{"id":151,"date":"2013-10-07T06:00:50","date_gmt":"2013-10-07T04:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/?p=151"},"modified":"2017-06-22T21:29:36","modified_gmt":"2017-06-22T19:29:36","slug":"151","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/151\/","title":{"rendered":"&#8211; Bericht vom Seminar zum Thema Revisionismus"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Alfred Fritz (KPD)<br \/>\n<\/strong><\/h4>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Bericht vom Seminar zum Thema Revisionismus<\/h2>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Oktober 2013<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><strong>Am 04.- 06. Oktober 2013 fand ein von der \u201eOrganisation f\u00fcr den Aufbau einer Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands\/ Arbeit-Zukunft\u201c organisiertes Seminar zum Thema Revisionismus in Berlin statt.<br \/>\n<\/strong><strong>Teilnehmer waren: Vertreter des Veranstalters, des Kommunistischen Aktionsb\u00fcndnisses Dresden, der Kommunistischen Partei Deutschlands, der Deutschen Kommunistischen Partei, der Kommunistischen Initiative (Gera 2010) und der Freundschaftsgesellschaft \u201eSalvador Allende\u201c<\/strong><\/h4>\n<div id=\"attachment_157\" style=\"width: 153px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-157\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-157\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/ml\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/A.Fritz_.png\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"170\" \/><p id=\"caption-attachment-157\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Alfred Fritz (KPD)<\/span><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es besteht ja \u00dcbereinstimmung, dass Revisionismus b\u00fcrgerliche Ideologie ist, eine Str\u00f6mung des Opportunismus in der Arbeiterbewegung, das theoretische Fundament opportunistischer Politik. Es ist symptomatisch, da\u00df das Entstehen des Revisionismus mit dem Aufkommen des Imperialismus zusammen f\u00e4llt. Der Sieg des Marxismus in der internationalen Arbeiterbewegung zwang die Bourgeoisie zu neuen Methoden des Kampfes gegen die revolution\u00e4re Ideologie und Politik der Arbeiterklasse. Meiner Ansicht nach kann man von vier Etappen revisionistischer Angriffe gegen die Weltanschauung des Marxismus\/Marxismus-Leninismus ausgehen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Unmittelbar nach dem Sieg des Marxismus in der Arbeiterbewegung durch Bernstein als ehemaliger Anh\u00e4nger von Marx durch seine Angriffe auf marxsche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Philosophie (zur\u00fcck zu Kant, f\u00fcr Evolutionismus, Ablehnung der Dialektik), in der Politischen \u00d6konomie (im Kapitalismus g\u00e4be es kaum eine Konzentration in der Landwirtschaft, zyklische Krisen w\u00fcrden immer seltener, die Entwicklung gehe zum Plankapitalismus), in der Politik (Revision der Lehre vom Klassenkampf und Diktatur des Proletariats, Hineinwachsen in den Sozialismus auf friedlichem Wege)<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Nach der Oktoberrevolution erfolgten besonders Angriffe auf die Lehre Lenins als Verf\u00e4lschung des Marxismus.