{"id":21118,"date":"2019-07-09T04:00:09","date_gmt":"2019-07-09T02:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/?p=21118"},"modified":"2019-07-09T04:18:21","modified_gmt":"2019-07-09T02:18:21","slug":"die-vergessenen-opfer-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/2019\/07\/09\/die-vergessenen-opfer-2\/","title":{"rendered":"&#8211; Die vergessenen Opfer"},"content":{"rendered":"<h4>Elizabeth Lea Vos<\/h4>\n<h2><strong>Die vergessenen Opfer<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_21104\" style=\"width: 110px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-21104\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-21104\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2035\/01\/Elizabeth-Lea-Vos.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-21104\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Elizabeth Lea Vos<\/span><\/p><\/div>\n<header class=\"header-normal\">\n<div class=\"header-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es ist h\u00f6chste Zeit, \u00fcber die durch Dokumente von WikiLeaks belegten Verbrechen des US-Milit\u00e4rs in Afghanistan zu sprechen.<\/strong><\/p>\n<div class=\"article-teaser\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>Drei Monate nach dem \u201eCollateral Murder\u201c-Video ver\u00f6ffentlichte WikiLeaks mehrere zehntausend geheime US-Dokumente, die unter der Bezeichnung \u201eafghanische Kriegstageb\u00fccher\u201c bekannt werden sollten. Diese Publizierung war in mehrerlei Hinsicht bahnbrechend, wie Elizabeth Vos in einer Artikelreihe zur bedeutenden Arbeit von WikiLeaks schildert. Der Inhalt der Berichte belegte die Geheimhaltung ziviler Opferzahlen, die Existenz eines US-gef\u00fchrten Elite-T\u00f6tungskommandos mit dem Namen Task Force 373 sowie die verdeckte Rolle Pakistans in dem Konflikt. Bei der Ver\u00f6ffentlichung arbeitete WikiLeaks zudem erstmals mit Zeitungen und Nachrichtenorganisationen auf der ganzen Welt zusammen, darunter die New York Times, der Guardian und der Spiegel. Schlie\u00dflich r\u00fcckte die Enth\u00fcllung der Kriegsprotokolle Julian Assange und seine Plattform endg\u00fcltig ins Visier der US-Regierung, die WikiLeaks fortan als Feind der nationalen Sicherheit verfolgen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/header>\n<div class=\"article\" style=\"text-align: justify;\">\n<p>Die afghanischen Tageb\u00fccher l\u00f6sten einen Aufschrei aus, als sie die Geheimhaltung ziviler Opferzahlen, die Existenz eines US-gef\u00fchrten Elite-T\u00f6tungskommandos sowie die verdeckte Rolle Pakistans in dem Konflikt enth\u00fcllten. Elizabeth Vos berichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_21108\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-21108\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-21108\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/444-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"556\" height=\"313\" srcset=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/444-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/444-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/444-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/444.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><p id=\"caption-attachment-21108\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Foto: timsimages.uk\/Shutterstock.com<\/span><\/p><\/div>\n<p>Dies ist der zweite Artikel in einer Reihe zu WikiLeaks, die auf die wichtigsten weltver\u00e4ndernden Ver\u00f6ffentlichungen der Plattform seit ihrer Gr\u00fcndung 2006 zur\u00fcckblickt. Diese Reihe ist ein Versuch, der Mainstream-Berichterstattung etwas entgegen zu setzen, in der das Wirken von WikiLeaks ignoriert und stattdessen der Fokus auf die Pers\u00f6nlichkeit Julian Assanges gelegt wird. Es sind die WikiLeaks-Enth\u00fcllungen von Kriegsverbrechen und Korruption, die die Verfolgung Assanges durch die USA ausgel\u00f6st und schlie\u00dflich zu seiner Verhaftung am 11. April dieses Jahr gef\u00fchrt haben.Drei Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung des <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/der-kollateral-mord\">\u201eCollateral Murder\u201c-Videos<\/a> publizierte WikiLeaks am 25. Juli 2010 ein Archiv mit geheimen US-Dokumenten \u00fcber den Krieg in