Die Zukunft der Arbeiterklasse

Was die erste Industrielle Revolution für die Pferde war, ist für die Arbeiterklasse die vierte.

Klaus Meier #Dissident

Klaus Meier Dissident

Wer in Geschichte aufgepasst hat, weiß, dass mit der ersten Industriellen Revolution, also der Dampfmaschine, der Einsatz von Pferden in der Produktion nicht nur zurück ging, sondern schlicht aus starb. Das einzige was noch an das Pferd in der Produktion erinnerte, war, dass die Leistung von Maschinen in Pferdestärken (PS) angegeben wurde. Heute ist das Pferd in Industrieländern meist nur noch ein Luxusgut, welches sich reiche Menschen halten.

Der ersten industriellen Revolution durch die Dampfmaschinen folgte die zweite industriellen Revolution durch die Elektrifizierung der Produktion und den Übergang zur Massenproduktion. Dies geschah zum Beispiel durch den Einsatz der Fließbandfertigung. Die dritte industriellen Revolution wurde ausgelöst durch die Digitaltechnik und den Computer. Darum bezeichnet man diese auch als Digitale Revolution. Heute befinden wir uns in der vierten industriellen Revolution. Man nennt sie auch Industrie 4.0. Eingeleitet wurde diese durch die Weiterentwicklung von Digitaltechnik, Robotertechnik, Vernetzung (Internet) und künstlicher Intelligenz.

Was aber ist nun diese vierte industrielle Revolution? Hauptziel aller industriellen Revolutionen war bisher die Minimierung von Muskelkraft in der Produktion. Bei der Industrie 4.0 geht es darum, den Menschen möglichst komplett aus der Produktion zu nehmen. Wie einst die Muskelkraft der Pferde von der Dampfmaschine ersetzt wurde, soll nun auch hier durch die vierte industrielle Revolution ähnliches, bzw. weiterführendes geschehen. Hier soll aber nicht nur Muskelkraft des Menschen ersetzt werden, sondern auch der Intellekt. Durch künstliche Intelligenz, Algorithmen, Big Data, usw. wird der Verstand des Menschen schlicht überflüssig. Schon heute beaufsichtigen nicht mehr Menschen Maschinen, sondern Maschinen sich selbst. Es gibt heute bereits ganze Produktionsstätten in denen es keine Menschen mehr gibt.

Reicher Mann reitet PferdEs wird Zeit, dass wir Alternativen zur Erwerbstätigkeit schaffen. Denn wir leben in einer Welt in der Erwerbstätigkeit ein Auslaufmodell ist. Tun wir dies nicht, sind wir, die Arbeiterklasse, am Ende auch nur noch ein Luxusgut, welches sich reiche Menschen halten

*Menschen der Arbeiterklasse sind nach Karl Marx
alle Menschen, die nur ihre Arbeitskraft haben.

Update 30.04.2018: Antwort auf eine Aussage zum Artikel „der Vergleich Pferd-Mensch ist Falsch“

Auch schon bei den Industriellen Revolutionen 1 bis 3 stand das Minimieren der Arbeitskraft im Fokus. Denn die körperliche Belastbarkeit von der Produktionseinheit „Mensch“ und „Pferd“ hatte ihre Grenzen. Technische Weiterendwicklungen halfen diese körperlichen Grenzen zu überwinden.

Wie schon geschrieben, verschwand mit der Dampfmaschine letztlich die Produktionseinheit „Pferd“ den die benötigte Einheit „Kraft“, die das Pferd lieferte konnte man voll durch den Einsatz von Dampfmaschinen ersetzen. Dass der Mensch nicht auch gleich in der Produktion abgeschafft wurde, verdankt er seinen sieben Sinnen und seinem Gehirn. Mit dem alle Sinne vernetzt sind und mit dem er alle erhalten Daten, die er über diese Sinne erhält, verarbeiten kann. (Lernen)

(Industrie 4.0)

Das Problem ist nun, dass heute all das auch Technisch möglich ist. Wir haben heute allerlei Sensoren, die auch alles das können, was unsere Sinne können. Und wir haben Gehirne (Rechenmaschinen, KI´s, usw) die sich mit diesen Sensoren vernetzen. Sie können die erhalten Daten dann genauso verarbeiten wie wir mit unserem Gehirn. Sie können heute sogar dank KI lernen.

Wir sind heute an dem Punkt, an dem die Pferde zur Einführung der Dampfmaschine waren. Wir werden durch Maschinen ersetzt die Leistungsfähiger sind als der Menschen. Sie können Lernen wie wir, brauchen keine Pause, sind nie krank, nie schlecht Drauf, immer die gleiche Leistung. Ja sie überwachen sich sogar schon selber.