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Nach dem II.Weltkrieg und Herausbildung des sozialistischen Lagers wurden in Gestalt des modernen Revisionismus innerhalb der Kommunistischen Weltbewegung Theorien in Richtung der Verbesserung, der Erneuerung des Sozialismus als Eurokommunismus, gegen den sogenannten Stalinismus, entwickelt. Ab den 80iger Jahren (Gorbatschows \u201ePerestroika und Glasnost\u201c) erfolgte die systematische Untergrabung der revolution\u00e4ren Einheit und Geschlossenheit im sozialistischen Lager, jede F\u00fchrung eines Landes solle \u201eselbst \u00fcber den weiteren Weg des Sozialismus\u201c entscheiden. Mit der Anerkennung der Friedensf\u00e4higkeit des Imperialismus unter bestimmten Bedingungen, mit der Absage an die f\u00fchrende Rolle der marxistisch-leninistischen Partei und des demokratischen Zentralismus sowie durch die Vernachl\u00e4ssigung der Kollektivit\u00e4t der Leitungen wurde die Diktatur des Proletariats geschw\u00e4cht Erneut erfolgen vielf\u00e4ltige Angriffe nicht nur auf Stalin, sondern vor allem auch auf Lenin durch einflu\u00dfreiche Kr\u00e4fte inder Partei Die Linke.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die KPD steht zu ihrem Programm, in dem es u.a. hei\u00dft:<br \/>\n<strong>\u201eDie Deutsche Demokratische Republik war das Beste, was die revolution\u00e4re deutsche Arbeiterbewegung in ihrer bisherigen Geschichte hervorgebracht und geschaffen hat.\u201c<\/strong><br \/>\nAuch der neue Vorsitzende DKP, Patrik K\u00f6bele, erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich: <strong>\u201eWir stehen zur Aussage, dass die DDR bei all ihren Fehlern die gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft der Arbeiterbewegung Deutschlands war&#8230; Teile der Linkspartei neigen eher zu Entschuldigungen f\u00fcr das Gewesene gegen\u00fcber den Herrschenden<\/strong>.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201cWer auf dieser fundamentalen Aussage nicht steht, hat einen verschleierten Blick auf Gegenwart und Zukunft unseres Kampfes, hat keinen orientierenden Durchblick. Darum enth\u00e4lt auch einer der 6 Punkte f\u00fcr das Zusammenwachsen von Kommunisten, der Punkt 5, diese Aussage zur DDR als das Beste, was die die revolution\u00e4re deutsche Arbeiterklasse in ihrer bisherigen Geschichte erreicht hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die DDR hat Zeichen gesetzt, dass der Sozialismus m\u00f6glich und besser sein kann:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder hatte Arbeit, wir hatten keine Arbeitslosigkeit, keine menschenunw\u00fcrdigen Hartz-IV Regelungen. Das Recht auf Arbeit war gesetzlich verbrieft. Die Bezahlung der Arbeit war entsprechend der Leistungen so geregelt, dass man davon den Lebensunterhalt bestreiten konnte, ohne Unterschied von Mann und Frau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir kannten keine Bettler, keine Obdachlosenlosen, es bestand ein Recht auf bezahlbare Wohnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kinder wurden in Krippen, Kinderg\u00e4rten und Schulen kostenfrei betreut und wuchsen sorglos und gl\u00fccklich auf. Wir hatten ein Recht auf Bildung und ein vorbildliches Bildungssystem f\u00fcr Europa anzubieten, Bildung warvon den Kleinstenen bis zu Studenten kostenfrei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kranke wurden von Gesundheitseinrichtungen kostenfrei betreut, viele vorbeugende gesundheitliche Ma\u00dfnahmen wurden ebenfalls kostenfrei durchgef\u00fchrt, dadurch konnten bestimmte Volkskrankheiten (z. B. Masern) verhindert werden. Die Konzentration der gesundheitlichen Einrichtungen in Polikliniken erfolgte zur Erleichterung der Betreuung der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kunst und Kultur stand allen Teilen der Bev\u00f6lkerung bezahlbar zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen hatten im t\u00e4glichen Leben eine gr\u00f6\u00dfere Freiheit und Mitbestimmung als heute, vor allem in den Betrieben mit Hilfe von Gewerkschaften. Jeder Werkt\u00e4tige war aufgefordert, an der Verbesserung von Produktionsprozessen mitzuwirken. Die weit verbreitete Losung \u201ePlane mit &#8211; Arbeite mit \u2013 Regiere mit!