Afghanistan. Dieser enth\u00fcllte unter anderem die Geheimhaltung ziviler Opferzahlen, die Existenz eines US-gef\u00fchrten Elite-T\u00f6tungskommandos sowie die verdeckte Rolle Pakistans in dem Konflikt. Die Ver\u00f6ffentlichung der <a href=\"https:\/\/wardiaries.wikileaks.org\/\">afghanischen Kriegstageb\u00fccher<\/a> trug ma\u00dfgeblich dazu bei, dass die US-Regierung auf einen Konfrontationskurs mit WikiLeaks-Gr\u00fcnder Julian Assange ging, der schlie\u00dflich zu seiner Verhaftung im April dieses Jahres f\u00fchrte.Die Kriegstageb\u00fccher wurden von der damaligen Mitarbeiterin des Nachrichtendienstes der US-Armee Chelsea Manning weitergegeben, die durch ihre Top-Secret-Sicherheitserm\u00e4chtigung legalen Zugriff auf die Protokolle hatte. Manning wandte sich erst an WikiLeaks, nachdem sie die Organisation sorgf\u00e4ltig \u00fcberpr\u00fcft hatte und nach dem <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/feb\/28\/manning-washington-post-new-york-times\">erfolglosen Versuch<\/a>, die Dokumente an die New York Times und die Washington Post weiterzugeben.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Signifikante Aktivit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n<p>Eine der ma\u00dfgeblichen Kontroversen um die Ver\u00f6ffentlichung der Tageb\u00fccher waren <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/gdpr-consent\/?destination=%2fwp-dyn%2fcontent%2farticle%2f2010%2f08%2f17%2fAR2010081705225.html%3f&amp;utm_term=.63f5a12bbe43\">Vorw\u00fcrfe<\/a>, Einsatzdetails seien zum Kampfvorteil der Taliban \u00f6ffentlich gemacht und die Leben von Informanten der US-Koalition durch die Bekanntgabe ihrer Namen gef\u00e4hrdet worden. Trotz der weit verbreiteten Annahme, WikiLeaks h\u00e4tte sorglos nicht redigierte Dokumente ver\u00f6ffentlicht, wurden letztlich nur <a href=\"http:\/\/archive.is\/3mzSe#selection-5771.0-5793.63\">75.000<\/a> von insgesamt <a href=\"https:\/\/archive.is\/MypDt#selection-1993.71-1993.77\">mehr als 92.201<\/a> internen US-Milit\u00e4r-Dokumenten zum Afghanistan-Krieg <a href=\"http:\/\/archive.is\/ZKeaT\">zwischen 2004 und 2010<\/a> publiziert.WikiLeaks <a href=\"http:\/\/archive.is\/ZKeaT#selection-227.0-227.135\">erkl\u00e4rte<\/a>, sie h\u00e4tten derart viele Dokumente zur\u00fcckgehalten, da Manning darauf bestanden habe:<em>\u201eWir haben die Herausgabe von etwa 15.000 Berichten aus der Gesamtheit des Archivs zur\u00fcckgestellt, als Teil eines Prozesses der Schadensminimierung, der von unserer Quelle gefordert wurde.\u201c<\/em>Manning <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/mar\/01\/bradley-manning-wikileaks-statement-full-text\">best\u00e4tigte<\/a> 2013 in ihrer Aussage vor dem Milit\u00e4rgericht, dass die Dokumente nicht \u201esehr sensibel\u201c gewesen seien und nicht von laufenden Milit\u00e4reins\u00e4tzen gehandelt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>\u201eAls Analystin betrachtete ich die SigActs (Signifikante Aktivit\u00e4ten) als historische Daten. Eine solche Aktivit\u00e4t kann ein Angriff mit einer unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung sein, ein Gefecht mit Kleinfeuerwaffen mit einer feindlichen Kraft, oder jedes andere Ereignis, das eine bestimmte Einheit in Echtzeit dokumentiert und aufzeichnet.Aus meiner Perspektive sind in einem einzelnen SigAct oder einer Gruppe von SigActs enthaltene Informationen nicht sehr sensibel. Die in den meisten SigActs aufgezeichneten Ereignisse beinhalten entweder Angriffe durch Feinde oder Kausalit\u00e4ten. Der Gro\u00dfteil dieser Informationen wird \u00fcber das Public-Affairs-B\u00fcro an die \u00d6ffentlichkeit weitergegeben. [&#8230;] SigActs zeigen, was an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit passiert. Sie werden unmittelbar nach dem Ereignis erstellt und unter Umst\u00e4nden in einem Zeitraum von Stunden aktualisiert, bis eine Endfassung im Computersystem des US-Milit\u00e4rs zum Austausch von taktischen Informationen (Combined Information Data Network Exchange; kurz CIDNE) hochgeladen wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_21109\" style=\"width: 