Streik der Busfahrer in Südafrika nach 80 Entlassungen fortgesetzt

Kapstadt: Seit zwei Monaten sind die Arbeiter von „MyCiTI“, einem von der Stadt Kapstadt ausgelagertem Unternehmen, im Streik. Noch immer streiken mehr als 200 Arbeiter, und die weitere Arbeiter zeigen ihre Solidarität. Ihre Forderungen sind höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und nicht bei „Outsourcing Unternehmen“ angestellt zu sein, stattdessen wollen sie wieder bei der Stadt angestellt sein.

Sie fordern auch, mit dem neuen Bürgermeister Don Plato zu sprechen. Die Betriebs- und Gewerkschaftsvertreter bezeichnen den Streik als „illegal“, somit provozieren sie Gewalt gegen die Arbeiter. Zudem wollen sie die Solidarität brechen.

Bus Drivers strike MyCiTy SATAWU 1

Im November besetzten die streikenden Arbeiter das Stadtzentrum von Kapstadt. Die Polizei benutzte Betäubungsgranaten, als mehr Arbeiter kamen, um die Proteste zu unterstützen. Streikende außerhalb des Bürgerzentrums warfen zur Vergeltung Steine auf die Polizei. Die Führer des Protestes wurden festgenommen. Dann feuerte das Unternehmen 80 der Streikenden, weil der Kampf „illegal“ sein würde. Inzwischen hat das Unternehmen 60 neue Fahrer eingestellt, um die streikenden Arbeiter zu ersetzen.

Die streikenden Arbeiter haben keine Angst – sie setzen den Kampf fort. Ein Vertreter der Arbeiter sagte: „Es macht mir nichts aus, für die Zukunft meiner Kinder zu sterben, denn am Ende des Tages sollte das Unternehmen den Menschen helfen, und jetzt passiert dies nicht. Dieses Unternehmen wurde gegründet, um Menschen zu helfen, aber jetzt ist es nicht das was es sein sollte. Dafür kämpfen wir, und wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen.“ Diese Woche gab es einen Protestmarsch und die Polizei feuerte Betäubungsgranaten ab, um etwa 200 Streikende zu vertreiben. Auch ein Bus von „MyCiTi“ wurde in den letzten Wochen in Brand gesteckt, die Polizei weiß nicht wer es war.

Der Streik der Busfahrer ist berechtigt. Sie kämpfen nicht nur für ihre Forderungen, sondern auch gegen die Streikbrecher, die dabei helfen den Streik zu brechen. Es zeigt, dass weder die Stadtpolitiker noch das Unternehmen „MyCiTi“ die berechtigten Forderungen unterstützen, sie nennen den Streik „illegal“, weil die Arbeiter aus eigener Kraft kämpfen.



Erstveröffentlichung in NewEpoch Media vor wenigen Tagen. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers und des Autors. Übersetzung: 27.12.2018 durch KLASSE gegen KLASSE.
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Dieser Artikel in englisch.

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