\u201c war keine leere Phrase.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kollektive in den Betrieben und die Hausgemeinschaften in den Wohngebieten sowie in gesellschaftlichen Organisationen waren vom Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und gegenseitiger Hilfe sowie von gemeinsamen freudigen Erlebnissen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geborgenheit und Sicherheit auch im Alter waren gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die DDR Bev\u00f6lkerung lebte in Frieden, ohne Kriegseins\u00e4tze, in Freundschaft zu Nachbarv\u00f6lkern. Auch die DDR als sozialistischer Staat trug durch ihre Friedenspolitik zu 40 Jahren Frieden in Europa bei. Faschistische Organisationen gab es in der DDR nicht, sie waren entsprechend dem Potsdamer Abkommen von 1945 und folglich auch in DDR Gesetzen verboten. Wir hatten eine der geringsten Kriminalit\u00e4tsraten in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese und weitere Errungenschaften entstanden auf der Basis des sozialistischen Eigentums an den Produktionsmitteln, n\u00e4mlich den im staatlichem Eigentum befindlichen Gro\u00dfbetrieben, dem kommunalem Eigent um der Betriebe der Daseinsvorsorge und den genossenschaftlichem Eigentum der Handwerker und Bauern. Dem Kapital war die Grundlage des Wirkens seiner Gesetze entzogen und folglich die ausschlie\u00dflich auf Profit ausgerichtete Wirtschafts- und Gesellschaftsbeziehungen sowie die Aneignung des Profits durch Wenige. Die Politik des unter F\u00fchrung der marxistisch-leninistischen Partei organisierten Staates war auf die st\u00e4ndige Erh\u00f6hung des Lebensstandards der Bev\u00f6lkerung ausgerichtet und auf die Sicherheit der Errungenschaften vor den st\u00e4ndigen \u00dcbergriffen der im perialistischen Hauptl\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da wird es an Zumutung f\u00fcr die DDR-B\u00fcrger und f\u00fcr humanistische Menschen empfunden, wenn in den Programmen bestimmter, sich kommunistisch nennender Organisationen, geschrieben wird: von einer \u201esozialfaschistischen SED, einer Partei der neuen Kompradoren- Bourgeoisie\u201c, vom FDGB \u201eals faschistische Arbeitsfront\u201c, der \u201emit dem staatsmonopolistischen System verschmolzen\u201c war, dass \u201ealles, \u201ewie Fernsehen, Presse, Erziehungs- und Bildungswesen in den H\u00e4nden der Bourgeoisie lag und zu Instrumenten der sozial verschleierten Unterdr\u00fcckung der Werkt\u00e4tigen\u201c wurde, die DDR zu einem \u201eAufmarschgebiet des Sozialimperialismus gegen Westdeutschland\/Westeuropa\u201c wurde, die \u201eMauer ein Verrat am Sozialismus und der Nation\u201c war. (Programm KPD Roter Morgen 1993\/2005, KPD Aufbaugruppe 2011 und KPD\/ML 2007). \u201eMit dem Machtantritt der Gruppe um Chruschtschow und nach dem XX. Parteitag der KPdSU wurden die Sowjetunion und andere sozialistische L\u00e4nder, auch die DDR, die in einem Arbeitergef\u00e4ngnis verwandelt wurde, zu revisionistischen L\u00e4ndern, in denen die Diktatur des Proletariats zerst\u00f6rt, der Sozialismus vernichtet wurde.\u201c (Roter Morgen 5\/2008\/ KPDA).