Dramatischer Anstieg der Erwerbsarmut

Karl Mahlstedt

Dramatischer Anstieg der Erwerbsarmut und gleichzeitiger triumphalistischer Verkündigung immer niedrigerer Erwerbslosenzahlen durch unsere Gehirnwäschemedien.

Und dies dürfte erst der Anfang sein. Deutschland befindet sich in dieser Hinsicht auf einer „schiefen Ebene“. Wobei diese Jobs oft demütigend sind, objektiv überflüssig oder nur deswegen nicht automatisiert werden, weil sich die Automatisierung wegen zu geringer Löhne nicht rechnet. Wenn der erreichte Lohn geringer ist als das, was man als Erwerbsloser erzielen würde, ist das gesellschaftlicher Rückschritt und kein Fortschritt. Und außerdem Zwangsarbeit, weil bei Ablehnung solcher Erwerbstätigkeit das Jobcenter die Bezüge reduziert oder gleich ganz streicht, also objektiv Zwangsarbeit bei gleichzeitigem Verbot von Zwangsarbeit im Grundgesetz.

Erwerbslose stehen stärker unter Druck
auch schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen.

(Quelle: imago/photothek)

Wobei durch dieses Lohndumping auch die benachbarten Ökonomien zerstört werden, da die dortige Wirtschaft durch die deutsche nieder konkurriert wird, so das sich z.B. in Südeuropa, aber auch schon in Teilen Frankreichs, die Verelendung der Menschen noch schneller vollzieht als in Deutschland.

Wobei gleichzeitig die Profite einer bloß noch parasitären Kapitalistenklasse, die durch die Arbeit anderer immerhin noch so viel Profit erzeugen, dass ihre Hauptsorge ist, noch gute Geldanlagemöglichkeiten zu finden, wodurch derzeit immer neue Spekulationsblasen erzeugt werden (was man dann praktisch z.B. als Mieter spürt), und die so „die Wirtschaft“ in den nächsten Crash treiben. Dazu ihre direkten und indirekten Handlanger (angestellte Manager und Politiker), die zwar noch „arbeiten“, wobei es besser wäre, sie täten es nicht, weil sie durch ihre „Arbeit“ stets neues Unheil anrichten.

FAZIT: Je schneller es uns gelingt, diese „Kaste“ aus Kapitalisten und ihren bezahlten Handlangern zu eliminieren und den hiesigen angehäuften enormen Reichtum gerecht zu verteilen, umso schneller haben wir alle ein gutes Leben.

Bleibt die Frage, wie wir das hinkriegen können. Also: „Was tun?“

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