334px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-21109\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-21109\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/weee-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"324\" height=\"216\" srcset=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/weee-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/weee.jpg 630w\" sizes=\"(max-width: 324px) 100vw, 324px\" \/><p id=\"caption-attachment-21109\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #808080;\">Wikileaks &#8211; geheime Afghanistan-Dokumente. Bild YouTube screenshot<\/span><\/p><\/div>\n<p>Obwohl SigAct-Daten zum Zeitpunkt ihrer Erstellung sensibel sind, wird diese Sensibilit\u00e4t normalerweise innerhalb von 48 bis 72 Stunden aufgehoben, wenn das Ereignis entweder \u00f6ffentlich bekannt gemacht wird oder sich die beteiligte Einheit nicht l\u00e4nger im Einsatzgebiet und somit au\u00dfer Gefahr befindet.Meiner Auffassung nach werden SigAct-Berichte lediglich weiterhin als geheim eingestuft, weil sie als Teil des CIDNE-Systems verwaltet werden. [&#8230;] Alles, was in CIDNE-Irak und CIDNE-Afghanistan gespeichert ist, einschlie\u00dflich der SigAct-Berichte, wurde als Geheiminformation eingestuft.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Von \u00f6ffentlicher Relevanz<\/strong><\/h4>\n<p>Manning bezeugte, die von ihr weitergegebenen Daten seien von sensiblen Informationen \u201eges\u00e4ubert\u201c worden. In ihrer Aussage vor dem Milit\u00e4rgericht <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2013\/mar\/01\/bradley-manning-wikileaks-statement-full-text\">erkl\u00e4rte<\/a> sie ihr Motiv f\u00fcr die Weitergabe der Dokumente ausf\u00fchrlicher. Sie sagte:<em>\u201eIch glaube, durch den Zugang der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit, besonders der amerikanischen \u00d6ffentlichkeit, zu den Informationen, die in den CIDNE-Irak- und CIDNE-Afghanistan-Systemen gespeichert sind, k\u00f6nnte eine innenpolitische Debatte \u00fcber die Rolle des Milit\u00e4rs und \u00fcber unsere Au\u00dfenpolitik im Allgemeinen sowie im Irak und in Afghanistan ausgel\u00f6st werden.<\/em><\/p>\n<p>Ebenso glaube ich, dass eine detaillierte Analyse der Daten \u00fcber einen langen Zeitraum, durchgef\u00fchrt von verschiedenen Teilen der Gesellschaft, die Gesellschaft dazu anregen k\u00f6nnte, die Notwendigkeit oder gar den Wunsch neu zu bewerten, sich auch nur an Eins\u00e4tzen zur Terrorismus- und Aufstandsbek\u00e4mpfung zu beteiligen, die die komplexen Dynamiken der Menschen au\u00dfer Acht lassen, die jeden Tag in den betroffenen Gebieten leben.\u201cWikiLeaks <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/afg\/\">erkl\u00e4rte<\/a> seine Gr\u00fcnde f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von Mannings Material wie folgt:<em>\u201eDie Berichte handeln im Allgemeinen nicht von streng geheimen Eins\u00e4tzen oder von Eins\u00e4tzen europ\u00e4ischer und anderer Streitkr\u00e4fte der Internationalen Sicherheitsunterst\u00fctzungstruppe (ISAF). Wenn jedoch ein gemeinsamer Einsatz mit regul\u00e4ren Einheiten der US-Armee erfolgte, werden Details von Verb\u00fcndeten oft bekannt gemacht.<\/em><em>Beispielsweise wird eine Reihe von blutigen Eins\u00e4tzen der Task Force 373, eines geheimen T\u00f6tungskommandos aus US-Spezialkr\u00e4ften, in den Tageb\u00fcchern enth\u00fcllt \u2013 darunter ein Angriff, der zum Tod von sieben Kindern f\u00fchrte. Dieses Archiv zeigt die riesige Bandbreite der kleinen Trag\u00f6dien, von denen kaum je in der Presse berichtet wird und die doch den \u00fcberw\u00e4ltigenden Gro\u00dfteil der Tode und Verwundungen ausmachen.\u201c <\/em><div class=\"hide-this-part-wrap\"><div class=\"hide-this-part-more\" id=\"hide-this-part-0\" morelink-text=\"hier geht es weiter\">hier geht es weiter \u00bb<\/div><div class=\"hide-this-part\" status=\"invisible\"><\/p>\n<p><strong>Die Geheimhaltung ziviler Opferzahlen<\/strong><\/p>\n<p>Die Tageb\u00fccher belegen Vertuschungen und Falschmeldungen ziviler Todeszahlen. Der Guardian <a href=\"http:\/\/archive.is\/DvF6H#selection-1685.47-1685.181\">berichtete<\/a>, die Dokumente zeigten mindestens 21 verschiedene Gelegenheiten, in denen britischen Truppen das Erschie\u00dfen oder Bombardieren von afghanischen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, zugeschrieben wurde. \u201eManche der Tode waren durch Luftangriffen verursachte Kollateralsch\u00e4den, doch von vielen wird auch berichtet, britische Truppen h\u00e4tten auf unbewaffnete Auto- oder Motorradfahrer geschossen, die den Konvois oder Patrouillen \u201azu nahe\u2018 gekommen seien\u201c, schrieb die Zeitung.