WIR

Wie würden wir handeln?

Sind die DGB-Gewerkschaften (noch) unsere Interessenvertretungen
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Liebe Leserinnen und Leser von „AmericanRebel“ und „Arbeiterkampf“ – Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Erstmalig möchte die Redaktion „Arbeiterkampf“ Euch alle um Mithilfe bei der Meinungsbildung zum Thema: >>>Sind die DGB-Gewerkschaften (noch) unsere Interessenvertretungen<<<? Anhand der Erfahrungen und des Schicksals des Kollegen Raimund Samson aus Hamburg, der seinen Fall im nachfolgenden Video schildert, bitten wir Euch um Eure Meinungen und Standpunkte. So soll gemeinschaftlich ein großer Artikel, vermutlich mit verschiedenen Standpunkten zum Überdenken entstehen, der uns im gemeinsamen Kampf gegen ungerechte Arbeitsbedingungen, Unternehmer-Willkür und für unsere berechtigten Forderungen unterstützen kann.
Unter demm Video geht’s los – WIR freuen uns auf viele Beiträge.
Solidarische und kollegiale Grüße von Fiete, von der Redaktion Arbeiterkampf.

An dieser Stelle erscheinen Eure Meinungen und Einschätzungen. Bitte schreibt keine Halbsätze und stellt keine Behauptungen in der Raum die nicht nachweisbar sind. Jeder Beitrag sollte sachlich und solidarisch verfasst sein, so entsteht unser erstes gemeinsames Werk, das uns im Kampf gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Ungerechtigkeiten im Betrieb und für die Durchsetzung unserer berechtigten Forderungen hilfreich sein kann.

  • Diethard Möller von Arbeit Zukunft (Stuttgart)
    Raimund greift den Streik bei den Asklepios-Kliniken in Hamburg an, ohne dass er wohl über den Inhalt informiert ist. Asklepios hat seinen Gewinn in 5 Jahren um 64% gesteigert, den Umsatz um 45%, die Zahl der behandelten Patienten um 41%, während die Zahl der Mitarbeiter nur um 29% wuchs. Nähere Infos dazu unter:
    https://www.arbeit-zukunft.de/2017/01/04/das-geht-alle-an-ver-di-fordert-tarifvertrag-zu-massiver-entlastung-des-pflegepersonals/
    Dort gibt es auch den Brief von Pflegekräften der Asklepios-Kliniken Hamburg, die die unmenschlichen Arbeitsbedingungen beschreibt. Und das hat ja auch entsprechende Konsequenzen für die Patienten, wenn Menschen bis zur völligen Erschöpfung arbeiten müssen. Wenn solche Menschen dann in ihrem und im Interesse ihrer Patienten streiken, ist das für Raimund der Anlass aus ver.di auszutreten.
    Auf seinem Blog http://raimundsamsonkreativ.blogspot.co.uk/ propagiert er eine Montagsdemo in Hamburg, die von Rechten veranstaltet wird, und das rechtsradikale Magazin „Compact“ als „sehr gut“. Ein solcher Mensch hat unserer Meinung nach nichts auf einer Seite „Arbeiterkampf“ zu suchen. Gerade die Rechten machen derzeit eine Kampagne für den Austritt aus den Gewerkschaften. Compact hat dazu eine Konferenz mit den übelsten Rechtsradikalen organisiert. Dort wurde beschlossen, massenhaft für den Austritt aus den Gewerkschaften zu werben und eigene Listen bei den Betriebsratswahlen aufzustellen. Bei Daimler hat sie damit einen – wenn auch bescheidenen – Erfolg. Aber sie haben angekündigt, langfristig weiterzumachen. Sie sind Zerstörer der Arbeiterbewegung. Natürlich sind die derzeitigen Gewerkschaften keine ernsthaften Kampforganisationen. Aber die Rechten wollen das ja ebenfalls nicht. Sie wollen alles zerstören und die „Volksgemeinschaft“ mit dem Kapital gegen die „bösen Ausländer“. Wir kämpfen in den Gewerkschaften gegen die Co-Manager, die mit dem Kapital zusammen arbeiten, für kämpferische Gewerkschaften. Rechte Gewerkschaftsfeinde sind Arbeiterfeinde, auch wenn sie sich als „kritisch“ und harmlos präsentieren.
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    gepostet vor der Entlarvung des Raimund Samson
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  • Kalle Schulze, Sassnitz
    Das hier ist kein Einzelfall. Sicherlich bedingen Streiks im Gesundheitswesen immer für Betroffene Einschränkungen. Das am Anfang ist allerdings erst der Einstieg in die Masse der Probleme welche viele Gewerkschaftsmitglieder nicht nur in VerDi haben. Ich persönlich habe sowohl in VerDi als auch in der IG Bau persönlich nur scheinbare Hilfe über die Rechtsschutzversicherung der Gewerkschaften. Über früher oder später wurde ich aufgefordert die Klagen wegen „Aussicht auf Erfolgslosigkeit“ einzustellen. Die betraf Klagen gegen den Reinigungskonzern Bockholdt, gegen die ARGEn auf Rügen, das Jobcentre in Stralsund sowie gegen das Versorgungsamt in Stralsund. Als behinderter Mensch mit weit über 50% Behinderten-grad (GdB) wurde sogar von der Gewerkschaft empfohlen einer Kündigung aus gesundheitlichen Gründen durch die Integrationsabteilung zu zu stimmen. Das was sich einige Gewerkschaftsfunktionäre insbesondere in Stralsund so leisten hat mit gewerkschaftlicher Interessenvertretung nichts mehr zu tun. Ich habe mir vorgenommen mit Eintritt in das Rentenalter für Schwerbeschädigte aus der Gewerkschaft aus zu treten, denn solche Lobbyistengewerkschaften braucht kein Arbeiter. Wir brauchen echte Kampforganisationen fern vom Rockzipfel der SPD. Ich war einmal der Meinung, die Gewerkschaften sind wir – die Mitglieder. Das was ich erleben durfte erinnert eher an ein Kartell von Egoisten und nicht an Klassenvertretung.
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  • BukTom Bloch (Ludwigshafen)
    Zum Video:
    Guten Tag. Im Kern ganz sicherlich ein gutes Anliegen! Auch ich mache gern mal „originelle Aktionen“.
    Aber:
    + Der kreischende Papagei, o.ä.: ist FURCHTBAR. Das hat unterm Kopfhörer regelrecht körperlich weh getan. Solche extremen Störquellen hält man bitte außer Hörweite.
    + Ob es der Glaubwürdigkeit in einer möglichst breiten Öffentlichkeit wirklich zuträglich ist, einen schwarzen Cowboyhut (und das in einem Gebäude / Zimmer) zu tragen, beim Vortrag? Ich denke nein.
    + Es ist nun mal eine der Hauptaufgaben von Gewerkschaften zu streiken. Die „Schuld“ dafür ist letztlich bei uneinsichtigen Arbeitgebern zu suchen. Eine Notversorgung im Gesundheitswesen muss natürlich dennoch sichergestellt werden, klar.
    GrußBurkhard Tomm-Bub,  M.A.
    P.S.: Davon ab bin ich von verdi auch nicht begeistert, so ist es nicht. Im Geiste von „Joe Hill“ – handelt sie leider schon lange nicht mehr.

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