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese formale unwissenschaftliche Einsch\u00e4tzung negiert v\u00f6llig Gesetze des dialektischen und historischen Materialismus, der Lehre von Basis und \u00dcberbau, abgesehen davon, dass einerseits der Sozialismus geleugnet wird, er aber aber andererseits nunmehr angeblich vernichtet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem Vorwort zu seinem Buch \u201eZur Kritik der Politischen \u00d6konomie\u201c(1859) weist Karl Marx darauf hin, dass die Gesamtheit der PV (Produktionsverh\u00e4ltnisse), die einer bestimmten Entwicklungsstufe der materiellen PK (Produktionskosten) entsprechen, die \u00f6konomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis bildet, worauf sich ein juristischer und politischer \u00dcberbau erhebt und welcher bestimmten gesellschaftlichen Bewusstseinsformen entsprechen. (S. 13)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also zur Erinnerung: <strong>\u00d6konomische Struktur\/Basis=<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; Eigentumsverh\u00e4ltnis an Produktionsmitteln<br \/>\n&#8211; die sich aus ihnen ergebenden \u00f6konomischen Beziehungen der sozialen Gruppen in der Produktion<br \/>\n&#8211; sowie die von den Eigentumsverh\u00e4ltnissen abh\u00e4ngigen Formen der Verteilung der Produktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Basis wird durch den Entwicklungsstand der Produktivkr\u00e4fte bestimmt, wirkt aber aktiv auf sie zur\u00fcck.<br \/>\nEs ergibt sich zun\u00e4chst die Frage: Wie war die \u00f6konomische Struktur\/ die Basis in der DDR? Hatten wir denn in der DDR kapitalistische Eigentumsverh\u00e4ltnisse? Oder doch sozialistische Eigentumsverh\u00e4ltnisse? Konnten sich einzelne Produzenten das Produkt mit Profit aneignen? Oder unterlag das erwirtschaftete Produkt nicht Grunds\u00e4tzen sozialistischer Verteilung mit dem Hauptteil der zentralen Abf\u00fchrung an den Staatshaushalt, ein Teil f\u00fcr die erweiterte Reproduktion, und auch ein Teil f\u00fcr soziale\/kulturelle direkte Zweckbestimmung der Werkt\u00e4tigen des Betriebes. Wie waren die Beziehungen in der Produktion? Waren sie durch eine Ellbogengesellschaft, einer Individualisierung gekennzeichnet, oder durch gegenseitige Achtung und Hilfe in Brigaden\/Kollektiven, kameradschaftliche Beziehungen in Produktionsberatungen, Wettbewerbsbeziehungen? Ich denke: Das Letzte trifft zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was also die Eigentumsverh\u00e4ltnisse, Produktionsbeziehungen, Formen der Verteilung , die \u00f6konomische Struktur angeht, kann ich keine revisionistischen Merkmale feststellen. Das schlie\u00dft politische Fehlentscheidungen, wie die zeitweilige Vorrangstellung der Abteilung zwei vor der Abteilung eins sowie vom Klassenfeind inszenierte bewusste Falschorientierungen zur Sch\u00e4digung der sozialistischen Wirtschaft nicht aus.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Fortsetzung folgt, die Formatierung des vorliegenden Textes von Hand ist sehr zeitaufw\u00e4ndig (siehe unten).<\/h5>\n<div>Lenin hat oft betont, dass die f<\/div>\n<div>este \u00f6konomische Basis der Diktatur des Proletariats<\/div>\n<div>nur<\/div>\n<div>die<\/div>\n<div>verstaatlichte Gro\u00dfindustrie ist.<\/div>\n<div>Und die existierte in der DDR. Warum soll es dann<\/div>\n<div>keine Diktatur des Proletariats gegeben<\/div>\n<div>haben? Ob sie gut oder schlecht oder in den<\/div>\n<div>letzten Jahren durchl\u00f6chert war, ist eine andere Frage.