\u201eBlutige Fehler auf Kosten von Zivilisten, wie sie in den Protokollen verzeichnet sind, wurden unter anderem auch an dem Tag gemacht, an dem franz\u00f6sische Truppen 2008 einen Bus voller Kinder beschossen, wobei sie acht von diesen verletzten. Eine US-Patrouille feuerte ebenfalls mit Maschinengewehren auf einen Bus, wobei sie 15 der Passagiere verwundete oder t\u00f6tete, und 2007 beschossen polnische Truppen in einem scheinbaren Vergeltungsschlag ein Dorf mit M\u00f6rsergranaten, wobei sie eine Hochzeitsgesellschaft, darunter eine schwangere Frau, t\u00f6teten\u201c, berichtete der Guardian.Die Tageb\u00fccher enth\u00fcllten geheim gehaltene zivile Opferzahlen und m\u00f6gliche Hinweise auf Kriegsverbrechen. \u201eDiese detaillierten Aufzeichnungen belegen Angriffe der Koalitionstruppen auf Zivilisten, irrt\u00fcmlichen Beschuss der eigenen Truppen sowie gegenseitigen Beschuss innerhalb der afghanischen Streitkr\u00e4fte\u201c, <a href=\"https:\/\/archive.is\/nXKeO#selection-2063.0-2066.0\">vermeldete<\/a> der Guardian. Mindestens 20 F\u00e4lle von irrt\u00fcmlichem Beschuss der eigenen Truppen wurden <a href=\"https:\/\/archive.is\/yZ431#selection-1139.9-1139.22\">verzeichnet<\/a>. Assange schrieb 2013 in einer <a href=\"https:\/\/archive.is\/3mzSe\">eidesstattlichen Erkl\u00e4rung<\/a>, das Material dokumentiere \u201edetaillierte Aufzeichnungen \u00fcber den Tod von fast 20.000 Menschen.\u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Die Rolle Pakistans und psychologische Kriegsf\u00fchrung<\/strong>Zu den bedeutendsten Enth\u00fcllungen der afghanischen Kriegstageb\u00fccher z\u00e4hlt die US-Einsch\u00e4tzung einer verdeckten Rolle Pakistans in dem Konflikt.\u201eMehr als 180 nachrichtendienstliche Dokumente in den Kriegsprotokollen, von denen die meisten nicht best\u00e4tigt werden k\u00f6nnen, beinhalten detaillierte Aussagen, die Pakistans f\u00fchrende Spionagebeh\u00f6rde der Ausstattung, Bewaffnung und des Trainings der Aufst\u00e4ndischen mindestens seit dem Jahr 2004 bezichtigen\u201c, so der <a href=\"https:\/\/archive.is\/rsKzu#selection-1157.0-1160.0\">Guardian<\/a>.\u201ePakistans Milit\u00e4rgeheimdienst ist ein geheimer Strippenzieher der afghanischen Aufst\u00e4ndischen, obwohl Pakistan j\u00e4hrlich mehr als eine Milliarde Dollar aus Washington erh\u00e4lt, um bei der Bek\u00e4mpfung der Rebellen zu helfen\u201c, schrieb die New York Times an dem Tag, an dem die Tageb\u00fccher ver\u00f6ffentlicht wurden.Die afghanischen Kriegstageb\u00fccher zeigten die von der US-Koalition unterst\u00fctzte Anwendung von psychologischer Kriegsf\u00fchrung mittels afghanischer Radiosender.\u201eMehrere Berichte der Einheiten zur psychologischen Kriegsf\u00fchrung und der Wiederaufbauteams \u2013 eines Zusammenschlusses ziviler und milit\u00e4rischer Kr\u00e4fte f\u00fcr den Wiederaufbau Afghanistans \u2013 zeigen, dass afghanische Radiosender vertraglich verpflichtet waren, von den USA produzierte Inhalte auszustrahlen. In anderen Berichten spricht US-Milit\u00e4rpersonal von afghanischen Reportern offenbar als &#8218;unseren Journalisten&#8216; und wei\u00dft diese an, wie sie ihre Arbeit zu machen h\u00e4tten\u201c, wurde am 27. Juli 2015 auf Yahoo News vermeldet.<a href=\"http:\/\/archive.is\/x8B1t\">Ein Dokument<\/a> aus dem Juni 2007, das als \u201egeheim\u201c eingestuft worden war, beschreibt zudem die angebliche Selbstzensur pakistanischer Medien:<em>\u201ePakistans Kabelfernsehbetreiber berichten, sie bef\u00e4nden sich unter anhaltendem Druck \u2013 das hei\u00dft, der anhaltenden Erfordernis \u2013 die Berichterstattungen dreier Fernseh-Nachrichtennetzwerke zu blockieren. Die meisten Kabelbetreiber halten sich an die Vorgaben der Regierung, die sie am 1. Juni erhalten haben. An diesem Tag stellten alle Kabelbetreiber in Pakistan die Ausstrahlung von ARY News ein, w\u00e4hrend AAJTV in 70 Prozent des Landes nicht mehr empfangen werden konnte. (Siehe Referenztelegram). Um 17.00 lokaler Zeit am 5. Juni war ARY in ganz Pakistan wieder verf\u00fcgbar. Wir versuchen zu ermitteln, ob sich der Sender selbst zensiert.