Das JobwunderDas Jobwunder

Klaus Meier #Dissident

Klaus Meier Dissident

Wenn man aktiv zu öffentlichen Anti-ALG II / Hartz 4 Veranstaltungen geht, fällt einem auf, dass es da immer mal wieder zu dem Jobwunder kommt. Auch in diversen Fernsehshows mit dem Thema ALG II / Hartz 4 ist dieses Jobwunder immer wieder mal zu sehen. Ein Beispiel: ein ALG II – Abhängiger berichtet auf einer Veranstaltungen oder in einer Fernsehshows darüber, wie schlecht die Existenzabsicherung durch ALG II ist und das er/sie auch keine Erwerbstätigkeit erhält.  Und schon kommt das Jobwunder um die Ecke in Form von Angeboten oder gleich einem Arbeitsvertrag. Wenn Anti-ALG II / Hartz 4 – Veranstaltungen und Fernsehshows mit dem Thema ALG II / Hartz 4 reichen, um Menschen in Erwerbstätigkeit zu bringen: Warum machen wir nicht einfach mehr davon?

Das JobwunderWas auch immer auffällt ist, dass wenn man als ALG II – Abhängiger seine Situation in einschlägigen Medien schildert, immer mindestens einer daher kommt, der einem erklärt, dass nicht die Erwerbslosigkeit oder ALG II an der eigenen Situation schuld sind, sondern man selber. Man muss ja nur hier mehr sparen und da mehr verzichten und sich da mehr bemühen und schon reicht auch der ALG II Regelsatz oder man bekommt eine Erwerbstätigkeit.

Dieses „Jobwunder“ und auch die guten Ratschläge dienen letztlich aber nur dazu, die allgemeine mediale Meinung zu verbreiten „man muss nur wollen, dann reicht der ALGII Regelsatz oder man bekommt eine Erwerbstätigkeit“. Jeder der keine Erwerbstätigkeit hat, ist letztlich nur faul. ALG II / Hartz 4 ist dann kein Thema mehr. Sondern nur noch das Individuum welches einfach nicht in diesem asozialen neoliberalen System klar kommt. Warum sollte man auch ein System in Frage stellen, welches die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer macht