf von Waffen zur Verfügung zu stellen. Doch es kommt nicht dazu. Fast im gleichen Augenblick, als Kaiser Maximilians Kapitulation bekannt wird, stellt sich heraus, dass vier der fünf erbeuteten Säcke Sand statt Gold enthalten. Skimmel und Metternich ist es gelungen, den Hauptteil des Goldes in einem Weinfass bis zu den Österreichern durchzubringen. Und jetzt machen sie sich Gedanken darüber, wie sie damit unbemerkt bis zur drei Stunden entfernten texanischen Grenze durchkommen können... Indio, Ballantine und Escudo, die ebenfalls hinter dem Gold her sind, fallen den Österreichern in die Hände und sollen standrechtlich erschossen werden. Aber im letzten Augenblick wirft Ballantine sein Tagebuch dem zuschauenden Metternich zu und bittet ihn, es seiner Mutter zu überbringen. Da zerreißt eine gigantische Explosion die Luft und tötet sämtliche Angehörigen des Exekutionskommandos. Das "Tagebuch" enthielt ein Fläschchen mit Nitroglyzerin... Doch nicht nur die Österreicher, Skimmel und Metternich hat es bei der Explosion und dem anschließenden Kampf erwischt, sondern auch Ballantine. Als Escudo und Indio wenig später zu dem Wagen gehen, auf dem sich das Gold befinden müsste, ist das Weinfass spurlos verschwunden. Indio weiß sofort, dass der betrügerische Dieb kein anderer als der angeblich "tote" Ballantine ist. Eine dramatische Jagd zur texanischen Grenze beginnt. Erst unmittelbar vor dem Grenzfluss holen die Verfolger Ballantine ein, können ihn jedoch nicht mehr auf mexikanischem Boden stellen. Aber sie schießen mehrere Löcher in das Fass, und als Ballantine sich jenseits der Grenzbrücke umdreht, starrt er entsetzt auf jene lange Goldstaub-Spur, die er hinter sich gelassen hat. Indio lächelt und meint zufrieden: "Ballys Gold geht an seine nächste Verwandtschaft..." Im Morgengrauen des nächsten Tages findet Pater Mike zwei Goldsäcke auf der Schwelle des Waisenhauses, und als er nach seinem Wohltäter Ausschau hält, sieht er gerade noch eine schwarze Silhouette am Horizont verschwinden.

Fazit: Dieser Film, von vielen als der beste Italo-Western von Gianfranco Parolini angesehen, zeigt zum einzigen Mal Yul Brynner in einem reinen Italo-Western, der hier fast seine Rolle als Chris der glorreichen Sieben in das europäische Genre einbringt. Parolini fügt allerdings seine typische Ironie und Überspanntheit hinzu, indem er z.B. Sabata (im Original Indio Black) eine Winchester mit entnehmbarem Magazin verwenden lässt, mit dem er sehr visuell seine Feinde, die Murdoks, niederschießt, die von einer armen Gruppe Mexikaner Geld gestohlen haben. Danach findet er sich zusammen mit einer Gruppe von Abenteurern in Mexiko wieder, die noch wesentlich bizarrer war als die glorreichen Sieben selber. Darunter befindet sich z.B. der wenig vertrauenswürdige Ballantine (Dean Reed), der vollblütige Escudo (Pedro Sanchez alias Ignazio Spalla), September (Stuntman/Darsteller Sal Borgese), der mit Hilfe seines Stiefels Murmeln durch die Luft schleudert und Gitano (Joseph Persaud), der den Tod seiner Feinde immer mit dem Flamenco "Tacones de Muerte" ankündigt. Als brutalen Colonel Skimmel, der seine Feinde unter anderem mit den Kanonen seiner Modellschiffe zu töten pflegt, sehen wir wieder Gerhard Herter, der schon in "La resa dei conti" ("Der Gehetzte der Sierra Madre") als österreichischer Baron Von Schulenberg eine gute Figur gemacht hat. Der Film spielt wie so viele andere seiner Zeit im revolutionsgeplagten Mexiko, wo Rebellen, Abenteurer und Revolutionäre gleichermaßen von der Gier nach Gold besessen sind. Dieser Film enthält übrigens einen der besten Scores von Bruno Nicolai, wahrscheinlich einen der besten Italo-Western-Soundtracks überhaupt, der perfekt zu dieser unvergesslichen, amüsanten, schnell ablaufenden Geschichte passt. Natürlich wird in diesem Film die Revolution wieder nur als Gelegenheit für die geldgierigen Helden dieses Films gesehen, sich zu bereichern. Der Film wurde im Sommer 1970 in der Gegend um Rom und in Südspanien gedreht. Das Anfangsduell wurde in der jetzt nicht mehr vorhandenen Rancho de las Salinillas in Gergal gedreht, wo in der Nähe das Fort und die Brücke standen. Letztere wurde ja am Ende des Films in die Luft gejagt.