\u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/em><strong>Task Force 373<\/strong><\/p>\n<p>In den afghanischen Kriegstageb\u00fcchern werden die Handlungen der Task Force 373 beschrieben, einer Einheit, deren Existenz bis zu den Ver\u00f6ffentlichungen auf WikiLeaks im Jahr 2010 unbekannt war. <a href=\"http:\/\/archive.is\/NK1pQ#selection-1809.115-1809.158\">Berichten<\/a> zufolge seien mindestens 200 Vorf\u00e4lle, die die Task Force 373 involvierten, in den Kriegsprotokollen verzeichnet.\u201eDie NATO-Koalition in Afghanistan hat eine verdeckte Spezialeinheit, genannt Task Force 373, eingesetzt, um auf Zielpersonen Jagd zu machen und diese ohne einen Gerichtsprozess zu t\u00f6ten oder zu verhaften. Die Daten von mehr als 2.000 f\u00fchrenden Figuren der Taliban und von al-Qaida befinden sich auf einer &#8218;T\u00f6ten oder verhaften&#8216;-Liste, bekannt unter der Bezeichnung JPEL (Joint Prioritised Effects List \u2013 auf Deutsch etwa: Liste der gemeinsamen priorisierten Effekte; Anmerkung der \u00dcbersetzerin)\u201c, berichtete der <a href=\"http:\/\/archive.is\/v2EE2\">Guardian<\/a> an dem Tag, an dem die Tageb\u00fccher ver\u00f6ffentlicht wurden.In dem <a href=\"http:\/\/archive.is\/v2EE2\">Artikel<\/a> hie\u00df es weiter: \u201eIn vielen F\u00e4llen war es das Vorgehen der Einheit, eine Zielperson zu ergreifen und zu verhaften, doch in anderen t\u00f6tete sie die Zielperson ohne einen vorangegangenen Versuch der Festnahme. Die Protokolle enth\u00fcllen, dass Task Force 373 ebenfalls Zivilisten \u2013 M\u00e4nner, Frauen und Kinder \u2013 und sogar afghanische Polizisten, die ihr im Weg standen, t\u00f6tete.\u201cDie <a href=\"http:\/\/archive.is\/392KL\">Huffington Post<\/a> bezog sich in den Wochen nach der WikiLeaks-Ver\u00f6ffentlichung der Dokumente ebenfalls auf die Task Force 373: \u201eDie WikiLeaks-Daten deuten darauf hin, dass bis zu 2.058 Personen in Afghanistan auf einer geheimen Abschussliste, genannt JPEL (Joint Prioritised Effects List), als \u201eVerhaftungs-\/T\u00f6tungs-\u201cZiele gef\u00fchrt wurden. Insgesamt 757 Gefangene \u2013 h\u00f6chstwahrscheinlich von dieser Liste \u2013 waren Ende Dezember 2009 in der Bagram Theater Internment Facility, dem US-gef\u00fchrten Milit\u00e4rgef\u00e4ngnis innerhalb der Bagram Air Base, inhaftiert.\u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Zusammenarbeit zwischen WikiLeaks und der Presse<\/strong><\/p>\n<p>Ein bahnbrechender Aspekt der WikiLeaks-Ver\u00f6ffentlichung der afghanischen Kriegstageb\u00fccher war die Tatsache, dass sie den ersten Fall einer Zusammenarbeit zwischen WikiLeaks und f\u00fchrenden Nachrichtenorganisation wie der <a href=\"http:\/\/archive.is\/g5gVE\">New York Times<\/a>, dem <a href=\"https:\/\/archive.is\/5RtBz\">Spiegel<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/archive.is\/pH3q\">Guardian<\/a> im Vorfeld der Publikation darstellte.Die Mainstream-Medien, die seit den US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2016 eine \u00e4u\u00dfert kritische Position gegen\u00fcber WikiLeaks und Assange eingenommen haben, waren an der Ver\u00f6ffentlichung der afghanische Kriegstageb\u00fccher aktiv beteiligt. WikiLeaks gab die Tageb\u00fccher vorab an den Guardian, die New York Times und den Spiegel weiter, wobei geplant war, dass diese Zeitungen Artikel am selben Tag ver\u00f6ffentlichten, an dem WikiLeaks das Archiv publik machte.Der <a href=\"https:\/\/archive.is\/MypDt#selection-2021.162-2021.414\">Guardian<\/a> beschrieb das Projekt als \u201eeine einzigartige Zusammenarbeit zwischen dem Guardian, der New York Times und dem deutschen Spiegel-Magazin, die dazu diente, die riesige Fundgrube an Daten im Hinblick auf Material von \u00f6ffentlichem Interesse zu sichten und diese geheimen Aufzeichnungen der weltweit m\u00e4chtigsten kriegsf\u00fchrenden Nation global zu verbreiten.\u201cDer <a href=\"https:\/\/archive.is\/5RtBz#selection-851.22-851.89\">Spiegel<\/a> erl\u00e4uterte, das Material sei durchleuchtet und die Daten mit unabh\u00e4ngigen Berichten verglichen worden. Auch sprach er vom Konsens zwischen den drei Zeitungen, die mit WikiLeaks zusammenarbeiteten: \u201eDie Verleger waren einstimmig der \u00dcberzeugung, dass es ein berechtigtes \u00f6ffentliches Interesse an dem Material gibt, da es ein tieferes Verst\u00e4ndnis eines Krieges erlaubt, der noch immer und seit nunmehr fast neun Jahren im Gange ist.