<\/div>\n<div>Zum \u00dcberbau<\/div>\n<div>geh\u00f6ren bekanntlich die vom \u00f6konomischen System,<\/div>\n<div>von der Basis,<\/div>\n<div>abgeleiteten politischen ,rechtlichen religi\u00f6se<\/div>\n<div>n und moralischen Verh\u00e4ltnisse und deren<\/div>\n<div>Einrichtungen, die ehe sie entstehen, ihren Weg durch das Bewu\u00dftsein der Menschen<\/div>\n<div>nehmen. Deshalb hat Lenin diese zum Unter<\/div>\n<div>schied von den \u00f6konomischen\/materiellen als<\/div>\n<div>ideologische Verh\u00e4ltnisse bezeichnet.<\/div>\n<div>Der \u00dcberbau in der Gesellschaft<\/div>\n<div>\u00fcbt in seiner<\/div>\n<div>Wechselwirkung zur Basis eine relative Selb<\/div>\n<div>st\u00e4ndigkeit aus. Viele Elemente des \u00dcberbaus<\/div>\n<div>bestehen noch lange, \u00fcberleben die alte Basi<\/div>\n<div>s, sind z\u00e4hlebig, wie z.B. religi\u00f6se,<\/div>\n<div>moralische, rechtliche , kulturelle Au<\/div>\n<div>ffassungen und Gewohnheiten. Aber die<\/div>\n<div>bestimmenden Elemente aus der Basis setzen sich immer mehr durch.<\/div>\n<div>Wir entwickelten in der DDR:<\/div>\n<div>&#8211; ein v\u00f6llig neues Bildungssystem entsprec<\/div>\n<div>hend der sozialistischen Anforderungen,<\/div>\n<div>&#8211; neue Rechtsauffassungen im zivilrechtlic<\/div>\n<div>hen Leben: ein neues Zivilgesetzbuch,<\/div>\n<div>ein \u00fcberarbeitetes Strafgesetzbuch,<\/div>\n<div>ein Arbeitsgesetzbuch mit den inhaltlich neuen<\/div>\n<div>sozialistischen Arbeitsverh\u00e4ltnissen,<\/div>\n<div>ein in h\u00f6chstem Ma\u00dfe demokratisches Gerichts-<\/div>\n<div>verfassungsgesetz<\/div>\n<div>&#8211; ein neues<\/div>\n<div>Banken- und Kreditgesetz<\/div>\n<div>&#8211; eine neue vom Volk getragene Verfassung,<\/div>\n<div>&#8211; einen neuen Staatsaufbau der<\/div>\n<div>Arbeiter-und Bauernmacht<\/div>\n<div>und viele andere Rechtsvorschriften sowie staat<\/div>\n<div>liche politische Ma\u00dfnahmen, die auf das<\/div>\n<div>gesellschaftliche Leben, auf Kunst und Literatu<\/div>\n<div>r, und insgesamt auf die Basis , auf die<\/div>\n<div>gesellschaftliche Beziehungen ein<\/div>\n<div>wirkten und diese f\u00f6rderten.<\/div>\n<div>Das Primat der Politik vor<\/div>\n<div>der \u00d6konomie beim Aufbau des Sozia<\/div>\n<div>lismus wird auch hier sichtbar.<\/div>\n<div class=\"canvasWrapper\"><\/div>\n<div>Alle diese Elemente als revisi<\/div>\n<div>onistisch zu bezeichnen, ist<\/div>\n<div>weit gefehlt. Da\u00df Elemente des<\/div>\n<div>Revisionismus in die Politik und die Ideologie in der DDR besonders im letzten Jahrzehnt<\/div>\n<div>eindrangen, ist unbesehen. Aber damit war die<\/div>\n<div>DDR kein kapitalistischer Staat, kein vom<\/div>\n<div>Revisionismus durchzogener Staat, war die Diktatur des Proletariats nicht<\/div>\n<div>aufgegeben,aber geschw\u00e4cht,insbesondere durch die zersetzende Wirkung<\/div>\n<div>Gorbatschowser Politik und des Verrats, die sch<\/div>\n<div>rittweise ihren Anfang nahm bereits mit<\/div>\n<div>dem XX. Parteitag, zun\u00e4chst mit der Verl<\/div>\n<div>eumdung der Rolle Stalins, die mit der<\/div>\n<div>Diskreditierung des Sozialismus<\/div>\n<div>verbunden war, deren Auswirkungen<\/div>\n<div>wir erst viel sp\u00e4ter in<\/div>\n<div>der DDR praktisch wahrnahmen und sp\u00fcrten, denn<\/div>\n<div>die 50iger und 60iger Jahre waren als<\/div>\n<div>Jahre \u00f6konomischen und politischen<\/div>\n<div>Aufschwungs der DDR gekennzeichnet.<\/div>\n<div>Prof. Dr. G\u00f6tz Dieckmann erkl<\/div>\n<div>\u00e4rte beim Kolloqium am 9.<\/div>\n<div>M\u00e4rz 2013:<\/div>\n<div>\u201eEs ist nicht w<\/div>\n<div>ahr, da\u00df nach Stalins Tod die V\u00f6lker<\/div>\n<div>der<\/div>\n<div>Sowjetunion und der DDR \u2013<\/div>\n<div>also wir alle \u2013 an<\/div>\n<div>nichts anderem bete<\/div>\n<div>iligt waren, als<\/div>\n<div>an einem Wate<\/div>\n<div>n im Sumpf des Revisionismus.