Während der Dreharbeiten in Spanien feierte Yul Brynner seinen 50. Geburtstag, wo eine große Party organisiert wurde, bei der geröstetes Schweinefleisch serviert wurde. Auch eine enorm große Paella mit fünfzig Kerzen darauf durfte nicht fehlen. Die meisten Darsteller, Crew-Mitglieder und deren Familien feierten bis spät in die Nacht. Der Film hat übrigens mit den zwei "echten" Sabata-Filmen (mit Lee Van Cleef in der Hauptrolle) nichts gemein und wurde nur in einen Sabata-Titel umgetitelt, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen.

Presse: "Ein Film aus der Sabata-Serie, die ebenso wie die Django-Folgen ihre wechselnden Hauptdarsteller hat, hebt sich allein schon über das Mittelmaß hinaus, wenn ein Yul Brynner als Zentralfigur fungiert. Der schwarz-gekleidete Handgeldjäger killt für jeden, der ihn hoch genug bezahlt. Hier schießt er - immer auf der Seite der Unterdrückten - aus allen Knopflöchern, mit den Händen und mit den Füßen. Die 'knallige' Episode spielt in Mexiko, als während der Revolution die österreichischen Truppen vertrieben wurden. Es geht um einen Geldtransporter, den der Oberst vor seinen vielen Morden noch für sich kassieren möchte. Der Film ist mit Phantasie, Spannung und Tempo inszeniert und steht über dem üblichen Klischee dieses Genres."

Bert Markus,
Filmecho/Filmwoche Heft 19, 1971


Die Guten, die Schlechten & die Grässlichen

Die Übersicht aller Italo-Western


Buckaroo (Il winchester che non perdona, 1968)

Bucaroo - Galgenvögel zwitschern nicht

Song: "Buckaroo" - gesungen von Dean Reed

Ein blonder Pistolero erledigt mit einigen Helfern einen verbrecherischen Goldminenbesitzer und dessen Bande. Obskurer Western von Adelchi Bianchi mit dem US-Protestler Dean Reed in der Titelrolle.


Dio li crea... io li ammazzo! (1967)

Bleigericht/Bleichgericht

Song: "God creates them, I kill them" - gesungen von Dean Reed

Agent entlarvt einige Bürger der ehrenwerten Gesellschaft eines kleinen Grenzstädtchens als Planer mehrerer Bankeinbrüche und Morde. Belangloser erster Western von Paolo Bianchini mit dem später in die DDR ausgewanderten Amerikaner Dean Reed in der Hauptrolle.


Indio Black, sai che ti dico: sei un gran figlio di... (1970)

Adios Sabata

Während der Regierungszeit Kaiser Maximilians (1863-1867) wird ein Fass voller Gold den Österreichern durch die Schießkünste und Tricks eines legendären Revolverhelden abgelistet und zerrinnt am Schluss im Wüstenrand. Äußerst unterhaltsamer Action-Western von Gianfranco Parolini mit Yul Brynner in seiner einzigen Italo-Western-Rolle und einem der besten Bruno-Nicolai-Scores.


Storia di karatè, pugni e fagioli (1973)

Fäuste, Bohnen und ... Karate/Zwei linke Brüder auf dem Weg zur Hölle

Zwei abgehalfterte Helden legen mit Hilfe eines japanischen Koch- und Karatekünstlers einen Gangsterboss herein und werden zum Lohn ausgerechnet Bankangestellte. Komödienwestern der unteren Kategorie von Tonino Ricci, der es nie schaffte, einen halbwegs ansehbaren Film dieses Genres zu inszenieren.


Western ohne Pasta

Die Übersicht der nicht-italienischen Euro-Western


Blutsbrüder (1975)

Song: "Love your brother" - gesungen von Dean Reed

Ein Deserteur der US-Armee und ein Cheyenne-Krieger werden Blutsbrüder und kämpfen für die Freiheit der Indianer. DDR-Western.


Kit & Co. (1974)

Kit und Co - Lockruf des Goldes

Geschichte um einen jungen Reporter, der zu den Goldsuchern aufbricht und dort aufregende Abenteuer erlebt. DDR-Western. Sehr vergnügliche Sache.


Sing, Cowboy, sing (1981)

Zwei Cowboys im Wilden Westen, die ihr Geld mit Singen und anderen Jobs verdienen, helfen einem kleinen Mädchen, das seine Mutter wieder verheiraten möchte. DDR-Western.


Sie spielten um ihr Leben

Die 20 beliebtesten Italo-Western-Soundtracks aller Zeiten

Aus einer Umfrage des Italo-Western Message Boards wurden vor kurzem die beliebtesten 20 Italo-Western-Soundtracks aller Zeiten ermittelt.

3. "Indio Black, sai che ti dico: sei un gran figlio di..." ("Adios Sabata") - Bruno Nicolai 1970

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Letzte Änderung: 2017-09-15