\u201cIm Jahr 2011 sprach Assange in einem <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/In-Conversation-with-Julian.html\">Interview<\/a> \u00fcber seine Zusammenarbeiten mit Massenmedien. \u201eWir haben uns mit etwa zwanzig Zeitungen auf der ganzen Welt zusammengetan, um den Gesamteffekt zu erh\u00f6hen, unter anderem auch dadurch, dass wir jede dieser Nachrichtenorganisationen dazu anregten, mutiger zu sein\u201c, sagte er.\u201eEs hat sie mutiger gemacht, auch wenn es im Falle der New York Times nicht ganz geklappt hat. Eine der Geschichten beispielsweise, die wir in den afghanischen Kriegstageb\u00fcchern fanden, handelte von der Task Force 373, einem T\u00f6tungskommando aus US-Spezialkr\u00e4ften.Task Force 373 arbeitet in Afghanistan eine Abschussliste mit etwa 2.000 Namen ab, und die Regierung in Kabul ist \u00fcber diese au\u00dfergerichtlichen Ermordungen ziemlich ungl\u00fccklich \u2013 es gibt kein unparteiisches Verfahren, nachdem ein Name der Liste hinzugef\u00fcgt oder von ihr gestrichen wird. Man wird nicht benachrichtigt, wenn man auf dieser Liste steht, die die Bezeichnung Joint Prioritised Effects List tr\u00e4gt, kurz JPEL. Es ist offenbar eine \u201eT\u00f6ten oder verhaften\u201c-Liste.Doch aus dem Material, das wir ver\u00f6ffentlicht haben, geht hervor, dass etwa 50 Prozent der F\u00e4lle nur im T\u00f6ten bestanden \u2013 es gibt keine Verhaftungsoption, wenn eine Drohne eine Bombe auf jemanden abwirft. Und in manchen F\u00e4llen t\u00f6tete Task Force 373 auch unschuldige Menschen, etwa in einem Fall, in dem sie eine Schule attackierte und sieben Kinder t\u00f6tete, aber keine ihrer Zielpersonen, und dann versuchte, das Ganze zu vertuschen.Diese Entdeckung wurde eine Titelgeschichte im Spiegel. Sie wurde ein Artikel im Guardian. F\u00fcr die New York Times wurde von Eric Schmitt, dem Korrespondenten \u00fcber nationale Sicherheit, ebenfalls ein Artikel geschrieben, doch dieser wurde fallen gelassen. Er erschien nicht in der New York Times.\u201c<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Reaktion der Medien<\/strong><\/p>\n<p>Am Tag der Ver\u00f6ffentlichung der Tageb\u00fccher sagte Assange in einem <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/video\/2010\/jul\/25\/julian-assange-wikileaks-interview-warlogs\">Video<\/a> des Guardian: \u201eEs ist die Rolle von gutem Journalismus, sich m\u00e4chtige T\u00e4ter vorzunehmen, und wann immer man sich m\u00e4chtige T\u00e4ter vornimmt, gibt es eine heftige Reaktion. Wir sind uns dieser Kontroverse bewusst und wir glauben, es ist gut, an ihr teilzunehmen, und in diesem Fall wird sie die wahre Natur dieses Krieges enth\u00fcllen.\u201cDie Reaktion der Presse auf die Ver\u00f6ffentlichung der Kriegstageb\u00fccher war alles andere als durchgehend positiv.Maximilian Forte beschrieb die Angelegenheit in <a href=\"http:\/\/archive.is\/TxafB#selection-451.287-451.630\">Counterpunch<\/a>: \u201eWikiLeaks scheint sich nun auf Einzelne zu verlassen, die sich auf eigene Faust durch tausende Berichte w\u00fchlen, und ihre Funde dann mutma\u00dflich au\u00dferhalb von Zeitungen ver\u00f6ffentlichen, Monate in der Zukunft, \u00fcber Ereignisse, die m\u00f6glicherweise vor Jahren stattgefunden haben. Davon m\u00f6gen Historiker profitieren, doch nicht die Antikriegs-Aktivisten, die in der unmittelbaren Gegenwart handeln.\u201cEine solche Haltung l\u00e4sst jedoch die koordinierte Ver\u00f6ffentlichung mit renommierten Zeitungen in drei L\u00e4ndern au\u00dfer Acht. Antikriegs-Aktivisten und <a href=\"http:\/\/archive.is\/hCHjX\">K\u00fcnstler<\/a> zogen in der Tat einen <a href=\"http:\/\/archive.is\/wQMCr\">Nutzen<\/a> aus dem Material, insbesondere durch den Einsatz von <a href=\"https:\/\/www.kickstarter.com\/projects\/204448405\/wall-of-war-a-massive-data-visualization-art-insta\">Techniken zur Datenvisualisierung<\/a>.In einem Fernsehbericht des Senders <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=p0pKiT60nO8&amp;feature=youtu.be\">CBS<\/a>, der in den Tagen nach der Ver\u00f6ffentlichung ausgestrahlt wurde, wurde WikiLeaks als \u201eundurchsichtige Webseite\u201c bezeichnet.