\u201c<\/div>\n<div>Einzelne revisionistische Erscheinungen\/Zur\u00fcckw<\/div>\n<div>eichen im Klassenkampf im sogenannten<\/div>\n<div>Interesse des Friedenskampfes, der Sicher<\/div>\n<div>ung des Friedens, in einer Zeit h\u00f6chst-<\/div>\n<div>gef\u00e4hrlicher kriegerischer K<\/div>\n<div>onfrontation mit der massiven Raketenstationierung und<\/div>\n<div>Man\u00f6verzuspitzungen in den 80iger Jahr<\/div>\n<div>en gab es speziell mit dem Dokument<\/div>\n<div>\u201eDer<\/div>\n<div>Streit der Ideologien und die<\/div>\n<div>gemeinsame Sicherheit\u201c,<\/div>\n<div>in dem dem Imperialismus unter bestimmten<\/div>\n<div>Bedingungen Friedens<\/div>\n<div>f\u00e4higkeit zuerkannt<\/div>\n<div>wurde.<\/div>\n<div>Objektiv revisionistische Entscheidungen 1989\/90 waren eben auch:<\/div>\n<div>&#8211; die Zur\u00fcckweisung der Angebote sowjetischer Gener\u00e4le am 13. Oktober 1989 durch<\/div>\n<div>\u00f6ffentliche Pr\u00e4senz sowjetischer Armeete<\/div>\n<div>ile einzugtreifen bzw.<\/div>\n<div>beruhigend zu helfen.<\/div>\n<div>&#8211; Dann war da der Befehl vom 8. Oktober 1<\/div>\n<div>989 an den Leiter der BV Leipzig des MfS, auf<\/div>\n<div>keinen Fall Gewalt gegen die Demonstr<\/div>\n<div>anten anzuwenden. Was hei\u00dft Gewalt?<\/div>\n<div>Verteidigung der Revolution ohne Gewalt? Gewalt<\/div>\n<div>hei\u00dft ja nicht nur<\/div>\n<div>schie\u00dfen. In seinem<\/div>\n<div>Buch \u201eGef\u00e4ngnisnotizen\u201c sch\u00e4tzt<\/div>\n<div>Krenz in Auswertung der Lehr<\/div>\n<div>en in Chile ein, da\u00df die<\/div>\n<div>herrschenden Klassen nie kampflos abtret<\/div>\n<div>en werden. Warum aber machen wir das?<\/div>\n<div>&#8211; die in der Volkskammer-Sitzung vom 1.12.1989 im Namen der SED- Fraktion erkl\u00e4rte<\/div>\n<div>Aufgabe des F\u00fchrungsanspruchs der SED<\/div>\n<div>in der vom Volk der DDR gew\u00e4hlten<\/div>\n<div>Verfassung .Die Parteif\u00fchrung schon unter Wa<\/div>\n<div>lter Ulbricht erkannte den revisionistischen<\/div>\n<div>Kurs Chruschtschows mit der Verleumdung Stalins und seiner Leistungen und der damit<\/div>\n<div>verbundenen Diskreditierung des Sozialismu<\/div>\n<div>s und gefahrvollen Entwicklung. Sie<\/div>\n<div>versuchte einiges unter der Decke zu halt<\/div>\n<div>en im Vertrauen darauf,da\u00df sich wieder<\/div>\n<div>konsequente Kr\u00e4fte in der Sowjetunion durch<\/div>\n<div>setzen werden. Sie hielt also nicht genug<\/div>\n<div>dagegen, so da\u00df sich schleichend auf diesem und<\/div>\n<div>jenem Gebiet vor allem in der Ideologie<\/div>\n<div>und Kultur \u2013 also im \u00dcberbau- revisionistischeTendenzen einschleichen konnten.<\/div>\n<div>Konkrete Erscheinungen und massive Auswirkungen<\/div>\n<div>revisionistischer Politik in der SU<\/div>\n<div>zeigten sich vor allem durch die Politik Go<\/div>\n<div>rbat<\/div>\n<div>schows mit Perestroika und Glasnost. Das<\/div>\n<div>f\u00fchrte zur Spaltung in<\/div>\n<div>f\u00fcr<\/div>\n<div>und<\/div>\n<div>gegen<\/div>\n<div>Gorbatschows Politik bis in untere Ebenen der<\/div>\n<div>Partei.