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Reaktion des Milit\u00e4rs<\/strong><\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/IMG\/html\/Affidavit_of_Julian_Assange.html#efmIRdIXa\">eidesstattlichen Erkl\u00e4rung<\/a> Assanges zufolge verst\u00e4rkten das US-Verteidigungsministerium und das FBI nur drei Tage nach Ver\u00f6ffentlichung der afghanischen Kriegstageb\u00fccher am 25. Juli ihre <a href=\"https:\/\/file.wikileaks.org\/file\/us-intel-wikileaks.pdf\">bereits bestehenden Anstrengungen<\/a>, Assange strafrechtlich zu verfolgen und WikiLeaks au\u00dfer Gefecht zu setzen.Assange <a href=\"https:\/\/archive.is\/3mzSe#selection-5913.0-5953.2\">sagte<\/a>:\u201eInfolge unserer Ver\u00f6ffentlichung der afghanischen Kriegstageb\u00fccher und infolge von Neuigkeiten \u00fcber die Absichten von WikiLeaks, hunderttausende US-diplomatische Depeschen zu publizieren, haben Mitarbeiter der US-Regierung mit Versuchen begonnen, den rechtlichen Schutz, den WikiLeaks als Verlag genie\u00dft, zu delegitimieren, indem sie WikiLeaks als Gegner des nationalen Interesses der USA darstellen.<\/p>\n<p>In einem <a href=\"http:\/\/archive.is\/y3VEE\">Artikel<\/a> des US-Verteidigungsministeriums vom 29. Juli 2010, der seitdem gel\u00f6scht, doch inzwischen mithilfe eines Archivdienstes wiederhergestellt wurde, hei\u00dft es unter anderem:<em>\u201eVerteidigungsminister Robert M. Gates lie\u00df verlauten, er h\u00e4tte das FBI um Hilfe gebeten, damit dieses Pentagon-Angestellte bei der Untersuchung der Ver\u00f6ffentlichung von Geheimdokumenten durch WikiLeaks unterst\u00fctzt. Gates und Marineoffizier Mike Mullen, Vorsitzender der Vereinigung der Generalstabschefs, verurteilten diese Ver\u00f6ffentlichung von Geheimdokumenten bei einer Pentagonsitzung heute auf das Sch\u00e4rfste. \u201c<\/em>In dem Artikel hie\u00df es weiter: \u201eDie Bitte um FBI-Unterst\u00fctzung stellt sicher, dass das Ministerium \u00fcber alle zur Untersuchung und Bewertung dieser Verletzung der nationalen Sicherheit n\u00f6tigen Ressourcen verf\u00fcgt, so der Minister. Er wies darauf hin, dass der Einsatz des FBIs dem Untersuchungsteam jeglichen Zugriff erlaube, den es brauche.\u201c In den Tagen nach der Tagebuch-Ver\u00f6ffentlichung bezeichnete Michael Hayden, ein ehemaliger NSA-Direktor und von 2006 bis 2009 CIA-Chef unter George W. Bush, diese Enth\u00fcllung als <a href=\"http:\/\/archive.is\/OgzUl\">\u201eTrag\u00f6die\u201c<\/a>.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<strong>Reaktion der Politik<\/strong><\/p>\n<p>General James Jones, Nationaler Sicherheitsberater der Obama-Regierung, nannte die Ver\u00f6ffentlichung \u201eeine Bedrohung der nationalen Sicherheit, die die Leben von Amerikanern und unseren Verb\u00fcndeten gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. \u201cJohn Kerry, Pr\u00e4sidentschaftskandidat der Demokraten, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?time_continue=56&amp;v=ESETBlsWOL4\">bewertete<\/a> die Ver\u00f6ffentlichung der afghanischen Kriegstageb\u00fccher als \u201einakzeptabel und illegal\u201c. Auf einer <a href=\"https:\/\/www.c-span.org\/video\/?294755-2\/white-house-daily-briefing\">Pressekonferenz<\/a> sagte der Pressesprecher des Wei\u00dfen Hauses, Robert Gibbs, WikiLeaks stelle eine \u201esehr reale und potenzielle Bedrohung\u201c dar.Assange <a href=\"https:\/\/archive.is\/3mzSe#selection-5913.0-5953.2\">zufolge<\/a> h\u00e4tte es in einer Mitteilung, die das Wei\u00dfe Haus kurz nach der Ver\u00f6ffentlichung der Tageb\u00fccher an Reporter sendete, unter anderem gehei\u00dfen: \u201eWenn Sie \u00fcber diese Angelegenheit berichten, lohnt es sich zu erw\u00e4hnen, dass WikiLeaks kein objektiver Nachrichtenkanal ist, sondern eine Organisation, die sich der US-Politik in Afghanistan entgegenstellt.\u201c Die Ver\u00f6ffentlichung der afghanischen Kriegstageb\u00fccher w\u00fcrde bei der <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/gdpr-consent\/?destination=%2fwp-dyn%2fcontent%2farticle%2f2010%2f08%2f17%2fAR2010081705225.html%3f&amp;utm_term=.f16b68918148\">Strafverfolgung<\/a> Julian Assanges, die das US-Justizministerium im Dezember 2010 offiziell <a href=\"http:\/\/edition.cnn.com\/2010\/US\/12\/06\/wikileaks.investigation\/\">verk\u00fcndete<\/a>, eine tragende Rolle spielen und schlie\u00dflich zu seiner Verhaftung am 11. April dieses Jahres f\u00fchren.