<\/div>\n<div>Infolge der mit Abr\u00fcstungs- und Friedens- Initiativen getarnten Politik der ideologischen<\/div>\n<div>Aufweichung und der \u00dcbereinkommen mit<\/div>\n<div>dem Klassenfeind, unterlegt mit der<\/div>\n<div>angeblichen Beseitigung s<\/div>\n<div>ogenannter Verkrustungen in den Ansichten alter<\/div>\n<div class=\"canvasWrapper\"><\/div>\n<div>F\u00fchrungsriegen, gab es zunehmend mehr Anh\u00e4nger<\/div>\n<div>f\u00fcr Gorbatschowser Politik als<\/div>\n<div>Gegner. Infolge dessen gab es eine Frakti<\/div>\n<div>on in der Parteif\u00fchrung ,die sowohl<\/div>\n<div>Leichtgl\u00e4ubigkeit wie bei Egon Krenz, wie au<\/div>\n<div>ch aus mangelnder inner<\/div>\n<div>er kommunistischer<\/div>\n<div>Einstellung bei Personen, wie Schabowski, Sc<\/div>\n<div>h\u00fcrer, Tisch, Modrow umfa\u00dfte, die objektiv<\/div>\n<div>revisionistisch war, und auch teilweise Verrat beinhaltete:<\/div>\n<div>Fehler, Schw\u00e4chen im F\u00fchrungsstil f\u00fchrten letz<\/div>\n<div>tlich auch von Prinzipien einer marxistisch-<\/div>\n<div>leninistischen Partei weg, wie<\/div>\n<div>die Kollektivit\u00e4t der Arbeit<\/div>\n<div>der Leitungen\/F\u00fchrungsorgane als<\/div>\n<div>ein grundlegendes Prinzip im Statut.<\/div>\n<div>Im Programm der KPD hei\u00dft es zur DDR weit<\/div>\n<div>er, um meine einleitenden Feststellungen<\/div>\n<div>aus dem Programm abzurunden:<\/div>\n<div>\u201e Wir k\u00f6nnen aber nicht die Augen davor versch<\/div>\n<div>lie\u00dfen, da\u00df die Fortschritte oft geschm\u00e4-<\/div>\n<div>lert wurden durch M\u00e4ngel und Schw\u00e4chen, dur<\/div>\n<div>ch Fehler in der politischen Praxis, aber<\/div>\n<div>auch durch bewu\u00dfte wirtschaftliche Sch\u00e4digung,<\/div>\n<div>die der Stabilit\u00e4t der Partei und des<\/div>\n<div>Staates entgegen wirkten. Das f\u00fchrte zu einem<\/div>\n<div>Proze\u00df der Stagnation und des Zerfalls,<\/div>\n<div>bis hin zur Niederlage der SED und des<\/div>\n<div>von ihr gef\u00fchrten Staates, der DDR.\u201c<\/div>\n<div>H\u00f6hepunkt des Revisionismus in der DDR war die Zerschlagung der SED und die<\/div>\n<div>Gr\u00fcndung einer revisionistischen Partei SED\/PDS<\/div>\n<div>\/ Die Partei Die Linke, verbunden mit der<\/div>\n<div>Unterstellung von Verbrechen der DDR und ihre Distanzierung hiervon sowie mit dem<\/div>\n<div>Bruch des sogenannten Stalinismus.<\/div>\n<div>Der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Vortrag von Michael<\/div>\n<div>Brie am 20. April 2013 in Leipzig strotzt<\/div>\n<div>vor Revisionismus, i<\/div>\n<div>ndem er nicht nur Stalin sonder<\/div>\n<div>n vor allem Lenin, den Leninismus<\/div>\n<div>angreift und selbst Marx und Engels unterstell<\/div>\n<div>t, nicht das Verh\u00e4ltnis des Gemeinsamen<\/div>\n<div>der Gesellschaftsmitglieder im Sozialismus\/<\/div>\n<div>Kommunismus zu dem Einzelnem zu Ende<\/div>\n<div>gedacht h\u00e4tten.<\/div>\n<div>Der Spaltung der Linken 1914 w\u00e4re eine weiter<\/div>\n<div>e Spaltung durch Lenin in Sozialismus und<\/div>\n<div>Parteidiktatur gefolgt. Diktatur des Proletariats<\/div>\n<div>w\u00e4re gleichzusetzen mit Diktatur der Partei.<\/div>\n<div>Der Leninismus zerst\u00f6re Bedingungen f\u00fcr Gl<\/div>\n<div>\u00fcck Freiheit und G\u00fcte. Er setzte die<\/div>\n<div>Menschenvernichtung durch den Nationalsoziali<\/div>\n<div>smus mit dem Sozialismus als Mittel zum<\/div>\n<div>Ziel gleich. Staatseigentum an den PM<\/div>\n<div>und wirkliche Demokratie<\/div>\n<div>w\u00e4ren unvereinbar.<\/p>\n<\/div>\n<div>Alfred Fritz<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alfred Fritz (KPD) Bericht vom Seminar zum Thema Revisionismus Oktober 2013 . Am 04.- 06. Oktober 2013 fand ein von der \u201eOrganisation f\u00fcr den Aufbau einer Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands\/ Arbeit-Zukunft\u201c organisiertes Seminar zum Thema Revisionismus in Berlin statt. 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