<br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;\">\u00dcber die Autorin:<strong><br \/>\nElizabeth Vos<\/strong> ist freie Journalistin. Sie schreibt regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Consortium News und ist Mitwirkende bei <a href=\"https:\/\/www.unity4j.com\/\">#Unity4J<\/a>, einer andauernden Online-Mahnwache zur Unterst\u00fctzung von Julian Assange. <span class=\"_4n-j _fbReactionComponent__eventDetailsContentTags fsl\" data-testid=\"event-permalink-details\"><\/div><!-- .hide-this-part --><\/div><!-- hide-this-part-wrap --><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Dieser Artikel erschien vor Kurzem auch<span style=\"color: #333333;\"> auf <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.Rubicon<\/a><\/span>. Ver\u00f6ffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel \u201e<a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2019\/05\/09\/the-revelations-of-wikileaks-no-2-the-leak-that-exposed-the-true-afghan-war\/\"> The Revelations of WikiLeaks: No. 2 \u2014The Leak That \u2018Exposed the True Afghan War\u2019<\/a>\u201c. Er wurde von <em>Melina Cenicero<\/em> aus dem ehrenamtlichen <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/kontakt\">Rubikon-\u00dcbersetzungsteam<\/a> \u00fcbersetzt und vom ehrenamtlichen <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/kontakt\">Rubikon-Korrektoratsteam<\/a> lektoriert.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Bild und Bildunterschrift teilweise oder ganz hinzugef\u00fcgt von der Redaktion <a href=\"http:\/\/www.AmericanRebel.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">AmericanRebel<\/a>.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/div>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\">F\u00fcr den Inhalt dieses Artikels ist der Autor bzw. die Autorin verantwortlich.<br \/>\nDabei muss es sich nicht grunds\u00e4tzlich um die Meinung der Redaktion handeln.<\/span><\/p>\n<table width=\"100%\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-7516 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/88x31.png\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"31\" \/><\/td>\n<td style=\"text-align: justify; font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-nd\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"license noopener noreferrer\">Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung &#8211;<br \/>\nNicht kommerziell &#8211; Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<form action=\"https:\/\/www.paypal.com\/cgi-bin\/webscr\" method=\"post\" target=\"_top\"><input alt=\"Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen \u2013 mit PayPal.\" name=\"submit\" src=\"https:\/\/www.paypalobjects.com\/de_DE\/DE\/i\/btn\/btn_donateCC_LG.gif\" type=\"image\" \/><\/form>\n<\/td>\n<td><span style=\"color: #993300;\"><strong>Auch linker Journalismus ist nicht kostenlos<br \/>\nund auch kleine Spenden k\u00f6nnen helfen Gro\u00dfes zu ver\u00f6ffentlichen!<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div style=\"margin-left: 10px;\"><a title=\"zur Startseite\" href=\"http:\/\/www.americanrebel.de\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/back_ar.png\" alt=\"zur\u00fcck zur Startseite\" width=\"156\" height=\"15\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"margin-right: 10px;\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/groups\/1683837971860223\/permalink\/1987214344855916\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_zu_fb.png\" alt=\"hier geht es zur Facebook Diskussionsgruppe\" width=\"353\" height=\"15\" \/><\/a><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"#respond\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deanreed.de\/AmericanRebel\/2017\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/ar_kommentar-1.png\" alt=\"Sag uns deine Meinung zum Artikel mit einem Kommentar\/Leserbrief\" width=\"627\" height=\"20\" \/><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elizabeth Lea Vos Die vergessenen Opfer Es ist h\u00f6chste Zeit, \u00fcber die durch Dokumente von WikiLeaks belegten Verbrechen des US-Milit\u00e4rs in Afghanistan zu sprechen. 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